DE2909367C2 - Dispersions-Bildaufzeichnungsmaterial - Google Patents

Dispersions-Bildaufzeichnungsmaterial

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DE2909367C2
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Description

Die Erfindung betrifft ein Dispersions-Bildaufzsichnungsmaterial, enthaltend einen Schichtträger und eine Zinn enthaltende Aufzeichnungsschicht, das aufgrund seiner geringen Toxizität eine hohe Sicherheit gewährleistet und ferner eine hervorragende Gradation und hohe Empfindlichkeit aufweist.
In den JA-OS 19 303/1973 (= GB-PS 14 02760) und 59 626/1976 sind Bildaufzeichnungsmaterialien beschrieben, welche z. B. folgende Aufbau- und Anwendungsmerkmale aufweisen:
1) das Bildaufzeichnungsmaterial umfaßt einen Schichtträger und eine darauf abgeschiedene Dispersions-Bildaufzeichnungsschicht, die aus einem Metall mit relativ niedrigem Schmelzpunkt (wie Tellur, Wismut oder Zinn) besteht;
2) das Bildaufzeichnungsmaterial wird mit dem energiereichen Licht einer Xenonblitzlampe oder dgl. belichtet;
3) wenn die metallische B ildaufzeichnungsschicht eine oberhalb eines bestimmten kritischen Schwellenwerts liegende Energiemenge absorbiert, schmilzt die Metallschicht in den der Energie ausgesetzten Bereichen;
4) die geschmolzene Metallschicht erfährt aufgrund ihrer Oberflächenspannung eine Kontraktion und wird zu winzigen Kügelchen verteilt oder dispergiert;
5) die optische Dichte der metallischen Bildaufzeichnungsschicht vermindert sich in jenen Bereichen, in denen die Schicht geschmolzen und verteilt worden ist; und
6) aufgrund dieser Vorgänge erscheinen in der Bildaufzeichnungsschicht Unterschiede, hinsichtlich der optischen Dichte zwischen den der Energie ausgesetzten und den der bnergie nicht ausgesetzten Bereichen, wodurch ein Bild entsteht.
Der Ausdruck »Dispersion« bzw. »Dispergierung« bezeichnet die Erscheinung, daß ein zusammenhängender, dünner fester Film aus einem Material unzusammenhängend wird, wenn bei einer Energieanwendung die im Material absorbierte Energiemenge einen bestimmten kritischen Schwellenwert überschreitet.
ίο Der Ausdruck »Dispersions-Bildaufzeichnungsschicht« bezieht sich daher auf eine Schicht, die aus einem Material besteht, welches dazu imstande ist, die vorstehend definierte »Dispergierung« (oder Verteilung) zustande zu bringen.
Das vorgenannte Bildaufzeichnungsmaterial kennzeichnet sich dadurch, daß auf ihm nach einem Trokkenprozeß selbst in einem hellen Raum ohne die herkömmlichen Entwicklungs- und Fixierstufen ein Bild aufgezeichnet werden kann. Aufgrund seiner vorgenannten Eigenschaften kann das Bildaufzeichnungsmateriai als Mikrofilm verwendet werden. Da das Bildaufzeichnungsmaterial die bei herkömmlichen Bildaufzeichnungsmaterialien schwer erzielbare Fähigkeit zur »Erweiterung« (add-on) und »Anmerkung« (annotation) (d. h. die Fähigkeit zur Aufzeichnung eines zusätzlichen Bildes auf den Nicht-Bildbereichen des Biidaufzeichnungsmaterials) aufweist, eignet es sich für den »aktiven Einsatz« des Mikrofilms. Dies bedeutet, daß der Mikrofilm außer für die Informationsspeicherung wirksam hinsichtlich der darauf aufgezeichneten Information verwendet und beispielsweise zur Erleichterung der Informations-Wiedergewinnung klassifiziert wird.
Das für die Dispersions-^ildaufzeichnungsschicht des Biidaufzeichnungsmaterials verwendete Material neigt jedoch häufig dazu, bei der Einwirkung hoher Energie teilweise zu verdampfen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn man für die Dispersions-Bildaufzeichnungsschicht ein Metall mit hohem Dampfdruck verwendet. In diesem Falle verursacht das Bildaufzeichnungsmaterial beim praktischen Gebrauch schwerwiegende Probleme, wie eine Gefänriichkeit aufgrund der Toxizität des Metalls, Fleckenbildung und Umweltverschmutzung.
Bildaufzeichnungsmaterialien sollen ein hervorragendes Auflösungsvermögen besitzen und bei Verwendung auf dem Mikrofilmgebiet eine Gradation aufweisen. Außerdem sollen die Bildaufzeichnungsmaterialien vom Standpunkt der Kosten beim praktischen Gebrauch und im Hinblick auf die Funktionsfähigkeit und Lebensdauer der Bildaufzeichnungsvorrichtung eine hohe Empfindlichkeit besitzen.
Unter diesen Gesichtspunkten betrachtet, haben typische Metalle für die Dispersions-Aufzeichnungsschicht eines Biidaufzeichnungsmaterials folgende Merkmale: Tellur ist wegen seiner Toxizität nachteilig und ergibt nur eine geringe Empfindlichkeit und ungenügende Auflösung sowie nahezu keine Gradation. Wismut hat einen relativ hohen Dampfdruck und ergibt keine Gradation und nur eine unzureichende Auflösung, obwohl es eine hohe Empfindlichkeit erzeugt. Zinn hat den Vorteil einer geringen Toxizität, ergibt jedoch keine Gradation und eine nur geringe Empfindlichkeit.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Bildaufzeichnungsmaterial mit einer Dispersions-Aufzeichnungsschicht zur Verfugung zu stellen, welche bezüglich der Toxizität eine hohe Sicherheit gewährleistet und eine
' hervorragende Gradation und hohe Empfinolichkeii i aufweist.
Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Dispersions- % Bildaufzeichnungsmaterial, enthaltend einen Schicht· V; träger und eine Zinn enthaltende Aüfzeichnungs- " schicht und zwischen dem Schichtträger und dPr Zinn enthaltenden Aufzeichnungsschicht eine Zwischenschicht, das dadurch gekennzeichnet ist, daß die Zwi schenschicht mindestens 70 Gew.-% Palladium, Gold, i Germanium oder Kombinationen davon enthält und • eine Dicke von 0,5 nm bis 20 nm aufweist, und daß die ! auf der Zwischenschicht ausgebildete Aufzeichnungs- ": schicht mindestens 50 Gew.-% Zinn enthält.
Die Zwischenschicht modifiziert die Schichtstruktur ,,. der Aufzeichnungsschicht und trägt dadurch zur Ver- ; besserung der Gradation und Empfindlichkeit letzterer ε Schicht bei. Wie nachstehend näher erläutert wird, I besteht der Zweck der Zwischenschicht in der Modififi_ zierung der Schichtstruktur der Aufzeichnungsschicht. iIl Die Zwischenschicht muß daher vor der Aufbringung If der Aufzeichnungsschicht auf den Schichtträger auf-I gebracht werden; die Zwischenschiebt kennzeichnet I sich dadurch, daß ihre Dicke etwa 1/80 bis etwa 1/5 der I Dicke der Aufzeichnungsschicht betragen kann.
;( Die verbesserte Empfindlichkeit eines Dispersions-I Bildaufzeichnungsmaterials mit dem vorgenannten I erfindungsgemäßen Aufbau kann auf das Vorhanden-I sein einer Spannung in der inneren Struktur der Auf-ί zeichnungsEchicht zurückzuführen sein, und die < Ursache für die verbesserte Gradation kann in der Un-I gleichmäßigkeit der Verteilung einer solchen Spannung J'L bestehen.
