DE2900922C2 - Quetschwalzenstuhl, insbesondere zum Flockieren von Getreidekörnern und Ölsaaten - Google Patents

Quetschwalzenstuhl, insbesondere zum Flockieren von Getreidekörnern und Ölsaaten

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DE2900922C2
DE2900922C2 DE19792900922 DE2900922A DE2900922C2 DE 2900922 C2 DE2900922 C2 DE 2900922C2 DE 19792900922 DE19792900922 DE 19792900922 DE 2900922 A DE2900922 A DE 2900922A DE 2900922 C2 DE2900922 C2 DE 2900922C2
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Sigurd von Dipl.-Ing. 2000 Hamburg Seld
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Hermann Bauermeister Maschinenfabrik Gmbh, 2000 Hamburg
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Description

die Walzen-Endabschnitte (34, 36) mit verringertem Durchmesser ausgebildet sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Auffangeinrichtungen (38, 40) in einem Axialbereich wirksam sind, der den mit vollem
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Endabschnitte (34, 36) in Absatzflächen in den mit vollem Walzendurchmesser ausgeführten Walzbereich übergehen.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Absatzflächen im wesentlichen radial verlaufen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Absatzflächen (86, 88) in einem stumpfen Winkel von etwa 135° an den Walzbereich anschließen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Endabschnitte kantenfrei in den Walzbereich übergehen.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchmesserverringerung in den Endabschnitten (34, 36) etwa das 5—50fache der Spaltbreite des Walzspalts (18) beträgt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchmesserverringerung etwa 1 Omal so groß ist wie der Walzspalt (18).
Die Erfindung betrifft einen Quetschwalzenstuhl,
insbesondere zum Flockieren von Getreidekörnern und
ölsaaten, mit zwei kreiszylindrischen Walzen, die mit 55 überhaupt nicht mehr erforderlich ist
chenden Produktionsausfall und ist umständlich, arbeitsaufwendig und wenig genau; auch können die beim Schleifen entstehenden Funken Gefahren hervorrufen.
Um diesen Nachteilen zu begegnen, sind verschiedene Maßnahmen vorgeschlagen worden. So hat man beispielsweise von einer Abdichtung an den Enden der Walzen ganz abgesehen und das dort vorbeifallende Gut aufgefangen und in den Walzgut-Zulauf zurückgeführt Die gewünschte Gleichmäßigkeit des Walzen-Verschleißes konnte jedoch damit nicht erzielt werden. Das gleiche gilt auch für die Maßnahme, die Walzgut-Zufuhr so groß einzustellen, daß sich vor dem Walzspalt ein im Querschnitt etwa keilförmiger
Überschuß ansammelte, der gleichmäßig über die Enden der Walzen abfloß und so für eine gleichmäßige Beaufschlagung der Walzen über ihre ganze Länge sorgen sollte. Insbesondere zeigte sich in der Praxis, daß die Einhaltung eines gewünschten Überfüllungsgrades mit vertretbarem Aufwand nicht zu erzielen war.
Auch hat man versucht (DE-OS 28 22 244) durch erhöhte Speisung an den Walzenenden eine Vergleichmäßigung des Walzenverschleißes zu erreichen. Die hierfür benötigten Spaltabdichtungsvorrichtungen sind jedoch aufwendig und störanfällig.
Die Erfindung geht von der Aufgabe aus, einen Quetschwalzenstuhl der beschriebenen Art zu schaffen, bei dem ein Nachschleifen der Walzen nur in verhältnismäßig großen Zeitabständen oder sogar
horizontalen Walzenachsen zwischen sich einen Walzspalt bilden und motorisch antreibbar sind, einer zu dem Walzspalt führenden Walzgut-Zuführeinrichtung, einer unterhalb des Walzspaits angeordneten Produkt-Ableiteinrichtung und Auffang- und Rückführeinrichtungen, die unterhalb von im Wirkungsbereich der Walzgut-Zuführeinrichtung liegenden und vom Walzgut beaufschlagten Endabschnitten der Walzen angeordnet sind und das dort herabfallende Material zu der Walzgut-Zuführeinrichtung zurückleiten.
