DE3000910C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines hochfesten, zweiphasigen Stahlblechs
mit niedrigem Streckverhältnis und
guten künstlichen Alterungseigenschaften nach
dem Bearbeiten, sowie ein mit diesem Verfahren hergestelltes Stahlblech.
Unter einem zweiphasigen Stahlblech bzw. einem sogenannten "Zweiphasengefüge" wird ein Gefüge
verstanden, das hauptsächlich aus einer Ferritphase, einer
Martensitphase sowie aus einem geringen Anteil einer Restaustenitphase
besteht. Der Ausdruck "niedriges Streckverhältnis"
bedeutet, daß das Verhältnis von Streckdehnung zu Zugfestigkeit
nach dem Warmwalzen und Aufwickeln höchstens 0,7 beträgt,
und der Ausdruck "hochfest" bedeutet, daß die Zugfestigkeit
mindestens etwa 400 N/mm² beträgt.
Der Ausdruck "künstliche Alterungseigenschaft nach dem Bearbeiten"
beschreibt die Zunahme der Streckdehnung durch Erwärmen
in einem Temperaturbereich von etwa 170 bis 200°C nach
dem Recken des Stahlblechs. Eine gute künstliche Alterungseigenschaft
bedeutet, daß diese Zunahme groß ist, und daß
über die gesamte Länge des aufgewickelten Blechbandes eine
geringe Variation dieser Eigenschaft vorliegt.
In der letzten Zeit sind in der Automobilindustrie große
Anstrengungen zur Verringerung des Karosseriegewichts unternommen
worden, um hauptsächlich den Kraftstoffverbrauch zu
vermindern. Da eine Gewichtsverringerung eine Verminderung
der Dicke des Stahlblechs erfordert, müssen hochfeste Stahlbleche
eingesetzt werden.
Bisher verfügbare hochfeste Stahlbleche weisen jedoch ein
außerordentlich hohes Streckverhältnis auf, so daß während
des Umformvorganges ein Rückfedern eintritt. Ferner zeigen
diese Stahlbleche während der Bearbeitung schlechte Aushärteigenschaften,
so daß sie leicht konzentrierten, lokalen
Dehnungen ausgesetzt sind und daher während der Verformung
leicht Risse ausbilden können. Aus diesen Gründen ergeben sich
große Schwierigkeiten bei umfangreicheren Anwendungen der
bekannten hochfesten Stahlbleche, und zwar trotz eines allgemeinen
Bedürfnisses für ein derartiges Produkt.
Aufgrund dieser Situation zeigt sich eine allgemeine Tendenz
unter dem Anwendern von Stahlblech zu der Forderung nach der
Entwicklung von Stahlblechen mit einem Streckverhältnis von
höchstens etwa 0,7 und mit einer Zugfestigkeit von mindestens
400 N/mm², so daß das niedrige Streckverhältnis (insbesondere
eine gute Verfestigung während der Bearbeitung) erreicht
wird. Ferner ist es erwünscht, daß diese hochfesten Stahlbleche
eine weitere Zunahme der Streckfestigkeit des fertig
geformten Produkts durch eine künstliche Alterung zeigen,
etwa wie beim Durchlaufen durch eine Beschichtungs- und
Trocknungszone (170 bis 200°C), obwohl derartige Materialien
aufgrund ihrer guten Härtungseigenschaften beim Bearbeiten
nach dem Verformen eine relativ große Streckfestigkeit aufweisen.
Bei einem bisher vorgeschlagenen Verfahren zur wirtschaftlichen
Herstellung eines hochfesten, warmgewalzten Stahlblechs
mit niedrigem Streckverhältnis wird ein kohlenstoffarmer Stahl
auf eine Temperatur von höchstens 350°C nach dem Fertigwarmwalzen
in der Zweiphasenzone (Ferrit-Austenit) rasch abgekühlt
(JP-A 79 628/76); bei einem anderen Verfahren
wird ein Cr enthaltender Stahl in der
Zweiphasenzone einem abschließenden Warmwalzvorgang unterworfen
und bei höchstens 500°C aufgewickelt. Mit diesem Verfahren
kann ein hochfestes, warmgewalztes Stahlblech mit niedrigem
Streckverhältnis wirtschaftlich hergestellt werden, das
während der Umformung ein geringes Rückfedern sowie eine
gute Aushärtung während der Bearbeitung zeigt.
Die so hergestellten Stahlbleche weisen jedoch nicht immer ausreichende
künstliche Alterungseigenschaften nach dem Umformen
auf, und diese Eigenschaft ist über die gesamte Länge des
aufgewickelten Stahlblechbandes sehr unregelmäßig. Wenn z. B.
nach einer 3prozentigen Zugverformung eine künstliche Alterung
bei 180°C während 30 min vorgenommen wird, so beträgt
die Erhöhung der Streckfestigkeit lediglich etwa 30 bis 40 N/mm²
und manchmal nur 10 bis 20 N/mm² in lokalen Bereichen der Spule,
und außerdem ergibt sich keine Aushärtung bei der Bearbeitung
durch Zugverformung.