Die Erfindung wird nachfolgend u. a. unter Bezugnahme auf die F i g. 1 und 2, welche mit einem Rasterelektronenmikroskop bei 36 OOOfacher Vergrößerung aufgenomsne Mikrophotographien darstellen, näher erläutert.
F i g. 1 zeigt eine im Vakuum unmittelbar auf eine Polyesterfolie gemäß Vergleichsbeispiel 1 aufgedampfte Zinnschicht, auf die jedoch keine Schutz-Schicht aufgebracht ist.
F i g. 2 zeigt eine im Vakuum auf eine Palladiumzwischenschicht, die ebenfalls im Vakuum auf eine Polyesterfolie aufgedampft wurde, gemäß Beispiel 1 aufgedampfte Zinnschicht, welche jedoch keine Schutz- « schicht aufweist. Diese Schichtstruktur entspricht der vorliegenden Erfindung.
V/enn man die beiden Figuren miteinander vergleicht, erkennt man den ausgeprägten Körnungsunterschied zwischen der keine Zwischenschicht aufweisenden Zinnschicht und der a^f eine Palladiumzwischenschicht aufgebrachten Zinnschicht. F i g. 1 zeigt, daß die keine Zwischenschicht aufweisende Zinnschicht eine dichte Ansammlung von Körnern mit relativ ein- || heitlicher Größe darstellt und eine relativ gleichmäßige I Oberfläche aufweist. Andererseits zeigt F i g. 2, daß die ψ über einer Paiiadiumzwischenschicht befindliche Zinnj| Schicht eine Ansammlung von großen und kleinen, relall tiv weit voneinander befindlichen Körnern darstellt und p. eine ungleichmäßige Oberfläche besitzt. Eine derartige w ^modifizierte Schichtstruktur wie jene von F i g. 2 wird !auch bei Zinnschichten festgestellt, welche auf eine ^Germanium- oder eine Goldzwischenschicht anstelle jj: der Paladiumzwischenschicht abgeschieden sind. Die \i Abwandlung der Schichtstruktur der Aufzeichnungs- !•schicht durch Anbrngen der Zwischenschicht ist ver- ψ. mutlich auf die teilweise Lockerung der Spannung in f, der inneren Struktur der Aufzeichnungsschicht, welche Spannung zur Verbesserung der Empfindlichkeit dienen kann, zurückzuführen. Die Ungleichmäßigkeit der Kornstruktur bzw. Körnung der Aufzeichnungsschicht bewirkt, daß die teilweise Lockerung der Spannung in der inneren Struktur ungleichmäßig erfolgt und daß die Restspannung im Inneren ebenfalls ungleichmäßig verteilt wird; dadurch wird die Gradation verbessert. Dip ungleichmäßige Körnung der Aufzeichnungsschicht kann auf die Kohäsion von Metallatornen während oder nach der Abscheidung der Aufzeichnungsschicht zurückzuführen sein und kann im Verlauf der teil weisen Lockerung der Spannung, weiche in der inneren Struktur der Aufzeichnungsschicht bewirkt wird, ausgebildet werden. Die auf eine solche Kohäsion zurückzuführende ungleichmäßige Körnung kann das Schmelzen bzw. die Fusion und die Dispergierung (Verteilung) der Aufzeichnungsschicht regeln.
Im folgenden wird der Aufbau des erfindungsgemäßen Dispersions-Bildaufzeichnungsmaterials näher erläutert.
Als Schichtträger für das erfindungsgemäße Dispersions-Bildaufzeichnungsmaterial eignen sich beispielsweise Folien oder Platten aus organischen Polymeren, wie Polyestern, Celluloseacetat, Nitrocellulose, Polyäthylen, Polypropylen, Polyvinylchlorid, Polyvinylidenchlorid, Polyamiden, Polymethylmethacrylat oder Polystyrol, und Platten aus anorganischen Materialien, wie Glas, Keramiken oder Glimmer. Folien und Platten aus organischem Polymeren werden bevorzugt. Von den Folien und Platten aus organischen Polymeren werden Polyesterfolien am meisten bevorzugt, da diese nicht nur eine befriedigende Oberflächenglätte, hervorragende Hitzebeständigkeit und geringe Feuchtigkeitsabsorption, sondern auch eine geeignete Benetzbarkeit durch die geschmolzene Aufzeichnungsschicht mit der darunter vorgesehenen Zwischenschicht aufweisen. Es sei jedoch festgestellt, daß ein Bildaufzeichnungsmaterial, welches als Aufzeichnungsschicht eine direkt auf eine PolyesterfoJie abgeschiedene Zinnschicht aufweist, nahezu keine Gradation sowie eine unzureichende Empfindlichkeit besitzt.
Zur Verbesserung der Gradation und Empfindlichkeit der Aufzeichnungsschicht auf Zinnbasis muß auf den Schichtträger vor der Aufbringung der Aufzeichnungsschicht eine Zwischenschicht aufgebracht werden, welche mindestens 70 Gew.-% (bezogen auf die Zwischenschicht) Palladium, Gold und/oder Germanium enthält. Die Zwischenschicht kann entweder aus einem einzelnen Metall aus der Gruppe Palladium, Gold und Germanium oder aus einer Legierung oder einem Gemisch von mindestens zwei Metallen aus der Gruppe Palladium, Gold und Germanium bestehen. Außer mindestens 70 Gew.-% der vorgenannten Metalle kann die Zwischenschicht in Form einer Legierung oder eines Gemisches ein oder mehrere Metalle aus der Gruppe Zinn, Wismut, Blei, Antimon, Zink, Aluminium, Indium und dgl. enthalten. Wenn die Zwischenschicht mehr als 30 Gew.-% andere Metalle als Palladium, Gold und Germanium enthält, führt sie nicht zur gewünschten Modifizierung der darauf abgeschiedenen Aufzeichnungsschicht. Die aus zwei oder mehr Metallen bestehende Unterschicht kann auch eine Mehrschichtstruktur aufweisen. Die Dicke der Unterschicht beträgt 0,5 nm bis 20 nm, vorzugsweise 1 nm bis 8 nm. Die mindestens 50 Gew.-% (bezogen auf die Aufzeichnungsschicht) Zinn enthaltende Aufzeichnungsschicht wird auf die auf den Schichtträger abgelagerte Zwischenschicht abgeschieden.
Das erfindüngsgemäße Dispersions-Bildaufzeichnungsmaterial zeichnet sich dadurch aus, daß
1) die Dicke der Zwischenschicht sehr gering ist und daß
2) sein Aufbau zweckmäßig auf einen solchen Energieübertragungsweg abgestimmt ist, daß die Energie in die Aufzeichnungsschicht eintritt, diese Schicht durchdringt und die Zwischenschicht erreicht.
