DE2932489B1 - Verfahren zum Faerben von Humanhaar sowie Mittel zu seiner Durchfuehrung - Google Patents

Verfahren zum Faerben von Humanhaar sowie Mittel zu seiner Durchfuehrung

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DE2932489B1
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Horst Dipl-Chem Dr Gottschalck
Peter Stachowiak
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Hans Schwarzkopf and Henkel GmbH
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Description

dadurch gekennzeichnet, daß man als Hydroxybenzaldehyd eine Verbindung der Formel
CHO
(D
CHO
(D
20
25
verwendet, worin Ri ein Wasserstoffatom oder die OH-Gruppe darstellt, R2 die OCH3-Gruppe oder ein Wasserstoff atom darstellt, R3 eine OCH3-Gruppe, eine OH-Gruppe oder ein Wasserstoff atom ist sowie R4 eine OCH3-Gruppe oder ein Wasserstoffatom darstellt und für Ri und R3 die Bedingung gilt, daß nur eine OH-Gruppe vorhanden sein darf.
2. Mittel zum Färben von Humanhaar, bestehend aus
a) einem in Lösung befindlichen Hydroxybenzaldehyd,
b) gegebenenfalls einem für Haarfarbstoffe bekannten Farbstoffvorprodukt,
c) gegebenenfalls einem direktziehenden Farbstoff und
d) üblichen Zusätzen,
dadurch gekennzeichnet, daß der Hydroxybenzaldehyd eine Verbindung der Formel
solche sind z. B. in Ullmanns Encyklopädie der technischen Chemie, 4. Auflage, Band 12, Seite 435—441 beschrieben.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein vielseitiges Verfahren und Mittel zum Färben von Humanhaar zur Verfügung zu stellen, die es gestatten, Humanhaare hellgelb bis gelb und braun bis rotbraun anzufärben, wobei die Mittel sich durch besondere physiologische Verträglichkeit und toxikologische Unbedenklichkeit auszeichnen sollen. Eine weitere Aufgabe besteht darin, daß durch Kombination mit direkt ziehenden Farbstoffen oder durch Kombination mit Farbstoffvorprodukten und Oxidationsmitteln beliebig gewünschte Haarfärbungen hergestellt werden können.
Das neue Verfahren und die neuen Mittel sollen ferner sehr vielseitig anwendbar sein. Sie sollen es daher gestatten
1. Humanhaare direkt gelb bis braun anzufärben, ohne dabei Oxidationsmittel und/oder Farbstoffvorprodukte zu benötigen, wobei es erwünscht ist, daß die Haarfärbung sowohl im alkalischen Bereich bis pH 11 und im sauren Bereich bis pH 5 durchführbar sein sollte. Ferner ist zur Erzielung weiterer Färbungsmöglichkeiten die Kombinationsmöglichkeit mit direktziehenden Haarfarbstoffen erwünscht, um beliebige gewünschte Haarfärbungen herzustellen.
2. Die neuen Mittel sollen mit den üblichen Oxidationsmitteln auf der Basis von Wasserstoffperoxid kombinierbar sein, um braune Haarfärbungen zu erzielen.
3. Die neuen Mittel sollen mit Farbstoffvorprodukten und Wasserstoffperoxid kombinierbar sein, um beliebig gewünschte Färbungen herstellen zu können, und zwar sowohl im Vergleich zum Ausgangszustand dunklere als auch hellere Farbtöne.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Färben von Humanhaar unter Verwendung
a) eines in Lösung befindlichen Hydroxybenzaldehyds,
b) gegebenenfalls eines Oxidationsmittels,
c) gegebenenfalls eines für Haarfarbstoffe bekannten Farbstoffvorproduktes,
d) gegebenenfalls eines direktziehenden Farbstoffes und
e) üblicher Zusätze,
dadurch gekennzeichnet, daß man als Hydroxybenzaldehyd eine Verbindung der Formel (I)
CHO
ist, worin Ri ein Wasserstoffatom oder die OH-Gruppe darstellt, R2 die OCH3-Gruppe oder ein Wasserstoffatom darstellt, R3 eine OCH3-Gruppe, eine OH-Gruppe oder ein Wasserstoff atom ist sowie R4 eine OCHä-Gruppe oder ein Wasserstoff atom darstellt und für Ri und R3 die Bedingung gilt, daß nur eine OH-Gruppe vorhanden sein darf.
