DE3000752C2 - - Google Patents
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- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B21/00—Projectors or projection-type viewers; Accessories therefor
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
eines lichtdurchlässigen Rückprojektionsschirms, bei
dem in die eine Oberfläche einer ersten Schicht aus
lichtdurchlässigem Kunstharz eine Fresnellinse einge
formt und auf ihrer anderen Oberfläche eine zweite,
lichtstreuende Schicht dadurch ausgebildet wird, daß
flüssiges, mit Streupartikeln vermischtes Kunstharz
aufgebracht und ausgehärtet wird.
Lichtdurchlässige Bildschirme werden insbesondere als
Projektionsschirme oder für Anzeigetafeln verwendet,
wobei die lichtstreuende Schicht als Projektionsebene
zur Ausbildung des Bildes dient. Durch Ausbildung der
der Strahlungsquelle zugewandten Seite des Bildschirms
als Fresnellinse wird das Licht gleichmäßiger auf dem
Bildschirm verteilt, so daß die Bildqualität erheblich
verbessert ist.
Ein Verfahren zur Herstellung eines durchsichtigen
Rückprojektionsschirms der eingangs genannten Art ist
aus der US-PS 37 12 707 bekannt. Bei diesem Verfahren
wird auf einer Seite einer vorbereiteten Schicht aus
lichtdurchlässigem Material durch Einprägen eine
Fresnellinse ausgebildet, und anschließend wird die
andere Seite in ein Bad aus einem flüssigen zweiten
Material eingetaucht, das anschließend erhärtet und
die lichtstreuende Schicht bildet. Dieses Verfahren ist
insbesondere für eine kontinuierliche Fertigung geeig
net, da die erste, lichtdurchlässige Schicht als fort
laufendes Band ausgebildet sein kann. Da die Schichten
aus verschiedenen Materialien bestehen, ergibt sich
innerhalb des Bildschirmes eine lichtbrechende bzw.
-reflektierende Grenzschicht, die sich nachteilig auf
die Bildqualität auswirken kann. Die Verwendung von
gleichartigen Materialien ist jedoch bei diesem Ver
fahren nur bedingt möglich, da das notwendigerweise
dünnflüssige Material der zweiten Schicht in diesem Fall
die Oberfläche der ersten Schicht angreifen bzw. deformie
ren kann. Darüber hinaus verbleibt die dem Betrachter zu
gewandte lichtstreuende Schicht ungeschützt, so daß sie
leicht beschädigt werden kann; von außen direkt auf
die lichtstreuende Schicht einfallendes Licht ver
mindert die Kontrastwirkung des Bildes.
Weiterhin ist es aus der US-PS 40 83 626 bekannt, eine
lichtstreuende Schicht auf beiden Seiten mit einer
transparenten Schutzschicht zu versehen. Dabei treten
zwei zusätzliche Grenzschichten auf, an denen das Licht
zusätzlich gebrochen und gestreut wird. Das lichtstreu
ende Material wird als Flüssigkeitsperle auf eine vor
bereitete Platte aufgebracht, und anschließend wird
eine zweite Platte aufgelegt und angepreßt, so daß sich
die Flüssigkeit verteilt und nach dem Aushärten die
lichtstreuende Schicht bildet. Dabei können Luftblasen
oder Schlieren entstehen, und es ist aufwendig, diese
Schicht in einer gleichförmigen Dicke auszubilden.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
ein Verfahren zur Herstellung eines durchsichtigen
Rückprojektionsschirms anzugeben, bei dem die verschie
denen Schichten in beliebiger, über die Fläche des
Schirms gleichförmiger Dicke ausgebildet werden können,
sich der Bildschirm durch sehr gute optische Eigenschaften
auszeichnet und das einfach und kostengünstig anwendbar
ist.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die im Patent
anspruch angegebenen Merkmale.
