DE2936069C2 - Leitungsumschalter für symmetrische Leitungen. - Google Patents

Leitungsumschalter für symmetrische Leitungen.

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DE2936069C2
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Reginhard Dr.-Ing. 8032 Lochham Pospischil
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Siemens AG
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    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04BTRANSMISSION
    • H04B3/00Line transmission systems
    • H04B3/02Details
    • H04B3/46Monitoring; Testing

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Structure Of Telephone Exchanges (AREA)
  • Monitoring And Testing Of Exchanges (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf einen Leitungsumschalter für symmetrische Leitungen, mit einem Schalter zum wahlweisen Anschalten eines Betriebsvierers oder eines Ersatzvierers an einen gerä iseitigen Viereranschluß und zum wahlweisen Anschalten des Ersatzvierers oder des Betriebsvierers an e'ien Prüfzwecken dienenden Viereranschluß.
Zum Ausgleich der Fernnebensprechdämpfung zwischen symmetrischen Trägerfrequenzleitungen eines Verstärkerfeldes müssen die Fernnebensprechdämpfungen zwischen allen symmetrischen Doppelleitungen dieses Feldes gemessen werden. Dieser Ausgleich erfolgt zunächst vor der ersten Inbetriebnahme eines Kabels jeweils zwischen zwei Verstärkerstellen.
Infolge Kabel-Umlegungen oder Reparaturen kann später, während des Betriebes, ein Nachausgleich erforderlich werden. Um Betriebsstörungen zu vermeiden, ist es dann erforderlich, mit Trägerfrequenz-Systemen beschaltete Doppeladern derart freizuschalten, daß das Trägerfrequenzsignal unterbrechungsfrei auf eine andere, nicht beschaltete Doppelleitung des gleichen Kabels umgeschaltet werden kann.
Hierzu kann man mit Hilfe von zwei Leitungsumschaltern innerhalb eines Verstärkerfeldes einzelne Stammleitungen oder auch Vierer auf freie Leitungen umschalten. Derartige Leitungsumschalter sind bereits aus der Druckschrift »Leitungsumschalter«, ReI beschr 3 B 98a, August 1957, Siemens und Halske AG, bekannt.
Werden bei den symmetrischen Doppelleitungen auch die Vierer zur Signalübertragung ausgenützt, so ist das bekannte Verfahren nicht mehr ohne weiteres anwendbar, wenn für die hier übertragenen Signale die Verstärkerfeldlänge kürzer ist als die Verstärkerfeldlänge auf den Starnmleitungen und nicht alle Vierer des Kabels für die Übertragung dieser Signale ausgerüstet sind.
Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, daß durch die Fernnebensprechausgleichsmessungen zwischen den einzelnen Stammleitungen die Signale auf den Phantomkreisen nicht gestört werden, wenn die Symmetrie des Vierers während des Umschaltens und der Messung nicht gestört wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Leitungsumschalter zu schaffen, der es gestattet, unter Beibehaltung der betriebsmäßigen Durchschaltung des Phantomkreises die gewünschte Umschaltung vorzunehmen.
Gemäß der Erfindung wird der Leitungsumschalter zur Lösung dieser Aufgabe mit einer Vorschalte^inrich- !0 tung versehen, die je an den Leitungsumschalter anzuschließender symmetrischer Leitung einen Übertrager enthält, wobei der Übertrager jeweils auf der den Leitungsumschalter abgewandten Seite eine symmetrische Wicklung aufweist und die Mittelanzapfung der beiden zu ein und derselben symmetrischen Leitung gehörenden Übertrager fest miteinander verbunden sind. Dabei ergibt sich, daß die Vorschalteeinrichtung nur zum Auftrennen der Stammleitung dient und der Phantomkreis des Vierers betriebsmäßig durchgeschaltet bleibt.
Durch diese Maßnahmen ergibt sich der Vorteil, daß die Signalübertragung auf dem Phantomkreis durch die Umschaltung nicht gestört wird.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird der Leitungsumschalter derart ausgebildet, daß auf der Kabelseite der Vorschalteeinrichtung Phantomkreissperrfilter vorgesehetp.sind.
Die Erfindung wird anhand der in F i g. 2 gezeigten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 einen bekannten Leitungsumschalter und
F i g. 2 einen Leitungsumschalter nach der Erfindung.
Der in F i g. 1 gezeigte bekannte Leitungsumschalter LU hat für den Betriebsvierer den geräteseitigen Viereranschluß 1 und den leitungsseitigen Viereranschluß 2. Für den Ersatzvierer ist der leitungsseitige Viereranschluß 4, für den Anschluß der Meßgeräte der Viereranschluß 3 vorgesehen.
Alle vier Anschlüsse 21 ... 24 bzw. 41 ... 44 der leitungsseitigen Viereranschlüsse 2 und 4 sind jeweils an den Scheitel der Schalter 61 ... 6* bzw. 61' ... 64' geführt. Alle acht Schalter 61 ... 64 und 61' ... 64' werden gemeinsam betätigt, wobei jeweils der Scheitel schrittweise mit den Anschlüssen s 1... 511 bzw. 51'... sir verbunden wird.
