DE3000288C2 - Schaltungsanordnung zur Ansteuerung eines rotierenden, nach dem Piezoeffekt wirkenden Bauteils - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Ansteuerung eines rotierenden, nach dem Piezoeffekt wirkenden BauteilsInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltungsanordnung zur Ansteuerung eines rotierenden, nach dem
Piezoeffekt wirkenden Bauteils, insbesondere zur Steuerung der Spurlage von rotierenden Videoköpfen,
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei den meisten bekannten magnetischen Aufzeichnungsgeräten mit bandförmigem Aufzeichnungsmedi-".m
erfolgt die Aufzeichnung der Videosignale auf das Magnetband mittels sogenannter Schrägspuraufzeichnung
über auf einer Kopfscheibe angeordnete Videoköpfe. Damit keine Beeinträchtigung der Bildwiedergabe
erfolgt, müssen die Videoköpfe bei der Wiedergabe der aufgezeichneten Informationen genau in der
Videospur verbleiben bzw. aufgrund der unvermeidlichen Fertigungstoleranzen bei eventuellen Spurfehlern
nachregelbar sein.
In der Regel erfolgt die Zuführung einer Regelspannung an eines (oder mehrere) für die Lageänderung des
Videokopfes auf der rotierenden Kopfscheibe vorgesehenen Piezobauteils (auf der Kopfscheibe als wideokopfträger
befestigtes Piezoplättchen) über Schleifkontakte, d. h. Schleifringe und Bürsten. Diese Schleifkontakte
müssen sehr genau und feinfühlig ausgelegt sein, damit keine Störgrößen auf das mit sehr kleinem
Zeitfehler umlaufende Kopfrad durch die entstehende Reibung übertragen werden bzw. damit sie keine
ίο Laufgeräusche abgeben. Außerdem müssen die Schleifkontakte
und die Laufbahnen zur sicheren Kontaktgabe hartvergoldet sein, was einen erheblichen Kostenfaktor
darstellt Müssen im Servicefalle bei einem Kopfradwechsel die Schleifkontakte entfernt werden, besteht
ferner die Gefahr des Verbiegens.
Aus der DE-AS 28 37 157 ist eine Schaltungsanordnung zur Ansteuerung piezokeramischer Biegelemente
bekannt, bei welcher hochfrequente Schwingungen mit Hilfe eines rotierenden Transformators induktiv übertragen
werden. Dabei wird die hochfrequente Schwingung mit den aus dem abgetasteten Videosignal
abgeleiteten Steuerspannungen moduliert und über den rotierenden Transformator zwei Resonanzkreisen zugeführt,
deren Teilspannungen nach entsprechender Gleichrichtung zur Wiederherstellung der Steuergleichspannungen
verarbeitet werden, die ihrerseits den Piezoelementen zugeführt werden.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine
einfache und preisgünstige Schaltungsanordnung zu schaffen, welche eine Ansteuerung eines rotierenden,
nach dem Piezoeffekt wirkenden Bauteils als Träger eines Videokopfes sicher und verschleißfrei ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im
kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen
J5 Merkmale gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Anordnung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß durch die kontaktlose Spannungszuführung
kein großer technischer wie auch kostenmäßiger Mehraufwand erforderlich ist und dennoch eine sichere Kontaktgabe erreichbar ist,
welche ohne sonderliche Schwierigkeiten eine hohe Genauigkeit gewährleistet. Da es sich bei der rotierenden
Videokopfscheibe bzw. der Kopftrommel um ein Präzisionsteil im Videogerät handelt und äußerst
geringe Toleranzen im Spalt zwischen dem rotierenden und dem feststehenden Teil erforderlich und gegeben
sind, läßt sich auf einfache Weise mit der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung eine genaue Steuerspannung
übertragen und einwandfrei zuführen. Streufelder wie bei einer induktiven Übertragung treten dabei nicht
auf.
Das in der folgenden Beschreibung erläuterte Ausführungsbeispiel der Erfindung verwendet als
Piezobauteil ein auf dem sogenannten »inversen« Piezoeffekt beruhendes Element (Piezokeramik). Demgegenüber
läßt sich aber auch nach entsprechender Anpassung in analoger Weise der (eigentliche, nicht
umgekehrte) piezoelektrische Effekt anwenden.
Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungsfiguren beispielsweise näher erläutert.
Es zeigt
F i g. 1 ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgefc5
mäßen Schaltungsanordnung in Form eines Ersatzschaltbildes für einen Videokopf und
F i g. 2 einen Schnitt durch eine Videokopfantriebsanordnung, in welcher die Schaltungsanordnung gemäß
F i g. 1 schematisch eingebaut dargestellt ist.