Aus der US-PS 40 33 789 ist ein Verfahren zum Herstellen
eines hochfesten, zweiphasigen Stahlblechs
mit niedrigem Streckverhältnis bekannt, bei dem ein
Stahl aus 0,04 bis 0,17% C, 0,8 bis 2,0% Mn, bis
1,0% Si, bis 0,12% V, bis 0,1% Nb, bis 0,1% Ti,
0,001 bis 0,025% N, Rest Eisen und unvermeidbare
Verunreinigungen, zur Austenitbildung auf eine
Temperatur oberhalb des Ac₃-Punktes
erwärmt wird. Anschließend wird der Stahl mit einer
Kühlgeschwindigkeit von höchstens etwa 40 K/s auf
eine Temperatur von etwa 450°C und danach mit einer
Kühlgeschwindigkeit von mehr als etwa 5,5 K/s auf
Raumtemperatur abgekühlt.
Aus der DE-OS ist ein Verfahren zum Herstellen
eines zweiphasigen Stahlblechs bekannt, bei dem ein Stahl aus
0,05 bis 0,11% C, 0,6 bis 1,8% Mn, 0,7 bis 1,2% Si,
0,2 bis 0,4% Mo, 0,3 bis 0,9% Cr, bis 0,1% V, Rest
Eisen und unvermeidbare Verunreinigungen, bei einer
Temperatur zwischen etwa 870°C und 1180°C warmgewalzt,
anschließend abgeschreckt und bei einer Wickeltemperatur
zwischen etwa 540°C und 650°C aufgewickelt
wird. Nach dem Aufwickeln wird das Stahlblech langsam
an Luft gekühlt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein
hochfestes, zweiphasiges Stahlblech mit niedrigem Streckverhältnis
sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung zu schaffen,
das verbesserte künstliche Alterungseigenschaften aufweist
und insbesondere Variationen der künstlichen Alterungseigenschaft
über die gesamte Länge des aufgewickelten Stahlbleches
vermeidet. Ferner soll das erfindungsgemäße Stahlblech
eine gute Verformbarkeit aufweisen, so daß diese Stahlbleche
insbesondere in solchen Fällen eingesetzt werden können,
wo es auf die Verformbarkeit besonders ankommt.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der Patentansprüche
1 und 3 gelöst.
Die Erfindung wird nachstehend mit Bezug auf die anliegende
Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 ein Diagramm zur Darstellung der Zugfestigkeit und
des Streckverhältnisses verschiedener Stähle in Abhängigkeit
von der Temperatur beim abschließenden
Warmwalzen,
Fig. 2 ein Diagramm zur Darstellung der Beziehung zwischen
der Zugfestigkeit und der Dehnung bei verschiedenen
Stählen,
Fig. 3 ein Diagramm ähnlich Fig. 1 bei verschiedenen Stählen
in Korrelation mit dem Siliciumgehalt,
Fig. 4a bis d Diagramme der Wickeltemperaturen während des
abschließenden Warmwalzens und Wickelns, des Streckverhältnisses
und der künstlichen Alterungseigenschaft
nach dem Bearbeiten bei verschiedenen Abschnitten
eines aufgewickelten Bandes,
Fig. 5a und b Diagramme zur Darstellung der Verteilung der
Wickeltemperatur und von Temperaturunterschieden bei
verschiedenen Abschnitten eines aufgewickelten Bandes,
Fig. 6 mehrere Diagramme zur Darstellung der Bedingungen
bei mehreren Wickelsimulationen entsprechend verschiedenen
Streckverhältnissen und künstlichen Alterungseigenschaften
nach dem Bearbeiten und
Fig. 7 ein Diagramm zur Darstellung der Stahlgefügeänderungen
beim abschließenden Warmwalzen, Kühlen, Aufwickeln
und langsamen Abkühlen.
Erfindunggemäß ist die Nachwalztemperatur beim Warmwalzen
niedriger als bei bekannten Verfahren, um den Stahl in
der ferritischen (α) und austenitischen (γ)-Zweiphasenzone
zu halten und ein Mischgefüge mit feinem voreutektoidem
Ferrit (α) und nicht-transformiertem Austenit (γ) zu erhalten.
Diese Struktur wird rasch abgkühlt, um das nichttransformierte
Austenit (γ) in Martensit (α′) mit einer geringen
Menge an Restaustenit zu transformieren.
Wesentliche Elemente zur Erzeugung des obigen Zweiphasengefüges
sind C und Mn. Bei Kohlenstoffanteilen von weniger
als 0,03% und Mangananteilen von weniger als 0,8% kann das
gewünschte Zweiphasengefüge nicht erhalten werden, und
die erzielbare Zugfestigkeit ist ebenfalls unzureichend.
Andererseits wird mit Kohlenstoffgehalten oberhalb von 0,13%
und Mangananteilen oberhalb 1,7% die Ar₃-Temperatur merklich
abgesenkt. Folglich wird die Nachwalztemperatur
beim Warmwalzen zur Erzielung einer Struktur mit einer ausreichenden
Menge an voreutektoidem Ferrit (α) merklich abgesenkt,
was zu einem stark unerholten Gefüge der deformierten
Ferritkristalle und damit zu einer Abnahme der Verformbarkeit
führt. Erfindungsgemäß werden daher der Kohlenstoffgehalt
auf 0,03 bis 0,13% und der Mangangehalt auf
0,8 bis 1,7% beschränkt.
Sowohl Silicium als auch Chrom sind besonders wirkungsvoll
bei der Vergrößerung des optimalen Temperaturbereichs
beim Warmwalzen, der das gewünschte Zweiphasengefüge
erzeugt und das Streckverhältnis absenkt. Daher
wird das Vorhandensein dieser Elemente bei dem Herstellungsverfahren
bevorzugt, da sie die zum Warmwalzen erforderliche,
scharfe Temperatursteuerung mäßigen können.
