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Beschreibung
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zur Patentanmeldung Verfahren zur Gewinnung von Peptidalkaloiden
vom Ergolentyp Die Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Gewinnung von Peptidalkaloiden
vom Ergolentyp, welches sich zur Gewinnung von Peptidalkaloiden vom Ergolentyp in
Form von rechtsdrehenden Epimeren sowohl aus Matterkorndrogen als auch aus saprophytischen
Kulturen von
Claviceps purpurea eignet.
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Die Peptidalkaloide mit Ergolenstruktur sind einerseits unentbehrliche
Wirkstoffe in der Therapie und andererseits wichtige Ausgangsstoffe zur Herstellung
von noch wirksameren Dihydroergotalkaloiden. Als wichtigste Vertreter der Peptidalkaloide
mit Ergolenstruktur seien das Ergotamin und die 3 Alkaloide der Ergotoxingruppe,
nämlich das Ergocristin, Ergocornin und Ergocryptin, genannt.
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Bei den heutigen modernen technischen beziehungsweise industriellen
Verfahren zur Herstellung von Ergotalkaloiden werden sowohl zur parasitischen Sklerotienerzeugung
als auch zur saprophytischen Gärung beziehungsweise Fermentation selektierte Clavicepsstämme
verwendet.
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Nach den ersten Patentschriften zur Gewinnung von Mutterkornalkaloiden
wurden Alkaloidgemische aus wild wachsenden Nutterkorn hergestellt (vergleiche zum
Beispiel die ungarische Patentschrift 141 063). Durch das schwierige technische
beziehungsweise industriell noch bei weitem nicht gelöste Problem der Trennung der
Peptidalkaloide voneinander wurden die Forscher zur Herstellung von selektierten
Clavicepsstämmen angespornt (ungarische Patentschriften 154 035 und 155 148). Bei
der Herstellung von Ergotalkaloiden im Großbetriebsmaßstab erzeugen aber auch diese
selektierten Stämme mehr oder weniger "fremde, besonders wasserlösliche, Alkaloide
(zum Beispiel Ergometrin), wie es zum Beispiel aus der ungarischen Patentschrift
155 158 hervorgeht. Nach der ungarischen Patentschrift
142 407 müssen
diese wasserlöslichen Alkaloide in einer besonderen Verfahrensstufe isoliert werden.
Beim in der ungarischen Patentschrift 152 934 beschriebenen Verfahren werden die
wasserlöslichen Alkaloide höchstens als Nebenprodukte behandelt.
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Für die bekannten Verfahren zur Gewinnung von Peptidalkaloiden ist
es charakteristisch, daß das durch Extrahieren gewonnene und dann isolierte Produkt
in amorphem, also nicht in kristallinem Zustand erhalten wird. Beim Aufarbeiten
dieses amorphen rohen Produktes wird es meistens durch chromatographische Reinigung
angereichert, um die vorhandenen bei den weiteren Verfahrensstufen, besonders bei
der Konversion, sehr störend wirkenden Ballaststoffe zu entfernen (vergleiche die
britische Patentschrift 1 158 380, die ungarische Patentschrift 164 166 und die
deutsche Patentschrift 2 113 281). Als nächste Verfahrensstufe wird das Gemisch
der rechtsdrehenden und linksdrehenden Isomere zur linksdrehenden Verbindung epimerisiert
und dann das Endprodukt isoliert. Nach einigen Verfahren wird auf äußerst schonendem
Weg unmittelbar ohne Konversion ein linksdrehendes Endprodukt erhalten (ungarische
Patentschrift 164 116), eine Reinigung des Produktes ist aber auch hier erforderlich.
Ein solches Verfahren kann aber nur in solchen Fällen, in welchen der Ausgangsstoff
kein oder nur sehr wenig rechtsdrehendes Isomer enthält, angewandt werden.