Gemäß Fig. 1, welche ein Ersatzschaltbild für eine
Schaltungsanordnung zur Ansteuerung eines rotierenden nach dem Piezoeffekt wirkenden Bauteils, insbesondere
für einen rotierenden Videokopf eines magnetischen Aufzeichnungsgerätes, darstellt, gelangt die in
einem (nicht dargestellten) Oszillator erzsagte hochfrequente Schwingung, welche mit den aus dem abgetasteten
Videosignal gewonnenen Steuerspannungen moduliert wird, auf einen Resonanzschwingkreis, bestehend
aus einem Kondensator 1 und einem dazu parallelgeschalteten Übertrager 2 (mit einem Übersetzungsverhältnis
von z.B. 10:1). Durch den Resonanzkreis (Resonanztransformator; wird die ankommende Spannung
hochtransformiert und gleichzeitig der Leistungsbedarf so gering als möglich gehalten. Die am Ausgang
des Resonanzkreises abgegebene Wechselspannung wird dem einen Belag eines Kondensators 3 zugeführt
Der andere Belag des Kondensators 3 ist über eine in Gegenrichtung gepolte Diode 4 an Masse gelegt. Mit
dem mit der Kathode der Diode 4 verbundenen Belag des Kondensators 3 ist ferner die Anode einer für die
Gleichrichtung vorgesehenen Diode 5 verbunden, deren Kathode zum einen mit einem Piezobauteil 8 und zum
anderen mit einem an Masse liegenden Entladungswiderstand 7 (ζ. B. 1 ΜΩ) verbunden ist. Zwischen die
Kathode der Diode 5 und Masse kann zur Glältung ein Kondensator 6 von beispielsweise ca. 100 ρ F vorgesehen
sein. Die an die Elektroden des Piezobauteils 8 angelegte Spannung bewirkt bei diesem auf dem
piezoelastischen Effekt bzw. der Elektrostriktion beruhenden Bauteil eine Auslenkung, wonach eine
Lageveränderung der Videoköpfe in der jeweils gewünschten Richtung zur Spurlageregelung erzielt
werden kann.
In Fig.2 ist schematisch dargestellt, wie die gemäß
F i g. 1 beschriebene Schaltungsanordnung in einer Videokopfantriebsanordnung vorgesehen sein kann.
Die dort nur mit den wesentlichsten Bauteilen dargestellte Videokopfantriebsanordnung zeigt ein
festes Teil 19, die sogenannte Kopftrommel (Bandführungszylinder mit Schlitz) sowie eine Videokopfscheibe
20 mit darauf angeordnetem und schematisch dargestelltem Piezoplättchen 18 und darauf angeordnetem
Videokopf 10 (nur ein Videokopf eingezeichnet) als rotierendes Teil 9. Die kontaktlose und kapazitive
Spannungsübertragung der in einem Oszillator erzeugten hochfrequenten und amplitudenmodulierten Wechselspannung
erfolgt gemäß F i g. 2 über Kondensatoren 11 und 13 (entsprechend den Kondensatoren 1 und 3
gemäß Fig. 1). Diese Kondensatoren 11 und 13 sind als
ringförmige Plattenkondensatoren ausgeführt, welche zwischen dem festen Teil 19 und dem rotierenden Teil 9
der Videokopfantriebsanordnung vorgesehen sind. Am rotierenden Teil 9 ist für die Gleichrichtung de··
erzeugten Wechselspannung eine Diode 15 (entsprechend der Diode 5 gemäß F i g. 1) vorgesehen, während
die der entgegengesetzt gepolten Diode 4 gemäß F i g. 1 entsprechende Diode 14 gemäß Fig.2 zwischen den
Belag des Kondensators 13 am rotierenden Teil 9 und Masse geschaltet ist. Dem Piezobauteil 18 (entsprechend
dem Piezobauteil 8 gemäß Fig. 1) auf der Videokopfscheibe 20 wird demnach eine gleichgerichtete
Steuerspannung zugeführt Durch eine Amplitudenmodulation der im Oszillator erzeugten hochfrequenten
Schwingungen entsteht eine Gleichspannungsänderung, aus der sich die erforderlichen Steuergleichspannungen
für das Piezobauteil 18 ableiten lassen, was somit eine Lageänderung des Videokopfes 10 bewirkt Eine Diode
12 liegt anodenseitig an Masse des rotierenden Teils 9, ίο während kathodenseitig ein Anschluß an den dem
rotierenden Teil 9 zugeordneten Belag des Kondensators 11 gegeben ist Mit diesem Belag ist ferner über eine
Diode 21 der zweite (versetzt angeordnete) Videokopf verbunden.