Was das obige Merkmal (1) betrifft, besteht bei einer zu großen Dicke der Zwischenschicht die Tendenz, daß nicht nur eine schlechte Gradation und schlechte Dispergierbarkeit der Aufzeichnungsschicht resultieren, sondern sich auch ein geringes Auflösungsvermögen ergibt, was auf eine Ansammlung von durch Dispergierung der Aufzeichnungsschicht erzeugten großen Kügclchen und/oder das Auftreten von Rissen in der Aufzeichnungsschicht zum Zeitpunkt der Dispergierung zurückzuführen sein kann. Da die als Zwischenschicht zu verwendenden Metalle Palladium, Gold und Germanium als solche schwer dispergierbar bzw. verteilbar sind, führt eine hohe Dicke der Zwischenschicht außerdem zwangsläufig zu einer hohen minimalen optischen Dichte bzw. Schwärzung (O.D.m/„) und damit zu einem unzureichenden Kontrast des auf dem Aufzeichnungsmaterial erzeugten Bildes. Was aas obige Merkmal (2) betrifft, wird festgestellt, daß die Zwischenschicht beim üblichen Gebrauch des erfindungsgemäßen Dispersions-Bildaufzeichnungsmatenais nicht als reflexionsverhindernde Schicht wirkt, welche dazu befähigt ist, die Energieabsorption der Aufzeichnungsschicht zu erhöhen, um für hohe Empfindlichkeit zu sorgen. Dies läßt sich leicht durch die Tatsache erklären, daß die Dicke der Zwischenschicht beim erfindungsgemäßen Bildaufzeichnungsmaterials im Vergleich zu der üblicherweise für eine reflexionsverhindernde Schicht benötigten Dicke extrem gering ist. Trotzdem wird die Empfindlichkeit durch die Unterschicht des erfindungsgemäßen Bildaufzeichnungsmaterials wirksam verbessert. Das erfindungsgemäße Dispersions-ßildaufzeichnungsmaterial erscheint an seiner Oberfläche zuweilen milchig-weiß, was auf eine geringe Oberflächenreflexion hindeutet. Dieser Effeki ist auf die Modifizierung der Schichtstruktur der Aufzeichnungsschicht selbst zurückzuführen, weiche Modifizierung die Verbesserungen der Gradation und der Empfindlichkeit bewirken kann.
Wenn eine mindestens 50 Gew.-% Zinn enthaltende Aufzeichnungssrhicht direkt auf einen Schichtträger abgeschieden und darauf eine Zwischenschicht des vorgenannten Typs mit einer Dicke innerhalb des vorstehend definierten Bereichs abgelagert wird, kommt es zu keiner nennenswerten Verbesserung der Gradation und Empfindlichkeit, weil die Schichtstruktur der Aufzeichnungsschicht auf diese Weise nicht modifiziert werden kann.
Wie erwähnt, muß bei der Herstellung des erfindungsgemäßen Dispersions-Bildaufzeichnungsmaterials auf den Schichtträger zunächst eine Zwischenschicht aufgebracht werden, weiche mindestens 70 Gew.-% an Palladium, Gold, Germanium oder einer Kombination davon enthält. Wenn man die Dicke der Zwischenschicht berücksichtigt, bieten sich als bevorzugte Methoden zur Aufbringung der Zwischenschicht auf den Schichtträger z. B. Trockenverfahren, beispielsweise die Vakuumaufdampfung, Zerstäubungsbedampfung (»Aufsputtern«) oder lonenplattierung, an. Eine Zwischenschicht aus zwei oder mehr Metallen kann nach einer beliebigen Methode analog den nachstehenden bezüglich der Aufbringung der Aufzeichnungsschicht erläuterten Methoden erzeugt werden. Während der Aufbringung der Zwischenschicht wird diese Schicht häufig zum Teil durch am Schichtträger adsorbiertes Wasser und/oder in der Atmosphäre vorhandenein) Sauerstoff und/oder Feuchtigkeit oxidiert. Selbst in einem solchen Falle wird die erfindungsgemäß erzielte Wirkung nicht beeinträchtigt.
Die Aufzeichnungsschicht des erfindungsgemäßen Dispersions-Bildaufzeichnungsmaterials kann entweder aus Zinn allein oder einer Kombination von Zinn mit mindestens einem anderen Metall bestehen. Spezielle Beispiele für geeignete andere Metalle sind Zink, Aluminium, Antimon, indium, Blei, Selen, Tellur, Wismut und Cadmium. Diese Metalle können zur Modifizierung des Zinns, wie zur Verringerung des Schmelzpunktes und/oder Verbesserung der Oberflächenspannung und/oder Stabilität, eingesetzt werden.
Unter »Stabilität« ist hier die Beibehaltung der optischen Dichte vor oder nach dem Gebrauch des Bildaufzeichnungsmaterials und die Aufrechterhaltung der sensitometrischen Merkmale, wie der Gradation, Auflösung und Empfindlichkeit des Bildaufzeichnungsmaterials, zu verstehen.
Die eine Kombination von Zinn mit einem oder mehreren anderen Metall(en) beinhaltende Aufzeichnungsschicht kann in Form einer Mehrschichtstruktur, eines Gemisches oder einer Legierung vorliegen. Die Mehr- |
Schichtstruktur kann aus getrennten Schichten beste- | hen, weiche jeweils eine Schicht eines einzelnen Metalls, eines Metallgemisches oder einer Legierung I darstellen. 1.. lOlgenden werden typische Methoden zur f Herstellung einer Aufzeichnungsschicht, weiche eine I
Kombination von Zinn mit mindestens einem anderen f Metall beinhaltet, näher erläutert. Bei einem Verfahren | wird Zinn auf die Zwischenschicht aufgebracht, | wrdurch die abgeschiedene Zinnschich! modifiziert | wird, und dann vird ein anderes Metall auf die Zinn-1
schicht abgeschieden. Bei einem anderen Verfahren | wird eine Zinnschicht auf die Zwischenschicht aus | einem Zinn enthaltenden Schiffchen angebracht, | wonach eine Mischmetal!- oder Legierungsschicht auf | die Zinnschicht aus dem Zinn enthaltenden Schiffchen ί und einem ein anderes Metall enthaltenden Schiffchen r: durch gleichzeitige Abscheidung des Zinns und des I anderen Metalls aufgebracht wird. Nach Bedarf wird | dann auf die Mischmetall- oder Legierungsschicht das | andere Metall allein abgeschieden. Gemäß einem wei-1
teren Verfahren werden Zinn und mindestens ein ande-1 res Metall gleichzeitig auf die Zwischenschicht unter| Bildung einer Mischmetall- oder Legierungsschicht p abgeschieden. Die gleichzeitige Ablagerung kann ent-j" weder durch Verwendung eines einzelnen, ein Metall-?
gemisch oder eine Legierung enthaltenden Schiffchens!
oder aber durch Verwendung mehrerer, jeweils ein|
einzelnes Metall enthaltenden Schiffchens bewirkt
werden. ·
Die nach irgendeiner Methode auf die Zwischenschicht aufgebrachte Aufzeichnungsschicht muß mindestens 50 Gew.-% (bezogen auf diese Schicht) Zinn; enthalten. Eine weniger als 50 Gew.-% Zinn enthal-' tende Aufzeichnungsschicht tendiert dazu, eine ungenügende Gradation und Empfindlichkeit Zu ergeben, und kann insbesondere bei Einbau von Selen, Tellur oder Cadmium in die Aufzeichnungsschicht Toxizitätsprobleme aufwerfen. Wenn Zinn und mindestens" ein anderes Metall gleichzeitig auf die Zwischenschicht
abgeschieden werden, beträgt der Anteil des Zinns (bezogen auf die Gesamtmetallmenge) mindestens 50 Gew.-% (vorzugsweise mindestens 80 Gew.-%), da ansonsten die Schichtstruktur der resultierenden Aufzeichnungsschicht nicht ausreichend modifiziert werden könnte.