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Zusammenfassend ist festzustellen, daß sämtliche bekannten Verfahren
zur Gewinnung von Peptidalkaloiden vom Ergolentyp sehr umständlich sind und aus
vielen Verfahrensstufen bestehen, wobei diese Stufen nur dem
einzigen
Zweck dienen, die in der Droge beziehungsweise in der Gärflüssigkeit vorhandenen
Peptidalkaloide von den Verunreinigungen zu befreien. Diese Stufen bestehen im wesentlichen
aus Extraktionsarbeitsgängen, bei welchen die Ergolenverbindungen, wenn sie im wäßrigen
Medium zugegen sind, zur Erhöhung ihrer Löslichkeit in Salze überführt werden, und
wenn sie in die organische Phase gebracht werden sollen, aus ihren Salzen freigesetzt
werden. Jede Stufe dieses mehrmaligen Phasenwechsels bringt aber infolge einer gewissen
Löslichkeit der Ergolenalkaloide in der anderen Phase Verluste mit sich.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter Behebung der Nachteile
des Standes der Technik und Vereinfachung der Gewinnung ein neues Verfahren zur
Gewinnung von Peptidalkalioden vom Ergolentyp aus Mutterkorndrogen oder aus submersen
Kulturen von Clavicepsstämmen, insbesondere Claviceps purpurea, bei welchem die
Herstellungskapazität im Betrieb infolge der Vereinfachung des Verfahrens erhöht
und trotz der Verminderung der Zahl der Phasenwechsel das Produkt in kristallinem
und nicht in amorphem Zustand erhalten wird, zu schaffen.
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Das Obige wurde überraschenderweise durch die Erfindung erreicht.
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Die Erfindung beruht auf den folgenden überraschenden Feststellungen:
a)
Wenn ein durch Extrahieren von Mutterkorndrogen oder submersen Kulturen von Claviceps
purpurea und in den meisten Fällen Reinigen des Auszuges durch Phasenwechsel und
vorzugsweise Eindampfen erhaltenes rohes Gemisch von Peptidalkaloiden vom Ergolentyp
in einem protonischen Lösungsmittel, insbesondere einem Alkanol mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen,
gelöst und die Lösung stehengelassen wird, dann werden die Peptidalkaloide vom Ergolentyp
in kristallinem Zustand und in Form der weniger löslichen rechtsdrehenden Epimere
in nahezu quantitativer Ausbeute erhalten, wohingegen die linksdrehenden Epimere
nur nach langwierigen Reinigungsarbeitsgängen in kristalliner Form erhalten werden
können.
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b) Wenn die erhaltenen kristallinen rechtsdrehenden Epimere mit einem
Fettlösungsmittel, insbesondere Methylisobutylketon oder n-Butylacetat, in heterogener
Phase entfettet werden, dann werden die rechtsdrehenden Epimere in so hoher Reinheit
erhalten, daß sie nach dem Epimerisieren unmittelbar für therapeutische Zwecke verwendet
werden können.
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c) Wenn der nach der ersten Extraktion der Mutterkorndrogen oder submersen
Kulturen von Claviceps purpurea erhaltene Auszug
eingeengt oder
eingedampft und das Konzentrat beziehungsweise der Verdampfungsrückstand mit einem
ternären Gemisch aus einem Carbonsäureamid, insbesondere Formamid, Wasser und einer
Säure, extrahiert oder fraktioniert gelöst wird, dann bringt dies den besonderen
Vorteil mit sich, daß die Peptidalkaloide vom Ergolentyp infolge des außerordentlich
guten Lösungsvermögens des zur Gewinnung von solchen Peptidalkaloiden bisher noch
nicht verwendeten Carbonsäureamides, wie Formamides, in einem sehr kleinen Volumen
des Lösungsmittelgemisches erhalten werden, worauf aus diesem das Gemisch der rohen
Peptidalkoloide zweckmäßig durch Extrahieren mit einem mit Wasser nicht mischbaren
Lösungsmittel erhalten werden kann. Im Falle von Drogen vom Ergotamintyp als Ausgangsstoffen
kann die vorstehende Reinigung durch Phasenwechsel ohne Nachteil wegbleiben, was
eine sehr vorteilhafte Vereinfachung bedeutet.
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Gegenstand der Erfindung ist daher ein Verfahren zur Gewinnung von
Peptidalkaloiden vom Ergolentyp aus Mutterkorndrogen oder aus submersen Kulturen
von Clavicepsstämmen, insbesondere Claviceps purpurea, ganz besonders dem am 25.
