DE291328C - - Google Patents

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DE291328C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61NELECTROTHERAPY; MAGNETOTHERAPY; RADIATION THERAPY; ULTRASOUND THERAPY
    • A61N1/00Electrotherapy; Circuits therefor
    • A61N1/40Applying electric fields by inductive or capacitive coupling ; Applying radio-frequency signals

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Nuclear Medicine, Radiotherapy & Molecular Imaging (AREA)
  • Radiology & Medical Imaging (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
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  • Magnetic Treatment Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- ΛΙ 291328 KLASSE 30/. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. Februar 1914 abs
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Erzeugung schneller elektrischer Schwingungen für ärztliche Zwecke, welche, ' wie beispielsweise die den Zwecken der Heilkunde dienenden Einrichtungen zur Wärmeerzeugung mittels hochfrequenter Ströme, dem Dauerbetrieb mit stark wechselnder Belastung ausgesetzt sind oder gar häufig auch eine Zeitlang ganz unbelastet arbeiten müssen.
ίο Solche Einrichtungen weisen einen in der Regel durch elektrische Entladungen in Schwingungen versetzten primären Schwingungskreis (den Erregerkreis) auf, dessen Schwingungen entweder unmittelbar oder durch Vermittlung eines zwischengeschalteten geschlossenen Schwingungskreises auf denjenigen Schwingungskreis übertragen werden, in welchem oder von welchem aus die Energieentnahme durch den Körper des Patienten stattfindet. Arbeiten solche Einrichtungen unbelastet (ohne Energieentnahme aus dem Verbrauchskreis), ist also ihr Erregerkreis von der durch die Energieentnahme herbeigeführten Dämpfung frei, so steigt die Stromstärke in dem Erregerkreis und, wenn ein Zwischenkreis vorhanden ist, auch ·— und besonders — in diesem leicht so an, daß die gegen Erwärmung empfindlichen Teile der Stromkreise, vor allem die Kondensatoren, Schäden nehmen können.
Dieser Übelstand ist gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß eine Dämpfungsvorrichtung für den Erregerkreis vorgesehen ist, deren Wirkung selbsttätig mit abnehmender Belastung der ganzen Einrichtung wächst und mit wachsender Belastung der Einrichtung abnimmt, also in unbelastetem Zustande der Einrichtung am größten ist. ;
Zur Herbeiführung der zusätzlichen Dämpfung eignen sich besonders gut Widerstände aus ferromagnetischem Stoff (wie sie. übrigens in anderem Zusammenhang, als Vorschaltwiderstand in den Speiseleitungen der Entladungsstrecke, bei Einrichtungen zur Erzeugung elektrischer Schwingungen auch bereits angewandt worden sind) infolge des schnellen Anwachsens ihres wirksamen elektrischen Leitungswiderstandes mit der auf sie wirkenden Klemmenspannung; dieses Anwachsen wird durch die bei ihnen besonders ausgeprägte ungleichförmige Stromverteilung verstärkt.
Als beispielsweise Ausführungsformen der Erfindung sind zwei Schaltungsanordnungen der neuen Einrichtung in der Zeichnung schematisch dargestellt. In beiden Fällen weist die Einrichtung drei Schwingungskreise auf, den Erregerkreis I mit seiner von einer geeigneten Stromquelle gespeisten Entladungsstrecke a, den die Energieverbraucher, d. i. den oder die zu behandelnden Patienten enthaltenden Verbrauchskreis III und den sowohl mit I als auch mit III magnetisch gekoppelten Zwischenkreis II.
