DE294485C - - Google Patents

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DE294485C
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air
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F25REFRIGERATION OR COOLING; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS; MANUFACTURE OR STORAGE OF ICE; LIQUEFACTION SOLIDIFICATION OF GASES
    • F25JLIQUEFACTION, SOLIDIFICATION OR SEPARATION OF GASES OR GASEOUS OR LIQUEFIED GASEOUS MIXTURES BY PRESSURE AND COLD TREATMENT OR BY BRINGING THEM INTO THE SUPERCRITICAL STATE
    • F25J3/00Processes or apparatus for separating the constituents of gaseous or liquefied gaseous mixtures involving the use of liquefaction or solidification
    • F25J3/02Processes or apparatus for separating the constituents of gaseous or liquefied gaseous mixtures involving the use of liquefaction or solidification by rectification, i.e. by continuous interchange of heat and material between a vapour stream and a liquid stream
    • F25J3/04Processes or apparatus for separating the constituents of gaseous or liquefied gaseous mixtures involving the use of liquefaction or solidification by rectification, i.e. by continuous interchange of heat and material between a vapour stream and a liquid stream for air

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Separation By Low-Temperature Treatments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE \7g. GRUPPE
HANS RUNGE in HANNOVER-DÖHREN.
und Rektifikation.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. März 1913 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Zerlegung von Luft in Sauerstoff und Stickstoff mittels Verflüssigung und Rektifikation. Bei dem bisher geübten Verfahren, wie es beispielsweise von Claude (Patentschrift 177519) beschrieben ist, wird gewöhnliche atmosphärische Luft, die normalerweise eine Zusammensetzung von etwa 21 Volumenteilen Sauerstoff und etwa 79 Volumenteilen Stickstoff hat, verdichtet und verflüssigt und darauf rektifiziert, um auf diese Weise fast reinen Stickstoff einerseits und reinen Sauerstoff andererseits zu gewinnen.
Die vorliegende Erfindung sucht die Aufgabe zulösen,dies an sich bekannte Verfahren dadurch wesentlich zu verbessern, daß nicht gewöhnliche atmosphärische Luft von normaler Zusammensetzung dem Prozeß unterworfen wird, sondern daß der Prozeß gewissermaßen in einem späteren Stadium beginnt, indem ein Luftgemisch dem vorher besprochenen Verfahren unterworfen wird, welches bereits durch ein anderes Verfahren an Sauerstoff angereichert ist. Es wird dadurch eine nicht unwesentliche Veras billigung der Herstellung erreicht. An sich sind nämlich bereits Verfahren bekannt, die bis zu einem gewissen Grade eine Anreicherung der Luft an Sauerstoff bei verhältnismäßig sehr geringen Kosten gestatten. Es sind dies die Verfahren, nach denen eine Anreicherung der Luft an Sauerstoff entweder dadurch erzielt wird, daß die Luft durch eine Membran hindurchgedrückt wird, oder daß die Luft in innige Berührung mit Wasser gebracht wird, wobei eine Absorption derselben eintritt und worauf dann im weiteren Verlauf des Verfahrens ein Luftgemisch von etwa 40 Prozent Sauerstoff und 60 Prozent Stickstoff in leichter Weise gewonnen werden kann. Wenn man jetzt dieses Luftgemisch dem bisher geübten Verfahren mittels Verflüssigung und Rektifikation unterwirft und dazu eine Vorrichtung benutzt, wie sie Claude in seinem Patent 177519 beschreibt, so wird eine wesentliche Verbilligung der Herstellung erzielt.
An sich ist es nicht neu, der zu rektifizierenden Luft Sauerstoff zuzusetzen oder ihren Sauerstoffgehalt vor der Rektifikation mittels eines Anreicherungsverfahrens zu erhöhen. Bei manchen Rektifikationsverfahren wird z. B. die Verdampfungskälte des gewonnenen flüssigen Sauerstoffs zur Rückkondensation des der Kolonne oben in flüssigem Zustande zuzuführenden Stickstoffs benutzt. Hier reicht der in der Luft vorhandene Sauerstooff zur Erzielung der erforderlichen Kühlwirkung nicht aus. Man hat deshalb der Luft vor der Rektifikation einen Teil des im Verfahren selbst gewonnenen Sauerstoffs zugesetzt, der in dem Verflüssigungsprozesse dann einen ständigen Kreislauf vollführt. Verarbeitet wird dabei jedoch dauernd Luft von gewöhnlicher Zusammensetzung. Bei einem anderen Verfahren wird die zu verarbeitende Luft nur zum Teil verflüssigt, zum Teil gasförmig unmittelbar in dieRektifikationskolonne eingeführt. Bei diesem Verfahren wurde bereits vorgeschlagen, den gasförmigen Teil vor seiner Einführung in die Kolonne
nach irgendeinem bekannten Verfahren mit Sauerstoff anzureichern, was angeblich den Vorteil mit sich bringt, daß dann der flüssig in die Kolonne einzuführende Teil vermindert werden kann. Auch hier ist nicht der Gedanke ausgesprochen, die gesamte in Arbeit zu nehmende Luft vorher mit Sauerstoff anzureichern, um auf eine wohlfeile Art zu einem sauerstoffreichen Gasgemisch als Ausgangsprodukt für die Rektifikationen zu gelangen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Zerlegung von Luft in Sauerstoff und Stickstoff mittels Verflüssigung und Rektifikation, dadurch gekennzeichnet, daß die gesamte, den Verflüssigungs- und Trennungsapparaten zugeführte, zu verarbeitende Luft in einem Vorver^ fahren mit Sauerstoff angereichert wird, z. B. indem sie durch eine Membran dialysiert wird.
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