Zum internen Stand der Technik der Anmelderin gehören Quetschwalzenstühle, bei denen wie auch bei Quetschwalzenstühlen anderer Hersteller durch beson-Nach der Erfindung wird diese Aufgabe gelöst mit einem Quetschwalzenstuhl der eingangs angegebenen Art, der dadurch gekennzeichnet ist, daß die Walzen-Endabschnitte mit verringertem Durchmesser ausgebildetsind.
Es hat sich gezeigt, daß bei dem erfindungsgemäßen Querschwalzenstuhl der Verschleiß der Walzenoberflächen sehr viel gleichmäßiger ist als bei den vorbekannten Walzenstühlen. Insbesondere tritt auch im Übergangsbereich zu den Walzen-Endabschnitten verringerten Durchmessers kein störender Minderverschleiß auf. Deshalb ist bei dem erfindungsgemäßen Walzenstuhl ein Nachschleifen nur in sehr viel größeren Zeitabstän-
den als bei vorbekannten Walzenstühlen erforderlich, und KantenbrOche können sehr weitgehend vermieden werden. Vielfach kann ein Nachschleifen zwischen den Generalüberholungen ganz unterbleiben. Nach derzeitigem Verständnis sind die erzielten Voneile vor allem darauf zurückzuführen, daß auch an den axialen Enden der mit vollem Durchmesser ausgeführten eigentlichen Walzenarbeitslänge keine Diskontinuität der Walzgut-Zufuhr pro Längeneinheit des Walzspalts vorliegt Für die weiter außenliegenden Endabschnitte ist die dort geringere Beaufschlagung mit Walzgut nicht nachteilig, da dort der Walzendurchmesscr verringert ist und somit auch bei Minderverschleiß keine Gefahr des metallischen AufeinanderlairJens besteht
Die Erfindung und weitere Ausgestaltungen sowie die dadurch erzielten Vorteile werden in der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels näher erläutert Es zeigt
F i g. 1 eine schematische Vertikal-Längsschnitt-Darstellung eines erfindungsgemäßen Quetschwalzenstuhls entlang der Linie I-J der F i g. 2,
F i g. 2 eine schematische Vertikal-Querschnitts-Darstellung des in Fig. 1 dargestellten Quetschwalzenstuhls nach der Linie H-II der F i g. I.
Der in den F i g. 1 und 2 ganz schematisch dargestellte Quetschwalzenstuhl hat ein kastenartiges Gehäuse 2, das auf einem Fundament 4 aufgebaut ist Zwei kreiszylindrische Walzen 6, 8 sind mit horizontalen Walzenachsen 10,12 in parallelen Seitenwänden 14, 16 des Gehäuses 2 drehbar gelagert und bilden zwischen sich einen Walzspalt 18. Oberhalb des Walzspalts 18 befindet sich eine Walzgut-Zuführeinrichtung, hier in Form eines sich über die ganze axiale Länge der Walzen 6,8 erstreckenden länglichen Troges 20. Der Trog 20 ist elastisch befestigt und kann mit einer Rütteleinrichtung 22 in Schwingungen versetzt werden, so daß das im Trog befindliche Walzgut gleichmäßig über die Länge des Troges verteilt wird. Dem Trog 20 wird das Walzgut über einen darüber befindlichen Aufgabebehälter 24 zugeleitet Das Walzgut verläßt den Trog 20 aus einer schlitzförmigen öffnung 26 und fällt zum Walzspalt 18 hin. Der Wirkungsbereich der Zuführeinrichtung 20 erstreckt sich bis an die axialen Enden der Walzen 6, 8 oder sogar etwas darüber hinaus. Zum Abführen des Walzprodukts ist unterhalb der Walzen 6, 8 eine Produkt-Ableiteinrichtung vorgesehen. Diese enthält bei der dargestellten Ausführungsform einen Sammelraum 28, aus dem das Produkt auf irgendeine Weise, beispielsweise pneumatisch durch Abzugöffnungen 30, 32, abgeleitet werden kann.
Die Zeichnungen sind nicht maßstäblich. Insbesondere haben die Walzen im allgemeinen ein größeres Verhältnis Länge/Querschnitt als in den Figuren dargestellt.