55
65
Mittel zur Veränderung der Haarfarbe mittels Bleichen (Blondieren) und Färben sind bekannt und
einsetzt, wobei Ri ein Wasserstoffatom oder die OH-Gruppe darstellt, R2 die OCH3-Gruppe oder ein Wasserstoffatom darstellt, R3 eine OCH3-Gruppe eine OH-Gruppe oder ein Wasserstoffatom ist, R4 eine OCH3-Gruppe oder ein Wasserstoffatom darstellt und für Ri und R3 die Bedingung gilt, daß nur eine OH-Gruppe vorhanden sein darf.
ORIGINAL INSPECTED
Gegenstand der Erfindung ist auch ein Mittel zum Färben von Humanhaar zur Durchführung des Verfahrens, bestehend aus :
a) einem in Lösung befindlichen Hydroxybenzaldehyd,
b) gegebenenfalls einem für Haarfarbstoffe bekannten Farbstoffvorprodukt,
c) gegebenenfalls einem direkt ziehenden Farbstoff und
d) üblichen Zusätzen,
dadurch gekennzeichnet, daß der Hydroxybenzaldehyd eine Verbindung der Formel
CHO
(D
ist, worin Ri ein Wasserstoffatom oder die OH-Gruppe darstellt, R2 die OCH3-Gruppe oder ein Wasserstoffatom darstellt, R3 eine OCH3-Gruppe, eine OH-Gruppe oder ein Wasserstoffatom ist sowie R4 eine OCH3-Gruppe oder ein Wasserstoffatom darstellt und für Ri und R3 die Bedingung gilt, daß nur eine OH-Gruppe vorhanden sein darf.
Für Haarfarbstoffe bekannte Farbstoffvorprodukte sind aromatische di- oder polyfunktionelle Amine mit mindestens einer primären Aminogruppe sowie einer weiteren funktionellen Gruppe in m-, o- oder p-Stellung oder heterocyclische Aminoverbindungen oder di- oder polyfunktionelle Phenole, z.B. ein p-Phenylendiamln der allgemeinen Formel II
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30
35
(Π)
NH2
und/oder mindestens ein Säureadditionssalz dieser Verbindungen, wobei in der Formel Ri, R2 und R3 gleich oder verschieden sind und jeweils ein Wasserstoffatom oder ein Alkyl- oder Alkoxyrest mit 1 oder 2 Kohlenstoffatomen bedeuten, sowie R* und R5 gleich oder verschieden sind und jeweils ein Wasserstoffatom oder einen Alkyl-, Hydroxyalkyl, Alkoxyalkyl- (wobei der Alkoxyrest 1 oder 2 Kohlenstoff atome aufweist), CarbantylalkyK Mesylaminoalkyl-, Acetylaminalkyl-, Ureidoälkyl- oder Carbäthoxyaminoalkylrest (wobei die Alkylreste in R4 und R5 1 bis 3 Kohlenstoffatome aufweisen), darstellen, mit der Maßgabe, daß Ri oder R3 ein Wasserstoffatom ist, wenn R4 und R5 keine Wasserstoffatome darstellen.
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45
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55
60
65 Als solche p-Phenylendiamine seien genannt:
p-Phenylendiamin, p-Toluylendiamin, 2-Methyl-5-methoxy-p-phenyIendiamin, 2,6-Dimethyl-p-phenylendiamin, ^ö-Dimethyl-S-methoxy-p-phenylendiamin, 4-(N-Methoxyäthylamino)-anilin,
4-(N-Äthyl-N-carbamylmethylamino)-anüin
und/oder
4-N,N-Di-j3-hydroxyäthylamino)-anilin.
Eine bevorzugte Ausführungsform des Mittels enthält 2-Aminophenol und/oder 2,5-DiaminotoIuol als Farbstoffvorprodukt.
Weitere spezielle Farbstoffvorprodukte un4 Verbindungen sind des Typs 4-Hydroxy-4'-aminodiphenylamin und/oder 4,4'-Dihydroxydiphenylamin und/oder deren Derivate, insbesondere
2-Acetamido-3,5-dimethyl-4,4'-dihydroxydi-
phenylamin,
2-Acetamido-3,5-dimethyl-4,4'-dihydroxy-
2-chlorodiphenylamin, 2-Acetamido-5-methyl-4,4'-dihydroxy-
2'-chlorodiphenylamin, 2-Ureido-3,5-dimethyl-4,4'-dihydroxy-
2'-chlorodiphenylamin, 2-Ureido-4-hydroxy-4'-aminodiphenyIamin, 2-Acetamido-4-hydroxy-4'-aminodiphenylamin, 2,5-Dihydroxy-4,4'-di[(bis(2-hydroxyäthyl)-
amino]diphenylamin, 2-Methoxy-4-amino-2',5'-dihydroxy-
4'-(2-hydroxyäthyl)aminodiphenylamin, 2-Acetamido-4-hydroxy-5,3',5'-trimethyl-
4'-aminodiphenylamin, 2-Acetamido-4,4'-dihydroxy-5-methoxy-
2'-chlorodiphenylamin, 2-Ureido-4,4'-dihydroxy-5-methoxy-
2'-chlorodiphenylamin, 2-Ureido-4,4'-dihydroxy-5-methoxy-
2'-chlorodiphenylamin, ^-Ureido^-hydroxy-S-methyl^'-chloro-
3'-methylaminodiphenylamin, ^-Ureido^-hydroxy-S-methyl^'-N-äthyl-N-ureidoaminodiphenylamin.
