DE29617586U1 - Gassack für ein Fahrzeuginsassen-Rückhaltesystem - Google Patents

Gassack für ein Fahrzeuginsassen-Rückhaltesystem

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    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60RVEHICLES, VEHICLE FITTINGS, OR VEHICLE PARTS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60R21/00Arrangements or fittings on vehicles for protecting or preventing injuries to occupants or pedestrians in case of accidents or other traffic risks
    • B60R21/02Occupant safety arrangements or fittings, e.g. crash pads
    • B60R21/16Inflatable occupant restraints or confinements designed to inflate upon impact or impending impact, e.g. air bags
    • B60R21/23Inflatable members
    • B60R21/239Inflatable members characterised by their venting means

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Air Bags (AREA)

Description

TRW Occupant Restraint Systems GmbH
Industriestraße 20
D-73551 Alfdorf
10 Unser Zeichen: T 7701 DE Ki/Ki
Gassack für ein Fahrzeuginsassen-Rückhaltesystem
Die Erfindung betrifft einen Gassack für ein Fahrzeuginsassen-Rückhaltesystem, mit einer Gassackwandung, die wenigstens eine Ausströmöffnung aufweist, welche durch ein sie abdeckendes, an der Gassackwandung befestigtes Materialstück bis zu einem vorbestimmten Gassackinnendnick verschlossen ist und bei einem Überschreiten des Innendrucks durch Aufreißen des Materialstücks freigegeben wird.
Ein gattungsgemäßer Gassack ist bereits aus der EP 0 495 410 Al bekannt. Die dabei vorgesehenen Ausstömöffnungen dienen dazu, den Gassackinnendnick zu begrenzen, und insbesondere dazu, den Gassack nach dem Aufprall des Fahrzeuginsassen am Ende des Fahrzeug-Stauchweges weicher zu machen. Zum definierten Aufreißen weisen die durch Materialstücke überdeckten Ausströmöffnungen Aufreißlinien auf, die z.B. durch eine Perforation oder durch Reißnähte geschlossene Schlitze gebildet sind. Die Materialstücke reißen ab einem vorbestimmten Gassackinnendnick auf und legen die Ausströmöffnungen frei.
Insbesondere beim Vorsehen von Reißnähten ergibt sich jedoch das Problem, daß der definierte Gassackinnendnick, der zum Reißen der Naht führt, von Gassack zu Gassack schwanken kann. Es bedarf deshalb hoher
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Herstellungsgenauigkeiten, um diese Schwankungen in möglichst engen Grenzen zu halten.
Die US 4 805 930 zeigt einen Gassack mit einer Ausströmöffnung, die durch ein kunststoffbeschichtetes Gewebestück verschlossen ist. Bei hohem Druck verschieben sich die einzelnen Fäden des Gewebestücks so stark zueinander, daß die Kunststoffschicht an zahlreichen Stellen reißt und viele kleine Ausströmöffnungen gebildet werden. Die Öffnungen sind jedoch relativ klein, so daß ein schneller Druckabfall im Gassack kaum erreicht werden kann. Aufgrund von nicht auszuschließenden Fertigungstoleranzen bezüglich des Gewebes und der Beschichtung schwankt der Gassackinnendruck, ab dem die Öffnung freiliegt, von Gassack zu Gassack erheblich.
Die Erfindung schafft einen einfach herzustellenden Gassack, bei dem der vorbestimmte Innendruck, ab dem die Ausströmöffnung freiliegt, in engen, sehr genau vorbestimmbaren Grenzen gehalten werden kann. Bei einem Gassack der eingangs genannten Art wird dies erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß das Materialstück eine Folie ist. Im Gegensatz zu den bislang verwendeten beschichteten oder unbeschichteten Gewebelagen kann eine Folie so hergestellt werden, daß sie aufgrund ihrer exakt herstellbaren Dicke bei einem gewünschten auf sie einwirkenden Druck reißt. Darüber hinaus können, z.B. durch Änderung der Foliendicke auf einfache Weise Gassäcke mit unterschiedlichen vorbestimmten Gassackinnendrücken, bei denen die Ausströmöffnung freigelegt werden soll, hergestellt werden.
Die Folie kann eine Metall- oder Kunststoffolie sein, die auf die Gassackwandung innen- oder außenseitig aufgenäht oder geklebt ist. 30
Aufreißlinien in der Folie sorgen für einen definierten Öffnungsvorgang und verhindern, daß die Folie so reißt, daß lose Einzelteile entstehen, die in Richtung des Fahrzeuginsassen fliegen könnten.
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Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und aus den nachfolgenden Zeichnungen, auf die Bezug genommen wird.
In den Zeichnungen zeigen:
- Fig. 1 den zeitlichen Verlauf des Überdrucks im Gassackinneren beim erfmdungsgemäßen Gassack und bei einem bekannten Gassack, der
eine stets freigelegte Ausströmöffnung aufweist,
- Fig. 2 eine Ausführungsform des erfmdungsgemäßen Gassacks in aufgeblasenem Zustand,
- Fig. 3 den Gassack nach Fig. 2 mit gerissener Folie, und
- Figuren 4a bis 4c Folien mit unterschiedlich geformten Einprägungen.
In Fig. 1 ist der Verlauf des Drucks im Inneren eines Gassack während des Entfaltungsvorgangs gezeigt. Mit unterbrochenen Linien ist der Druckverlauf bei einem herkömmlichen Gassack dargestellt, dessen Ausströmöffnung stets freigelegt ist. Da die Ausströmöffnung auch zu Beginn des Entfaltungsvorganges bereits offen ist, steigt der Druck im Gassack langsam und stetig an, um nach Erreichen eines Maximums wieder abzufallen.
Beim erfmdungsgemäßen Gassack hingegen steigt der Druck nach dem Zünden eines pyrotechnischen Gasgenerators bis dem Reißen der Folie zum Zeitpunkt to schlagartig an und verharrt bei einem maximalen Überdruck, der geringer als der maximale Überdruck in bislang üblichen Gassäcken bei gleichem Querschnitt der Ausströmöffnung und ansonsten gleichen Rahmenbedingungen ist. Dadurch wird der Gassackinnendruck auf ein geringeres Maß begrenzt, und der Gassack wird am Ende des Fahrzeug-Stauchweges weich und kann Energie absorbieren.
Der in Fig. 2 gezeigte Gassack 1 umfaßt eine Gassackwandung 3 mit einer Einblasöffnung 5, in die ein Gasgenerator 7 ragt. Die Gassackwandung 3 weist mehrere Ausströmöffnungen auf, von denen nur eine Ausströmöffnung, die mit 9 bezeichnet ist, gezeigt ist. Die Ausströmöffnung 9 wird von einem Materialstück in Form einer Aluminiumfolie 11 abgedeckt und verschlossen. Die Folie 11 ist hierzu
an ihren Rändern mit einer umlaufenden Naht 13 an der Gassackwandung 3 befestigt.
Beim Aufblasen des Gassacks 1 strömt kein Gas aus diesem aus, solange der vorbestimmte Gassackinnendruck nicht erreicht ist.
Die Dicke der Aluminiumfolie 11 ist so auf die Geometrie der Ausströmöffnung 9 abgestimmt, daß sie erst ab Erreichen des vorbestimmten Gassackinnendrucks reißt, wie in Fig. 3 gezeigt. Die Nähte 13 halten die Einzelteile der Folie 11 am Gassack 1 fest, so daß diese nicht in Richtung des Fahrzeuginsassen geschleudert werden können.
Um das Freigeben der Ausströmöffnung 9 noch exakter vorbestimmen zu können, kann die Aluminiumfolie 11 mit Einprägungen 15 versehen sein.
Die Einprägungen 15, die Aufreißlinien bilden, können verschiedene Formen einnehmen, z.B. eine Sternform (vgl. Fig. 4a), eine teilkreis- oder löffelartige Form (vgl. Fig. 4b) oder eine Kreuzform (vgl. Fig. 4c). Allen diesen Formen ist jedoch gemeinsam, daß keine losen Einzelteile entstehen können, sondern daß alle nach dem Reißen der Folie 11 entstehenden Einzelteile am Gassack 1 befestigt bleiben.
Die Folie kann gegebenenfalls mit einer hitzebeständigen Beschichtung versehen sein.

