DE2933818C2 - Gehäuse zur Aufnahme elektrischer Geräte - Google Patents
Gehäuse zur Aufnahme elektrischer GeräteInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Gehäuse zur Aufnahme von
elektrischen Geräten gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Elektrische Geräte werden vielfach in Gehäuse eingebaut, die aus einem Unterteil und einem Oberteil
bestehen und das elektrische Gerät kastenartig umschließen. Der Aufbau des elektrischen Gerätes
erfolgt häufig mit kupferkaschierten Leiterplatten, auf denen die Bauteile in einer gedruckten Schaltung
eingelötet sind. Oberteil und Unterteil sind wannenförmig ausgebildet und im geschlossenen Zustand an den
seitlichen Wänden formschlüssig aufeinandergesetzt. In
den elektrischen Geräten sind häufig sehr empfindliche, hochwertige elektrische Baustufen angeordnet. Bei
hochwertigen elektronischen Geräten, die nur von erfahrenen Fachleuten gewartet und repariert werden
dürfen, hat der Hersteller oder der Servicedienst ein Interesse daran, da3 unbefugte Dritte das Gehäuse nicht
öffnen dürfen, weil dies zu Schaden an den Geräten führen kann oder durch unsachgemäße Eingriffe die
Funktion der Geräte ungünstig beeinflußt wird. So sind beispielsweise in den Geräten elektronische Speicher
mit eingelesenen Programmen enthalten. Beim unsachgemäßen Öffnen des Gerätes und bei der Einwirkung
von magnetischen oder elektrischen Störungen ist eine teilweise Löschung der Speicherinhalte und damit eine
nicht mehr ordnungsgemäße Arbeitsweise und Funktion möglich. Auch aus Sicherheitsgründen ist unter Umständen erforderlich, festzustellen, ob das Gehäuse eines
elektrischen Gerätes von unbefugten Dritten geöffnet wurde oder eingespeicherte Informationen ausgelesen
wurden.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein besonders einfaches Gehäuse für die Aufnahme von elektrischen Geräten
aufzuzeigen, das von unbefugten Dritten nicht geöffnet werden kann, ohne daß dies nachträglich nicht
feststellbar wäre.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruches 1 gelöst
ist besonders einfach herstellbar und kann von
unberechtigten Dritten nicht geöffnet werden, ohne daß
dies nachträglich nicht festgestellt werden k?nn. Wenn
ίο das Gehäuse durch Lösen der Schraube geöffnet wurde,
dann ist dies nachträglich durch die Veränderung der
durch Lösen der Schraube geöffnet wurde, dann ist dies
nur durch Zerstörung von Gehäuseteilen möglich, die
erst recht auch nachträglich die öffnung des Gehäuses
erkennen lassen. Als Baustufe kann beispielsweise eine
wird und dadurch das öffnen des Gehäuses erkennen
läßt.
Die öffnung des Gehäuses kann aber auch dadurch angezeigt werden, daß mit Hilfe der Baustufe beim
Lösen der Schraube die Funktion des Gerätes in nichtbehebbarer Art beeinträchtigt wird.
Wenn einerseits die öffnung des Gehäuses angezeigt werden soll und wenn andererseits die im Gehäuse
gespeicherten Informationen nicht preisgegeben werden sollen, dann ist es zweckmäßig, daß als Baustufe ein
Schalter vorgesehen ist, daß ein Ende der Schraube im eingeschraubten Zustand auf den Schalter einwirkt und
daß beim Lösen der Schraube der Schalter in eine Schaltstellung umkippt, in der die im Gerät gespeicherten Informationen gelöscht werden.
Einzelheiten der Erfindung werden anhand eines in den Figuren dargestellten, vorteilhaften Ausführungsbeispieles erläutert. Es zeigt
Fi g. 1 eine perspektivische Darstellung eines Gehäuses in Form einer Explosionsdarstellung.