Aus diesem Grund werden diese Elemente bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren bevorzugt eingesetzt. Siliciumanteile
von über 1% können jedoch beim Entzundern nach dem
Warmwalzen zu erhöhten Schwierigkeiten sowie zu einer Verschlechterung
der Farbbeschichtung der fertigen Produkte
führen. In den Fällen, in denen die Farbbeschichtungsfähigkeit
von wesentlicher Bedeutung ist, sollte der Siliciumgehalt
vorzugsweise auf höchstens 1% beschränkt werden.
Die Zugabe einer sehr geringen Menge Chrom bewirkt die Erhöhung
des optimalen Nachwalztemperaturbereichs beim
Warmwalzen; wird jedoch Chrom zusammen mit Mangan in einer
Menge entsprechend Mn (%) + Cr (%) 1,7 (%) zugegeben, so
führt dies zum gegenteiligen Effekt, bei dem der optimale
Temperaturbereich schmaler wird. Die optimale
Wirkung des Chromanteils erhält man, wenn die Gesamtmenge
an Chrom und Mangan etwa 1,3 bis 1,5% beträgt (Mn (%)+Cr (%) = 1,3
bis 1,5%). Im Hinblick auf den oben angegebenen
Mangangehalt ist daher der Chromanteil vorzugsweise auf
höchstens 0,5% beschränkt. Die Auswirkungen der Mn-, Cr-
und Se-Anteile auf die Zugfestigkeit und das Streckenverhältnis
bei verschiedenen Endbearbeitungstemperaturen (Nachwalztemperaturen) nach dem
Wickeln sind in Fig. 1 dargestellt. Fig. 1 zeigt die für
die erfindungsgemäßen Stähle gemäß Tabelle I (Anfangsdicke = 30 mm,
Erwärmen auf 1150°C, Warmwalzen mit vier Durchläufen
auf 3 mm Dicke mit den angegebenen Endbearbeitungstemperaturen,
Abkühlen mit 50 K/s und Aufwickeln bei 100°C) geeigneten
Nachwalztemperaturbereiche.
Gemäß Fig. 1 ist der Endbearbeitungstemperaturbereich zur Erzielung
des gewünschten niedrigen Streckverhältnisses auf 750
bis 860°C begrenzt. Der Anteil des zur Desoxidation des Stahls besonders
geeigneten Elements Aluminium sollte höchstens 0,1% betragen,
andernfalls würde durch erhöhte Aluminiumeinschlüsse die Verformbarkeit
verschlechtert werden.
Nach dem Warmwalzen wird das Stahlband rasch abgekühlt, um
das neben dem voreutektoiden Ferrit (α) vorliegende nichttransformierte
Austenit (γ) in Martensit (α′) umzuwandeln,
wobei ein kleiner Anteil an Restaustenit verbleibt. Wenn die
Kühlgeschwindigkeit unter 30 K/s liegt, tendiert
das nichttransformierte Austenit (γ) zur Umwandlung in Perlit,
so daß die Wahrscheinlichkeit der Umwandlung in Martensit
(α′) mit einem geringen Anteil an Restaustenit merklich verringert
wird. Wenn andererseits die Kühlgeschwindigkeit über
500 K/s liegt, so wird die erhaltene Verformbarkeit
abgesenkt, da für die Diffusion des gelösten Kohlenstoffs
im voreutektoiden Ferrit in das nicht-transformierte Austenit
sowie für die Rückgewinnung der bearbeiteten Struktur in dem
voreutektoiden Ferrit (α) durch das abschließende Walzen (insbesondere,
wenn die Endbearbeitungstemperatur im dem gewünschten
Bereich relativ niedrig ist) nicht ausreichend Zeit zur
Verfügung steht.
Daher wird die Kühlgeschwindigkeit vorzugsweise auf 30 bis
500 K/s beschränkt. Der Grund für die Beschränkung der
Wickeltemperatur auf höchstens 230°C liegt darin, daß beim
Wickeln des Stahlbandes bei einer Temperatur oberhalb 230°C
das Verhältnis des nichttransformierten Austenits (γ), der
in Bainit umgewandelt wird, zunimmt, und dadurch wird die
Tendenz zur Umwandlung in Martensit (α′) mit einer geringen
Menge an Restaustenit verringert. Dies führt zu einer Verhinderung
des gewünschten, niedrigen Streckverhältnisses.
Die vorstehende Beschreibung erläutert die allgemeinen und
grundlegenden Aspekte des erfindungsgemäßen Verfahrens zur
Herstellung eines hochfesten, zweiphasigen Stahlblechs mit
niedrigem Streckverhältnis. Zur merklichen Verbesserung
der künstlichen Alterungseigenschaft des Stahlblechs nach dem
Bearbeiten müssen die nachstehenden Bedingungen erfüllt werden.
So muß insbesondere die Variation der Wickeltemperatur in
einem Bereich von höchstens 100 K liegen, und der obere Grenzwert
für die Wickeltemperatur darf 230°C nicht übersteigen.
Hinsichtlich der Erzielung der Martensittransformation ist
in der Praxis kein niedrigerer Grenzwert für die Wickeltemperatur
erforderlich.
Hinsichtlich der Lösung der Teilaufgabe zur Verbesserung der
Verformbarkeit ist herausgefunden worden, daß hierbei der
Siliciumgehalt eine wesentliche Rolle spielt.