Als Farbstoffvorprodukte seien ferner genannt:
Resorcin, m-Aminophenol, 2-Methyl-5-aminophenol, Methyl-5-(N-^-hydroxyäthylamino)-phenol, 6-Hydroxybenzomopholin, 2,6-Dimethyl-5-acetylaminophenol, 2-Methyl-5-carbäthoxyaminophenoI, 2-Methoxy-5-carbäthoxyaminophenol und/oder 2-Methyl-5-ureidophenol.
Als Farbstoffvorprodukt kann auch ein Polyaminophenol, Monoaminodiphenol, Diaminodiphenol und/oder Polyphenol, vorzugsweise Trihydroxybenzol, eingesetzt werden.
Das Haarfärbemittel kann als direktziehende Farbstoffe Nitrofarbstoffe enthalten, z. B.
2,4-Dinitronaphthol(l)suifonsäure-(7)dinatriumsalz,
^^-Dinitro^'-hydroxy-diphenylamin, 4-Nitro-4'-aminoazobenzol, 2,4-Dinitro-3'-sulfo-4'-phenylaminodiphenylamin-Na-Salz,
2-MethyI-4-bis(2-hydroxyäthyl)amino-
4'-nitroazobenzol,
2-Hydroxy-5-nitrophenyl-l-azo-3-bütan-
2-on-l-säureanilid,
l^-Diamino-4-nitrobenzol,
l,4-Diamino-2-nitrobenzol,
l-Hydroxy^-amino^-nitrobenzol,
l-Hydroxy^-amino-S-nitrobenzol,
l-Hydroxy^-amino^.e-dinitrobenzol,
l-Hydroxy^-nitro^-aminobenzol,
l-Amino-2-nitro-4-(bis(2-hydroxy-
äthyl)aminobenzol,
l-Amino^-nitro^-methylaminobenzol,
2-Nitro-4-aminodiphenylamin,
l-Hydroxy-S-nitro^-aminobenzol.
In einer Ausführungsform enthält das Mittel mindestens einen Hilfsstoff aus der Gruppe bestehend aus Penetriermitteln, Schäummitteln, Verdickungsmitteln, Antioxidantien, Alkalien oder Säuren (zur pH-Einstellung), Parfumes, Sequestriermitteln und Filmbildnern.
Bei einer speziellen Ausführungsform des Mittels liegt sein pH-Wert im Bereich von 8 bis 11,5, vorzugsweise von 9 bis 10.
Als Alkali kann mindestens eine Verbindung aus der Gruppe bestehend aus Ammoniak, den Alkylaminen, Alkanolamine^ Ammoniumderivaten, Natrium- und Kaliumhydroxid sowie Natrium- und Kaliumcarbonat verwendet werden. .
Ferner kann man dem erfindungsgemäßen Mittel wasserlösliche anionaktive, kationaktive, nicht-ionogene oder amphofere oberflächenaktive Substanzen einverleiben. Beispiele für besonders gut geeignete oberflächenaktive Substanzen sind Verbindungen, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Alkylbenzolsulfonaten, Alkylnaphthalinsulfonaten, Fettalkoholsulfaten, Fettalkoholäthersulfaten, Alkylsulfonaten, quaternären Ammoniumsalzen, vorzugsweise Trimethylcetylammoniumbrömid oder Cetylpyridiniumchiorid, Cetylpyridiniumbromid, Diäthanolamiden von Fettsäuren, polyäthoxylierten Säuren und Alkoholen sowie polyäthoxylierten Alkylphenolen. Die oberflächenaktiven Substanzen sind im erfindungsgemäßen Mittel vorzugsweise in einem Anteil von 0,5 bis 30 Gew.-%, insbesondere von 4 bis 25 Gew.-%, enthalten.