Die Walzen haben Endabschnitte 34,36 verringerten Durchmessers, so daß dort die Quetschwirkung auf das Walzgut erheblich vermindert ist oder sogar ganz wegfällt Unterhalb der Endabschnitte 34, 36 sind Auffangeinrichtungen 38, 40 vorgesehen, um das in den Endbereichen der Walzen anfallende, vornehmlich unflockierte Walzgut aufzufangen. Bei der dargestellten Ausführungsform sind die Auffangeinrichtungen in besonders einfacher Weise durch quer zu den Walzenachsen 10,12 verlaufende Rinnen 42,44 gebildet. Die Auffangeinrichtungen sind über Rückführ-Fördereinrichtungen 46, 48 an den Trog 20 der Walzgut-Zuführeinrichtung angeschlossen. Bei der dargestellten Ausführungsform sind in den Rinnen 42, 44 Förderschnecken 50, 52 angeordnet, die das in die Rinnen fallende Gut zu den einen Enden der Rinnen transportieren. An diese Abgabeenden, von denen in den Figuren (F i g. 2) nur das Abgabeende 54 der Rinne 42 zu sehen ist, sind Vertikal-Förderer 56, 58 angeschlossen, die einen Teil der Rückführ-Fördereinrichcungen 46 bzw. 48 bilden. Bei der dargestellten Ausführungsform sind die Vertikal-Förderer 56, 58 ebenfalls als Schneckenförderer ausgebildet; sie bestehen jeweils aus einem vertikalen Förderrohr 60, 62 und einer darin laufenden vertikalen Förderschnecke 64,66. Die Förderschnecken werden von Motoren 68, 70, 72 angetrieben. An das obere oder Abgabeende der Vertikal-Fördereinrichtungen 56, 58 sind nach unten verliiufende Leitungen, Rinnen oder dergleichen 74, 76 angeschlossen, die ebenfalls Teile der Rückführ-Fördereinrichtungen darstellen und in den Trog 20 münden. Um den Abtransport des in den Endbereichen der Walzen anfallenden Walzguts einschließlich der ungewalzten Anteile zu erleichtern, können die Rinnen 42,44 der Auffangeinrichtungen auch geneigt angeordnet sein; diese Möglichkeit ist in Fig.2 in Form der strichpunktiert angedeutete Rinne 242 erläutert
Um mit Sicherheit die gesamte Menge des ungenügend gequetschten Walzguts aufzufangen, ist es zweckmäßig, die Auffangeinrichtungen 38, 40 so auszubilden, daß sie in einem Axialbereich wirksam sind, der den mii vollem Walzendurchmesser ausgeführten Walzenbereich geringfügig überlappt. Bei der dargestellten Ausführungsform erstrecken sich die inneren Seitenwände 78, 80 der Rinnen 42 bzw. 44 bis in den Bereich des vollen Walzendurchmessers nach oben; die Seitenwände haben dort bogenförmige Ränder 82, 84, die nahe an den Oberflächen der Walzen 6 bzw. 8 verlaufen.
Bei der dargestellten Ausführungsform gehen die
Endabschnitte 34, 36 jeweils in einer ringförmigen Absatzfläche 86, 88 unter einem stumpfen Winkel von vorzugsweise etwa 13ςο in den mit vollem Durchmesser ausgeführten Walzbereich der Walzen 6, 8 über. Diese Ausführungsform ist in der Herstellung besonders einfach und hat sich in Dauerversuchen bewährt Günstige Ergebnisse lassen sich auch erhalten, wenn
man den Übergang mit einem rechten Winkel (90°) oder sogar kantenfrei ausbildet
Die: Verringerung des Walzendurchmessers in den Endabschnitten 34, 36 beträgt zweckmäßig etwa das 5—50fache der Spaltbreite des Walzspalts, vorzugsweise etwa das lOfache. Beispielsweise beträgt die so Durchmesserverminderung etwa 10 mm, also die Absatztiefe am Endabschnitt der Walzen etwa 5 mm bei einem für Sojabohnenbruch bestimmten Quetschwalzenstuhl mit folgenden technischen Daten:
Durchmesser der Walzen: 700 mm
Wirksame axiale Walzenlänge: 1770 mm
Axiale Länge jedes Endabschnitts von verringertem Durchmesser: 50 mm
Walzspalt einstellbar: 0,1... 0,8 mm
Walzendrehzahl:270 min-'
Antriebsleistung: 130 kW
Produktion: 350 t pro Tag.