Bei einem Siliciumgehalt von über 1% ist die erzielbare Verformbarkeit
(Dehnung) erheblich besser im Vergleich zur
Verbesserung der Zugfestigkeit als bei einem Siliciumgehalt
von höchstens 1% (vgl. Fig. 2).
Wie vorstehend ausgeführt, führt ein erhöhter Siliciumgehalt
in gewissem Umfang häufig zu Schwierigkeiten bei der Entzunderung
nach dem Warmwalzen sowie zu einer Verschlechterung der
Farbbeschichtungsfähigkeit. In den Fällen, in denen jedoch
die Verformbarkeit von erhöhter Bedeutung ist, und die Anforderungen
an die Qualität der Stahloberfläche nicht so streng
sind, beispielsweise bei Schmiedeteilen, wie Radscheiben,
Aufhängungsteilen, Achsgehäusen und Rahmenteilen von Automobilen,
können Stähle mit erhöhtem Siliciumgehalt in sehr
vorteilhafter Weise eingesetzt werden. Bei einem Siliciumgehalt
von über etwa 2% werden jedoch die Nachteile im Zusammenhang
mit der Oberflächenqualität größer, und der erforderliche
Endbearbeitungstemperaturbereich muß merklich höher sein,
so daß es praktisch sehr schwierig wird, das Stahlband bei
der erfindungsgemäß angegebenen, niedrigen Temperatur durch
rasches Kühlen nach dem abschließenden Walzen aufzuwickeln.
Daher wird als oberer Grenzwert für den Siliciumgehalt 2%
bevorzugt.
Die Nachwalztemperatur beim Warmwalzen wird bei einem Stahl mit 1 bis 2% Si auf 780 bis
890°C beschränkt, um ein ausreichend niedriges Streckverhältnis
gemäß Fig. 3 zu
erhalten. Die Zusammensetzungen des Stahls gemäß Fig. 3 sind
in der Tabelle III aufgeführt.
Im Vergleich zu dem Temperaturbereich von 750 bis 860°C bei
Stählen mit höchstens 1% Si ist der Endbearbeitungstemperaturbereich (Nachwalztemperaturbereich)
bei Stählen mit 1 bis 2% Si geringfügig in einen höheren Temperaturbereich
verschoben. In diesem Zusammenhang sei festgestellt,
daß die Zugabe von Chrom eine ausreichende Erniedrigung
des erhaltenen Streckverhältnisses bewirkt, ohne den Endbearbeitungstemperaturbereich
unerwünscht zu vergrößern.
Der erfindungsgemäße Stahl besteht vorzugsweise aus etwa 8
bis 25 Vol.-% Martensit+Restaustenit, d. h., 92 bis
75 Vol.-% Ferrit. Vorzugsweise beträgt das niedrige
Streckenverhältnis des Stahls gemäß den Fig. 1 und 3 (Streckfestigkeit/ Zugfestigkeit)
maximal etwa 0,6. Es besteht keinerlei
Beschränkung für den Mininmalwert des niedrigen Streckverhältnisses.
Der erfindungsgemäße Stahl weist ein hohe Zugfestigkeit von 450 bis 1000 N/mm²,
vorzugsweise etwa 500 bis 800 N/mm² auf (vgl. Fig. 1 bis 3).
Die Verformbarkeit hängt von der Festigkeit des Stahls ab
und wird durch die Zugfestigkeit ausgedrückt (N/mm²*Dehnung
in %). Die Verformbarkeit des Stahls beträgt vorzugsweise
mindestens 16 200. Im Hinblick auf die künstliche Alterungseigenschaft
zeigt der erfindungsgemäße Stahl eine Zunahme der
Streckfestigkeit von vorzugsweise mindestens 60 N/mm², und die
Variation dieser Zunahme entlang der Spulenlänge beträgt vorzugsweise
etwa 60 bis 90 N/mm².
Die nachstehenden Beispiele erläutern die Erfindung. Die Beispiele
1 und 2 zeigen Ausführungsformen, bei denen der Stahl
höchstens 1% Silicium enthält, während die Beispiele 3 und 4 Ausführungsformen
zeigen, bei denen der Stahl 1 bis 2% Silicium
enthält.
Die Fig. 4a bis 4d zeigen beispielhaft einige Diagramme
zur Darstellung der Wickeltemperaturen von durch Warmwalzen erfindungsgemäßer
Stähle erhaltenen Stahlbändern, enthaltend
0,071% C, 0,01% Si, 1,15% Mn, 0,012% P, 0,04% S, 0,22% Cr
und 0,32% Al nach einem Grobwalzen, Endwalzen mit 7 Durchläufen
auf 2,5 mm Dicke sowie Nachwalzen bei einer Temperatur
zwischen 780 und 820°C und danach erfolgte eine rasche Abkühlung
mit einer mittleren Kühlgeschwindigkeit von 40 K/s
und Aufwickeln. In diesen Diagrammen sind die Streckverhältnisse
sowie die künstlichen Alterungseigenschaften (Zunahme
der Streckfestigkeit) nach dem Bearbeiten (ausschließlich
der Härtung durch Bearbeiten) an verschiedenen Abschnitten der
aufgewickelten Bänder angegeben. Die künstlichen Alterungseigenschaft
wird durch Anwenden eines Zugs von 3%, Erhitzen bei
180°C während 30 min, Messen der Zugfestigkeit bei Raumtemperatur
und Berechnen des Unterschiedes zwischen der Streckfestigkeit
und der 3prozentigen Zugspannung ermittelt.