Claims (6)

PATENTANWÄLTE ·.,· .,· .:.·'.«· ..**..' Manzingerweg 7 EUROPEAN PATENT attorneys D-81241 München 9. Oktober 1996 TRW Occupant Restraint Systems GmbH Industriestraße 20 D-73551 Alfdorf Unser Zeichen: T 7701 DE Ki/Ge Schutzansprüche
1. Gassack für ein Fahrzeuginsassen-Rückhaltesystem, mit einer Gassackwandung (3), die wenigstens eine Ausströmöffnung (9) aufweist, welche durch ein sie abdeckendes, an der Gassackwandung (3) befestigtes Materialstück bis zu einem vorbestimmten Gassackinnendruck verschlossen ist und bei einem Überschreiten des Innendrucks durch Aufreißen des Materialstücks freigegeben wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Materialstück eine Folie (11) ist.
2. Gassack nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie (11) eine Metall- oder Kunststoff-Folie ist.
3. Gassack nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie
(11) eine Aluminiumfolie ist.
4. Gassack nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie (11) auf die Gassackwandung (3)
30 aufgenähnt oder geklebt ist.
5. Gassack nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Folie (11) mit wenigstens einer Aufreißlinie versehen ist.
6. Gassack nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufreißlinie durch eine Einprägung (15) gebildet ist.
DE29617586U 1996-10-09 1996-10-09 Gassack für ein Fahrzeuginsassen-Rückhaltesystem Expired - Lifetime DE29617586U1 (de)

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