Durch die Verwendung des gleichen Kunstharzes für alle
Schichten des Schirms treten keine unerwünschten Grenz
flächen zwischen verschiedenen Materialien auf. Die
Schichtdicken sind beliebig einstellbar, aber über die
gesamte Fläche des Schirms gleichförmig und aufgrund
des Spritzgießens auch homogen. Von außen auf den Schirm
einfallendes Licht vermindert den Kontrast nur uner
heblich, da die dem Betrachter zugewandte Fläche poliert
ist. Wenn eine strukturierte Glasplatte, die als Matrize
wirkt, zur Herstellung der ersten Schicht verwendet wird,
kann die Fresnellinse gleichzeitig mit der ersten Schicht
ausgebildet werden, so daß der zusätzliche Arbeitsgang
des Einprägens entfällt.
Eine Ausführungsform der Erfindung wird anhand der
Zeichnung erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einen gemäß der Erfindung hergestellten Bildschirm
im Querschnitt.
Wie aus der Fig. 1 ersichtlich, besteht der erfindungsgemäß
hergestellte Bildschirm aus einer Platte 40 aus Acrylharz,
deren eine Fläche mit einer Fresnellinse 42 versehen ist, während
die andere Fläche poliert ist. Die Platte 40 enthält eine
dünne Schicht aus isotrop lichtstreuendem Material 43,
gebildet aus einem, in der Hauptsache SiO2 enthaltendem Pig
ment.
Das licht
streuende Material 43 ist vorzugsweise nahe bei der polierten Fläche angeord
net. Bei Verwendung des Bildschirmes
ist die Fresnellinse den Kathodenstrahlröhren zu
gewandt, während die polierte Fläche dem Betrachter zugewandt
ist.
Im folgenden werden die Schritte zur Herstellung des Bild
schirmes gemäß der vorliegenden Erfindung beschrieben.
Flüssiges reines Acrylharz wird in eine Form oder einen
dünnen Behälter, gebildet aus zwei einander gegenüberliegenden,
bevorzugt parallelen Glasplatten und aus Seitenwänden, die mit Aus
nahme eines Einspritzteils um die Kanten der Glasplatten angeord
net sind, eingespritzt. Zumindest eine der Glasplatten ist in
einer Richtung rechtwinklig zur Glasplattenebene bewegbar, so daß
der Abstand zwischen den Glasplatten verändert werden kann.
Wenn das in den Behälter gefüllte Acrylharz erhärtet ist, wird
die bewegbare Platte zur Vergrößerung des Abstandes zwischen
den Glasplatten verschoben, so daß zwischen dem erhärteten Acryl
harz und der bewegbaren Glasplatte ein Spalt gebildet wird.
Dann wird ein flüssiges Acrylharz, vermischt mit Pigment,
in den Spalt zwischen dem verhärteten Harz und der Glasplatte zur
Ausbildung der Streuschicht 43 eingespritzt. Bei diesem
Arbeitsschritt muß dafür Sorge getragen werden, daß sich die
Mischung aus Harz und Pigment nicht mit dem zuvor eingespritz
ten, reinen Acrylharz vermischt.
Bei den obigen Arbeitsschritten sollte das reine, flüssige
Acrylharz, bevor es in den Behälter eingespritzt wird, vorzugsweise
den Zustand von Sirup aufweisen, bei dem das Harz bereits
bis zu einem gewissen Grad polymerisiert ist. In gleicher Weise
sollte das mit dem Pigment vermischte flüssige Harz ebenfalls
vor dem Einspritzen den Zustand von Sirup aufweisen.
Die bewegbare Glasplatte wird weiter verschoben, um zur
Verstärkung des Bildschirmes weiter reines Acrylharz einspritzen
zu können.
Wenn das eingespritzte Harz erhärtet ist, werden die Glas
platten entfernt, um das gegossene Werkstück aus dem Behälter
ausstoßen zu können. Dann wird eine Seite des gegossenen Werk
stückes, bevorzugt die Seite, die mit der feststehenden Glas
platte in Kontakt war, gegen einen gerillten Block gepreßt,
wodurch die Fresnellinse ausgebildet wird.
