DE2916784C2 - Elektrofotografisches Aufzeichnungsmaterial - Google Patents

Elektrofotografisches Aufzeichnungsmaterial

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Kiyoshi Yokohama Kanagawa Suzuki
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Description

Die Erfindung betrifft ein elektrofotografisches Aufzeichnungsmaterial der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art.
Ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Aufzeichnungsmaterials ist aus ^er DE-OS 27 10 808 bekannt. Dabei wird ein pulverförmiger Cadmiumsulfid-Fotoleiter durch Brennen einer Cadmiumsulfid-Substanz zusammen mit einem Dispergiermittel in einer sauerstoffhaltigen Atmosphäre bei einer Temperatur unterhalb der Schmelztemperatur der Substanz hergestellt Das wasserlösliche Dispergiermittel wird anschließend durch Waschen der gebrannten Substanz mit Wasser entfernt und die letztere getrocknet. Bei diesem Verfahren findet keine Substitution des Schwefelatoms durch Halogenatome selbst bei Verwendung von Halogeniden als Dispergiermittel statt Dadurch hat der aus der Substanz hergestellte pulverförmige Fotoleiter einen ausreichend großen Dunkelwiderstand, ohne daß ein zweites Brennen der Substanz erforderlich wäre. Die Vermeidung des zweiten Brennvorgangs stellt eine ausreichend geringe Teilchengröße der pulverförmigen Substanz sicher.
Ein elektrofotografisches Aufzeichnungsmaterial muß nicht nur die für das elektrofotografische Verfahren erforderlichen Eigenschaften, wie Lichtempfindlichkeit und elektrische sowie optische Eigenschaften haben, sondern auch diese Eigenschaften stabil beibehalten, wenn es unter unterschiedlichen Bedingungen benutzt wird. Trotzdem wird ein Aufzeichnungsmaterial, das einen Fotoleiter benutzt, der freie Ionen abgibt, durch Feuchtigkeit verschlechtert. Bei einem solchen Aufzeichnungsmaterial ist es nicht möglich, in den unbelichteten Bereichen des Ladungsbildes ein hohes elektrisches Potential und ein hohes Kontrastpo* tential zu erhalten, wenn das Ladungsbild in einer Atmosphäre mit hoher Luftfeuchtigkeit erzeugt wird.
Da ein solcher Fotoleiter gewöhnlich in einem Bindemittel dispergiert ist, um eine fotoleitfähige Schicht zu bilden, wurden verschiedene Verbesserungen beim Bindemittel versucht, um diese Verschlechterung durch Feuchtigkeit zu verhindern. So beschreibt z. B. die japanische Patentveröffentlichung 33 861/1975 die Verwendung eines wasserlöslichen Copolymers aus einem Itakonsäure-Monoalkylester, einem Itakonsäure-Dialkylester und einem besonderen Vinylmonomer als Bindemittel eines fotoleitfähigen Zinkoxids, um ein elektrofotografisches Aufzeichnungsmaterial zu erhalten, das eine geringere Verschlechterung zeigt, wenn es in einer Atmosphäre hoher Luftfeuchtigkeit benutzt wird. Auch die japanische Offenlegungsschrift 93 149/ 1975 beschreibt die Bildung einer ieuchtigkeitsdichten Schicht, die aus einem deionisationsbehandelten Material wie Polyvinylalkohol, Gelatine and Gummiarabicum über der Oberfläche einer fotoleitfähigen Schicht besteht, die auf einem Schichtträger vorgesehen ist, um ein elektrofotografisches Aufzeichnungsmaterial zu erhalten, das eine verbesserte Feuchtigkeitswiderstandsfähigkeit hat. Außerdem beschreibt die japanische Patentveröffentlichung 13 582/1976 die Benutzung eines isolierenden harzartigen Bindemittels, das eine Zusammensetzung aus alkyliertem Silicium und einem Mischharz, wie Phenolharz, Polyamidharz und Polyesterharz, hat, um ein Aufzeichnungsmaterial zu erhalten, das eine verbesserte Widerstandsfähigkeit gegenüber Feuchtigkeit hat. Obwohl jedoch die zuvor erwähnten Veröffentlichungen das Verhindern einer Verschlechterung durch Feuchtigkeit des Aufzeichnungsmaterials durch Verbessern seiner Widerstandsfähigkeit gegenüber Feuchtigkeit beschreiben, behandeln sie jedoch nicht das Verhindern einer Verschlechterung des Fotoleiters selbst durch Feuchtigkeit. Wenn die Widerstandsfähigkeit gegenüber Feuchtigkeit des Aufzeichnungsmaterials durch Verbessern des in der fotoleitfähigen Schicht benutzten Bindemittels Vergrößert wird, wie dieses zuvor beschrieben wurde, ergibt sich gewöhnlich eim; Ungleichmäßigkeit in dem entstehenden Bild.