Januar 1972 unter der Bezeichnung MNG 00088 bei der Nationalen Stammsammlung des
ungarischen Landesinstitutes für Volkshygiene £Orsza'gos Közegeszsegügyi Intézet3,
Budapest, Ungarn-hinterlegten, durch Extrahieren, gegebenenfalls mit darauffolgendem
Reinigen des Auszuges durch
Phasenwecheel, und vorzugsweise Eindampfen
zu einem rohen Gemisch von Peptidalkaloiden vom Ergolentyp, welches dadurch gekennzeichnet
ist, daß das erhaltene rohe Gemisch der Peptidalkaloide vom Ergolentyp in einem
protonischen (protischen) Lösungsmittel gelöst wird, die Lösung stehengelassen wird
und die ausgeschiedenen rechtsdrehenden Epimere abgetrennt und mit einem Fett lösungsmittel
entfettet werden, worauf das Isolieren des erhaltenen Produktes in an sich bekannter
Weise durchgeführt wird.
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Nach einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
wird das Extrahieren und Reinigen des Auszuges durch Phasenwechsel zur Herstellung
des rohen Gemisches der Peptidalkaloide vom Ergolentyp in der Weise durchgeführt,
daß der nach einem ersten Extrahieren mit einem mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel
anfänglich in Gegenwart einer Base erhaltene Auszug eingeengt oder eingedampft und
das Konzentrat beziehungsweise der Verdampfungsrückstand mit einem ternären Gemisch
aus einem Carbonsäureamid, Wasser und einer Säure extrahiert oder fraktioniert gelöst
wird und die erhaltene Lösung des rohen Gemisches der Peptidalkaloide vom Ergolentyp
mit einem mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel anfänglich in Gegenwart einer
Base extrahiert und der Auszug eingedampft wird.
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Vorzugsweise wird als protonisches Lösungsmittel ein 1-wertiger aliphatischer
Alkohol, insbesondere ein Alkanol mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder ein Gemisch
von solchen verwendet. Ganz besonders bevorzugt ist die Verwendung von Methanol;
vielfach ist auch die Verwendung von n-Butanol sehr bevorzugt.
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Es ist bevorzugt, als Fettlösungsmittel Methylisobutylketon oder
n-Butylacetat zu verwenden.
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Vorzugsweise wird als mit Wasser nicht mischbares Lösungsmittel ein
Keton, ein Carbonsäureester, ein Kohlensäureester oder ein Chlorkohlenwasserstoff
verwendet. Dabei ist es besonders bevorzugt, als Keton Methylisobutylketon, als
Carbonsäureester Äthylacetat, als Kohlensäureester Kohlensäurediäthylester beziehungsweise
als Chlorkohlenwasserstoff Chloroform zu verwenden. Es ist auch bevorzugt, als Base
Ammoniumhydroxyd zu verwenden.
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Vorzugsweise wird als Carbonsäureamid Formamid verwendet.
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Bevorzugt wird als Säure Phosphorsäure oder Weinsäure verwendet.
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Das erfindungsgemäße Verfahren wird zweckmäßig wie folgt durchgeführt.
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Die Sklerotien beziehungsweise die nicht filtrierte Gärflüssigkeit
der mit Claviceps purpurea durchgeführten Gärung werden mit dem mit Wasser nicht
mischbaren Lösungsmittel, und zwar wie bereits erwähnt einem Keton, einem Carbonsäureester,
einem Kohlensäureester oder einem Chlorkohlenwasserstoff in Gegenwart einer Base
extrahiert. Der Lösungsmittelauszug wird von den Sklerotien beziehungsweise von
der Gärflüssigkeit abgetrennt und dann wird die Extraktion mindestens noch 1-mal
wiederholt, aber Jetzt schon ohne Base mit reinem Lösungsmittel.
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Der so erhaltene Auszug wird dann eingeengt oder zur Trockne eingedampft
und die Peptidalkaloide vom Ergolentyp werden aus dem Konzentrat beziehungsweise
aus dem Verdampfungsrückstand mit dem ternären Gemisch aus einem Carbonaäureamid,
Wasser und einer Säure mindestens 1-mal, vorteilhaft 3-mal, extrahiert.
