DE293283C - - Google Patents

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DE293283C
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stone wood
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wood
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B9/00Magnesium cements or similar cements
    • C04B9/04Magnesium cements containing sulfates, nitrates, phosphates or fluorides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Curing Cements, Concrete, And Artificial Stone (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 806. GRUPPE
EDWARD WALLIN in HAMBURG-SEDDEL
Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. März 1914 ab.
: Es ist bis jetzt nicht gelungen, ein raum- ·.: beständiges Steinholz herzustellen. Werden :. Mischungen von verschiedener Zusammen- :■'■ Setzung venvendet, so ergeben sich Mißstände, gegen welche man besondere Maßnahmen anwenden muß, um dieselben auszuschalten.
Aus der Praxis ist bekannt, daß Baukörper vorteilhaft nicht aus zwei Massen bestehen,
ίο so sehr es1 auch/erwünscht'ist, den Innenkörper 'aus poröser und leichter Grobschicht anzufertigen und darüber eine dichtere Schicht gegen mechanische Abnutzung oder Einwirkung der Atmosphäre aufzutragen. Solche Baukörper wölben sich trotz stärkster Einlagen infolge der verschiedenen Ausdehnung der Bestandteile ihrer Mischungen. Die Raumbeständigkeit ist bei massiven Baukörpern von größter Bedeutung.
Wand- und Fußbodenplatten können aus dem gleichen Grunde nicht aus zwei verschie-' denen Mischungen gefertigt werden. Steinholz ist wohl der teuerste Mörtel; deshalb würde man es vorziehen, die nicht sichtbaren Stellen, wie Hinterfüllungen, aus billigerem Material, wie Zementbeton, herzustellen und darauf einen dünnen Überzug aus Steinholz zu geben. Dies ist jedoch unmöglich, da sich Beton aus Zement, Gips usw. nicht, Steinholz jedoch stark ausdehnt. Wird ein Holzbrett von etwa 3 m Länge mit einem Steinholzbelag von etwa 3 mm Dicke bestrichen, so wölbt sich das Brett um etwa ein halbes
■ Meter. Bei solchen Spannungen ist ein Baumaterial für die meisten Zwecke unverwendbar, sobald ein auf der Unterlage fest haftender Belag in Frage kommt. Welche Kräfte hierbei ausgelöst werden, ersieht man aus der Zugfestigkeit von Steinholz, welche den vierfachen Betrag von Zementmörtel (1:3) erreichen kann.
Das Hauptverwendungsgebiet von Steinholz ist die Herstellung von fugenlosen Böden. Estrich kommt hierbei nicht in Betracht, da diese poröse Steinholzmischung so gut λνίε keine Volumenänderung beim Abbinden zeigt. Wird jedoch auf .diesen Estrich Oberboden verlegt, so muß der Hersteller mit der Ausdehnung bzw. Zusammenziehung der Feinschicht sehr rechnen. Nur auf diese Erscheinung· sind die vielen Fehlausführungen zurückzuführen, welche jeder Steinholzfabrikant kennt und fürchtet. Aus diesem Grunde muß dem sogenannten Unterboden die größte Sorgfalt gewidmet werden. Derselbe muß die Spannungen aufnehmen, welche der Belag aus Grob- und Feinschicht verursacht. Aus diesem Grunde muß der Unterboden selbst genügend Festigkeit besitzen, wie es bei gutem Zementbeton der Fall ist. Ist dagegen die Unterlage schlecht infolge Verwendung von abgelagertem Zement oder unsachgemäßem Zuschlag, so ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß das Steinholz unter Mitnahme eines guten Teiles des Unterbodens in die Höhe geht. Um ein gutes Haften von Steinholz auf der Unterlage zu erhalten, muß letztere peinlich gereinigt werden, bevor Steinholz aufgetragen wird. Die Fälle des Hochgehens des Bodens sind bekannt. Der Schaden, welcher auf die Spannungen im Steinholzboden zurückzuführen ist, ist gewaltig;
(2. Auflage, ausgegeben am 4- Mai 1920.)
Diese Übelstände werden behoben, wenn man nach der Erfindung an Stelle von Magnesiumchlorid oder Magnesiumsulfat entweder Magnesiumnitrat oder solche Salze anwendet, die durch Umsetzung Magnesiumnitrat bilden.
Bei Verwendung von Nitratlauge sind solche Möglichkeiten nicht vorhanden. Der Boden »arbeitet« nicht und liegt ohne Bean-
ίο spruchung der Unterlage. Die letztere kann schwächer und billiger gehalten werden. Es ist sogar die Möglichkeit gegeben, auf einfache Sandschüttungen Steinholz zu legen.
Es ist einleuchtend, daß ein raumbeständiges Steinholz von größter Bedeutung für die fragliche Industrie ist.
Durch die Anwendung von Nitrat ist es auch möglich, das schon lange bearbeitete Problem der Trockenmischung zu lösen. Hier-
20- bei werden die Materialien trocken in der . Fabrik gemischt und zu diesen an der Arbeitsstelle nur das Wasser gegeben. Dadurch ergibt sich eine gleichmäßigere Mischung und eine Verbilligung der Fracht, da der Transport des Wassers wegfällt und überdies 'die Materialien einheitlich versandt;werden. Bei der Verwendung von solchen Salzen, die erst durch Umsetzung Magnesiumnitrat bilden, wird am besten Calciumnitrat, das wasserfrei geliefert wird, und Magnesiumsulfat verwendet.
Es sind verschiedene Verfahren bekannt, um die Herstellung von Trockenmischungen zu ermöglichen. Z. B. wurden Chlorbarium und Magnesiumsulfat vorgeschlagen. Andere gehen wieder'vom Chlormagnesium aus, das ganz oder teilweise vom Wasser befreit wird. Andere Arbeitsweisen bezwecken' die Herstellung von trockenem Sorelzement.
Diese Verfahren haben sich nicht als lebensfähig herausgestellt. Auf j eden Fall war man aber bestrebt, die Frage der Trockenmischung zu lösen. Auf die einfachste Weise ist dies gelungen durch die Verwendung von Magnesiumnitrat. Nach beiden Richtungen, Raum- beständigkeit und Trockenmischung, bietet die Verwendung von Nitrat einen Fortschritt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Steinholz aus Magnesia und Magnesiumsalz, gekennzeichnet durch die Verwendung von Magnesiumnitrat oder solchen Salzen, aus denen durch chemische Umsetzung Magnesiumnitrat gebildet wird.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1126301B (de) * 1958-02-08 1962-03-22 Margret Stiebel Geb Schueddeko Verfahren zum Einbetten von elektrischen Heizkoerpern
DE1201740B (de) * 1963-12-04 1965-09-23 Wmf Wuerttemberg Metallwaren Verfahren zur korrosionsverhindernden Befestigung von Klingen in Heften

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1126301B (de) * 1958-02-08 1962-03-22 Margret Stiebel Geb Schueddeko Verfahren zum Einbetten von elektrischen Heizkoerpern
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