Die Aufzeichnungsschicht kann auf die Zwischenschicht nach einem Trockenverfahren, wie durch Vakuumaufdampfung, Zerstäubungsbedampfung (»Aufsputtern«) oder Ionenplattierung, aufgebracht werden. Da Zinn ein oxidationsanfälliges Metall ist, bildet sich bei der Zinnabscheidung durch Einwirkung des am Substrat adsorbierten Wassers und/oder des Sauerstoffs und/oder der Feuchtigkeit der Atmosphäre häufig das Oxid. Eine übermäßige Oxidbildung ist nicht bevorzugt. Der Anteil des Zinns in Form von Zinnoxid soll z. B. auf höchstens 20 Atom-% (bezogen auf das gesamte Zinn) eingestellt werden, beispielsweise durch Verwendung eines getrockneten Schichtträgers und/ oder Niedrighalten des Drucks der Atmosphäre, in weleher die Abscheidung vorgenommen wird. Diese Gesichtspunkte gelten auch für die vorgenannten anderen Metalle als Zinn.
Bei kombinierter Verwendung von Zinn und mindestens eines anderen Metalls in Form einer Mehr-Schichtstruktur bildet sich während oder nach der Abscheidung dieser Metalle in der Aufzeichnungsschicht häufig eine Legierung (feste Lösung bzw. Mischkristall oder Eulektikum) des Zinns und des (der) anderen Metalls (Metalle). Die Bildung einer solchen Legierung führt jedoch zu keinerlei Nachteilen. Außerdem bildet sich während oder nach der Abscheidung der Aufzeichnungsschicht häufig eine Legierung aus dem (den) Metall(en) d^r Aufzeichnungsschicht und dem (den) Metallen der Zwischenschicht. Auch eine solche Legierungsbildung hat keinerlei Nachteile zur Folge, weil auch in einem solchen Fall die Schichtstruktur der Aufzeichnungsschicht in der gewünschten Weise modifiziert werden kann. Die Abwandlung der Schichtstruktur der Aufzeichnungsschicht kann entweder indirekt durch Prüfung der Gradation oder Empfindlichkeit des erhaltenen Bildaufzeichnungsmaterials oder direkt durch Betrachtung der Aufzeichnungsschicht durch ein Rasterelektronenmikroskop festgestellt werden.
Die Dicke der aus Zinn allein oder Zinn und einem oder mehreren der vorgenannten Metalle bestehenden Aufzeichnungsschicht wird unter Berücksichtigung der sensitometrischen Merkmale, wie der Gradation oder Empfindlichkeit und der optischen Dichte des erhaltenen Büdaufzeichnungsmateriais in geeigneter Weise festgelegt. Die Dicke der Aufzeichnungsschicht beträgt vorzugsweise 20 nm bis 200 nm. Eine zu hohe Dicke der Aufzeichnungsschicht kann die Gradation und Empfindlichkeit verschlechtern Die optische Dichte des Bildaufzeichnungsmaterials wird im allgemeinen unter Berücksichtigung des Anwendungsgebietes des Materials festgelegt. Wenn das Bildaufzeichnungsmaterial auf dem Mskrofilmsektor eingesetzt werden soll, wählt man vorzugsweise eine optische Dichte von 1,0 bis hS. Im allgemeinen variiert die optische Dichte des Bildaufzeichnungsmaterials abhängig von der Art und Dicke der Zwischenschicht und vom Material und von der Struktur der Aufzeichnungsschicht, welche aus Zinn allein oder einer Kombination von Zinn und mindestens einem anderen der vorgenannten Metalle besteht. Die optische Dichte verhält sich daher nicht immer proportional zur Dicke der Aufzeichnungsschicht. Wenn z. B. ein 20 nm dicker Palladiumfilm als Zwischenschicht auf eine Polyesterfolie und darauf eine nur aus Zinn bestehende Schicht aufgebracht werden, muß die Zinnschicht eine Dicke von 45 nm bis 80 nm aufweisen, damit eine optische Dichte von 1,0 bis 1,8 (wie auf dem Mikrofilmgebiet bevorzugt) erzielt wird.
Außer der zwischen dem Schichtträger und der Aufzeichnungsschicht befindlichen Zwischenschicht kann eine aus demselben Material wie diese Schicht bestehende weitere Zwischenschicht auf die Aufzeichnungsschicht aufgebracht werden. Auf diese Weise kann man eine zusätzliche vorteilhafte Wirkung erzielen, obwohl die Gradation und Empfindlichkeit des Büdaufzeichnungsmateriais nicht nennenswert verbessert werden. Mk Hilfe einer Germanium enthaltenden zusätzlichen Zwischenschicht wird die Stabilität des Bildaufzeichnungsmaterials verbessert, indem die Oxidation der Aufzeichnungsschicht verhindert wird. Da eine zu hohe Dicke der zusätzlichen Zwischenschicht zu einer hohen minimalen optischen Dichte und schlechten Auflösung führen kann, weist die zusätzliche Zwischenschicht in diesem Falle zweckmäßig eine Dicke von höchstens 8 nm auf. Im Falle einer Palladium und/oder Gold enthaltenden ZLsätzlichen Zwischenschicht kann die Auflösung des Bildaufzeichnungsmaterials insbesondere bei einer Dicke der zusätzlichen Zwischenschicht von höchstens 5 nm verbessert werden. Auch in diesem Falle kann eine zu hohe Dicke der zusätzlichen Zwischenschicht zu einer hohen minimalen optischen Dichte führen. Die zusätzliche Zwischenschicht kann nach einem Trockenverfahren, wie durch Vakuumaufdampfung oder Zerstäubungsbedampfung (»Aufsputteni«), auf die Aufzeichnungsschicht aufgebracht werden.
Das erfindungsgemäße Dispersions-Bildaufzeichnungsmaterial weist als äußerste, vom Schichtträger abgekehrte Schicht vorzugsweise eine ein organisches Polymeres enthaltende Schutzschicht auf. Die Schutzschicht schützt die Aufzeichnungsschicht gegsn Beschädigung, wie durch Kratzen, verbessert die Stabilität des Bildaufzeichnungsmaterials und verleiht dem Material zuweilen eine weiter verbesserte Gradation und Empfindlichkeit. Beispiele für organische Polymere, weiche zur Herstellung der SihuUschicni dienen können, sind Polyvinylchlorid, Vinylidenchlorid/Acrylnitril-Copolymere, Polyvinylacetat, Polyvinylcinnamat, Polyisopren, Polybutadien, Polystyrol, Polymethylmethacrylat. Polyurethane, Polyvinylbutyral, Epoxyharze, Celluloseacetat, lineare gesättigte Polyester, Fluorelastomere bzw. -kautschuke, Silikonelastomere bzw. - Kautschuke, Silikonharze und Silikonlacke. Die Polymeren können einzeln oder im Gemisch verwendet werden. Nach Bedarf kann man die Polymeren auch in Kombination in Form einer Mehrschichtstruktur anwenden. Von den genannten organischen Polymeren werden die Vinylidenchlorid/Acrylnitril-Copolymeren, linearen gesättigten Polyester, Fluorkautschuke, Silikonharze und Silikonlacke besonders bevorzugt. Man kann dem organischen Polymeren ein Silikonöl (höchstens etwa 5 Gew.-%, bezogen auf das Polymere), ein Vernetzungsmittel (höchstens etwa 20 Gew.-%, bezogen auf das Polymere), ein Antistatikum (höchstens etwa 1 Gew.-%, bezogen auf das Polymere), ein Alterungsschutzmittel (höchstens etwa 10 Gew.-%, bezogen auf das Polymere), ein oberflächenaktives Mittel (höchstens etwa 5 Gew.-%, bezogen auf das Polymere) oder dgl. einverleiben, um die Verarbeitbarkeit, Filmfestigkeit und dgl. zu verbessern. Das organische Poly-
mere wird vorzugsweise in Form einer Lösung in einem organischen Lösungsmittel aufgebracht. Der Auftrag kann z. B. durch Schleuderbeschichtung (spin coating) oder Aufwalzen vorgenommen werden. Die Dicke der Schutzschicht nach der Trocknung liegt vorzugsweise im Bereich von 0,1 bis 3 μηι, insbesondere von 0,2 bis 1 μΐη. Vom Standpunkt des Schutzes der Bildaufzeichnungsschicht gegenüber Beschädigungen ist eine hohe Schutzschichtdicke vorzuziehen; eine zu hohe Dicke ist •jedoch nicht empfehlenswert, da dadurch die Empfindlichkeit vermindert und die minimale optische Dichte erhöht werden würden.