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Die im vereinigten Auszug vorliegenden Peptidalkaloide vom irgolentyp
werden dann aus dem wäßrigen Lösungsmittelgemisch mit einem Keton, Carbonsäureester,
Eohlensäureester oder Chlorkohlenwasserstoff, vorteilhaft mehrmals, extrahiert.
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Die erhaltenen Auszüge werden vereinigt, das Lösungsmittel wird abgedampft,
der Bückatand wird in einem 1-wertigen aliphatiachen Alkohol, insbesondere einem
Alkanol mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, gelöst und die Lösung wird längere Zeit,
vorteilhaft etwa 20 Stunden lang, stehengelassen. Während des Stehens scheiden sich
die Peptidalkaloide vom Ergolentyp in Fori ihrer rechtsdrehenden Epimere fast quantitativ
in kristalliner Form aus der Lösung ab. Die so erhaltenen Kristalle werden abfiltriert,
gewaschen und getrocknet.
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Die Kristalle, welche noch beträchtliche Mengen von fettartigen Verunreinigungen
enthalten, werden dann in einem Fettlösungsmittel suspendiert. Die so entfetteten
Kristalle werden dann abfiltriert, gewaschen und getrocknet. Als Fettlösungsmittel
können vorteilhaft Ketone, Carbonsäureester oder Kohlenwasserstoffe verwendet werden.
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115 Beispiele seien für bevorzugt verwendete Ketone Methylisobutylketon,
für bevorzugt verwendete Carbonsäureester n-Butylacetat und für bevorzugt verwendete
Kohlenwasserstoffe Benzin erwähnt.
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Die in dieser Weise entfetteten rechtsdrehenden Peptidalkaloide vom
Ergolentyp können so in kristalliner Form in Ausbeuten von 95 bis 99% erhalten werden.
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Bei dem Aufarbeiten von Drogen vom Ergotamintyp wird die Droge nach
einer sehr vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens nur extrahiert,
der Auszug ohne weiteren Phasenwechsel unmittelbar vom Lösungsmittel befreit, der
Rückstand in einem protonischen Lösungsmittel, insbesondere einem Alkanol mit 1
bis 6 Kohlenstoffatomen, ganz besonders Methanol, gelöst, diese Lösung stehengelassen
und das in kristalliner Form ausgeschiedene Ergotaminin abfiltriert, gewaschen und
getrocknet und anschließend durch Suspendieren in einem Fettlösungsmittel, insbesondere
Methylisobutylketon, entfettet.
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Die Erfindung wird an Hand der folgenden Beispiele näher erläutert.
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Zur Bestimmung der in den Beispielen beschriebenen Verbindungen vom
Ergolentyp wurden die folgenden analytischen Verfahren verwendet:
Extraktion
der Droge: Es wurden 2 g auf Teilchengrößen von höchstens 0,5 mm gemahlenes Mutterkorn
mit 25 cm3 gthylacetat und 1,5 cm3 einer 10%-igen Ammoniumhydroxydlösung versetzt.
Das Gemisch wurde 30 Minuten geechüttelt und filtriert und das auf dem Filter verbliebene
Mutterkorn wurde noch 2-mal mit Je 25 cm3 Athylacetat extrahiert.
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Die auszüge wurden vereinigt und im übrigen so behandelt, wie es nachstehend
bei der Extraktion von Gärflüssigkeiten beschrieben ist.
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Extraktion von Gärflüssigkeiten: Es wurden 25 cm3 Gärflüssigkeit mit
konzentrierter Ammonlumhydroxydlösung auf einen pH-Wert von 8 bis 8,5 eingestellt,
mit 75 cm3 Athylacetat versetzt und 2 Minuten kräftig gerührt. Die Phasen wurden
in einer Sedimentierzentrifuge getrennt und die wäßrige Phase wurde noch 2-mal mit
Je 25 cm3 Äthylacetat extrahiert. Die organischen Phasen wurden vereinigt und unter
Vakuum auf 50 cm eingeengt. Das so erhaltene Konzentrat beziehungsweise der bei
der Extraktion der Droge erhaltene Auszug wurde 4-mal mit Je 25 cm3 5% Phosphorsäure
enthaltendem Wasser ausgeschüttelt. Die wäBrig-phosphorsauren Auszüge wurden vereinigt,
mit einer 10%-igen Ammoniumhydroxydlösung auf einen pH-Wert von 8 bis 8,5 eingestellt
und die so alkalisch gemachte Lösung wurde 3-mal mit Je 25 cm3 Chloroform ausgeschüttelt.
