DE299047C - - Google Patents

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DE299047C
DE299047C DENDAT299047D DE299047DA DE299047C DE 299047 C DE299047 C DE 299047C DE NDAT299047 D DENDAT299047 D DE NDAT299047D DE 299047D A DE299047D A DE 299047DA DE 299047 C DE299047 C DE 299047C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64BLIGHTER-THAN AIR AIRCRAFT
    • B64B1/00Lighter-than-air aircraft

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Buildings Adapted To Withstand Abnormal External Influences (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Schottanordnung für Prallluftschiffe. Sobald ein solches Luftschiff eine gewisse Größe überschreitet, wird bei nur einem Gasraum die Beanspruchung der Hülle an der Spitze und am hinteren Ende außerordentlich groß, sobald sich das
' Luftschiff schräg stellt. Entsprechend müßte dann die Hülle sehr stark gemacht werden und würde entsprechend schwer und teuer
ίο ausfällen. Dies wird vermieden durch Einbau eines oder mehrerer Querschotte, die den Gasraum in mehrere Räume unterteilen. Wenn indessen ein solches Querschott aus einer Stoffwand eingebaut wurde, so ergab sich der Übelstand,daßdieHülleeineEinschnürungerlitt, sobald der Gasdruck sich änderte. Der Querschnitt des Tragkörpers eines Pralluftschiffes ist nämlich nur bei konstantem inneren Überdruck, d. h. in unbelastetem Zustande kreisförmig, in belastetem jedoch eiförmig, weil hier der Überdruck nicht konstant ist, sondern von unten nach oben zunimmt; der kreisförmige Querschnitt der Schottwand konnte dann bei der Gasfüllung dieser Formveränderung nicht folgen, und die unerwünschte Einschnürung an Ober- und Unterseite an der Stelle des Schottes , an der Hülle ergab eine entsprechend große Beanspruchung des Schottes in der senkrechten Richtung. Da aber die Eiform des Querschnittes nicht beständig ist, sondern je nach dem Überdruck schmäler oder breiter wird, und zwar in weiten Grenzen, so folgt, daß eine von vornherein eiförmig gewählte Gestalt der Schottwand keinen Zweck hätte, weil die Querschnittsdeformationen weit größer sind als die zulässigen Dehnungen der Schottwand. *
Nach der Erfindung wird nun dieser Übelstand vermieden, wenn beim Einbau des Schottes die Wand desselben so gegenüber der Hülle angeordnet wird, daß die Fadenrichtung der Schottwand diagonal zur senkrechten Achse des Luftschiffes verläuft. Dann kann bei der Veränderung des Tragkörperquerschnitt es das Schott dieser Veränderung folgen, ohne daß dabei Spannungen oder Dehnungen der Fäden auftreten; dabei verschwindet die erwähnte Einschnürung der Hülle. Solche Querschotten wurden bisher gegenüber der Hülle durch eine Anzahl Seile versteift, die nach der Hülle liefen. Hierdurch läßt sich aber einerseits der Übelstand der Einschnürung der Hülle nicht verhüten, wenn seine Fäden nicht diagonal zur senkrechten Achse des Luftschiffes verlaufen, und anderseits ergibt sich der Nachteil, daß bei der Querschnittsdeformation der Hülle die Belastungen der Seile sehr ungleichmäßig werden und infolgedessen auch die Hülle und das Schott entsprechend ungleichmäßig beansprucht werden. Um diesen Nachteil zu vermeiden, erfolgt gemäß der Erfindung die Versteifung des
Schottes, dessen Fadenrichtung diagonal zur senkrechten Achse des Luftschiffes verläuft, nicht durch Seile, sondern mittels Stoffwänden, die ihrerseits wieder diagonal zur senkrechten Achse des Luftschiffkörpers an der Schottwand mit ihren Kanten befestigt sind. Die Fäden dieser Stoffwände müssen alsdann diagonal zur Längsachse des Luftschiffes verlaufen. Die Versteifung durch solche Wände setzt die
ίο Diagonalanordnung voraus, weil nur'bei dieser die Anschlußlinie bei Übergang des Tragkörperquerschnittes aus der Kreisform in die Eiform nicht gestreckt wird. Andernfalls würde sich, um eine Einschnürung zu vermeiden, die Stoffwand dehnen müssen. Statt der diagonal verlaufenden Versteifungswände mit Diagonalverlauf der Fäden können indessen diese Wände auch ohne Rücksicht auf den Fadenverlauf benutzt werden, wenn Seil-. schlingen benutzt werden, welche durch die in Kreisbogen verlaufenden Kanten der Stoffwände gehen und ihrerseits an einem Liektrossengurt befestigt sind, der in bekannter Weise am Umfang der Hülle befestigt ist.