, Die Schalter 61, 6Γ; 62, 62'; 63, 63' und 64, 64' sind jeweils paarweise einander zugeordnet. Die Anschlüsse zweier einander zugeordneter Schalter sind für alle Paare in gleicher Weise über eine Widerstands-Serienschaltung 51,52,53 bzw. 54 miteinander verbunden, was im folgenden anhand des Schalterpaares 61, 61' beispielhaft näher beschrieben wird.
Die Anschlüsse si ... sll des Schalters 61 und die Anschlüsse si' ... sll' des Schalters 61' sind in der folgenden Weise über die Widerstände 511,512,513 der Widerstands-Serienschaltung 51 miteinander verbunden:
Der erste Widerstand 511 der Serienschaltung liegt zwischen der Anschlußverbindung s 1, s 2, s 3, s 4, s 5, s 6 und der Anschlußverbindung s7, s6', der Widerstand 512 zwischen der Anschlußverbindung s7, s6' und s8, s 4' und der Widerstand 513 zwischen der Ansehlußverbindung s 8, s 4' und der Anschlußverbindung s 9, s 3'.
Ferner ist der Anschluß s 1 mit dem Anschluß 11 des Viereranschlusses 1 und der Anschluß si' mit dem Anschluß 31 des Viereranschlusses 3 verbunden.
Mit dem Leitungsumschalter LUlassen sich während des Betriebes die Leitungen einer Nachrichtenverbindung auf Ersatzleitungen umschalten, ohne die Übertra-
gungen einschlieBlich ζ. Β, Wechselstromtelegrafie oder Wählzeichen zu stören. Bis zu vier Adern sind gleichzeitig umschaltbar, so daß sich bei Kabeln nicht nur einzelne Stämme, sondern auch ganze Vierer umschalten lassen.
Der Leitungsumschalter legt jeweils die Ersatzadern über symmetrische Vorwiderstände parallel zur Betriebsleitung. Die Widerstände werden in den Stellungen 3 ... 5 des Umschalters stufenweise verkleinert In Stellung 6 liegen Betriebs- und Ersatzleitungen ohne Vorwiderstände parallel; von Stellung 7 ... 10 wird die Betriebsleitung über stufenweise größer werdende Widerstände abgeschaltet, so daß in Stellung 10 nur noch die Ersatzleitung mit der Amtsseite verbunden ist.
In Stellung 1 kann die Ersatzleitung und in Stellung 11 die freigeschaltete Betriebsleitung über die Buchsen 31 ... 34 des Prüfanschlusses 3 an in der Figur nicht dargestellte Meßwiderstände angeschlossen werden. Die Widerstände der Serienschaltungen 51... 54 lassen sich jeweils dem Wellenwiderstand der Leitung entsprechend einstellen.
Für die Umschaltung einer zwei- oder vierdrähtigen Verbindung benötigt man zwei derartige Leitungsumschalter, die am Anfang und Ende der Leitung eingeschleift werden.
Vor dem Anschließen der Betriebsleitungen wird der Schalter auf Stellung 2 geschaltet Daraufhin wird der Ersatzvierer nach dem Auftrennen zwischen Amts- und Leitungsseite mit dem Leitungsumschalter verbunden. Dann wird an den Trennbuchsen des Betriebsvierers zuerst ein Umschaltstecker eingesetzt, dann der Bügelstecker gezogen und die entsprechenden Buchsen des Umschalters mit der Amts- und Leitungsseite verbunden. Daraufhin wird der Umschaltstecker wieder entfernt
Bei Leitungen, die mit Wechselstromtelegrafie belegt oder trägerfrequent betrieben werden, werden die Schalter nach telefonischer Verständigung über eine Dienstleistung an beiden Enden des Leitungsabschnittes möglichst gleichzeitig von Stufe zu Stufe bis in Stellung 11 weitergeschaltet.
Nach der Messung wird von der Ersatzleitung auf die Betriebsleitung in umgekehrter Reihenfolge zurückgeschaltet, bis der Schalter wieder in Stellung »2« steht.
Die Meßgeräte werden an die Buchsen 31 ... 34 des Prüfanschlusses 3 angeschlossen. D^r freigeschaltete Betriebsvierer ist dann in Stellung 11 des Schalters mit dem Meßgerät verbunden.
Wird der Leitungsumschalter nach F i g. 1 ein Betriebsvierer auf einen Ersatzvierer umgeschaltet, so muß, falls der Phantomkreis ausgenutzt ist und einen kleineren Verstärkerabstand verlangt, auch der Ersatzvierer mit dem zusätzlichen Verstärker versehen sein.
Diese Voraussetzung läßt sich vermeiden, wenn man den Leitungsumschalter nach Fig. 1 entsprechend F i g. 2 mit einer Vorschalteeinrichtung benützt, welche acht Übertrager mit je einer symmetrischen Wicklung enthält.