Die Chloroformphasen
wurden vereinigt, über wasserfreiem Natriumsulfat
getrocknet und zur Trockne eingedampft.
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Der Rückstand wurde in 2 cm3 eines Gemisches von Chloroform und Methanol
im Volumverhältnis von 1 : 1 gelöst.
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Aus dieser Lösung wurde zur Bestimmung von Ergotamin und Ergocristin
0,1 cm3 auf eine Schicht eines Silicageles (Silicagel G) von 5 cm x 20 cm beziehungsweise
zur Bestimmung von Ergocornin und Ergocryptin 0,2 cm3 auf eine Schicht von Aluminiumoxyd
(Aluminiumoxyd 60 E) von 5 cm x 20 cm aufgebracht. Das Chromatogramm wurde im Falle
von Ergotamin und Ergocristin in einem Gemisch von Chloroform und Äthanol im Volumverhältnis
von 90 : 10 und im Falle von Ergocornin und Ergocryptin in einem Gemisch von Diäthyläther,
n-Butylacetat und Isobutanol im Volumverhältnis von 4,5 : 4,5 : 0,625 entwickelt.
Die Flecke wurden in zerstreutem UV-Licht bestimmt und mit 10 cm3 wasserfreiem Äthanol
eluiert.
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Messung: Spektrometrisch bei 314 nm in einer 1 cm Quarzküvette.
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Berechnung: Auf den Standard bezogen.
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Bei der Analyse des Produktes wurden 25 mg in 5 cm3 eines Gemisches
von Chloroform und Methanol im Voiumverhältnis von 1 : 1 gelöst. Die Bestimmungen
wurden im Falle von Ergotaminin oder Ergocristin mit 0,1 cm3 dieser Lösung und im
Falle von Ergocornin oder Ergocryptin mit 0,2 cm3 dieser Lösung nach der oben beschriebenen
dünnschichtchromatographischen Verfahrensweise durchgeführt.
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Beispiel 1 Es wurde 1 kg Droge vom Ergocristintyp (hergestellt nach
dem in der ungarischen Patentschrift 154 035 beschriebenen Verfahren; Ergotalkaloidgehalt:
2,1 Gew.-% Rrgocristin, 0,8 Gew.-% Ergocristinin, 0,2 Gew.-% Ergotamin, 0,1 Gew.-%
Ergotaminin und 1«; sonstige Alkaloide vom Lysergsäuretyp) auf Teilchengrößen von
höchstens 2 mm gemahlen. Es wurden 4 1 Äthylacetat und 250 cm3 einer eigen wäßrigen
Ammoniumhydroxydlösung zugesetzt, das Gemisch wurde 3 Stunden lang gerührt und anschließend
filtriert. Die Extraktion der Droge wurde 2-mal mit Je 2 1 ethylacetat wiederholt.
Die abfiltrierten Äthylacetatphasen wurden vereinigt, unter Vakuum.bei 40°C auf
ein Volumen von 0,5 1 eingeengt und das so erhaltene
Konzentrat
wurde 3-mal mit Je 100 cm3 eines Gemisches von Formamid, Wasser und konzentrierter
Phosphorsäure im Volumverhältnis von 6 : 10 : 1 extrahiert. Die wäßrigen Phasen
wurden vereinigt und mit 200 cm3 Wasser und 100 cm3 Äthylacetat versetzt. Das Gemisch
wurde zunächst gerührt und dann mit konzentrierter wäßriger Ammoniumhydroxydlösung
auf einen pH-Wert von 8 bis 10 alkalisch gemacht.
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Das Rühren wurde unterbrochen und die Phasen wurden voneinander getrennt.