Wie erwähnt, kennzeichnet sich das erfindungsgemäße Dispersions-Bildaufzeichnungsmaterial dadurch, daß es eine auf einem Schichtträger ausgebildete Zwischenschicht, welche mindestens 70 Gew.-% an Palladium, Gold, Germanium oder einer Kombination davon enthält und eine Dicke von 0,5 nm bis 20 nm aufweist, und eine auf der Zwischenschicht ausgebildete Aufzeichnungsschicht mit einem Gehalt von mindestens 50 Gew.-% Zinn umfaßt. Da die Zwischenschicht extrem dünn ist, wird der auf die geringe Toxizität des Zinns zurückzuführende hohe Sicherheitsfaktor des Bildaufzeichnungsmaterials nicht wesentlich beeinträchtigt. Durch die Anbringung der dünnen Zwischenschicht werden außerdem die Gradation und Empfindlichkeit des Bildaufzeichnungsmaterials, welches eine Aufzeichnungsschicht auf Zinnbasis aufweist, überraschend verbessert.
Man läßt auf das erfindungsgemäße Dispersions-Bildaufzeichnungsmaterial eine über einem bestimmten Schwellenwert liegende Energiemenge einwirken, um die optische Dichte des Bildaufzeichnungsmaterials in den der Energie ausgesetzten Bereichen zu vermindern und dadurch ein Bild zu erzeugen. Die Energie kann dem Bildaufzeichnungsmaterial entweder von der Schichtträgerseite oder von der vom Schichtträger abgekehrten Seite zugeführt werden. Vorzugsweise erfolgt die Energiezufuhr zum Bildaufzeichnungsmaterial von der vom Schichtträger abgekehrten Seite, da in diesem Fall eine bessere Auflösung erzielt werden kann.
Als dem erfindungsgemäßen Dispersions-Bildaufzeichnungsmaterial zuzuführende Energiearten eignen sich z. B. das von einer Blitzlampe ausgesandte Blitzlicht, Laserstrahlen, Elektronensirahlen, die von einer IR-Lampe emittierten IR-Strahlen und die Wärmeenergie einer Widerstandsheizvorrichtung. Für die Bilderzeugung auf dem erfindungsgemäßen Bildaufzeichnungsmaterial werden von den verschiedenen Blitzlampen Xenonblitzlampen bevorzugt, welche einen Biitz mit kurzer Impulsbreite emittieren können. Das Bildaufzeichnungsmaterial kann mit der von einer solchen Lampe ausgejandteii Energie durch .sine ein passend kontrastiertes Bild aufweisende Maske, welche vorzugsweise in engen Kontakt mit dem Bildaufzeichnungsmaterial gebracht wird, zur Übertragung des Bildes auf das Bildaufzeichnungsmaterial bestrahlt werden. Ais Masken bevorzugt man z. B. Chrommasken, Metallmasken, Trockensilberfilmmasken oder Diazofilmmasken. Diese Masken können ein Halbton-oder Grauskalabild aufweisen. Da das erfindungsgemäße Dispersions-Bildaufzeichnungsmaterial eine hervorragende Gradation besitzt, kann darauf sogar ein Halbton- oder Grauskalabild der Maske naturgetreu reproduziert werden. Da das erfindungsgemäße Bildaufzeichnungsmaterial eine hohe Empfindlichkeit aufweist, braucht man der Belichtungslampe (wie einer Xenonblitzlampe) für die Bildaufzeichnung nur eine geringe Energie zuzuführen, wodurch die Lebensdauer der Lampe verlängert werden kann. Bei Verwendung von Laserstrahlen kann die Energie direkt ohne Verwendung einer Maske dem Biidaufzeichnungsmaterial zugeführt werden. In diesem Falle ist eine Bildaufzeichnung in , Form von Punkten möglich.
Das erfindungsgemäße Dispersions-Bildaufzeichnungsmaterial kann zweckmäßig als Mikrofilm in Form einer Rolle oder Karte (fiche or card), eines Kopierfilms,
ίο eines Films für die Herstellung einer Druckplatte oder eines Materials für die Herstellung einer gedruckten Schalttafel verwendet werden. Wenn das Biidaufzeichnungsmaterial als Mikrofilm in Form einer Karte eingesetzt wird, kann ein Bild in jedem beliebigen Rahmen der Karte aufgezeichnet werden, und ein weiteres Bild kann in einem anderen Rahmen oder sogar in dem das bereits aufgezeichnete Bild beinhaltenden Rahmen erzeugt werden. Das aufgezeichnete Bild kann nach Bedarf durch Anwendung von Energie auf einen das Bild bedeckenden gesamten Bereich ausgelöscht werden. Das Material eignet sich zur Bildaufzeichnung mit Hilfe von Laserstrahlen.
Die nachstehenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern. Die Eigenschaften der in den Beispielen und Vergleichsbeispielen beschriebenen Bildaufzeichnungsmaterialien werden nach folgenden Methoden bestimmt:
1) Optische Dichte (O.D.):
Die optische Dichte wird mit Hilfe eines nach den Vorschriften von ASA-PH 2.19-1959 hergestellten Densitometer bestimmt.
2) Gradation:
Eine Maske aus einem lichtempfindlichen Film vom Trockensi'bersalz-Typ, auf welche das Bild eines achtstufigen Stufenkeils aufgenommen ist, wird in engen Kontakt mit einem Bildaufzeichnungsmaterial gebracht. Im Bild des Stufenkeils wird die optische Dichte zur Messung der Gradation stufenweise verändert. Das Bildaufzeichi.ungsmaterial wird durch die Maske hindurch mit einem 600-V-BIitz einer Xenonblitzlampe belichtet. Die Lampe weist eine Impulsbreite von 50 Mikrosekunden und eine Kondensator-
•15 kapazität von 120 μΡ auf und wird in 10 mm Abstand von der Oberfläche des Biidaufzeichnungsmaterials aufgestellt.
Die optischen Dichten in sämtlichen Stufen des auf das Bildaulzeichnungsmaterial übertragenen Stufenkeilbildes werden in Relation zu den optischen Dichten der entsprechenden Stufen des auf die Maske fotografierten Stufenkeilbildes graphisch aufgetragen, wobei die Ordinate die optische Dichte des Bildes am Bildaufzeichnungsmaterial und die Abszisse die optische Dichte des Bildes auf der Maske wiedergeben. Die Gradation wird anhand der Neigung der Geraden des Diagramms bestimmt. Die Neigung wird als »y-Wert« bezeichnet. Je niedriger der y-Wert ist, um so höher ist die Gradation.
3) Empfindlichkeit:
Wenn man die Energiezufuhr einer Xenonblitzlampe erhöht, vermindert sich dementsprechend die optische Dichte eines Biidaufzeichnungsmaterials, welb5 ches der von der Lampe emittierten Energie ausgesetzt wird. Mit Hilfe dieses Effekts bestimmt man die an die Xenonblitzlampe angelegte Spannung, welche dem in 16 mm Abstand von der Lampe angeordneten Bildauf-
Zeichnungsmaterial eine optische Dichte von 0,4 verleiht. Diese Eingangsspannung wird als Empfindlich-1 keit des Bildaufzeichnungsmaterials angesehen. Die ; verwendete Xenonblitzlampe hat eine Impulsbreite von 190 Mikrosekunden und eine Kondensatorkapazität von ! 80 μΡ.