In Fig. 4a umfaßt die Wickeltemperatur den Bereich oberhalb
230°C, d. h. den oberen Grenzwert für die Wickeltemperatur gemäß
der Erfindung, und das erzielte Streckverhältnis ist auf
einem hohen und die erzielte künstliche Alterungseigenschaft
nach dem Bearbeiten ist auf einem niedrigen Wert.
In Fig. 46 ist die Wickeltemperatur nicht höher als 230°C, es zeigt sich jedoch
eine erhebliche Variation in dem erzielten Streckverhältnis
und in der künstlichen Alterungseigenschaft nach dem Bearbeiten,
so daß die Ergebnisse nicht zufriedenstellend sind.
In diesem Fall ist die Variationsrichtung völlig entgegengesetzt
zu der nach dem Stand der Technik zu erwartenden Richtung.
Das Streckverhältnis sowie die künstliche Alterungseigenschaft
nach dem Bearbeiten bei den niedrigeren Wickeltemperaturen
aufgewickelten Abschnitten sind wesentlich schlechter als bei
Abschnitten, die bei höheren Wickeltemperaturen aufgewickelt
worden sind. Demgegenüber würde der Fachmann erwarten, daß eine
niedrigere Wickeltemperatur zu einer zufriedenstellenderen Bildung
von Martensit (α′) und daher zu einem geeigneteren Zweiphasengefüge
und einem verringerten Streckverhältnis führen
würde, und daß eine niedrigere Wickeltemperatur die künstliche
Alterungseigenschaft nach dem Bearbeiten verbessern würde,
da die erforderliche und ausreichende Menge an gelöstem Kohlenstoff
für die Aushärtung in dem Ferrit (α) leichter aufrechterhalten
werden könnte. Die in den Fig. 4a und 4b gezeigten
Ergebnisse sind jedoch im Widerspruch zu diesen Annahmen.
Das technische Konzept zur Einstellung des Variationsbereichs
der Wickeltemperatur beruht auf der Überlegung und
der Untersuchung der in den Fig. 4a und 4b dargestellten
Phänomene, die nachstehend näher erläutert werden.
In Fig. 4c beträgt die Wickeltemperatur etwa 180°C, deren
Variation so gesteuert wird, daß sie 100°C nicht übersteigt.
In Fig. 4d wird die Wickeltemperatur auf einem noch niedrigeren
Wert gehalten. Sowohl das erhaltene Streckverhältnis als
auch die künstliche Alterungseigenschaft nach dem Bearbeiten
sind gemäß den Fig. 4c und 4d konsistent und zufriedenstellend.
Die nach der Kenntnis des Standes der Technik unerwarteten Ergebnisse
gemäß den Fig. 4a und 4b werden im Zusammenhang
mit den nachstehenden Versuchsergebnissen und Untersuchungen
näher erläutert.
Wenn ein Stahlband mit der Verteilung der Wickeltemperaturen
gemäß Fig. 5a aufgewickelt wird, so werden die Abschnitte X
und Y mit niedriger bzw. hoher Temperatur in eng benachbarten
Schichten aufgewickelt, so daß der X-Abschnitt und der Y-Abschnitt
des aufgewickelten Bandes die in Fig. 5b dargestellte
Erwärmungs-"Geschichte" hat. Daher wird der Abschnitt X mit
niedriger Temperatur durch den Wärmeübergang vom Abschnitt Y
mit hoher Temperatur erheblich wiedererwärmt. Die Auswirkungen
dieser Erwärmungs-"Geschichte" auf das Streckverhältnis und
die künstliche Alterungseigenschaft nach dem Bearbeiten (gemäß
der vorstehenden Bestimmung) werden im Labormaßstab unter
Verwendung einer Stahlprobe untersucht, die 0,064% C, 0,78%
Si, 1,25% Mn, 0,011% S und 0,031% Al gemäß der
Erfindung enthält. Der Stahl wird auf 1100°C erwärmt und mit
drei Durchläufen auf 2,5 mm Dicke mit einer Endtemperatur
bei 820°C warmgewalzt, dann mit einer mittleren Geschwindigkeit
von 50 K/s abgekühlt und in einen Ofen
gegeben, der auf verschiedenen Wickeltemperaturen gehalten
wird, und dort abgekühlt. In einigen Fällen wurden Proben vor
dem abschließenden Kühlen im Ofen gemäß Fig. 6 wieder erwärmt.
Die Ergebnisse sind in Fig. 6 dargestellt.
Bei der simulierten Wickelbedingung 4, bei der ein bei niedriger
Temperatur (50°C) gewickelter Abschnitt durch eine Temperaturerhöhung
von 170°C auf 220°C wiedererwärmt wird,
kann das gewünschte niedrige Streckverhältnis
nicht erreicht werden, und die künstliche Alterungseigenschaft
nach dem Bearbeiten ist ebenfalls schlechter. Im Gegensatz dazu
werden bei den simulierten Wickelbedingungen 2, 3, 5 und 6
ähnliche und zufriedenstellende Ergebnisse erzielt. Die simulierte
Wickelbedingung 6 zeigt beispielsweise die begrenzende
thermische "Geschichte" eines bei 30°C gewickelten Abschnitts,
wenn die Wickeltemperatur im Bereich von 30°C bis 130°C über
die Spulenlänge hinweg variiert (in der Praxis vermindert sich
die Temperatur des Abschnitts mit der höchsten Temperatur allmählich
nach dem Aufwickeln, so daß der Abschnitt mit der
niedrigsten Temperatur nicht wiedererwärmt wird und die begrenzende
thermische "Geschichte" durchläuft). Dies bedeutet,
daß der Abschnitt, der bei 30° aufgewickelt worden ist, auf
eine Temperatur wiedererwärmt würde, die wesentlich niedriger
als 130°C liegt.