Die wäßrige Phase wurde noch 2-mal mit je 100 cm3 Äthylacetat extrahiert. Die Äthylacetatphasen
wurden vereinigt und unter Vakuum bei 4000 zur Trockne eingedampft. Das erhaltene
rohe Gemisch von Peptidalkaloiden vom Ergolentyp wurde bei 15 bis 250 C in 10 cm3
Methanol gelöst und die Lösung wurde zum Kristallisieren 20 Stunden bei Raumtemperatur
stehengelassen. Die erhaltenen Kristalle wurden abfiltriert, 2-mal mit je 2 cm3
Methanol gewaschen und getrocknet. So wurden 3,4 g rohes rechtsdrehendes Epimergemisch
(Zusammensetzung: 77 Gew.-% Ergocristinin, 1 Gew.-% Ergocristin und 2 Gew.-% Ergotaminin
und verschiedene, hauptsächlich fettartige Verunreinigungen) erhalten.
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Das so erhaltene Rohprodukt wurde in 6,8 cm3 Methylisobutylketon
suspendiert und 0,5 Stunde stehengelassen.
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Die erhaltenen Kristalle wurden abfiltriert, 2-mal mit je 2 cm3 Methylisobutylketon
gewaschen und getrocknet. So wurden 2,7 g Alkaloidgemisch der folgenden Zusammensetzung
erhalten: 97 Gew.-% Ergocristinin, 1 Gew.-% Ergocristin und 2 Gew.-% Ergotaminin.
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Beispiel 2 Es wurde 1 kg Droge vom Ergotamintyp (hergestellt nach
dem in der ungarischen Patentschrift 155 148 beschriebenen Verfahren; Ergotalkaloidgehalt:
3,2 Gew.-% Ergotamin, 0,9 Gew.-% Ergotaminin, 0,3 Gew.-% Ergocristin und Ergocristinin
sowie ferner 1,3 Gew.-% sonstige Alkaloide vom Lysergsäuretyp) auf Teilchengrößen
von höchstens 2 mm gemahlen. Die Extraktion der Droge wurde in der im Beispiel 1
beschriebenen Weise durchgeführt. Die vereinigten Auszüge wurden unter Vakuum auf
ein Volumen von 500 cm3 eingeengt und die im Auszug befindlichen Ergotalkaloide
wurden 4-mal mit je 50 cm3 eines Gemisches von Formamid, Wasser und konzentrierter
Phosphorsäure im Volumverhältnis von 5 : 5 : 0,3 extrahiert. Die vereinigten Auszüge
wurden mit 70 cm3 Chloroform versetzt und unter Rühren mit konzentrierter wäßriger
Ammoniumhydroxydlösung auf einen pH-Wert von 9 bis 10 alkalisch gemacht. Die Phasen
wurden voneinander getrennt und die wäßrige Phase wurde noch 3-mal mit je 40 cm3
Chloroform extrahiert. Die Chloroformphasen wurden vereinigt und unter Vakuum bei
400C zur Trockne eingedampft. Das als Rückstand erhaltene rohe Epimergemisch von
Peptidalkaloiden vom Ergolentyp wurde bei 15 bis 250C in 10 cm3 Methanol gelöst
und die Lösung wurde bei Raumflperatur 20 Stunden lang stehengelassen und dann filtriert.
Die erhaltenen Kristalle wurden mit je 2 cm3 Methanol gewaschen und getrocknet.
So wurden 5,3 g eines rohen Gemisches von rechtsdrehenden Epimeren (Zusammensetzung:
71 Gew.-% Ergotaminin, 1 Gew.-% Ergocristinin sowie ferner hauptsächlich fettartige
Verunreinigungen) erhalten.
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Das eo erhaltene Rohprodukt wurde in 10,0 cm3 Methylisobutylketon
suspendiert und die Suspension wurde 30 Minuten gerührt. Dann wurden die erhaltenen
Kristalle abfiltriert, 2-ial mit je 2 cm3 Methylisobutylketon gewaschen und getrocknet.
Bo wurden 3,84 g gereinigtes Produkt der folgenden Zusammensetzung erhalten: 96
Gew.-% Ergotaminin und 0,3 Gew.-% Ergocristinin.
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Beispiel 3 Es wurde 1 kg Droge des im Beispiel 2 beschriebenen Typs
in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise mit thylacetat extrahiert und der Auszug
wurde vom Lösungsmittel befreit, wobei 100 cm3 eines dickflüssigen öligen Produktes
erhalten wurden. Dieses ölige Produkt wurde mit 50 cm3 Methanol versetzt und 20
Stunden bei Raumtemperatur gerührt. Die erhaltenen Kristalle wurden abfiltriert,
2-mal mit Je 2 cm3 Methanol gewaschen und getrocknet. So wurden 5,8 g rohes rechtsdrehendes
Epimer (Zusammensetzung: 63 Gew. 4 Ergotaminin und verschiedene, hauptsächlich fettartige
Verunreinigungen) erhalten.