Weiterhin kann man dem erfindungsgemäßen Mittel organische Lösungsmittel zur Solubilisierung der nicht genügend wasserlöslichen Verbindungen zusetzen. Beispiele für vorteilhafte Lösungsmittel sind Äthanol, Isopropanol, Glycerin, Glykole wie Butylglykol, Äthylenglykol, Propylenglykol, Diäthylenglykolmonoäthyläther oder -monomethyläther und analoge Verbindunfen. Die Lösungsmittel können im erfindungsgemäßen ärbemittel mit Vorteil in einer Menge von 1 bis 40 Gew.-%, vorzugsweise von 5 bis 30 Gew.-% enthalten sein.
Beispiele für vorteilhafte Verdickungsmittel, welche dem erfindungsgemäßen Färbemittel einverleibt werden können, sind Natriumalginat, Gummi arabicum, Cellulosederivate, wie Methylcellulose oder das Natriumsalz von Carboxymethylcellulose, und Acrylsäurepolymere; man kann ebensogut auch mineralische Verdickungsmittel, wie Bentonit, verwenden. Der Anteil der Verdickungsmittel beträgt vorzugsweise 0,5 bis 5 Gew.-%, insbesondere 0,5 bis 3 Gew.-%, bezogen auf das gesamte Färbemittel.
Beispiele für Antioxidantien sind Kaliummetabisulfit, Natriumdithionit, Natriumsulfit, Thioglykolsäure, Natri-
umbisulfit und Ascorbinsäure. Der Anteil der Antioxidatien kann 0,05 bis 1 Gew.-°/o, bezogen auf das Gesamtgewicht des Färbemittels, ausmachen.
Beim erfindungsgemäßen Färbeverfahren werden Oxidationsmittel, wie Wasserstoffperoxid, Harnstoffperoxid oder Persalze, z.B. Ammomumpersulfat, verwendet. Als Oxidationsmittel findet vorteilhaft die wässerige Lösung, die im allgemeinen 3—10 Gew.-°/o H2O2 enthält, oder Harnstoffperoxid oder Natriumperborat Verwendung.
Die Verbindungen der Formel (I) sind im erfinddngsgemäßen Färbemittel im allgemeinen in einem Anteil von 0,01 bis 5,0 Gew.-°/o, bezogen auf das Gesamtgewicht des Färbemittels, enthalten. Zu den Verbindungen mit der Formel (I) gehören
4-Hydroxy-3-methoxy-benzaldehyd,
2-Hydroxy-5-methoxy-benzaldehyd,
2-Hydroxy-4-methoxy-benzaldehyd,
2-Hydroxy-3-methoxy-benzaldehyd.
Das Färbemittel der Erfindung kann als Lösung, Paste, Creme oder Gelee oder in Form eines beliebigen anderen Präparates vorliegen, das sich zumPärben von Humanhaaren eignet und z. B. als Haarfärbemittel, Haartönungsmittel, Tönungsfestiger und Farbspülmittel im Handel erhältlich ist.
Um zu zeigen, daß verdünnte Lösungen der Verbindungen mit der Formel ,(I) auch in der Abwesenheit von Oxidationsmitteln gestatten Humanhaare zu färben, wurden die folgenden Tests ausgeführt, wobei besonders bemerkenswert ist, daß hierbei die Färbungen im pH-Bereich von etwa 5 bis etwa 11 (mit Ausnahme von 2-Hydroxy-4-methoxy-benzaldehyd und 4-Hydroxy-3-methoxy-benzaldehyd) durchgeführt werden können.
Test 1 für Humanhaarsträhnenausfärbungen mit
2-Hydroxy-3-methoxy-benzaldehyd
2-Hydroxy-3-methoxy-benzaldehyd wurde in verschiedenen Konzentrationen in einer Lösung aus 47 Gew.-°/o Wasser, 47 Gew.-% 2-Propanol, 6 Gew.-°/o NH3 (25°/oig) gelöst und die Humanhaarsträhne jeweils bei Raumtemperatur 30 Minuten lang damit behandelt Die Ergebnisse sind in der Tabelle I wiedergegeben:
Tabelle Γ
Konzentration an
2-Hydroxy-3-methoxybenzaldehyd
Färbungsergebnis (in Abwesenheit
eines Oxidationsmittels)
0,1 Gew.-%
0,2 Gew.-%
0,5 Gew.-%
l,0Gew.-%
2,0 Gew.-%
5,0 Gew.-%
schwach gelb
etwas mehr schwach gelb
stärker gelb
gut gelb
gelb
gelb (wie 2 Gew.-%ige Lösung)
Mit 2 Gew.-°/o 2-Hydroxy-3-methoxy-benzaldehyd in der verwendeten Lösung ist die optimale Sättigungsgrenze der Färbung erreicht. Ähnliche Ergebnisse wurden bei Verwendung von 2-Hydroxy-4-methoxybenzaldehyd bzw. 2-Hydroxy-5-methoxy-benzaldehyd erhalten.