Hierdurch ergibt sich eine gleichmäßige Verteilung der Schottbelastung auf die Hülle und eine geringe Beanspruchung des Schottes. Die letzterwähnte Ausführungsform bietet sonach die gleichen Vorteile wie die mittels der einfachen Stoffwände ohne Seile aber mit diagonal zur Längsachse gerichteten Fäden, fällt indessen wesentlich leichter aus.
Die Zeichnung erläutert die Erfindung, und zwar zeigen Fig. 1 und 2 schematisch die Formänderungen des Tragkörpers und den sich dabei ergebenden Verlauf der Diagonallinien ; Fig. 3 zeigt einen Längsschnitt durch eine Ausführungsform mit Versteifung des Schottes durch Diagonalstoffwände mit diagonal verlaufenden Fäden, während Fig. 4 eine schaubildliche Ansicht der Ausführungsform zeigt, bei welcher die Versteifung durch bogenförmig ausgeschnittene Wände mit Bogengurt erfolgt. In Fig. ι und 2 ist α die Hülle, b die Schottwand, c und d sind Linien diagonal zur senkrechten Achse des Luftschiffes, in welchen Linien die Kanten der Versteifungswände des Schottes verlaufen. Gleichfalls in der Richtung dieser Linien verlaufen die Fäden der Schottwand. Würde letzteres nicht der Fall sein, so ist klar, daß bei dem Übergang des Tragkörperquerschnittes zu der Eiform nach Fig. 2 eine Einschnürung des Tragkörpers erfolgen müßte unter erheblicher Beanspruchung der Schottwand in der senkrechten Richtung. Demgegenüber kann bei der Diagonalanordnung der Fäden in der Schottwand und der entsprechenden Diagonalanordnung der Anschlußlinie der Stoffwände das Schott der Quer-Schnittsänderung folgen, indem die Länge I1 im Bogen gemessen bei Fig. 2 gleichbleibt der Länge I der gleichen Linie in Fig. 1. Bei Fig. 3 bestehen die Versteifungswände β und f aus Stoffwänden, welche, wie dargestellt, winkelförmig ausgeschnitten sind und deren Fäden diagonal zur Längsachse des Luftschiffes verlaufen, woraus sich die durch Pfeile angedeutete Richtung der Belastungen ergibt. Diese Wände e und/ können auf beiden Seiten nur in Richtung der Linien c bzw. nur in Richtung der Linien d oder auf der einen Seite in Richtung der Linien c, auf der anderen in j Richtung der Linien d angeordnet sein. Bei j der Ausführungsform nach Fig. 4 sind die
versteifenden Stoffwände f und g, wie ersieht-
j lieh, in Kreisbogen ausgeschnitten, und durch ihre Kanten laufen Seilschlingen g, welche
j ihrerseits an einem gleichfalls in Kreisbogen : am Umfang der Hülle geführten Traggurt i (Liektrossengurt) befestigt sind. Die Führung der Bogenseile des Liektrossengurtes erfolgt in einer Schlauchhülle h, die in entsprechenden Bogen an der Innenwand der Hülle, zweck- ! mäßig durch Aufnähen, befestigt ist. An den j Durchdringungsstellen der Wände f und g können, wie bei k angedeutet, Öffnungen in den Wänden vorgesehen sein. Ebenso können j in der Hülle nichtdargestellte, nach außen und nach dem Balloninnern, z. B. durch einen ; zugebundenen Schlauchstutzen, in bekannter ; Weise abschließbare Öffnungen vorgesehen sein, um die Stellen, wo die Seilschlingen.g' der Stoffwände f und g an die Liektrossen i des Bogengurtes angeschlossen sind, von außen ' zugänglich zu machen und nötigenfalls durch Nachspannen der Seile mittels einer geeigneten bekannten Spannvorrichtung die Spannung der ; Schottwand auch im Betriebe regeln zu können. ' Wie ersichtlich, verlaufen bei dieser Ausführungsform die Wände f und g kreuzweise, also sowohl in den Linien c und d. Die Kreu- ; zung ist deshalb vorteilhaft, weil hierbei ! kleinere quadratische Fächer entstehen.

Claims (4)

P ATENT-Anspruch ε :
1. Anordnung von Schotten für Prallluftschiffe, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenrichtung der Schottwand diagonal zur senkrechten Achse des Luftschiffes verläuft.
2. Anordnung von Schotten nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Versteifung der Schottwand durch diagonal angeordnete Stoffwände erfolgt, deren Fäden diagonal zur Längsachse des Luftschiffes verlaufen.
3. Anordnung von Schotten nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Absteifung der Schottwand durch Stoff-:
wände erfolgt, durch deren in einem Kreis- ;
4. Anordnung von Schotten nach Anbogen verlaufende Kanten Seilschlingen \ sprach 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, gehen, die ihrerseits an einem Liektrossen- ', daß die Spannung der Schottwand durch gurt befestigt sind, der am Innenumfang ; Nachspannen der Seile von außen während der Hülle befestigt ist. | des Betriebes regelbar ist.
Hierzu i Blatt Zeichnungen.
BERLIN GEDRUCKT IN DEB REICHSDRUCKEREI.
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