F i g. 2 einen Schnitt durch das Gehäuse mit einem Rasthaken,
Fig.3 einen Schnitt durch das Gehäuse mit einem
Sicherungshaken und
Fig.4 einen Schnitt durch das Gehäuse mit einer
Rastnase.
Das in F i g. 1 perspektivisch dargestellte Gehäuse ist so aufgeschnitten, daß die im Innern angeordneten
Sicherungs- und Befestigungselemente erkennbar sind. Das Gehäuse besteht aus dem Unterteil 1 und dem
Oberteil 2. Das Oberteil ist in der F i g. 1 aufgebrochen dargestellt, wobei auf der linken Seite das Oberteil 2 auf
dem Unterteil 1 formschlüssig aufgesetzt ist, während auf der rechten Seite das Oberteil im geöffneten
Zustand des Gehäuses dargestellt ist. Im geschlossenen Zustand ist das Oberteil 2 formschlüssig auf das
Unterteil 1 aufgesetzt. Oberteil 2 und Unterteil 1 sind wannenförmig ausgebildet. Das Unterteil 1 weist eine
hintere Wand 4 und eine vordere Wand 5 sowie die Seitenwände 6 und 7 auf. Das Oberteil hat die hintere
Wand 8, die vordere Wand 9 und die Seitenwände 10 und 11. An der hinteren Wand 4 des Unterteils 1 sind
Kasthaken 12 und 13 angebracht, deren Enden nasenförmig ausgebildet sind und die über die
Oberkante der Wand 4 ragen. Im geschlossenen Zustand rasten die Nasen der Rasthaken 12 und 13 in
β; Ausnehmungen 14 und 15 an der Innenseite der hinteren
Wand 8 des Oberteils 2 ein. Seitlich versetzt zu den Rasthaken sind auf der Innenseite der hinteren Wand 8
des Oberteils 2 Sicherungshaken 16, 17 und 18
angebracht, die nasenförmig ausgebildet sind und im
geschlossenen Zustand des Gehäuses über die Stoßkante der beiden hinteren Wände 4 und 8 ragen.
Die räumliche Anordnung der Rasthaken und der Sicherungshaken im geschlossenen Zustand des Gehäuses
zeigen die F i g, 2 und 3, die die in F i g, 1 strichliert
bezeichnete Einzelheit A des Gehäuses zeigen.
Die Fig.2 zeigt im Schnitt den Rasthaken 12. Das
Oberteil 2 und das Unterteil 1 sind mit ihren hinteren Wänden 4 und 8 formschlüssig aufeinandergesetzt An
der hinteren Wand 4 des Unterteils ist der Rasthaken 12 ausgebildet Das nasenförmige Ende des Rasthakens ist
im geschlossenen Zustand in die Ausnehmung 14 an der Innenseite der Wand 8 eingerastet Dadurch entsteht
eine formschlüssige stabile Verbindung der beiden Teile des Gehäuses. Damit jedoch ein öffnen des Gehäuses
an dieser Stelle mittels mechanischer Hilfsmittel wie Schraubenzieher, Drahtbügel, Stifte, Nägel oder dergleichen
verhindert wird, sind zusätzlich Sicherungshaken angebracht
Die F i g. 3 zeigt im Schnitt die räumliche Anordnung eines Sicherungshakens im geschlossenen Zustand des
Gehäuses. In der Fig.3 ist das Unterteii und das
Oberteil des Gehäuses mit den hinteren Wänden 4 und 8 dargestellt An der Innenseite der hinteren Wand 8 ist
ein nasenförmig ausgebildeter Sicherungshaken 16 angeordnet der über die Stoßfuge zwischen den
Wänden 4 und 8 des Ober- und Unterteiles ragt Durch die Sicherungshaken wird eine manuelle oder mit
mechanischen Mitteln erzwungene gegenseitige Ver-Schiebung der hinteren Wände 4 und 8 des Ober- und
Unterteils und damit ein Eingriff in das Innere des Gehäuses verhindert Bei großer Kraftanwendung kann
das Gehäuse an den hinteren Wänden 4 und 8 nur dadurch geöffnet werden, daß die Rasthaken 12 und 13
oder die Sicherungshaken 16, 17 und 18 abgebrochen werden. Dann ist jedoch ebenfalls nachträglich feststellbar,
daß das Gehäuse von einem Nichtberechtigten geöffnet worden ist Bei größeren Wandiängen ist es
vorteilhaft mehrere Rast- und Sicherungshaken vorzusehen.