Die nachfolgenden Tests zeigen, daß verdünnte Lösungen von
^Hydroxy-S-methoxy-benzaldehyd, ^-Hydroxy-S-methoxy-benzaldehyd, 2-Hydroxy-5-methoxy-benzaldehyd oder 2-Hydroxy-4-methoxy-benzaldehyd
auch in Kombination mit Oxidationsmitteln zur Färbung der Humanhaare geeignet sind.
Test 2 für Humansträhnenausfärbungen mit 2-Hydroxy-3-methoxy-benzaldehydund
Wasserstoffperoxid
Es wurde wie beim Test 1 angegeben, gearbeitet, jedoch enthielt die Lösung zusätzlich 3 Gew.-% Wasserstoffperoxid.
Die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle II dargestellt:
Tabelle II
Humanhaaren Verwendung finden kann, wurde Test 4 durchgeführt
Test 4 für Humansträhnenausfärbungen mit 2-Hydroxy-3-methöxy-benzaldehyd, verschiedenen Farbstoffvorprodukten in Gegenwart von Oxidationsmittel
Es wurde wie im Test 1 angegeben, gearbeitet, jedoch wurde die 2-Hydroxy-3-methoxy-benzaldehydkonzentration auf 1,0 Gew.-% eingestellt Der Wasserstoffperoxidgehalt betrug 3 Gew.-%.
Die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle IV dargestellt:
15
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Tabelle IV
Konzentration an
2-Hydroxy-3-methoxy-
benzaldehyd
Färbungsergebnis (in Anwesenheit eines Oxidationsmittels)
0,1 Gew.-%
0,2 Gew.-%
0,5 Gew.-%
1,0 Gew.-%
2>0 Gew.-%
5,0 Gew.-%
zart braun stärker braun stärker braun hellbraun hellmittelbraun mittelbraun;
25
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Wurde im Test 2 der 2-Hydroxy-3-Inethoxy-benzaldehyddurch
4-Hydroxy-3-methoxy-benzaldehyd, 2-Hydroxy-4-methoxy-benzaldehyd bzw. 2-Hydroxy-5-methoxy-benzaldehyd
ausgetauscht, so wurden ähnliche Färbungsergebnisse erhalten.
40
Test 3 für Humansträhnenf ärbungen mit
2-Hydroxy-3-ttlethoxy-benzaldehyd, 2-Aminophenöl und Wasserstoffperoxid
Es wurde wie im Test 1 angegeben, gearbeitet, jedoch enthielt die Lösung noch zusätzlich die nachfolgend in der Tabelle III angegebene Menge 2-Aminophenol sowie 3 Gew.-% Wasserstoffperoxid
Die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle III dargestellt:
Tabelle IH
45
Konzentration an Konzentration Färbuögsergebnis 2-Hydroxy-3-methoxv- an 2-Amino- (mit Oxidationsbenzaldehyd phenol mittel)
1%
Tcupfergoldbraun
Um den Nachweis zu führen, daß 2-Hydroxy-3-methoxy-benzaldehyd mit weiteren Farbstoffvorprodukten in Gegenwart von Oxidationsmitteln zum Färben von
65
Farbstoffvorprodukt Färbungs-
+ Wasserstoffperoxid + 2-Hydroxy- eigebnis
3-methoxy-benzaldehyd
2,5-Diaminotoluolsulfat gelbgrau
2,4-Diaminophenol-hydrochlorid hellbraun
2,4-Diaminoanisolsulfat gelb
1,2,4-Triamino-dihydrochlorid grüngrau
2-Hydroxy-l,4-naphthochinon hellbraun
2-Aminoresorcin-hydrochlorid goldbraun
8-Aminochinolin rotbraun
4-Amino-diphenylamin mittelblond
2-Aminophenol hellbraun
3-Aminophenol mittelbraun
4-Aminophenol rotbraun
Pyrogallol mittelbraun
35 Test 5 für Humansträhnenausfärbungen mit 4-Hydroxy-3-methoxy-benzaldehyd mit verschiedenen Farbstoffvorprodukten in Gegenwart eines Oxidationsmittels
Es wurde wie im Test 4 angegeben gearbeitet. Die erhaltenen Ergebnisse sind in der Tabelle V zusammengefaßt angegeben:
Tabelle V
Farbstoffvorprodukt Färbungs-
+4-Hydroxy-3-methoxy-benzaldehyd ergebnis
+ Wasserstoffperoxid
50 2,5-Diaminotoluolsulfat
2-Aminophenol
3-Aminophenol
4-Aminophenol
4-Aminodiphenylamin
grau
hellbraun
hellbraun
rotbraun
mittelblond
Test 6 für Humansträhnenausfärbungen mit 2-Hydroxy-4-methoxy-benzaldehyd mit verschiedenen Farbstoffvorprodukten in Gegenwart von Oxidationsmittel
Es wurde wie im Test 4 angegeben, gearbeitet, jedoch wurde die 2-Hydroxy-4-methoxy-benzaldehydkonzentration auf 1,0 Gew.-% eingestellt. Die Konzentration des Farbstoff Vorproduktes betrug jeweils IJO Gew.-%.