Die japanische Patentveröffentlichung 33 740/1976 beschreibt ein Aufzeichnungsmaterial, das einen Fotoleiter benutz^ der mit Hilfe eines Ionentausch-Harzes
deionisationsbehandelt ist, um eine Verschlechterung durch Feuchtigkeit zu verhindern. Die in dieser Veröffentlichung beschriebene Deionisationsbehandlung wird jedoch durchgeführt, um restliche Ionen zu beseitigen, die in dem Fotoleiter enthalten sind, bevor der Fotoleiter in das Aufzeichnungsmaterial eingebracht wird. Diese Veröffentlichung zeigt daher nicht die Beseitigung von freien Ionen, die im Aufzeichnungsmaterial erzeugt werden, wenn dieses wiederholt benutzt wird.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein elektrofotografische«· Aufzeichnungsmaterial der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art so weiterzubilden, daß seine Widerstandsfähigkeit gegenüber einer Verschlechterung durch Feuchtigkeit verbessert ist
Bei einem Aufzeichnungsmaterial der genannten Art ist diese Aufgabe durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Bei dem erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterial wird die Verminderung des Potentials in den unbelichteten Bereichen des Ladungsbildes uud des Kontrastpotentials verhindert, das sonst bei seiner wiederholten Benutzung in einer Atmosphäre mit hoher Luftfeuchtigkeit auftreten würde.
Es wurde festgestellt, daß die Verschlechterung durch Feuchtigkeit durch das Hinzufügen einer besonderen Verbindung zu einer fotoleitfähigen Schicht verhindert werden kann. Die dabei verwendete Verbindung beseitigt nicht nur die freien Anionen, die ursprünglich in dem Fotoleiter enthalten sind, d. h. die restlichen Anionen, sondern auch die während der wiederholten Benutzung des Aufzeichnungsmaterials erzeugten freien Anionen, wodurch seine Verschlechterung durch Feuchtigkeit erheblich besser verhindert wird. Außerdem ist das mit dem erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterial erzeugte Bild frei von Unregelmäßigkeiten, die auftreten würden, wenn die Widerstandsfähigkeit gegenüber Feuchtigkeit durch Verbessern des in der fotoleitfähigen Schicht benutzten Bindemittels vergrößern wird.
Die fotoleitfähige Schicht auf dem Schichtträger des erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterials weist also einen Fotoleiter und eine wasserlösliche Verbindung auf, die mit von dem Fotoleiter freigegebenen freien Anionen reagiert, um ein unlösliches Salz zu erzeugen, und Aminen enihält, die eine I leinere äquivalente ionische Leitfähigkeit als die der freien Anionen habet..
Die Zeichnung zeigt eine graphische Darstellung der Verschlechterung durch Feuchtigkeit von unterschiedlichen Aufzeichnungsmii'erialien, wobei die Kurven (1), (2), (3), (4), (6), (7) und (8) die Verschlechterung durch Feuchtig'-eit von Aufzeichnungsmaterialien angeben, die eine fotoleitfähige Schicht haben, die Bariumacetat. Bleiacetat, Bariumaluminat, Strontiumacetat, Bariumdiphenylaminsulfonat, Bleiborat und Bariumkarbonat jeweils enthalten, und die Kurve (5) gibt die Verschlechterung eines Aufzeichnungsmaterials durch Feuchtigkeit an, die eine fotoleitfähige Schicht hat. der keine besondere Verbindung hinzugefügt ist.