In der Fig. 1 sind auf der linken Seite die vorderen
Wände 9 und 5 des Ober- und Unterteils formschlüssig aufeinandergesetzt An der Wand 9 des Oberteils 2 ist
ein Befestigungslappen 19 angebracht, der formschlüssig in die Wand 5 des Unterteils hineinragt Mit einer
Schraube 20, die durch die Wand 5 und den Befestigungslappen 19 hindurchragt, werden die beiden
Teile des Gehäuses fest verbunden. Das Ende der Schraube wirkt im innern des Gehäuses auf eine
Baustufe des elektrischen Gerätes. So ist beispielsweise ein Schalter angeordnet der bewirkt, daß eine
bestimmte Spannung an einer elektronischen Baustufe, beispielsweise eine Kippschaltung oder eine Anzeigestufe,
anliegt Beim Lösen der Schraube 20 kippt der Schalter in die andere Schaltstellung, wodurch eine
Veränderung im elektrischen Gerät ausgelöst wird. Vorteilhaft wird eine Kippstufe umgesteuert oder ein
Sperrsignal an eine Baustufe angelegt. Bei elektrischen Geräten mit Speichern, in denen Programme eingelesen
sind, wird beispielsweise der Speicher gelöscht, so daß das gespeicherte Programm von unberechtigten Dritten
nicht ausgelesen werden kann. Ganz allgemein ist es vorteilhaft, dem elektrischen Gerät eingegebene und
gespeicherte Informationen, die für die Arbeitsweise des Gerätes erforderlich sind, zu löschen. Dadurch wird
die Arbeitsweise des Gerätes beeinträchtigt, so daß sine Bedienungsperson herbeigerufen werden muß, die
erkennt, daß ein unbefugter Dritter versucht hat, das
Gehäuse zu öffnen, um an das elektrische Gerät zu gelangen. Das Gehäuse kann nur über die Schraube 20
geöffnet werden. Die zum öffnen berechtigte Person gibt vor dem Schließen des Gehäuses die gelöschte
Information wieder ein.
Die Seitenwände 6 und 10 bzw. 7 und 11 des Ober- und Unterteils sind ebenfalls formschlüssig aufeinandergesetzt
Um ein besonders stabiles Gehäuse zu erhalten und um ein unbefugtes Eindringen in das Gehäuse von
den Seitenwänden her zu vermeiden, sind zusätzliche Rastnasen angebracht An den Wänden 6 und 7 des
Unterteils 1 sind vorstehende Lappen 21 und 22 mit den Ausnehmungen 23 und 24 angebracht An der Innenseite
der Seitenwände 10 und 11 des Oberteils 2 sind nach oben sich verbreiternde Rastnasen 25 angebracht die im
geschlossenen Zustand des Gehä^·. as in den Ausnehmungen 23 und 24 einrasten. Vorteilhaft ist es, entlang
der Seitenwände mehrere Rastnasen gleichmäßig verteilt anzuordnen.