Bei der in F i g. 2 dargestellten Ausführungsform einer Videokopfantriebsanordnung sollte der an den Kondensatoren
11 und 13 entstehende ringförmige Luftspalt (Dielektrikum) durch die auf dem rotierenden Teil 9
(Welle) befindliche eine Elektrode des Kondensators nach Möglichkeit keine Abstandsänderung während des
Umlaufs erfahren, da sonst pro Umlauf eine Spannungsveränderung entsteht. Diese Forderung läßt sich jedoch
leicht erfüllen, da es sich bei der Videokopfantriebsanordnung, insbesondere dem rotierenden Teil, ohnehin
um ein Präzisionstsi! mit hoher Genauigkeit bei der Lagerung handelt. Demzufolge ist aus den äußerst
geringen Toleranzen im Spalt zwischen dem rotierenden und dem feststehenden Teil einer Videokopfantriebsanordnung
eine genaue Steuerspannung ableitbar Durch die erfindungsgemäße Unterbringung der Schaltungsanordnung
in der Videokopfantriebsanordnung gemäß F i g. 2 werden Störungen bzw. Schwankungen
im Rundlauf des Antriebs ferner dadurch in ihren Auswirkungen auf die Steuerung verringert bzw.
beseitigt, daß ein Auslenken an einer Stelle (»Erweiterung« des Bclägeabstandes) durch ein Einengen an der
gegenüberliegenden Stelle (»Verminderung« des Belägeabstandes) aufgrund der Ausbildung als ringförmige
Plattenkondensatoren kompensiert wird. Die Unterbringung in der Videokopftrommelnabe ist aber auch
deshalb günstig, weil gleichzeitig eine gute Störstrahlungsabschirmung erzielt wird.
Durch geeignete Maßnahmen und Vorkehrungen in der Anordnung des Piezobauteils bzw. des Videokopfes
und entsprechende Auslegung der Schaltungsanordnung lassen sich unterschiedliche Auslenkspannungen
und Lageänderungen des Videokopfes erreichen. So kann beispielsweise durch Zuführen einer negativen
und/oder positiven Steuerspannung eine um einen so Mittelwert in beide Richtungen wirkende Auslenkung
und somit Nachführung des Videokopfes erzielt werden. Es kann aber auch mit einer Steuerspannung nur einer
Polarität gearbeitet werden, indem eine von einem festen Endwert (»Anschlag«) für den Videokopf
ausgehende Nachführung bzw. Auslenkung entsprechend der zugehörigen Auslenkspannung in einer
Richtung erfolgt. Der Mittelstellung des Piezoplättchens ist dann nicht die Steuerspannung Null, sondern
eine bestimmte — von Null abweichende — Steuerspannung zugeordnet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Schaltungsanordnung zur Ansteuerung eines rotierenden, nach dem Piezoeffekt wirkenden
Bauteils, insbesondere zur Steuerung der Spurlage von rotierenden Videoköpfen, mit einem hochfrequente
Schwingungen erzeugenden Oszillator, welche durch die Steuerspannungen moduliert werden,
wobei die modulierten Schwingungen auf einen Resonanzkreis gegeben werden und die im Resonanzkreis
erzeugte Wechselspannung auf gleichrichtende Elemente gegeben und die entstehende
gleichgerichtete Spannung als Steuergleichspannung an das Piezobauteil geführt wird, dadurch
gekennzeichnet, daß die erzeugte Wechselspannung über eine kapazitive Kopplungseinrichtung
(3; 11,13) auf die gleichrichtenden Elemente (4,
5; 14, <S) übertragen wird, wobei die kapazitiven Kopplungselemente (3; 11, 13) zur kontaktlosen
Steuerspannungsübertragung an das Piezobauteil (8; 18) als Plattenkondensatoren ausgebildet sind und
daß ferner die gleichgerichtete Spannung über einen relativ hochohmigen Widerstand (7; 17) an Masse
gelegt ist.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Kathode des
zweiten gleichrichtenden Elements (5; 15) und dem Masseanschluß ein Glättungskondensator (6; 16)
vorgesehen ist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die hochfrequente
Oszillatorschwingung durch die zu übertragende Steuerspannung amplitudenmoduliert wird.
4. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß bei ihrer
Verwendung in der Videokopfantriebsanordnung eines magnetischen Aufzeichnungsgerätes die kontaktlose,
kapazitive Kopplungseinrichtung zur Regelspannungsübertragung in Form von ringförmigen
Plattenkondensatoren (11, 13) zwischen dem rotierenden
Teil (9) und dem feststehenden Teil (19) der Videokopfantriebsanordnung ausgebildet ist.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils eine Elektrode der
ringförmigen Plattenkondensatoren (11, 13) und die gleichrichtenden Elemente (14,15) in der Videokopftrommelnabe
untergebracht sind.
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| DE19803000288 DE3000288C2 (de) | 1980-01-05 | 1980-01-05 | Schaltungsanordnung zur Ansteuerung eines rotierenden, nach dem Piezoeffekt wirkenden Bauteils |
Publications (2)
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|---|---|
| DE3000288A1 DE3000288A1 (de) | 1981-07-09 |
| DE3000288C2 true DE3000288C2 (de) | 1983-03-24 |
Family
ID=6091584
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| DE19803000288 Expired DE3000288C2 (de) | 1980-01-05 | 1980-01-05 | Schaltungsanordnung zur Ansteuerung eines rotierenden, nach dem Piezoeffekt wirkenden Bauteils |
Country Status (1)
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Families Citing this family (1)
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-
1980
- 1980-01-05 DE DE19803000288 patent/DE3000288C2/de not_active Expired
Also Published As
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| DE3000288A1 (de) | 1981-07-09 |
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