Die Verschlechterung des Aufzeichnungsmaterials durch Feuchtigkeit, d. h. die Verminderung des elektrischen Widerstandes der fotoleitfähigen Schicht, ist durch freie ionen bedingt, die durch die Entmischung des Fotoleiters erzeugt werden, wenn das Aufzeichnungsmaterial mit absorbierter Feuchtigkeit einer Koronaaufladung hoher Spannung ausgesetzt wird Bei dem erfindungsgrmäßen Aufzeichnungsmaterial reagiert die in der fotoleitfähigen Schicht enthaltene wasserlösliche Verbindung bei Gegenwart von Feuchtigkeit mit den freien Anionen, die von dem Fotoleiter freigegeben sind, um ein unlösliches Salz zu bilden, und gibt gleichzeitig von der wasserlöslichen Verbindung gebildete Anionen ab, die eine geringere äquivalente ionische Leitfähigkeit als die der von dem Fotoleiter freigegebenen freien Anionen haben, wodurch die Verminderung des elektrischen Widerstandes der fotoleitfähigen Schicht vermindert wird.
ίο Als bei dem erfindungsgemäßen Aufzeichnungsmaterial zu verwendende Fotoleiter werden Sulfid-Fotoleiter, wie Cadmiumsulfid (CdS), Cadmiumsulfoselenid [Cd(S1Se)], Zinksulfid (ZnS), Zinksulfoselenid [Zn(S1Se)], Bleisulfid (PbS), benutzt.
Die bei dem Aufzeichnungsmaterial benutzte wasserlösliche Verbindung kann irgendeine wasserlösliche Verbindung sein, vorausgesetzt, daß die Verbindung mit den freien Anionen reagiert, die von dem Fotoleiter freigegeben sind, um ein unlösliches Salz zu erzeugen, und Anionen enthält, die eine geringere äquivalente ionische Leitfähigkeit als die der f.cien Anionen haben, die von dem Fotoleiter freigegebf^i werden. Die Löslichkeit in Wasser der wasserlöslichen Verbindung ist vorzugsweise nicht geringer als ein Gewichtsprozent, vorzugsweise nicht geringer als 10Gew.-%. Wenn die Löslichkeit im Wasser der wasserlöslichen Verbindung sehr gering ist, ist eine große Menge von dieser Verbindung erforderlich, um eine ausreichende Menge von Kationen zu erzeugen, die mit den freien Anionen reagieren können, die von dem Fotoleiter freigegeben werden, um ein unlösliches Salz zu erzeugen, so daß in diesem Fall die Verbindung die Fotoleitfähigkeit nachteilig beeinflußt, d. h. das sich ergebende Bild. Die äquivalente ionische Leitfähigkeit der in der wasserlöslichen Verbindung enthaltenen Anionen soll daher vorzugsweise so klein wie möglich sein. Allgemein ist die äquivalente ionische Leitfähigkeit von ihnen vorzugsweise nicht mehr als 0,7mal vorzugsweise nicht mehr als 0,55maI so groß wie die der von dem Fotoleiter freigegebenen Anionen.
Die Erfindung wird nachfolgend im einzelnen anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert, das einen Sulfid-Fotoleiter benutzt.
Bei Forschungen in Verbindung mit den Bestandteilen des Aufzeichnungsmaterials, wie dpin Fotoleiter und dem Bindemittel, wurde festgestellt, daß der elektrische Widerstand dieser Bestandteile durch absorbierte Feuchtigkeit vermindert wurde, wenn die Koronaaufladung wiederholt wurde. Insbesondere wurde festgestellt, daß eine sehr kleine Menge des Fotoleiters sich durch die in ihm absorbierte Feuchtigkeit entmischte, wenn die Koronaaufladung wiederholt wurde. Bei einem CdS-Fotoleiter werden z. B. Cd2+ und SO4 2 als Folt,e der Entmischung erzeugt. Es wird angenommen, daß CdS in Cd2 * und SO4 2~ durch die in ihm absorbierte Feuchtigkeit entmischt wird und O3 oder tin mechani sches Wärmeäquivalent durch die Koronaaufladung mit hoher Spannung erzeugt wird. Selbst wenn freie Ionen, wie Cd2* und SO4 2", die ursprünglich in dem CdS-Fotoleiter enthalten sind, und freie Ionen, wie Cu*. Cu2 + und Cl-, die außerdem als Aktivatoren enthalten sind, durch Waschen mit Wasser oder durch eine Deionisationsbehandlung mit Ionenaustauschharzen beseitigt werden, bevor der CdS'Fotoleiter in einem Harzbindemittel d:spergie.rt und auf einem Schichtträger aufgebracht wird, tritt die zuvor erwähnte Entmischung von CdS auf, wenn das Aufzeichnungsmaterial wiederholt in einer Atmosphäre hoher Luftfeuch-
tigkeit benutzt wird. Der elektrische Widerstand des Aufzeichnungsmaterials wird daher nach dessen wiederholter Verwendung gesenkt.