Die erzielten Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle VI wiedergegeben:
030123/446
TabelleVI
Farbstoffvorprodukt Färbungs-
+ Wasserstoffperoxid + 2-Hydroxy- ergebnis
4-methoxy-benzaldehyd
2,5-Diaminotoluolsulfat grau
2,4-Diaminotoluol hellbraun
2,4-Diaminoanisolsulfat mittelbraun
2-Aminophenol hellbraun
3-Aminophenol hellbraun
4-Aminophenol mittelbraun
Brenzkätechin hellbraun
Resorcin hellbraun
Pyrogallol gelbbraun
4-Aminodiphenylamin mittelblond
Test 7 für Humansträhnenausfärbungen mit 2-Hydroxy-3-methoxy-benzaldehyd bzw. i-Hydroxy-S-methoxy-
benzaldehyd im sauren Medium
Jeweils ein 2-Hydroxy-methoxy-benzaldehyd der vorgenannten Art wurde als l%ige Lösung in einem Gemisch aus 50 Gew.-°/o Wasser, 49 Gew.-% 2-Propanol und 1 Gew.-°/o Essigsäure (100%ig) gelöst und die Humanhaarsträhne wurde jeweils bei Raumtemperatur 30 Minuten lang damit behandelt Es wurden in jedem Falle gelb gefärbte Haarsträhnen erhalten.
Nachdem die erfindungsgemäß erzielbaren Effekte durch die vorstehenden Teste nachgewiesen worden sind, wird die Erfindung weiter durch die folgenden Beispiele verdeutlicht.
Beispiel 1
A Es wird eine Haarfärbecreme hergestellt. Ein Gemisch bestehend aus
Cetyl-Stearylalkohol-Gemisch Natriumlaurylsulfat
Wasser
27,00 g 11,40 g 11,60 g
wird zu einer Creme emulgiert und homogenisiert.
B In die erhaltene Creme werden eingearbeitet:
4-Hydroxy-3-methoxy-benzaldehyd 1,0 g
2-Aminophenol 1,0 g
2,5-DiaminololuolsuIfat 1,5 g
2-Propanol 15,00 g
Wasser 13,80 g
C In den nächsten Beschreibungsstufen werden in den vorstehend erhaltenen Ansatz
Kaliümmetabisulfit 0,50 g
Wasser 5,00 g
eingearbeitet.
D Dann wird
Ammoniumhydroxid (25°/oig) 6,00 g
eingearbeitet.
E Das Ganze wird mit Wasser auf 100,00 g
ergänzt und der pH-Wert auf 10,5 bis 11,0 eingestellt.
Die erhaltene Haarfärbecreme wird in Tuben abgefüllt.
F Die Haarfärbecreme wird mit wässeriger Wasserstoffperoxidlösung (6%ig) im Gewichtsverhältnisl : t gemischt und auf das zu 95% ergraute Haar aufgetragen.
Einwirkzeit bei 20° C: 30 Minuten. Die Haare werden dann gespült, schamponiert und getrocknet. Die Haare liegen dunkelbraun vor.
Beispiel 2
Es wird wie im Beispiel 1 angegeben, gearbeitet, jedoch werden verwendet:
A Cetyl-Stearylalkohol-Gemisch 27,00 g
Natriumlaurylsulfat 11,40 g
Wasser 11,60 g
B 2-Hydroxy-3-methoxy-benzaldehyd 1,00 g
2-Aminophenol 1,00 g
2,5-Diaminotoluol-sulfat 1,50 g
2-Propanol 15,00 g
Wasser 11,50 g
C Kaliümmetabisulfit 0,50 g
Wasser 5,00 g
D Ammoniumhydroxid (25%ig) 6,00 g
E Ergänzt mit Wasser auf 100,00 g
Der pH-Wert wird auf 10,5 bis 11,0 eingestellt. Die Haare liegen dunkelbraun nach der Behandlung vor.