Die Fig.4 zeigt im Schnitt die Anordnung einer Rastnase, die in F i g. 1 als Einzelheit B des Gehäuses
eingezeichnet ist Die F i g. 4 zeigt die Seitenwand 11 des
Oberteils und die Seltenwand 7 des Unterteils 1 des Gehäuses. An der Innenseite der Wand 7 ist der Lappen
22 mit der Ausnehmung 24 ausgebildet An der Innenseite der Wand 11 ist die Rastnase 25 angeordnet,
die in der Ausnehmung 24 eingerastet ist
Ein Eingriff in das Innere des Gehäuses ist ohne Lösen der Schraube 20 nur durch Zerstörung der am
Gehäuse angebrach ten Sicherungs- und Befestigungselemente möglich. Beim Zusammenbau des Gehäuses wird
das Oberteil 2 mit der hinteren Wand 8 im aufgeklappten Zustand auf die hintere Wand 4 des
Unterteils 1 aufgesetzt und die nasenförmigen Enden der Rasthaken 12 und 13 in die Ausnehmungen 14 und
15 eingerastet Durch Zusammenklappen der beiden Idle 1 und 2 wird das Gehäuse geschlossen. Dabei
werden die nasenförmigen Enden der Rasthaken 12 und 13 noch weiter in die Ausnehmungew 14 und 15
eingeschoben, wobei sich gleichzeitig die Sicherungshaken 16,17 und 18 über die Stoßfuge der hinteren Wände
4 und 8 senken. Die Rastnasen 25 an den Seitenwänden 10 und 11 rasten in die Ausnehmungen 23 und 24 ein.
Nachdem das Oberteil 2 und das Unterteil 1 formschlüssig aufeinandergedrückt sind, wird die
Schraube 20 eingeschraubt. Ab diesem Zeitpunkt kann das Gehäuse nur durch Lösen der Schraube geöffnet
werden. Das öffnen des Gehäuses wird jedoch im elektrischen Gerät angezeigt bzw. die Funktion des
elektrischen Gerätes beeinträchtigt und zwar derart, daß die auftretende elektrische Veränderung durch
einen unberechtigten Dritten nicht ohne weiteres rückgängig gemacht werden kann.
Die Gehäuseteile und die daran angebrachten Sicherungs- und Befestigungselemente können in einem
Spritzvorgang als Kunststoffteil hergestellt werden. Das Gehäuse ist besonders einfach aufgebaut. W2ist einen
stabilen Verschluß auf und ist gegen das öffnen durch unberechtigte Dritte gesichert.
Claims (4)
1. Gehäuse zur Aufnahme elektrischer Geräte, das
aus einem Ober- und einem Unterteil besteht und das elektrische Gerät kastenartig umschließt, wobei
das Ober- und Unterteil aus je einer Wanne besteht, die an den Wänden formschlüssig aufeinandergesetzt und einerseits mit Hilfe von Rastvorrichtungen
und andererseits mit Hilfe einer Schraube miteinander verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraube (20) derart im Inneren des
Gehäuses auf eine Baustufe einwirkt, daß beim Lösen der Schraube eine nachträglich feststellbare
Veränderung der Baustufe auftritt.
2. Gehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Baustufe eine Schaltstufe vorgesehen ist und daß beim Lösen der Schraube die
Schaltstufe in einen nichtreversiblen Zustand gesteuert wird.
3. Gehäuse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit Hilfe der Baustufe beim Lösen der
Schraube (20) die Funktion des Gerätes in nichtbehebbarer Art beeinträchtigt wird.
4. Gehäuse nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß als Baustufe ein Schalter vorgesehen
ist, daß ein Ende der Schraube (20) im eingeschraubten Zustand auf den Schalter einwirkt und daß beim
Lösen der Schraube der Schalter in eine Schaltstellung umkippt, in der die im Gerät gespeicherten
Informationen gelöscht werden.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19792933818 DE2933818C2 (de) | 1979-08-21 | 1979-08-21 | Gehäuse zur Aufnahme elektrischer Geräte |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19792933818 DE2933818C2 (de) | 1979-08-21 | 1979-08-21 | Gehäuse zur Aufnahme elektrischer Geräte |
Publications (2)
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| DE2933818A1 DE2933818A1 (de) | 1981-03-26 |
| DE2933818C2 true DE2933818C2 (de) | 1982-05-06 |
Family
ID=6078949
Family Applications (1)
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