1 4) Auflösungsvermögen:
Eine Diazofilmmaske, auf welche ein 1010-Auflösungstostbild gemäß NBS aufgenommen wurde, wird in engen Kontakt mit einem Bildaufzeichnungsmaterial gebracht. Das Bildaufzeichnungsmaterial wird dann durch die Maske blitzbelichtet. Das erhaltene Bild wird mit einem optischen Mikroskop betrachtet, und die Auflösung wird bestimmt.
Die Dicken der in den Beispielen und Vergleichsbeispielen beschriebenen Zwischenschichten und Aufzeichnungsschichten werden mit einem in der Nähe des Schichtträgers angeordneten Digitalabscheidungskontrollgerät gemessen.
Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern, ohne sie jedoch zu beschränken, da zahlreiche Varianten und Abwandlungen ebenfalls innerhalb des erfindungsgemäßjn Rahmens liegen.
Vergleichsbeispiel 1
Zinn wird nach der Vakuumaufdampfmethode auf eine 120 μηι dicke Polyesterfolie unter folgenden Bedingungen aufgebracht:
Abscheidungsgeschwindigkeit
Vakuum
Temperatur der Polycsterfolie
Dicke der abgeschiedenen
Zinnschicht
außer daß die Dicke der abgeschiedenen Zmnschicht 60 nm beträgt. Die Oberfläche der Zinnschicht zeigt einen verminderten metallischen Glanz und erscheint milchig-weiß. Dieselbe Lösung von linearem, gesättigtem Polyester wie im Vergleichsbeispiel 1 wird dann gemäß Vergleichsbeispiel 1 auf die Zinnschicht aufgetragen.
Es wird ein Bildaufzeichnungsmaterial mit folgenden Eigenschaften erhalten:
10
15
20
25
30
1 nm/Sek.
5,32 X 10-8 bar
300C
40 nm
Nach der Abscheidung des Zinns wird auf die Zinnschicht eine ό gew.-%ige Lösung von linearem gesättigtem Polyester in einem Lösungsmittelgemisch aus Methyiäthylketon und Älhoxyäthyiaceiai (Gew.-Verhältnis 70 : 30) durch Schleuderbeschichtung aufgetragen und getrocknet. Es bildet sich eine Schicht mit einer trockenen Dicke von 0,5 μΐη.
Es wird ein Bildaufzeichnungsmaterial mit folgenden Eigenschaften erhalten:
maximale optische Dichte
(O.D.mor)
y-Wert
Empfindlichkeit
Auflösung
Beispiel 1
1,40
10
1300 V
100 Linien/mm
Palladium wird durch Vakuumaufdampfung auf eine 120 μίτι dicke Polyesterfolie unter folgenden Bedingungen aufgebracht:
Abscheidungsgeschwindigkeit
Vakuum
Temperatur der Folie
Dicke der abgeschiedenen
Pailadiumschichl
0,1 nm/Sek. 2,66 X ΙΟ"8 bar 25° C 2 nm
60
Anschließend wird auf die Palladiumschicht Zinn durch Vakuumaufdampfung unter praktisch denselben Bedingungen wie im Vergleichsbeispiel 1 aufgebracht,
Ο.Ό.η,αχ 1,35
y-Wert 2,5
Empfindlichkeit 900 V
Auflösung 160 Linien/mm
3ci.-f\ci ?
Gold bzw. Germanium wird als Zwischensc;.«^ anstelle des in Beispiel 1 verwendeten Palladiums durch Vakuumaufdampfung auf zwei Stücke einer 120 μπι dikken Polyesterfolie unter praktisch denselben Bedingungen wie in Beispiel 1 aufgebracht. Die P'rb·« A°r Unterschichten sind jeweils aus Tabelle I ersichtlich. Auf die Unterschichten wird dann gemäß Beispie's 1 jeweils im Vakuum Zinn aufgedampft. Anschließend wird auf die Zinnschichten jeweils dieselbe VyJon-Lösung wie im Vergleichsbeispiel 1 in der in diesem Beispiel beschriebenen Weise aufgetragen.
Man erhält zwei Bildaufzeichnungsmaterialien mit den aus Tabelle I ersichtlichen Eigenschaften:
Tabelle I
Unterschicht Dicke der Eigenschaften
Zwischen- O.D.m„ y-Wert Empfindschlchl lichkeit
nm y
Gold 1,5 1,30 4,5 950
Germanium 3,0 1,35 3,5 900
50
55
Beispiel 3
Germanium wird nach der RF-Sputtermethode (Argongasdruck = 6,65 X 10"6 bar) auf eine 170 μπι dicke Polyesterfolic aufgebracht. Man erhält so eine erste Gennaniumschicht mit einer Dicke von 4 nm. Auf diese Schicht wird dann Zinn im Vakuum unter folgenden Bedingungen aufgedampft:
Abscheidungsgeschwindigkeit 5 nm/Sek. Vakuum 2,( x 10"8 bar
Temperatur der Folie 40° C
Dicke der abgeschiedenen 55 nm
Zinnschicht
Anschließend wird Germanium nach der RF-Sputtermethode (Argongasdruck = 6,65 X 10"6 bar) auf die Zinnschicht zur Bildung einer zweiten Germaniumschicht mit einer Dicke von 5 nm aufgebracht.
Man erhält ein Bildaufzeichnungsmaterial mit folgenden Eigenschaften:
65 O.O.m
y-Wert
Empfindlichkeit
1,30 4 850 V
Ferner wird auf die zweite Germaniumschicht des vorgenannten Bildaufzeichnungsmaterials eine 3 gew.-%ige Lösung von Vinylidenchlorid/Acrylnitril-Copolymerem in Methyläthylketon durch Schleuderbeschicbtung aufgebracht und getrocknet. Man erhält eine Schicht mit einer trockenen Dicke von 0,4 μηι.
Die Eigenschaften des erhaltenen Bildaufzeichnungsmaterials sind folgende:
y-Wert
Empfindlichkeit
3,5
800 V
Das die Saran-Schicht aufweisende Bildaufzeichnungsmaterial weist im Vergleich zu dem keine solche Schicht aufweisenden Bildaufzeichnungsmaterial eine verbesserte Stabilität (bestimmt nach langzeitiger Lagerung) auf.
Vergleichsbeispiel 2
Zinn wird durch Vakuumaufdampfung auf eine 170 μια dicke Polyesterfolie unter praktisch denselben Bedingungen wie in Beispiel 3 aufgebracht, außer daß die Dicke der abgeschiedenen Zinnschicht 40 nm beträgt. Anschließend wird Germanium nach der RF-Sputtermethode (Argongasdruck 6,65 X 10"6 bar) auf die Zinnschicht zur Bildung einer Germaniumschicht mit einer dicke von 5 nm aufgebracht. Danach wird dieselbe Saran-Lösung wie in Beispiel 3 gemäß diesem Beispiel auf die Germaniumschicht aufgetragen.
Man erhält ein Bildaufzeichnungsmaterial mit folgenden Eigenschaften:
O.O.max
y-Wert
Empfindlichkeit
Auflösung
1,30
12
1200V
110 Linien/mm
Beispiel 4
Man bestimmt den Einfluß der Dicke einer als Unterschicht eines Bildaufzeichnungsmaterials dienenden Palladiumschicht auf die Eigenschaften des Bildaufzeichnungsmaterials.