Die unter der Bedingung 6 erhaltenen zufriedenstellenden Ergebnisse
zeigen, daß Variationen der Wickeltemperatur innerhalb
eines Bereichs von 100°C keine nachteiligen Auswirkungen auf die Erzielung
eines niedrigen Streckverhältnisses und einer zufriedenstellenden
künstlichen Alterungseigenschaft nach dem Bearbeiten
haben. Das gleiche gilt für die Wickelbedingung 3.
Bei der simulierten Wickelbedingung 4, bei der die Wickeltemperatur
von 50 bis 220°C variiert, zeigt sich die begrenzende thermische
Geschichte aufgrund der Wärmerückgewinnung für den Abschnitt
mit der niedrigsten Temperatur. Trotz ausreichend
niedriger mittlerer Wickeltemperatur, die niedriger als bei
der Wickelbedingung 3 sein sollte, sind die erhaltenen Eigenschaften
schlechter. Dies zeigt, daß bei einer Variation der
Wickeltemperatur in einem Temperaturbereich von 170°C eine
erhebliche Verschlechterung der Eigenschaften selbst dann
verursacht wird, wenn die gesamte Wickeltemperatur ausreichend
niedrig ist.
Unter der Wickelbedingung 1 ist das erhaltene Streckverhältnis
hoch und die künstliche Alterungseigenschaft nach dem Bearbeiten
wird schlechter. Dies zeigt an, daß eine Wickeltemperatur
von 270°C selbst dann übermäßig hoch ist, wenn das
Wickeln ohne jegliche Temperaturvariationen erfolgt.
Ein Stahl, enthaltend 0,085% C, 1,1% Si, 1,15% Mn,
0,014% P, 0,003% S und 0,023% Al gemäß der Erfindung wird
auf einer Warmwalzstraße nach dem Vorwalzen und Nachwalzen mit 7
Durchläufen auf 2,5 mm Dicke bei einer Endtemperatur von 800 bis 840°C
abschließend warmgewalzt, rasch mit einer mittleren Kühlgeschwindigkeit von 40 K/s
abgekühlt, bei verschiedenen Temperaturen aufgewickelt
und auf Raumtemperatur abgekühlt. Von verschiedenen Abschnitten
der Wicklung werden Proben für Zugversuche entnommen, um
das Streckverhältnis und die künstliche Alterungseigenschaft
nach dem vorstehenden Versuchsverfahren zu ermitteln.
Repräsentative Versuchsergebnisse sind in Tabelle IV dargestellt:
Es zeigt sich, daß etwa die gleichen Ergebnisse wie bei Beispiel 1
erhalten werden.
Probenstücke, enthaltend 0,055% C, 1,69% Si, 1,28% Mn,
0,010% P, 0,005% S, 0,12% Cr und 0,025% Al werden den
gleichen Bedingungen und der gleichen Behandlung wie in Beispiel
2 unterworfen, jedoch beträgt die Nachwalztemperatur
850°C. Die Ergebnisse sind in Fig. 6 dargestellt, und
es zeigen sich die gleichen Tendenzen wie bei Beispiel 2.
Entsprechend den Ergebnissen der vorstehenden Beispiele werden
die Wickelbedingungen erfindungsgemäß in der vorstehenden
Weise beschränkt.
Nachstehend werden die beim Wickeln auftretenden metallurgischen
Phänomene näher erläutert.
Wenn die Wickeltemperatur (CT) außerordentlich hoch ist, so
kann während der anschließenden langsamen Abkühlung die
Martensit (α′)-Transformation nicht beeinflußt werden, da sich
die Austenit (γ)-Phase in Bainit umwandelt; daher ist es unmöglich,
durch Bildung eines Zweiphasengefüges (z. B. die
Wickelbedingung 1 in Fig. 6) das Streckverhältnis zu verringern.
Falls die Wickeltemperatur in einem Bereich liegt, in dem
eine Transformation der Austenit (γ)-Phase in Martensit anstelle
einer Transformation in Bainit erfolgt, so ergeben
sich die folgenden Bebobachtungen.
Bei einem Zweiphasen-Stahlblech, das aufgewickelt und langsam
auf Raumtemperatur (RT) abgekühlt worden ist, wird immer ein
geringer Anteil an Restaustenit zusammen mit dem Ferrit (α)
und dem Martensit (α′) beobachtet. Daher wird angenommen, daß
zu dem Zeitpunkt, wenn das Stahlband die Wickeltemperatur
(CT) nach dem abschließenden Warmwalzen bei einer
Nachwalztemperatur (FT) und Abkühlen erreicht hat, sich die
Struktur des Stahlbandes aus einer γ-Phase, einer α-Phase
und möglicherweise aus einem geringen Anteil einer α′-Phase
zusammensetzt. Daher sind vermutlich Ms und Mf (die Anfangs-
bzw. Endtemperatur bei der Martensit-Transformation der beim
Abkühlen auf die Wickeltemperatur vorliegenden α-Phase) in
der nachstehenden Reihenfolge geordnet:
Ms<CT (z. B. 230°C)<RT<Mf
Wenn nun die γ-Phase auf eine Temperatur T mit Ms<Mf
rasch abgekühlt wird, so wandelt sich die γ-Phase mit einem von T
anhängigen Anteil f(T) in die α′-Phase um. Der Anteil f(T)
erhöht sich mit abnehmendem T in dem obigen Bereich (vgl.