Die Ausgangshaare lagen zu 95% ergraut vor.
Beispiel 3
A Cetyl-Stearylalkohol-Gemisch 27,00 g
Natriumlaurylsulfat 11,40 g
Wasser 11,60 g
B 2-Hydroxy-3-methoxy-benzaldehyd 1,0 g
2-Aminophenol 1,0 g
2-Propanol 15,00 g
Wasser . 14,50 g
C Kaliümmetabisulfit 0,50 g
Wasser 5,00 g
D Ammoniumhydroxid (25%ig) 6,00 g
ergänzt mit Wasser auf 100,00 g
Der pH-Wert wird auf 10,5 bis 11,0 eingestellt.
Die Haare liegen Kupfergold nach der Behandlung vor.
Die Ausgangshaare lagen hellblond vor.
B e i s ρ i e I 4
Es wird ein Tönungsfestiger gemäß dem folgenden Ansatz als flüssige Zubereitung hergestellt:
Isopropylalkohol 30,000 g Copolymerisation Vinylpyrrolidon
und Vinylacetat 2,000 g
Polyäthylenglycol MG 1400-1600 0,200 g
Laurylpyridiniumchlorid 0,200 g
Parfüm 0,300 g
Entsalztes Wasser 67,165 g
Basic Blue 99 (Color Index 56059) 0,025 g
Basic Red 22 (Color Index 11055) 0,010 g
2-Hydroxy-3-methoxy-benzaldehyd 0,100 g
100,000 g
Der pH-Wert wird auf 5,5 eingestellt.
Nach dem Schamponieren und Spülen des Haares werden dann 15 bis 20 ml des Tönungsfestigers auf das handtuchfeüchte Haar gegeben. Dann werden die
10
Haare — je nach gewünschter Frisur — auf Wasserwellwickler gerollt. Die Haare werden 30 Minuten unter der Trockenhaube getrocknet und danach frisiert.
Die Haare liegen dann mittelbraun getönt vor.
Beispiel 5
Es wird ein Tönungsmittel aus dem folgenden Ansatz hergestellt:
2-Hydroxy-5-methoxy-benzaldehyd 0,70 g
Basic Blue 99 (Color Index 56059) 0,20 g
Basic Brown 16 (Color Index 12250) 0,50 g
Basic Red 22 (Color Index 11055) 0,10 g
2-Propanol 10,00 g
Hydroxyäthylcellulose 1,00 g
Glycerin DAB 7 3,00 g
Monoäthanolamin 1,00 g
Kalilauge (51%ig) 2,00 g
Parfüm 0,30 g
Entsalztes Wasser 81,20 g
100,00 g
Der pH-Wert wird auf 8,0 bis 8,5 eingestellt.
Das vorstehende Tönungsmittel kann in bekannter Weise in Aerosoldosen unter Verwendung eines Treibmittels abgefüllt werden. Zum Gebrauch wird das Tönungsmittel auf die Haare gesprüht, wodurch diese rotbraun getönt werden.
30
15
20
Beispiel 6 0,70 g
0,20 g
Es wird ein Tönungsmittel aus dem folgenden Ansatz
hergestellt:
10,00 g
2-Hydroxy-4-methoxy-benzaldehyd 1,00 g
Basic Blue 99 (Color Index 56059) 3,00 g
2-Propanol 1,00 g
Hydroxyäthylcellulose : 2,00 g
Glycerin DAB 7 0,30 g
Monoäthanolamin 81,80 g
Kalilauge (51 %ig) 100,00 g
Parfüm
Entsalztes Wasser
Der pH-Wert wird auf 8,0 bis 8,5 eingestellt.
Das Tönungsmittel kann, wie im Beispiel 5 angegeben, abgefüllt und angewendet werden. Hierdurch werden die Haare grünblond getönt, so daß das Tönungsmittel als Antirotmittel wirkt.
Beispiel 7
Es wird ein Tönüngsmittel aus folgendem Ansatz hergestellt:
40
45
50
2-Hydroxy-5-methoxy-benzaldehyd 0,70 g
Basic Brown 16 (Color Index 12250) 0,50 g
Basic Blue 99 (Color Index 56059) 0,10 g
2-Propanol 10,00 g
Hydroxyäthylcellulose 1,00 g
Glycerin DAB 7 3,00 g
Monoäthanolamin 1,00 g
Kalilauge (51 °/oig) 2,00 g
Parfüm 0,30 g
Entsalztes Wasser 81,40 g
100,00 g
Der pH-Wert wird auf 8,0 bis 8,5 eingestellt
Das Tönungsmittel kann wie im Beispiel 5 angegeben, abgefüllt und angewendet werden. Die Haare liegen dann hellblond getönt vor.