Palladium wird auf eine 120 μπι dicke Polyesterfolie unter praktisch denselben Bedingungen wie in Beispiel 1 im Vakuum aufgedampft, außer daß die abgeschiedene Palladiumschicbt die aus Tabelle II ersichtliche Dicke aufweist. Anschließend wird Zinn auf die Palladiumschicht im Vakuum unter folgenden Bedingungen aufgedampft:
Abscheidungsgeschwindigkeit
Vakuum
Temperatur der Folie
Dicke der abgeschiedenen
Zinnschicht
4 nm/Sek.
3,99 X ΙΟ"8 bar 30 bis 40° C
50 nm
Anschließend wird eine 4 gew.-%ige Lösung von Fluorkautschuk in einem Lösungsmittelgemisch aus Methyläthylketon und Äthoxyäthylaeetat (Gew.-Verhältnis 50 :50) durch Schleuderbeschichtung auf die Zinnschicht aufgebracht und getrocknet. Man erhält eine Schicht mit einer trockenen Dicke von 0,6 μπι.
Tabelle II zeigt die Eigenschaften von vier auf diese Weise hergestellten Bildaufzeichnungsmaterialien, welche sich in der Dicke der Unterschicht voneinander unterscheiden.
Tabelle II
Dicke der
Zwischenschicht
nm
Eigenschaften
O.D.moI y-Werl
Empfindlichkeit
OO,
•min
1 1,25 4,0 950 0,20
5 1,20 3,0 900 0,20
10 1,50 5,0 950 0,30
1,70
1050
0,40
8,0
Beispiel 5
Germanium wird nach der RF-Sputtermethode (Argongasdruck = 6,65 x 10"6 bar) auf eine 120 μπι dicke Polyesterfolie aufgebracht. Man erhält einer erste Germaniumschicht mit einer Dicke von 3 nm auf welche anschließend Palladium gemäß Beispiel 1 im Vakuum zur Bildung einer 2 nm dicken Palladiumschicht aufgedampft wird. Anschließend wird Zinrf nach der Vakuumaufdampfmethode auf die Palladium! schicht unter folgenden Bedingungen aufgebracht: £
Abscheid- ngsgeschwindigkeit
Vakuum
Temperatur der Folie
Dicke der abgeschiedenen
Zinnschi.
10 nm/Sek. 7,98 X 10"8 bar 5O0C 60 nm
Danach wird Germanium nach der RF-Sputterme|i thode (Argongasdruck = 6,65 X 10"6 bar) auf die Zinn|! schicht aufgebracht. Es bildet sich eine 3 nm dicke] zweite Germaniumschicht, auf die anschließend die| selbe Lösung wie in Beispiel 3 durch Schleuderte^· Schichtung aufgebracht wird. Durch Trocknung des]1-Überzugs erhält man eine Schicht mit einer trockener? Dicke von 0,7 μπι. Schließlich wird eine 1,5 gew.-%ig(| Lösung ' on handelsüblichem Silikonharz in n-Heptan durch Schleuderbeschichtung auf die Schicht auff gebracht und getrocknet. Man erhält eine Schicht mit einer trockenen Dicke von 0,1 μπι.
Das erhaltene Bildaufzeichnungsmaterial hat folgende Eigenschaften:
O.D.maI 1,30
y-Wert 3,0
Empfindlichkeit 850 V
Auflösung 160 Linien/mm
Das Bildaufzeichnungsmaterial besitzt eine hervorragende Stabilität, gemessen an der Beibehaltung von O.D.miK nach langzeitiger Lagerung.
Beispiel 6
Palladium wird im Vakuum auf eine 1 mm dicke PoIymethylmethacrylatplatte unter praktisch denselbeß Bedingungen wie in Beispiel 1 aufgedampft. Man erhält eine 4 nm dicke Palladiumschicht, auf die anschließend Zinn nach der Vakuumaufdampfmethode durch Erhitzen mit einem Elektronenstrahl unter praktisch densely ben Bedingungen wie im Vergleichsbeispiel 1 auf|j gebracht wird. Auf die gebildete 40 nm dicke Zinnfi schicht wird dann Wismut nach der Vakuumaufdampf|| methode aus einem das Bi enthaltenden Wolframschiff|l chen unter folgenden Bedingungen aufgebracht: % Abscheidungsgeschwindigkeit 1 nm/Sek. · ψ.
Vakuum 5,32 X 10"» barf
Temperatur der Platte
Dicke der abgeschiedenen
Wismutschicht
3O0C 20 nm
Anschließend wird dieselbe Ljsung wie im Vergleichsbeispiel 1 durch Schleuderbeschichtung auf die !Wismutschicht aufgetragen und getrocknet. Es bildet jfsich eine Schicht mit einer trockenen Dicke von 0,2 μπι.
Man erhält ein Bildaufzeichnungsmateriai mit folgen-Iden Eigenschaften:
O.O.mia
y-Wert
Empfindlichkeit
1,40
3,0
85OV
Auf dem Bildaufzeichnungsmateriai kann mit Hilfe 1 von He-Ne-Laserstrahlen ein Bild in Form von Punkten feines Durchmessers von 1 μιη aufgezeichnet werden.
Beispiel 7
Germanium wird anstelle des in Beispiel 1 verwendeten Palladiums nach der Vakuumaufdanipfmethode auf [eine 120 μπι dicke Polyesterfolie unter praktisch denselben Bedingungen wie in Beispiel 1 aufgebracht, außer I daß die Dicke der abgeschiedenen ersten Germanium-Schicht 3 nm beträgt. Anschließend wird Zinn aus [einem das Sn enthaltenden Wolframschiffchen im j Vakuum unter praktisch denselben Bedingungen wie lim Vergleichsbeispiel 1 aufgebracht, außer daß die [Dicke der abgeschiedenen Zinnschicht 15 nm beträgt. [Hierauf wird Antimon aus einem dieses enthaltenden Wolframschiffchen durch Väkuumaufdampfung gleichj/.eitig mit dem fortgesetzt abgeschiedenen Zinn auf die I Zinnschicht unter praktisch denselben Bedingungen I .vie zuvor (ausgenommen die Dicke der abgeschie-I denen Zinn/Antimon-Schicht) aufgebracht. Die j Geschwindigkeit der Antimonabscheidung wird so f lemessen, d2ß das Antimon bei einer Einzelabschei-I dung mit einer Geschwindigkeit von 0,2 nm/Sek. abgelagert werden würde. Die Dauer der gleichzeitigen I Abscheidung von Zinn und Antimon beträgt 30 Sekunden. Nach der gleichzeitigen Abscheidung von Zinn and Antimon wird Germanium auf die Zinn/Antimon-Schicht nach der Vakuumaufdampfmethode unter denselben Bedingungen wie zuvor aufgebracht, wobei man eine zweite Germaniumschicht mit einer Dicke von 3 nm erhält. Schließlich wird dieselbe Lösung wie in Seispiel 4 durch Schleuderbeschichtung auf die zweite jermaniumschicht aufgetragen und getrocknet, wobei man ein Schicht mit einer trockenen Dicke von 1 μπι ;rhält.
Man erhält ein Bildaufzeichnungsmateriai mit folgenden Eigenschaften:
O.D.mflI 1,10
y-Wert 3,5
Empfindlichkeit 900 V
Beispiel 8
Palladium wird nach der RF-Sputtermethode (Argongasdruck = 6,65 x 10~6 bar) auf eine 100 μπι dicke Polyesterfolie aufgebracht, wobei eine 3 nm dicke Palladiumschicht erhalten wird. Anschließend werden Zinn und Blei gleichzeitig aus zwei diese beiden Metalle getrennt enthaltenden Schiffchen nach der Vakuurnaufdampfmethode unter folgenden Bedingungen auf die Palladiumschicht aufgebracht:
Abscheidungsgeschwindigkeit
Vakuum
Temperatur der Folie
Dicke der abgeschiedenen
Zinn/Blei-Schicht
Zinn 0,7 nm/Sek.,
Blei 0,1 nm/Sek.