Die der Fresnellinse gegenüberliegende
Oberfläche des Bildschirms wird poliert.
Statt des Anpressens gegen den gerillten Block kann die
Fresnellinse auch durch die Verwendung eines gerillten Blockes
anstatt der feststehenden Glasplatte ausgebildet werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform hat der Bildschirm
eine Gesamtdicke von 3 mm innerhalb der die Streuschicht 43 die
Dicke von 0,5 mm einnimmt. Da der Bildschirm gemäß der vorliegen
den Erfindung durch Spritzgießen hergestellt wird, kann eine ver
gleichsweise dünne Streuschicht in Form eines Filmes gleichförmig
ausgebildet werden. Deshalb hat das Bild am Bildschirm gemäß der
vorliegenden Erfindung einen verbesserten Kontrast und eine gleich
förmige Helligkeit.
Da der Bildschirm gemäß der vorliegenden Erfindung auf der
Betrachterseite eine polierte Oberfläche aufweist, werden die,
aus dem Schirm in einen Winkel größer als der Grenzwinkel auftref
fenden Umgebungslichtstrahlen nicht am Schirm reflektiert. Deshalb
wird der Bildkontrast am Bildschirm nicht vermindert.
Weiterhin wird, da der Bildschirm gemäß der vorliegenden
Erfindung keine Verbindungsfläche aufweist, die Licht
strahlen der Kathodenstrahlröhren kaum abgeschwächt.
Darüber hinaus kann der Bildschirm für den Fall der
Beschädigung, beispielsweise durch Kratzer,
leicht durch Auffüllen der Kratzer mit Acrylharz repariert
werden.
Da der Bildschirm erfindungsgemäß in
einfachen Arbeitsschritten hergestellt werden kann, sind die
Herstellkosten vergleichsweise gering.
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung eines lichtdurchlässigen Rück
projektionsschirms, bei dem in die eine Oberfläche einer
ersten Schicht aus lichtdurchlässigem Kunstharz eine
Fresnellinse eingeformt und auf ihrer anderen Oberfläche
eine zweite, lichtstreuende Schicht dadurch ausgebildet
wird, daß flüssiges, mit Streupartikeln vermischtes Kunst
harz aufgebracht und ausgehärtet wird,
dadurch gekennzeichnet, daß der Rückpro
jektionsschirm mit insgesamt drei Schichten durch aufeinan
derfolgendes Spritzgießen in einer Form mit zwei gegen
überliegenden, auf unterschiedliche Abstände einstellba
ren Wänden in der Weise hergestellt wird, daß zuerst mit
auf einen ersten Abstand eingestellten Wänden die erste
Schicht spritzgegossen wird, nach dem Erhärten der ersten
Schicht die Wände auf etwas größeren Abstand eingestellt
werden und in den entstehenden Spalt die zweite, licht
streuende Schicht spritzgegossen wird, und nach dem Aus
härten der zweiten Schicht die Wände auf noch etwas größe
ren Abstand eingestellt und an der von der ersten Schicht
abgewandten Seite der zweiten Schicht eine dritte, dünne
Schicht aus streupartikelfreiem Kunstharz spritzgegossen wird,
daß alle drei Schichten aus dem gleichen, nach dem Aushärten
polierfähigen Kunstharz gegossen werden, und daß die von der
zweiten Schicht abgewandte Oberfläche der dritten Schicht poliert wird.
2. Verfahren zur Herstellung eines lichtdurchlässi
gen Rückprojektionsschirms nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß eine strukturierte
Wand verwendet wird und daß gleichzeitig mit der Ferti
gung der ersten Schicht die Fresnellinse ausgebildet
wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß das flüssige Kunstharz
zwischen Glasplatten spritzgegossen wird.
4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Kunst
harz beim Spritzgießen teilweise polymerisiert ist.
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