Bei der praktischen Anwendung des Aufzeichnungsmaterials dauert die Atmosphäre hoher Luftfeuchtigkeit gewöhnlich nicht sehr lange an, d. h. nicht für mehrere Tage. Außerdem kann das Absenken des elektrischen Widerstands entweder durch Erhöhen der Temperatur der Atmosphäre, in der das Aufzeichnungsmaterial benutzt wird, oder durch Trocknen des Aufzeichnungsmaterials verhindert werden, um die von ihm absorbierte Feuchtigkeit zu verdampfen und dissoziierte Cd2 + und SO4 2 -Ionen, als CdSo4 abzulagern. Solange jedoch CdSO4 im Aufzeichnungsmaterial enthalten ist, kann die Verschlechterung durch Feuchtigkeit grundsätzlich nicht verhindert werden. Das heißt, wenn das CdSO4 enthaltende Aufzeichnungsmaterial Feuchtigkeit absorbiert, wird CdSO4 in Cd2+ und SO4 2 dissoziiert, wodurch der elektrische Widersland sofort vermindert wird. Außerdem ist es unerwünscht, eine Trockeneinrichtung in einem elektrofotografischen Gerät im Hinblick auf die Abmessungen und die Herstellungskosten vorzusehen.
Bei dem Aufzeichnungsmaterial wird eine wasserlösliche Verbindung, wie Barium, Blei und Strontium, das mit SO42- reagiert, das von dem Sulfid-Fotoleiter freigegeben wird, um ein unlösliches Salz zu erzeugen, und Anionen enthält, die eine kleinere äquivalente ionische Leitfähigkeit als die von SO4 2~ (79 Ohm-' cm2/ äquivalent, 25°C) haben, zu dem Sulfid-Fotoleiler hinzugefügt, um SO4 2 als ein unlösliches Salz auszufällen, wodurch das SO4 2 , das freigegeben wird, wenn das Aufzeichnungsmaterial Feuchtigkeit absorbiert, daran gehindert wird, durch das Medium der Feuchtigkeit zu leiten, wodurch wiederum der elektrische Widerstand nicht vermindert wird.
Als die repräsentativen wasserlöslichen Verbindungen, die zu dem Sulfid-Fotoleiter hinzugefügt werden können, dienen Barium-, Blei- und Strontium-Karboxylat, wie Acetat, Propionat und Formiat sowie Bariumalu- -fo minat. Die zuvor erwähnten Bleiacetat, Bariumacetat. Bariumaluminat und Strontiumacetat sind alle bevorzugt.
Die Menge der dem Sulfid-Fotoleiter zugesetzten wasserlöslichen Verbindung wird den Umständen entsprechend festgelegt Gewöhnlich wird die Verbindung dem Sulfid-Fotoleiter in einer solchen Menge zugefügt, daß die Menge der Metallionen, die in der Verbindung enthalten ist, innerhalb des Bereichs von 10~6 bis 10~5g Ionen, vorzugsweise von 2 · 10~6 bis 7 · 10~6 g Ionen pro 1 g des Sulfid-Fotoleiters liegt
Die fotoleitfähige Schicht des Aufzeichnungsmaterials ist gewöhnlich aus einem Bindemittel und einem in diesem dispergierten Fotoleiter gebildet, die die wasserlösliche Verbindung in diesem enthält Verschiedene Harze, z.B. Vinylchloridharz, Vinylacetatharz, Vinylchlorid-Vinylacetatcopolymerharz, Acrylharz, Urethanharz, Polyesterharz, Epoxydharz, Melaminharz oder SHicionharz können als Bindemittel benutzt werden. Die Menge des harzförmigen Bindemittels liegt vorzugsweise innerhalb des Bereichs von 0,5 bis 50 Gewichtsteilen, vorzugsweise 5 bis 20 Gewichtsteilen pro 100 Gewichtsteilen des Fotoleiters, der die wasserlösliche Verbindung enthält Die fotoleitfähige Schicht kann auch nur aus dem Fotoleiter gebildet sein, der die wasserlösliche Verbindung enthält Eine solche fotokitfähige Schicht kann z. B. durch Elekiroablagerung gebildet werden.