W. Hume-Rothery "The Structure of Alloys of Iron; An
Elementary Introduction", 1966, Pergamon Press, England).
Daher kann f(T) über fast den gesamten Bereich von 0% bis
100% mit der Temperatur T variieren.
Das niedrige Streckverhältnis eines Zweiphasen-Stahls kann
der Tatsache zugeschrieben werden, daß die das Martensit (α′)
umgebende α-Phase aufgrund der Beanspruchung der martensitischen
Transformation der γ-Phase einer elastischen Beanspruchung
unterworfen ist und daß in der α-Phase nahe der Grenze
zwischen der α-Phase und der a′-Phase viele mobile Versetzungen
erzeugt werden, und zwar ebenfalls aufgrund der Beanspruchung
durch die martensitische Transformation (vgl. Morikawa
et al. "Tetsu to Hagane", Bd. 64 (1978), Nr. 11, S. 740).
Wenn ein Abschnitt eines zweiphasigen Stahlbandes bei einer
relativ niedrigen Wickeltemperatur (CT), bei der das Martensit
(α′) mit relativ großem f(T) gebildet wird, aufgewickelt und
dann durch den Wärmeübergang von einem aufgewickelten Abschnitt mit höherer Temperatur
im aufgewickelten Zustand auf eine ausreichend hohe Temperatur
wiedererwärmt wird (z. B. unter der
Wickelbedingung 4 in Fig. 6), so werden die vorstehend erwähnten
mobilen Versetzungen in der α-Phase durch die gelösten
Kohlenstoffatome fixiert. Außerdem wird die α′-Phase bis zu
einem gewissen Grade getempert und neigt zu einer Zersetzung
in die α-Phase, wobei Carbid ausfällt, so daß die vorstehend
erwähnte elastische Beanspruchung abgebaut wird. Dies erhöht
die Streckfestigkeit und führt zu einer Verringerung des dem
Zweiphasen-Stahl eigenen, niedrigen Streckverhältnisses.
Gleichzeitig werden die gelösten Kohlenstoffatome, die zum
Fixieren der Versetzungen während einer künstlichen Alterung
nach dem Bearbeiten wirksam sein sollen, durch die Fixierung
der mobilen Versetzungen während der erneuten Aufnahme von
Wärme in aufgewickelten Zustand verbraucht. Folglich ist die
künstliche Alterungseigenschaft nach dem Bearbeiten schlecht.
Wenn die Wickeltemperatur (CT) nicht so niedrig ist und daher
das Martensit (α′) mit relativ kleinem f(T) gebildet wird,
so werden die Anteile sowohl an gelösten Kohlenstoffatomen
als auch an Martensit (α′) klein, die durch die Wiederaufnahme
von Wärme im aufgewickelten Zustand aus den vorstehend erläuterten
Gründen beseitigt werden. Daher werden die nachteiligen
Auswirkungen der Wärmeaufnahme automatisch verringert, solange
die Wiedererwärmungstemperatur nicht so hoch ist, daß
bainitische und/oder perlitische Transformationen aus der
γ-Phase auftreten (z. B. die Wickelbedingung 3 in Fig. 6).
Falls das Stahlband ohne Wärmeaufnahme im gewickelten Zustand
allmählich abgekühlt wird, nimmt der Anteil f(T) mit Erniedrigung
der Temperatur T in der vorstehend beschriebenen Weise
zu, und daher werden in dem Ferrit (α) mobile Versetzungen erzeugt.
Die Temperaturen für einen Hauptteil von f(T) wären
zu gering, um eine rasche Abscheidung des gelösten Kohlenstoffs
auf die mobilen Versetzungen zu verursachen. Dies ermöglicht
es, daß die mobilen Versetzungen unfixiert bleiben (z. B. die
Wickelbedingung 2 in Fig. 6), so daß im wesentlichen keine
nachteiligen Auswirkungen auftreten. Wenn die Wickeltemperatur
(CT) relativ niedrig ist, und der Martensit (α′) mit großem
f(T) ohne jegliche Wärmeaufnahme im aufgewickelten Zustand
gebildet wird (z. B. die Wickelbedingung 5 in Fig. 6), so
treten keinerlei Probleme auf. In ähnlicher Weise ergeben
sich keinerlei Probleme, wenn die Temperatur des Bandes durch
den Wärmeübergang im aufgewickelten Zustand auf einen solch
niedrigen Wert erhöht wird, daß eine rasche Fixierung der mobilen
Versetzungen durch den gelösten Kunststoff verhindert wird
(z. B die Wickelbedingung 6 in Fig. 6).
Aus den obigen Beobachtungen und den Versuchsergebnissen
kann geschlossen werden, daß es zum Verbessern der künstlichen
Alterungseigenschaft nach dem Bearbeiten außerordentlich
wichtig ist, die Variation der Wickeltemperatur während
des Zeitraums zwischen dem Wickelbeginn und dem Wickelende
gemäß den vorstehenden Beispiele zu steuern.