1,33 x 10"7 bar
300C
60 nm
Sodann wird dieselbe Lösung von linearem, gesättigtem Polyester wie im Vergleichsbeispiel 1 durch Schleuderbeschichtung auf die Zinn/Blei-Schicht aufgebracht und getrocknet, wobei man eine Schicht mit einer trokkenen Dicke von 0,4 μπι erhält. Schließlich wird dieselbe Fluorkautschuk-Lösung wie in Beispiel 4 durch Schleuderbeschichtung aufgetragen und getrocknet, wobei eine Schicht mit einer trockenen Dicke von 0,5 μπι erhalten wird.
Das erhaltene Bildaufzeichnungsmateriai weist folgende Eigenschaften auf:
O.D.max 1,35
y-Wert 2,5
Empfindlichkeit 850 V
Auflösung 180 Linien/mm
Beispiel 9
Germanium wird nach der RF-Sputtermethode (pruck eines Mischgases aus 90-Vol.-Teilen Argon und 10 Vol.-Teilen Sauerstoff = 9,31 x 10"3 bar) auf eine 120 μιη dicke Polyesterfolie mit einer Abscheidungsgeschwindigkeit von 2,5 nm/Sek. aufgebracht. Dabei erhält man eine erste Germaniamschicht mit einer Dicke von 5 nm. Auf diese Schicht wird dann Zinn aus einem dieses enthaltenden Wolframschiffchen im Vakuum unter folgenden Bedingungen aufgedampft:
Abscheidungsgeschwindigkeit 10 nm/Sek.
Vakuum 5,32 x 10"8 bar
Temperatur der Folie 60° C
Dicke der abgeschiedenen 60 nm
Zinnschicht
Anschließend wird Germanium nach der RF-Sputtermethode auf die Zinnschicht in derselben Weise wie zuvor aufgebracht. Es bildet sich eine zweite Germaniumschicht mit einer Dicke von 5 nm. Das Ge ist in der ersten und zweiten Germaniumschicht in Form seines Oxids in einem Anteil von etwa 15 Atom-% enthalten.
Auf die zweite Germaniumschicht wird dann dieselbe Fluurkautschuk-Lösung wie in Beispiel 4 durch Schleuderbeschichtung aufgetragen, und nach Trocknung erhält man eine Schicht mit der aus der Tabelle III ersichtlichen trockenen Dicke.
Tabelle IL zeigt die Eigenschaften von drei auf diese Weise erhaltenen, sich voneinander hinsichtlich der Dicke der Technoflon-Schicht unterscheidenden Bildaufzeichnungsmaterialien:
Tabelle III
Dicke der
Technoflon-Schicht
μπι
Eigenschaften
y-Wert Empfindkeit
Auflösung,
Linien/mm
3,0 900 160 0,25
3,0 960 160 0,28
3,0 1050 130 0,32
Beispiel 10
Palladium wird nach der Vakuumaufdampfmethode auf eine 120 μπι dicke Polyesterfolie gemäß Beispiel 1 aufgebracht, wobei eine 2 nm dicke Palladiumschicht erhalten wird. Auf diese Schicht wird dann Zinn im Vakuum unter praktisch oenselbsn Bedingungen wie im Vergleichsbeispiel 1 aufgedampft, außer daß die Dicke der abgeschiedenen Zinnschicht 30 nm beträgt. Danach wird Blei im Vakuum auf die Zinnschicht unter folgenden Bedingungen aufgedampft:
Abschflidungsgeschwindigkeit
Vakuum
Temperatur der Folie
Dicke der abgeschiedenen
Bleischicht
1 nm/Sek.
5,32 x 10"8 bar
3O0C
vgl. Tabelle IV
(angegeben in
Gew.-%, bezogen
, auf die Gesamtheit
Λ.· aus Zinn und Blei)
Dieselbe Lösung von linearem, gesättigtem Polyester wie im Vergleichsbeispiel 1 wird hierauf durch Schleuderbeschichtung auf die Bleischicht aufgebracht, und nach Trocknung erhält man eine 0,5 μηι dicke Schicht.
Tabelle IV zeigt die Eigenschaften von vier auf diese •Weise erhaltenen, sich voneinander hinsichtlich der Dicke der Bleischicht unterscheidenden Aufzeichnungsmaterialien.
Beispiel 1 und Vergleichsbeispiel 3
Palladium und Aluminium werden gleichzeitig von einem Pd/Al-Target nach der RF-Sputtermethcde (Argongasdruck = 6,65 X 10"6 bar) auf eine 120 μπι dicke Polyesterfolie aufgebracht. Es bildet sich eine
ίο Pd/Al-Schicht mit einer Dicke von 3 nm. Die Zusammensetzung des PD/Al-Targets wird so gewählt, daß die abgeschiedene Pd/Al-Schicht 80 Gew.-% Pd und 20 Gew.-% Al enthält. Anschließend wird Zinn im Vakuum auf die Pd/Al-Schicht unter praktisch denselben Bedingungen wie in Beispiel 3 aufgedampft, außer daß die Dicke der abgeschiedenen Zinnschicht 50 nm beträgt. Man erhält ein Bildaufzeichnungsmaterial mit einem y-Wert von 4,0 und einer Empfindlichkeit von 900 V.
Außerdem stellt man ein Bildaufzeichnungsniaterial I in analoger Weise her, woüeifmän ^iefgieictiizeiiigej Abscheidung von Palladium und Äliimihiümjedöctfsöf vornimmt, daß die abgelagerte. Pd/Al-Schicnt eine; Dicke von 4 nm aufweist und 50 Gew.-% Pd und 50 Gew.-% Al enthält. Man erhält ein Bildaufzeichnungsmaterial mit einem y-Wert von 8,0 und einer Empfindlichkeit von 1 100 V.
Tabelle IV
Gew.-%-Anteil
Blei Zinn
Eigenschaften
y-Wert Empfindlichkeit, V
90 80 60 40
10 20 40 60
900
900 1100 1200
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Dispersions-Bildaufzeichnungsmaterial, enthaltend einen Schichtträger, eine Zinn enthaltende Aufzeichnungsschicht und zwischen dem Schichtträger und der Zinn enthaltenden Aufzeichnungsschicht eine Zwischenschicht, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenschicht mindestens 70 Gew.-% Palladium, Gold, Germanium oder Kombinationen davon enthält und eine Dicke von 0,5 nm bis 20 nm aufweist, und daß die auf der Zwischenschicht ausgebildete Aufzeichnungsschicht mindestens 50 Gew.-% Zinn enthält.
2. Bildaufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es zusätzlich eine ein organisches Polymeres enthaltende Schutzschicht aufweist.
3. Bildaufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schichtträger aus einem organischen Polymeren besteht.
4. Bildaufzeichnungsmaterial nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufzeichnungsschicht aus Zinn und aus Zink, Aluminium, Antimon, Indium, Blei, Selen, Tellur, Wismut, Cadmium oder Kombinationen davon besteht.
5. Bildaufzeichnungsmaterial nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schutzschicht eine Dicke von 0,1 bis 3 μηι aufweist.
DE2909367A 1978-03-09 1979-03-09 Dispersions-Bildaufzeichnungsmaterial Expired DE2909367C2 (de)

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