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Das so erhaltene Rohprodukt wurde in 12 cm3 Methylisobutylketon suspendiert
und die Suspension wurde Stunde stehengelassen, wobei das gewünschte Produkt sich
in kristalliner Form ausschied. Die erhaltenen Kristalle wurden abfiltriert, 3-mal
mit je 5 cm3 Methylisobutylketon gewaschen und getrocknet. So wurden 3,90 g 95 Gew.-%
Ergotaminin enthaltendes Produkt erhalten.
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Beispiel 4 Es wurden 10 1 einer Gärflüssigkeit (hergestellt nach
dem in der ungarischen Patentschrift 164 816 beschriebenen Verfahren durch submerse
Züchtung des Stammes Claviceps purpurea, hinterlegt am 25. Januar 1972 unter der
Bezeichnung MNG 00088 bei der Nationalen Stammsammlung des ungarischen Landes institutes
für Volkshygiene EOrszágos gözegeszsegügyi intezet], Budapest, Ungarn; Alkaloidgehalt:
0,21 mg/cm3 Ergocornin, 0,17 mg/cm3 Ergocryptin, 0,08 mg/cm3 Ergocorninin, 0,03
mg/cm3 Ergocryptinin und 0,35 mg/cm3 Ergometrin) zunächst mit 5 1 und anschließend
2-mal mit je 3 1 Methylisobutylketon extrahiert, wobei während der ersten Extraktion
der pH-Wert des Systemes mit konzentriert er Ammoniumhydroxydlösung auf einen pH-Wert
von 9 bis 10 eingestellt wurde. Nach jeder Extraktion wurden die Phasen in einem
Scheider getrennt und die organischen Phasen wurden 0 vereinigt und unter Vakuum
bei 40 C auf ein Volumen von 200 cm3 eingeengt. Das Konzentrat wurde 5-mal mit Je
100 cm3 eines Gemisches von Formamid, Wasser und Weinsäure im Volumverhältnis von
5 : 5 : 0,1 extrahiert. Die Auszüge wurden vereinigt und 5-mal mit je 100 cm3 Chloroform
ausgeschüttelt. Die Chloroformphasen wurden vereinigt und weiterverarbeitet, während
die Formamid enthaltenden wäßrigen Phasen zurückgelegt und zur Gewinnung von Ergometrin
verwendet werden konnten.
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Die vereinigten Chloroformphasen wurden unter Vakuum 0 bei 40 C zur
Trockne eingedampft, das als Rückstand erhaltene rohe Epimergemisch von Ergolenpeptidalkaloiden
wurde in 20 cm3 n-Butanol gelöst und die Lösung wurde
24 Stunden
bei Raumtemperatur stehengelassen. Die rechtsdrehenden Epimere schieden sich in
kristalliner Form aus; die Kristalle wurden durch ein gesintertes Glasfilter abfiltriert,
2-mal mit je 4 cm3 n-Butanol gewaschen und getrocknet. So wurden 5,8 g eines aus
Mischkristallen von Ergocorninin und Ergocryptinin bestehenden Produktes der folgenden
Zusammensetzung erhalten: 41 Gew.-% Ergocorninin, 31 Gew. -% Ergocryptinin sowie
ferner verschiedene, hauptsächlich fettartige Verunreinigungen.
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Die so erhaltenen Kristalle wurden in 11,6 cm3 auf Co 0 gekühltem
n-Butylacetat suspendiert und die Suspension wurde 30 Minuten lang gerührt und dann
filtriert. Das auf dem Filter verbliebene Produkt wurde 2-mal mit je 2 cm3 auf OOC
gekühltem n-Butylacetat gewaschen und getrocknet. So wurden 4 g gereinigtes Produkt
der folgenden Zusammensetzung erhalten: 59 Gew.-% Ergocorninin und 41 Gew.-% Ergocryptinin.
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Patentansprüche