Allgemein richtet sich das Ausmaß der Durchmesser-Verringerung in den Endabschnitten nach der normalerweij'j vorkommenden maximalen Korngröße und der Verschleißwirkung des Walzguts; dabei wird eine übliche Einsatzdauer der Walzen bis zum ersten Gesarnt-Nachschleifen zugrundegelegt, also beispiels-
weise 2 Jahre.
Im Betrieb des Quetschwalzenstuhls drehen sich die Walzen 6, 8 in Richtung der Pfeile 106, 108 (Fig.2) gegensinnig in den Walzspalt 18 hinein, und Walzgut, das beispielsweise in einem Riffelwalzenstuhl vorgebrochen ist, wird über den Trog 20 eingeleitet. Das Walzgut wird beim Passieren des Walzspalts 18 gequetscht und gelangt in Flockenform in den Produkt-Sammelraum 28, aus welchem es über die Absaugöffnungen 30, 32 abgesaugt wird. Das in den axialen Endabschnitten 34, 36 der Walzen 6, 8 nur ungenügend gequetschte Walzgut wird in den Rinnen 42,44 aufgefangen und von den horizontalen und vertikalen Förderschnecken 50,52 bzw. 64,66 und den Leitungen 74,76 in den Trog 20 der Walzgut-Zuführeinrichtung zurückgeleitet.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

Patentansprüche: 29 OO 922 dere Vorkehrungen dafür gesorgt ist, daß an den axialen Enden der Walzen möglichst wenig Walzgut ungequetscht am Walzspalt vorbeifällt Zu diesem Zweck sind an den Enden der Walzen möglichst dicht anliegende Formstücke vorgesehen, um dort das Hindurchtreten von ungequetschtem Walzgut möglichst weitgehend zu verhindern. Bei derartigen Quetschwalzenstühlen ist der Verschleiß der Walzen-Oberflächen in den axialen Endbereichen der Walzen
1. Querschwalzenstuhl, insbesondere zum Flockieren von Getreidekörnern und Ölsaaten, mit zwei
kreiszylindrischen Walzen, die mit horizontalen
Walzenachsen zwischen sich einen Walzspalt bilden
und motorisch antreibbar sind, einer zu dem
Walzspalt führenden Walzgut-Zuführeinrichtung,
einer unterhalb des Walzspalts angeordneten
Produkt-Ableiteinrichtung und Auffang- und Rück- io geringer als in den im Vergleich dazu sehr viel größeren führeinrichtungen, die unterhalb von im Wirkungs- mittleren Bereichen, so daß bei Konstanthalten der bereich der Walzgut-Zuführeinrichtung liegenden gewünschten mittleren Flockengröße schließlich die und vom Walzgut beaufschlagten Endabschnitten weniger stark abgetragenen Endabschnitte metallisch der Walzen angeordnet sind und das dort herabfal- aufeinanderlaufen und unter dem Einfluß konzentriert lende Material zu der Walzgut-Zuführeinrichtung 15 hoher Flächenpressungen, die am Walzenende erheblizurückleiten, dadurch gekennzeichnet, ehe Scherspannungen erzeugen, ausbrechen. Diese
Gefahr wird noch dadurch vergrößert, daß die Walzenoberflächen meist hart und spröde sind, und daß in modernen Anlagen große Walzenlängen und 20 entsprechend hohe Anpreßkräfte verwendet werden, so daß in metallisch aufeinanderlaufenden Endabschnitten der Walzen sehr hohe Flächenpressungen auftreten können. Um diesen Nachteilen zu begegnen, müssen die Walzen in regelmäßigen Zeitabständen von normaler-Walzendurchmesser ausgeführten Walzbereich ge- 25 weise 500 bis 1000 Betriebsstunden nachgeschliffen ringfügig überlappt. werden. Dieses Nachschleifen bedingt einen entspre-
daß
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