In der Schaltung nach Fig. 1 ist der Primärwicklung b des Hochfrequenztransformators c oder einem Teil derselben ein Widerstand d aus ferromagnetischem Material parallel geschaltet. Findet im Kreis III Energieentnahme statt, so ist die Spannung an der Primärwicklung b und somit an dem Widerstand d und infolgedessen auch der Ener-
gieverbrauch in dem Widerstand d verhältnismäßig gering; der Wirkungsgrad der ganzen Einrichtung wird, wie das Experiment bestätigt, durch die Anwesenheit des Widerstandes d nur wenig beeinflußt. Ist jedoch der Verbrauchskreis III offen, arbeitet also die Einrichtung unbelastet (ohne Energieentnahme), so ist der Widerstand d entsprechend der größeren an der Wicklung b und somit auch
ίο an ihm (d) herrschenden Klemmenspannung verhältnismäßig viel größer als im früheren Falle und verbraucht daher diejenige Leistung völlig oder doch zum größten Teil, die, wenn er nicht vorhanden wäre, in Form von Wärme in den Apparaten, insbesondere den Kondensatoren der Kreise I und II auftreten und diese gefährden würde. Infolge der Anwesenheit des Widerstandes d ist bei offenem Kreis III der Kreis II fast völlig vor der Einwirkung der im Erregerkreis erzeugten Schwingungen geschützt (geschirmt); es findet zwischen den Kreisen I und II fast gar kein Energieaustausch statt. Die aus der unbenutzten Schwingungsenergiemenge entstehende Wärmemenge wird, statt wie bisher in den Kondensatoren und sonstigen empfindlichen Stromkreisteilen, in dem leicht gegen Wärmezufuhr widerstandsfähig herzustellenden Widerstand d verbraucht.
Statt den Widerstand d unmittelbar der Wicklung b oder einem Teil derselben parallel zu schalten, kann man ihn auch, ohne an der Wirkung Wesentliches zu ändern, induktiv mit b koppeln, wie dies in Fig. 2 dargestellt ist. Auch kann man den den Widerstand enthaltenden Schwingungskreis in Fig. 2 ganz aus ferromagnetischem Stoff, also beispielsweise aus einem Eisendrahtring herstellen.
Ein anderes Mittel zur Erzeugung der mit der Energieentnahme veränderlichen zusätzlichen Dämpfung des Erregerkreises besteht darin, daß mit der zur Einstellung der Größe der Energieentnahme aus der Einrichtung dienenden Vorrichtung mechanisch zwangläufig eine Vorrichtung verbunden ist, welche den Betrag der im Erregerkreis wirksamen Dämpfung in der jeweils gewünschten Weise bemißt. Dies kann beispielsweise durch einen einen geschlossenen Schwingungskreis darstellenden geeigneten Widerstand bewerkstelligt werden, dessen Koppelung mit dem Erregerkreis selbst oder gegebenenfalls dem Zwischenkreis dadurch verändert wird, daß er "mit dem die Energieentnahme bemessenden Gerät fest verbunden, mit diesem mitbewegt und dem betreffenden Schwingungskreis der Einrichtung um so mehr genähert wird, je geringer die Energieentnahme aus der Einrichtung ist.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Einrichtung zur Erzeugung schneller elektrischer Schwingungen für ärztliche Zwecke mit Schutz ihrer Schwingungskreise vor schädlicher Erwärmung bei geringer oder fehlender Energieentnahme, gekennzeichnet durch eine ihren wirksamen Widerstand unter dem Einfluß elektrischer Ströme und Spannungen selbsttätig ändernde Dämpfungsvorrichtung für den Ersegerkreis, deren Wirkung mit abnehmender Energieentnahme wächst und mit wachsender Energieentnahme abnimmt.
2. Einrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch einen oder mehrere Widerstände aus ferromagnetischen Stoffen, die zum Erregerkreis in Parallel- oder dieser bezüglich des Änderungssinnes der Dämpfungswirkung gleichwertiger Schaltung gelegt sind.
3. Emrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das die zusätzliche Dämpfung erzeugende Gerät mit der dem Erregerkreis angehörenden Hochfrequenztransformatorwicklung gekoppelt ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit der zur Einstellung der Größe der Energieentnahme dienenden Vorrichtung mechanisch zwangläufig eine Vorrichtung verbunden ist, welche die im Erregerkreis wirksame zusätzliche Dämpfung auf den jeweils erwünschten Betrag einstellt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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