Wenn das Aufzeichnungsmaterial eine isolierende Schicht enthält, können verschiedene herkömmliche Harze für die isolierende Schicht benutzt werden. Es können z. B. Polyäthylen, Polyester, Polypropylen, Polystyrol, Polyvinylchlorid, Polyvinylacetat, Acrylharz, Polycarbonat, Siliconharz, Fluorharz oder Epoxydharz benutzt werden. Die Dicke der isolierenden Schicht liegt Vorzugsweise in dem Bereich von 0,1 bis 100 μιη, vorzugsweise von 0,1 bis 50 Jim.
Der Schichtträger des Aufzeichnungsmaterials kann aus einer Metallplatte, wie Edelstahl, Kupfer, Aluminium und Zinn, Papier oder einer Harzfolie gefertigt werden. Der Schichtträger kann auch fortgelassen werden.
Die Dicke der fotoleitfähigen Schicht wird nach Maßgabe der Art des Fotoleiters sowie seiner Eigenschaften gewählt. Gewöhnlich liegt die Dicke der fotoleitfähigen Schicht vorzugsweise innerhalb des Bereichs von 5 bis 100 μιτι, vorzugsweise von 10 bis 50 um.
Anschließend wird die Erfindung anhand von verschiedenen Beispielen und Vergleichsbeispielen erläutert.
Beispiel 1
CdS-Pulver wurde in einen Trockenapparat gegeben, der eine Feuchtigkeit von 100% RF enthält, um das Pulver ».u befeuchten, und wurde dann 2000 wiederholten Koronaaufladungen und einer Befeuchtungsdauer von 16 Tagen ausgesetzt. Dann wurde das CdS-Pulver einem Elutionstest ausgesetzt und die Menge von aus dem CdS-Pulver dissoziierten SO4 2- gemessen. Der Elutionstest wurde ausgeführt, indem 20 g CdS-Pulver in 100 ml reines Wasser gegeben wurden, die Mischung mit einem Rührer 10 Minuten lang gerührt wurde, die Mischung gefiltert und die überstehende Flüssigkeit abgetrennt und schließlich das SO4 2- in der überstehenden Flüssigkeit gemessen. Als Ergebnis dieses Testes wurde festgestellt, daß SO4 2~-Ionen in der Größenordnung von etwa 1,56 ■ 10~6-Ionen/l g CdS dissoziiert waren.
Es wurde daher festgestellt, daß eine Verbindung zu dem CdS-Pulver zum Erzeugen eines unlöslichen Salzes in der Menge hinzugefügt werden muß, die der Menge des aus dem CdS-Pulver dissoziierten SO4 2- äquivalent ist, bevor es auf dem Schichtträger aufgebracht wurde, um ein Aufzeichnungsmaterial zu bilden, das ein Plus von 1,56 · 10-6-Ionen/l g CdS hat
Um die optimale Menge der hinzuzufügenden Verbindung zu bestimmen, wurde dann ein Test mit Bariumacetat durchgeführt Die Menge von Barp'niacetat wurde in der Menge von Bariumionen von 0, 1,83 · 10-6, 238 · 10-6, 3_63 . 10-6, 5,49 . 10-6, 6,40 · 10-6, 732 · 10-6 g Ionen pro 1 g CdS geändert und das Ergebnis abgeschätzt Die Abschätzung wurde in Ausdrücken der Verschlechterung mit wiederholten Auflade- und Befeuchtungszeiten vorgenommen, wobei das anfängliche Kontrastpotential (Vco) des Aufzeichnungsmaterialii zuerst gemessen -wurde, es dann in einem Trockenapparat mit 100% RF Luftfeuchtigkeit befeuchtet und einer wiederholten Koronaaufladung während 5 Tagen mit einer Aufladehäufigkeit von 200mal pro Tag ausgesetzt, sodann das Kontrastpotential (Vc) erneut gemessen und schließlich das Verhältnis der beiden Potentiale Vc/Vco zur Abschätzung in Einheiisn von 0Zs benutzt wurde. Die so erhaltenen Ergebnisse sind in Tabelle 1 gezeigt:
Tabelle I
llitmigefiigte Menge
Gramm Ionen
I g CdS
Ahschälzung der VersclileclHoriinu
IO
10
O χ
1.83 χ
2.38 χ ftf
3.63 χ IO
5.49 χ 10
6.40
7.3:
10
IO
700 224 32
704 394 56
705 508 72
720 634 88
700 518 74
6SO 500 74
400 :fix
Wie in der Tabelle 1 gezeigt ist, ist der Bereich von 238 bis 6.40-10 6g Ionen/lg CdS der optimale Bereich. Die unlere Grenze dieses Bereiches ist größer als die 1,56 ■ 10 6g Ionen/1 g CdS, die aufgrund des SO4' Ionen-Bestandteils ermittelt wurden, der ursprünglich in dem CdS-Fuiver enthalten ist, und die Wahrscheinlichkeit einer Ionenberührung von einem SO4 2~-Ion und einem Ba2*-Ion. Wenn die hinzugefügte Menge der Verbindung unter der unteren Grenze liegt, wird der Kontrast zu stark vermindert. Wenn die hinzugefügte Menge der Verbindung über der oberen Grenze liegt, wird der Widerstand des Fotoleiters vermindert und die Bilddichte ist von Beginn an ungenügend.
Die Verbindung wurde dem CdS hinzugefügt, indem zuerst die Verbindung in reinem Wasser aufgelöst wurde und die Lösung in das CdS-Pulver hineingegeben und nat diesem verrührt wurde. Danach wurde die CdS-Aufschlemmung, die Ba2* -Ionen enthält, getrocknet, um einen Fotoleiter zu erhalten. Die Verbindung wurde zuerst im Wasser aufgelöst, um diese in dem CdS gut zu verteilen.
Das so erhaltene Fotoleiter-Pulver wurde mit Acrylharz, Alkidharz, Vinylharz, Siliconharz, Polyesterharz oder Urethanharz gemischt und in diesen mit einer Kugelmühle dispergiert und auf einen Schichtträger mit einem Messerbeschichter, Rollenbeschichter oder Fließbeschichter aufgebracht und getrocknet, um das Aufzeichnungsmaterial zu erhalten. Außerdem kann auf dem Fotoleiter, falls erforderlich, eine isolierende Schicht aufgebracht werden. Das so erhaltene Aufzeichnungsmaterial hatte eine hohe Qualität von Bildschärfe. Gleichmäßigkeit der Bilddichte in den nicht belichteten Bereichen und eine hohe Lebensdauer für eine wiederholte Verwendung. Außerdem hat es eine ausgezeichnete Widerstandsfähigkeit gegenüber Feuchtigkeit Bei diesem Beispiel war eine Verbindung mit einer niedrigen Löslichkeit in Wasser oder enthaltenen Anionen mit einer äquivalenten Ionenleitfähigkeit, die die gleiche oder höher als die der von dem Fotoleiter freigegebenen SO4 2--Ionen war, wie BaBr2. BaCO3. BaCl2. Pb(BO2)2H2O. Pb(COj)2 ■ Pb(OH)2. Sr(NO3)2. SrF2, SrSO4 · H;.O nicht in der Lage, das Aufzeichnungsmaterial zu verbessern.