In F i g. 2 ist der in F i g. 1 gezeigte Leitungsumschalter LU nur in Blockdarstellung gezeigt. Bei jedem Viereransehluß 1 ... 4 ist für beide Stämmleitungen je ein eigener Symmetrieübertrager vorgesehen,
Bei dem Viereranschiuß 1 sind den Anschlußpaaren 11,12 bzw. 13,14 die Symmetrieübertrager 71 bzw. £1 vorgeschaltet, bei denen jeweils die auf der dem Leitungsumschalter LU abgewandten Seite gelegene Wicklung als Symmetriewicklung ausgebildet ist In gleicher Weise sind den Anschlußpaaren 31,32 bzw. 33, 34 des Viereranschlusses 3 Übertrager 73 und 83, den Anschlußpaaren 21, 22 bzw. 23, 24 des Viereranschlusses 2 die Übertrager 72 und 82 sowie den Anschlußpaaren 41, 42 bzw. 43, 44 des Viereranschlusses 4 die Übertrager 74 und 84 vorgeschaltet
Die äußeren Anschlüsse der Vorschalteeinrichtung sind in gleicher Weise wie die entsprechenden Anschlüsse des Leitungsumschalters Li/bezeichnet und durch einen Strich markiert
Anders als bei dem Leitungsumschalter nach F i g. 1 sind bei dem in F i g. 2 dargestellten Leitungsumschalter einschließlich Vorschalteeinrichtung nicht nur der Betriebsvifcrer, sondern auch der Ersatzvierer über den Leitungsumschalter geführt. Der Wreranschluß 3 ist dabei nicht an eine Meßeinrichtung, sondern an den geräteseitigen Anschluß des Ersatzvierers angeschlossen. Das Einschleifen des Leitungsumschalters >n den Ersatzvierer erfolgt genauso wie anhand von F i g. 1 für das Einschleifen des Betriebsvierers vorstehend beschrieben ist.
Nachdem beide Vierer über den Leitungsumschaiter geführt sind, kann die Verbindung der Übertrager 73 und 83 mit dem Leitungsumschalter LU aufgetrennt werden, um an die Anschlüsse 31, 32 bzw. 33, 34 des Leitungsumschalters LU in an sich bekannter Weise Meßgeräte anzuschließen.
Die in F i g. 2 gezeigte Anordnung kann insbesondere zur Umschaltung von Stammleitungen auch innerhalb der 18-km-Verstärkerfelder des Kabels der Form 17a und 14c/ verwendet werden, auch wenn der zum betrachteten Stamm gehörende Phantomkreis im Vierer mit 2-Mbit/s-Signalen eines PCM-Systems beschaltet ist.
Um Störungen der über den Phantomkreis übertragenen Signale zu vermeiden, werden einerseits stets beide Stammleitungen des Betriebsvierers über die Vorschalteeinrichtung geführt, selbst wenn nur eine Stammleitung ersatzgeschaltet werden soll und andererseits stets beide Stammleitungen des Ersatzvierers über die Vorschalteeinrichtung geführt, wenn der Phantomkreis des Ersatzvierers für eine Signal-Übertragung, insbesondere mit halber Verstärkerfeldlänge, vorgesehen ist.
Im Falle einer Übertragung von 2-Mbit/s-Signalen über den Phantomkreis sind Sendefrequenzen oberhalb 556 kHz zum Prüfen der Stammleitungen zu vermeiden. Läßt sich dieses nicht durch organisatorische Maßnahmsn erreichen, wird die Vorschalteeinrichtung zweckmäßigerweise mit handelsüblichen Phantomkreissp^rrfiltern auf der Kabeiseite versehen.
Bei Umschaltung nur einer Stammleitung werden nicht über den Leitungsumschalter geführte Stammleitungen der betroffenen Vierer zweckmäßigerweise auf der Geräteseite der Vorschalteeinrichtung durchgeschältet.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Lekungsumschalter für symmetrische Leitungen, mit einem Schalter Jium wahlweisen Anschalten eines Betriebsvierers oder eines Ersatzvierers an einen geräteseitigen Viereranschluß und zum wahlweisen Anschalten des Ersatzvierers oder des Betriebsvierers an einen Prüfzwecken dienenden Viereranschluß, dadurch gekennzeichnet, daß der Leitungsumschalter (LU) mit einer Vorschalteeinrichtung versehen ist, die je an den Leitungsumschalter (LLJJ anzuschließender symmetrischer Leitung einen Übertrager (71 ... 74; 81 ... 84) enthält und daß der Übertrager (71... 74; 81... 84) jeweils auf der dem Leitungsumschalter (LLJ) abgewandten Seite eine symmetrische Wicklung aufweist und daß die Mittelanzapfung der beiden zu ein und derselben symmetrischen Leitung gehörenden Ubertras-er (71, 72; 81, 82; 73, 74; 83, 84) fest miteinander verbunden sind.
2. Leitungsumschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Kabelseite der Vorschalteeinrichtung Phantomkreissperrfilter vorgesehen sind.
DE2936069A 1979-09-06 1979-09-06 Leitungsumschalter für symmetrische Leitungen. Expired DE2936069C2 (de)

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DE2936069A1 DE2936069A1 (de) 1981-03-12
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