DE294050C - - Google Patents

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DE294050C
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leather
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L89/00Compositions of proteins; Compositions of derivatives thereof
    • C08L89/04Products derived from waste materials, e.g. horn, hoof or hair
    • C08L89/06Products derived from waste materials, e.g. horn, hoof or hair derived from leather or skin, e.g. gelatin

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Dermatology (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV* 294050 - 1 KLASSE 80 £. GRUPPE
WILHELM REINER in BERLIN-TEMPELHOF. Verfahren der Herstellung von Lederbitumen.
Zusatz zum Patent 293871.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. Februar 1916 ab. Längste Dauer: 31.August 1929.
Nach dem Verfahren des Hauptpatentes wird Leder in Mehl- oder Pulverform verarbeitet. Das Verfahren kann auch auf Leder in grobkörniger Form angewendet werden, da gerade das Lagern des imprägnierten Materials ein Eindringen des Bitumens in die gröberen Bestandteile gewährleistet.
Zur Herstellung von zugfestem Lederbitumen erfolgt die Überführung der zu verarbeitenden Lederstücke oder Abfälle in faserige Form. Je nach der bei den verschiedenen Lederarten verschiedenen Aneinanderlagerung der Fasern, Struktur und Festigkeit wird man mehr oder weniger zerkleinern.
Bei der Verarbeitung von Lederfasern zu Leder bitumen wird nach der Erfindung folgendermaßen verfahren:
Die Lederfasern werden mit asphaltischen Petrolrückständen, mit schweren Mineralölen auf asphaltischer Basis, halbflüssigen Rückständen aus der Destillation von asphaltischen Erdölen, also mit flüssigen asphaltischen Stoffen oder Schwerölen, ferner mit Bitumenlösungen, mit Kautschuklösungen, die zweckmäßig mit diesen Flußmitteln oder Bitumenlösungen gemischt werden, imprägniert. Diese Stoffe dringen infolge ihrer Leichtflüssigkeit vollkommener in die Lederfaser ein als Bitumen. Je nach der zu verarbeitenden Ledersorte wird einfaches Vermischen und Lagern oder das Hineinlegen der Lederfaser in den flüssigen Tränkungsstoff erforderlich sein. Die Anwendung von Vakuum und Druck ist gegebenenfalls zweckmäßig, aber in den meisten Fällen nicht erforderlich. So erhält man ein durch und durch imprägniertes Lederkleinmaterial zur Herstellung von Leder bitumen. Die Fasern werden vorteilhaft mit Ledermehl und ferner noch mit Bitumen vermengt und verbunden. Das Ledermehl mit Bitumen spielt dabei gewissermaßen die Rolle des Mörtels. Mittels Walzen, Pressen u. dgl. wird wasser- und zerreißfestes Lederbitumen hergestellt.
An Stelle des Ledermehls kann auch ehemisch gelöstes und gefälltes Leder verwendet werden, welches nach der Fällung gelagert, getrocknet und schließlich nach dem Erhärten fein vermählen wurde. Da die getrocknete Masse spröde ist, so läßt sie sich fein vermahlen, und man bekommt bei Verwendung eines solchen chemisch gefällten Ledermehles sehr feste Erzeugnisse.
Werden die mit einer Lösung von Bitumen, beispielsweise in Benzol, getränkten Fasern mit dem heißflüssigen Bitumen vermengt, so entweicht das flüchtige Lösemittel aus den Lederfasern und kann wieder gewonnen werden.
Weiche und biegsame Erzeugnisse erhält man gemäß der Erfindung, wenn man zur Imprägnierung der Lederfasern Kautschuklösungen verwendet, die zur Erzielung wasserfester Erzeugnisse vorteilhaft mit bituminösen
Rückständen bzw. mit Bitumenlösungen vermischt werden.
Soll ein gegen höhere Temperatur widerstandsfähiges Material hergestellt werden, so wird nach dem Verfahren der Erfindung das chemisch gefällte Leder nach der Fällung als wässeriger Brei mit einer wässerigen Mischung von Ton und Bitumen innig vermengt und
. mit den Lederfasern verarbeitet, welche entweder mit den flüssigen asphaltischen Stoffen oder ebenfalls mit dieser wässerigen Tonbitumenmischung getränkt wurden. Die Herstellung der wässerigen Mischung (Emulsion) von Ton und Bitumen ist an sich bekannt und nicht Gegenstand der Erfindung. Die fertigen Stücke werden gegebenenfalls durch Trocknen von Feuchtigkeit befreit, falls sie nicht gepreßt oder gewalzt werden und dabei ihre Feuchtigkeit abgeben.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren der Herstellung von Lederbitumen nach Patent 293871, dadurch gekennzeichnet, daß Lederfasern mit flüssigen asphaltischen Stoffen getränkt und mit natürlichem oder chemisch gefälltem Ledermehl und mit Bitumen vermengt und verbunden werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an Stelle von Ledermehl und Bitumen das Gemisch einer Emulsion von Bitumen und Ton mit chemisch gefälltem Lederbrei tritt.
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