Beispiel 2
In 100 g von CdS-Fotoleiter, der mit Cu aktiviert ist. in dem eine Menge von SO.»2- mit Z08 ■ 10"6g Ionen/1 g CdS dissoziiert sind, wurde in eine Wasserlösungvon 0.099 gaus Bariumacetat[Ba(CH3COO)2 ■ H2O] (äquivalent zu 3,65 - 10~6g Ionen/1 g CdS aus SO42-) gegeben und mit einem Rührer während 30 Minuten mit 120 Umdrehungen/mm gerührt und dann getrocknet, um einen Fotoleiter τα erhalten Der auf diese Weise
erhaltene Fotoleiter wurde mit der Stärke von etwa 40 pirn mit Hilfe von Polyvinylharz auf einen Schichtträger aufgebracht und eine isolierende Schicht aus Polyesterfilm mit einer Dicke von 25 μπι wurde auf ihm vorgesehen, um das Aufzeichnungsmaterial zu bilden. Dieses wurde dann einem elektrofotografischen Verfahren ausgesetzt, das aus einer ersten Gleichspannungsaufladung, einer zweiten Wechselspannungsaufladung und einer gleichzeitigen bÜdmäßigen Belichtung Und einer Totalbelichtung besteht. Wie in der Tabelle 2 und in der Zeichnung durch die Kurve (1) gezeigt ist, wurde das Kontrastpotentiai und die Widerstandsfähigkeit gegenüber Feuchtigkeit verbessert Die Bildqualität war ebenfalls gut als Ergebnis eines Bildqualitätstestes.
Tabelle 2 Anrangskontrasl
wasserlösliche Verbindung (I )
iu — 720
(I) Bariimnieelal 680
(2) BlciacclaC 650
(3) Bariuinaluminat 640
(4) Stronliumucclul 700
25 (5) keine 500
(6) Bariiimdiphcnylaminsulfonat 560
(7) Bleiboral 660
(8l Biiriimikiirhnniit
Beispiel 3
0,137 g Bleiacetat [Pb(CH3COO)2 · 3 H2O] wurde 100 g des gleichen CdS-Fotoleiters wie beim Beispiel 1 in der gleichen Weise und unter den gleichen Bedingungen wie beim Beispiel 1 hinzugefügt. Das Ergebnis war gut, wie dieses in der Tabelle 2 bei (2) und in der Zeichnung durch die Kurve (2) gezeigt ist.
Beispiel 4
0,0920 g Bariumaluminat (BaAl2O4) wurde 100 g des gleichen CdS-FotoIeilers wie beim Beispiel 2 und in der gleichen Weise wie beim Beispiel 2 hinzugefügt. Das Ergebnis war gut, wie dieses in der Tabelle 2 bei (3) und in der Zeichnung durch die Kurve (3) gezeigt ist
Beispiel 5
0,0752 g Strontiumacetat Sr(CH3COO)2 - V2 H2O wurde zu 100 g des gleichen CdS-Fotoleiters wie beim Beispiel 2 und in der gleichen Weise wie beim Beispiel 2 hinzugefügt Das Ergebnis war gut wie dieses in der Tabelle 2 bei (4) und in der Zeichnung der Kurve (4) gezeigt ist
Beispiel 6
0,150 g Bleiacetat [(CH3COO)2Pb - 3 H2O] wurde zu 100 g des gleichen CdS-Fotoleiters wie beim Beispiel 1 und in der gleichen Weise wie beim Beispiel 1 hinzugefügt
Der so erhaltene Fotoleiter wurde mit Hilfe eines Bindemittels, das aus einer vielwertigen Isocyanatverbindung und Polyolharz besteht in ein Aufzeichnungsmaterial eingebracht Dieses wurde einem elektrofotografischen Verfahren, bestehend aus einer negativen Koronaaufladung und einer bildmäßigen Belichtung ausgesetzt Es ergab sich ein Bild hoher Qualität mit dem Kontrastpotential von 450 V. Nach fünf Tagen einer Befeuchtung und iOömaiigem Aufladen betrug die Abschätzung des Kontrastes 75%, was erheblich höher
als die 30% des Aufzeichnungsmaterials mit dem herkömmlichen, nicht behandelten CdS ist.
Vergleichsbeispiel 1
100 g des gleichen CdS-Fololeiters wie beim Beispiel 2 wurden in reines Wasser gegeben und in der gleichen W«ise wie im Beispiel 2 behandelt, ohne daß irgendein Zusatz hinzugefügt wurde. Als Ergebnis wurde, obwohl das Anfangspotential gut war, wie dieses in der Tabelle 2 bei (5) gezeigt ist, eine Verschlechterung auf bis zu 33% nach 5 Tagen Befeuchtung und 600maligem Aufladen beobachtet, wie dieses in der leichnung durch die Kurve (5) gezeigt ist.