In der DE-AS 11 06 925 ist ein Verfahren zum Färben von Humanhaaren beschrieben, bei dem ein Mittel verwendet wird, welches als Wirkstoff eine ortho-Dihydroxybenzolverbindung enthält, wobei als Wirkstoff dort Protocatechualdehyd bevorzugt wird (vgl. a.a.O. Sp. 2, Zeile 49—52, Sp. 5, Beispiel 6) und die Färbung durch Alkali- und bzw. oder Ammoniumperjodat und/oder Ammoniumpersulfat als Oxydationsmittel bewirkt wird. In der DE-AS 1106 925 wird die Verwendungsmöglichkeit von 2-Hydroxy-3-methoxybenzaldehyd, 2-Hydroxy-4-methoxy-benzaldehyd oder 2-Hydroxy-5-methoxy-benzaldehyd allein oder von 4-Hydroxy-3-methoxy-benzaldehyd, 2-Hydroxy-3-methoxy-benzaldehyd, 2-Hydroxy-4-methoxy-benzaldehyd sowie 2-Hydroxy-5-methoxy-benzaldehyd in Kombination mit einem Oxydationsmittel zur Erzielung von Färbungen auf Humanhaaren nicht vorbeschrieben und auch nicht nahegelegt.
Es ist überraschend, daß bei der vorliegenden Erfindung ohne Oxydationsmittel eine Gelbfärbung mit 2-Hydroxy-3-methoxy-benzaldehyd, 2-Hydroxy-4-methoxy-benzaldehyd und 2-Hydroxy-5-methoxy-benzaldehyd auf Humanhaaren erzeugt werden kann, während Protocatechualdehyd unter diesen Bedingungen keine Anfärbüng bewirkt. Noch überraschender ist es, daß Protocatechualdehyd in Anwesenheit von Oxydationsmitteln nur unter ganz speziellen Bedingungen (Oxydationsmittel und pH-Wert) rotbraune bzw. mittelbraune Haarfärbungen liefert; unter diesen für den Protocatechualdehyd erforderlichen Bedingungen können jedoch mit 4-Hydroxy-3-methoxy-benzaldehyd,
2-Hydroxy-3-methoxy-benzaldehy4
2-Hydroxy-4-methoxy-benzaldehyd bzw. 2-Hydroxy-5-methoxy-benzaldehyd keine braunen Haarfärbungen erzielt werden.
Die folgende Tabelle soll die überraschenden Ergebnisse der Vergleichsuntersuchungen verdeutlichen.
Vergleichsuntersuchungen durch Anfärbversuche an Humanhaaren zum Nachweis des erzielten technischen Fortschrittes unter Berücksichtigung der DE-AS 11 06 925
Nr. Konzentration Zusatz an Oxydationsmittel pH-Wert Wirkstoff gemäß Wirkstoff gemäß
. der Lösung Erfindung 2-Hydroxy- DE-AS 1106 925
in% 3-methoxy-benzaldehyd Protocatechualdehyd
D 1 ohne 4 gelb keine Anfarbung
2) 0,5 Natriumjodat 3%ig 4 gelb rotbraun
3) 1 ohne 10 gelb keine Anfärbüng
4) 0,5 Natriumjodat 3%ig 10 gelb keine Anfärbüng
Fortsetzung
Nr. Konzentration Zusatz an Oxydationsmittel pH-Wert Wirkstoff gemäß Wirkstoff gemäß
der Lösung Erfindung 2-Hydroxy- DE-AS 11 06 925
in % 3_-methoxy-benzaldehyd Protocatechualdehyd
5) 0,5 Ammoniumperoxi- _ 4 blaßgelb oder keine Anfarbüng
disulfat3%ig hellgelb
6) 0,5 Ammoniumperoxi- 10 dunkelgelb y mittelbraun
disulfat3%ig
7) 0,5 H2O2 3%ig • - 4 ■ * "gelb keine Anfärbung
8) 0,5 H2O2 3%ig 10 hellbraun keine Anfärbung
ORIGINAL INSPECTED

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Färben von Humanhaar unter Verwendung
a) eines in Lösung befindlichen Hydroxybenzaldehyds,
b) gegebenenfalls eines Oxydationsmittels,
c) gegebenenfalls eines für Haarfarbstoffe bekannten Farbstoff Vorproduktes, -
d) gegebenenfalls eines direktziehenden Farbstoffes und :
e) üblicher Zusätze,
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