Für die praktische Anwendung der Erfindung sei noch folgendes
angemerkt:
Da bei dem erfindungsgemäßen Verfahren die Endbearbeitungstemperatur
(Nachwalztemperatur) niedriger liegt als beim üblichen Warmwalzen, besteht
die Tendenz, daß die aus dem abschließenden Walzen
hervorgehende Struktur in der voreutektischen a-Phase verbleiben
kann. Diese bearbeitete Struktur kann jedoch vollständig
zurückgewonnen werden, wenn das Band vor dem Abkühlen
noch 1 bis 2 s im gegebenen Zustand verbleibt,
so daß sich keinerlei nachteilige Einflüsse auf die Verformbarkeit
ergeben. Dieses Erfordernis kann leicht durch ein
übliches Warmbandgerüst erfüllt werden.
Die Begrenzung der Wickeltemperatur ist ein wesentliches
Merkmal der Erfindung. In der Praxis kann jedoch der Ablauf
gegebenenfalls einfacher sein, wenn das Wickeln am äußersten
Anfang und/oder am äußersten Ende bei einer geringfügig höheren
Temperatur als in dem vorgegebenen Wickeltemperaturbereich
erfolgt. Soweit die beiden Enden des gewickelten Bandes
rascher als die anderen Abschnitte abgekühlt werden,
tritt kein praktisches Problem auf, soweit nur etwa 5% der
Gesamtlänge des aufgewickelten Bandes an den beiden Enden
mit einer Temperatur aufgewickelt werden, die geringfügig höher
ist als die vorgegebene Wickeltemperatur.
Ferner können im Rahmen der Erfindung dem Stahl ein Selten-
erdmetall oder mehrere Seltenerdmetalle oder Ca zugegeben
werden, um die Form der nichtmetallischen Einschlüsse zu beeinflussen
und die Tiefzieheigenschaften (z. B. Ausbildung
von Flanschen) zu verbessern. Vorzugsweise erfolgt die Zugabe
dieser Elemente in solchen Mengen, daß das Verhältnis
Seltene Erden/S<5 und das Verhältnis Ca/S<3 (in Gew.-%)
bezogen auf den Anteil der Schwefelverunreinigung erfüllt
ist.
Ferner kann im Rahmen der Erfindung Nb, V, Ti und W jeweils in
einer Menge von höchstens 0,2% sowie höchstens 0,5% Mo dem
Stahl zugegeben werden, um ein Erweichen des Metalls an
Schweißstellen zu verhindern, wenn der Stahl etwa punktgeschweißt,
abbrenn-stumpfgeschweißt oder lichtbogengeschweißt
wird.
Claims (6)
1. Verfahren zum Herstellen eines hochfesten zweiphasigen Stahlblechs
mit niedrigem Streckverhältnis und guten künstlichen
Alterungseigenschaften nach dem Bearbeiten, mit den Maßnahmen:
- a) Warmwalzen eines Stahles bei einer Nachwalztemperatur
von 750 bis 860°C, der aus
0,03 bis 0,13% C
0,8 bis 1,7% Mn
bis zu 0,1% Al
bis zu 1,0% Si
bis zu 0,5% Cr
bis zu 0,2% Nb, V, Ti und/oder W
bis zu 0,5% Mogegebenenfalls Ca im Verhältnis Ca (%)/S (%)<3
gegebenenfalls Seltene Erdmetalle (SE) im Verhältnis SE (%)/S (%)<5
und den Rest Eisen mit unvermeidbaren Verunreinigungen
besteht, - b) rasches Abkühlen des warmgewalzten Stahls mit einer Kühlgeschwindigkeit von 30 bis 500 K/s auf eine Temperatur unter 230°C, und
- c) unmittelbar daran anschließendes Aufwickeln des Bandes bei höchstens 230°C, wobei die Temperatur während des Aufwickelns in einem Bereich von höchstens 100 K variiert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1 mit einer Abänderung der Maßnahme a),
die dadurch gekennzeichnet ist, daß der Stahl 1 bis 2% Si enthält
und die Nachwalztemperatur dann zwischen 780 und 890°C
liegt.
3. Stahlblech mit
einem Streckgrenzenverhältnis von höchstens 0,7
einer Zugfestigkeit von 450 bis 1000 N/mm²
einer Verformbarkeit (Zugfestigkeit in N/mm² × Dehnung in %) von mindestens 15 000
und einer Zunahme der Streckgrenze bei der künstlichen Alterung von mindestens 50 N/mm²
hergestellt nach dem Verfahren nach Anspruch 1 oder 2.
einem Streckgrenzenverhältnis von höchstens 0,7
einer Zugfestigkeit von 450 bis 1000 N/mm²
einer Verformbarkeit (Zugfestigkeit in N/mm² × Dehnung in %) von mindestens 15 000
und einer Zunahme der Streckgrenze bei der künstlichen Alterung von mindestens 50 N/mm²
hergestellt nach dem Verfahren nach Anspruch 1 oder 2.
4. Stahlblech nach Anspruch 3, wobei das Streckgrenzenverhältnis
höchstens 0,6 beträgt.
5. Stahlblech nach Anspruch 3, wobei die Zugfestigkeit im Bereich
von 500 bis 800 N/mm² liegt.
6. Stahlblech nach Anspruch 3, wobei die Verformbarkeit mindestens
16 200 beträgt.
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