Vergleichsbeispiel 2
0,231 g Bariumdiphenylaminsulfonat
[(C6H5NHC6H4SOOjBa]
wurde zu lÖOg des gleichen CdS-Fotoleiters wie beim fieis^iel 2 und in der 17IeIGhCn Weise wie bsim Rßisniel 2 hinzugefügt. Obwohl die Widerstandsfähigkeit gegen-•ber Feuchtigkeit gut war, war der Anfangskontrast ■ribefriedigend, wie dieses in der Tabelle 2 bei (6) Und in 4tr Zeichnung durch die Kurve (6) gezeigt ist.
Vergleichsbeispiel 3
Eine Suspension aus reinem Wasser und 0,0938 g von lleiborat [Tb(BO2^H2O] wurde zu 100 g des gleichen CdS-Fotoleiters wie beim Beispiel 2 hinzugegeben und es wurde ein Aufzeichnungsmaterial ähnlich dem Beispiel 2 erhalten. Der Anfangskontrast war niedrig und die Widerslandsfähigkeit gegenüber Feuchtigkeit ; ebenfalls niedrig, wie dieses in der Tabelle 2 bei (7) und in der Zeichnung durch die Kurve (7) gezeigt ist.
Vergleichsbeispiel 4
Eine Suspension von 0,0691 g Bariumkarbonat ίο (BaCOj) in reinem Wasser wurde 100 g des gleichen CdS-Fotoleiters wie beim Beispiel 2 und in der gleichen Weise wie beim Beispiel 1 hinzugefügt. Der Anfangskontrast war gut, wie dieses in der Tabelle 2 bei (8) gezeigt ist, die Widerstandsfähigkeit gegenüber Feuchtigkeit war niedrig", wie dieses in der Zeichnung durch die Kurve (8) gezeigt ist. Außerdem war das erhaltene Bild in seiner Qualität schlecht mit erheblicher Ungleichheit in der Dichte.
Vergleichsbeispiel 5
Ein Aufzeichnungsmaterial wurde nach Maßgabe eines herkömmlichen Verfahrens unter Benutzung von Styrolharz hergestellt, das eine kleinere Anzahl von hydrophilen Funktionellgruppen hat, und zeigte eine gute Widerstandsfähigkeit gegenüber Feuchtigkeit, jedoch die Ungleichheit in der Dichte war in den nicht belichteten Bereichen sehr groß.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (8)

Patentansprüche:
1. Elektrofotografisches Aufzeichnungsmaterial mit einer fotoleitfähigen Schicht mit einem Sulfid-Fotoleiter, dadurch gekennzeichnet, daß die fotoleitfähige Schicht ferner eine wasserlösliche Verbindung enthält, die freie, von dem Fotoleiter freigegebene Sulfationen abfängt unter Bildung eines unlöslichen Salzes und die Anionen enthält, die eine geringere äquivalente ionische Leitfähigkeit als Sulfationen haben.
2. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die äquivalente ionische Leitfähigkeit der in der wasserlöslichen Verbindung enthaltenen Anionen nicht größer als 0,7maI so groß wie die der Sulfationen ist.
3. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die äquivalente ionische Leitfähigkeit der in der wasserlöslichen Verbindung enthaltenen Anionen nicht größer als 0,55mal so groß wie die der Sulfationen ist
4. Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der
25 Sulfid-Fotoleiter mindestens Cadmiumsulfid, Cadmiumsulfoselenid, Zinksulfid, Zinksulfoselenid oder Bleisulfid bestehenden Gruppe ausgewählt ist
5. Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die wasserlösliche Verbindung mindestens Bauum-Aluminat sowie Barium-, Blei- oder Strontium-Karboxylat ist
6. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Carboxylat ein Acetat ist
7. Aufzeichnungsmaterial nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge der wasserlöslichen Verbindung so gewählt ist, daß die in ihr enthaltene Menge an Metallionen innerhalb des Bereichs von 10~6 bis 10-5 g Ionen pro 1 g des Sulfid-Fotoleiters liegt
8. Aufzeichnungsmaterial nach Anspruch 7. dadurch gekennzeichnet, daß der Bereich 2 ■ 10~6 bis 7 · 10"6g Ionen umfaßt.
DE2916784A 1978-04-27 1979-04-25 Elektrofotografisches Aufzeichnungsmaterial Expired DE2916784C2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP5061978A JPS54141643A (en) 1978-04-27 1978-04-27 Electrophotographic photoreceptor

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