DE289644C - - Google Patents

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DE289644C
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DE
Germany
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juice
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riser pipe
saturation
pipe
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DENDAT289644D
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B20/00Purification of sugar juices
    • C13B20/02Purification of sugar juices using alkaline earth metal compounds
    • C13B20/04Purification of sugar juices using alkaline earth metal compounds followed by saturation
    • C13B20/06Purification of sugar juices using alkaline earth metal compounds followed by saturation with carbon dioxide or sulfur dioxide

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Non-Alcoholic Beverages (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft Neuerungen bei der stetigen Saturation von Zuckersäften, bei welcher die Einwirkung des Gases während der Aufwärtsbewegung des gesehiedenen Saftes in einem aufrecht stehenden Rohr erfolgt. Bei dieser bekannten Arbeitsweise soll sich der Saft mit dem unter geringem Druck eingeführten Gas emulgieren und durch die hierdurch eintretende Abnähme der Dichte der Flüssigkeit in einem Rohr emporsteigen. Das Gas bleibt also in der Flüssigkeit verteilt, durchdringt dieselbe aber nicht. Die Steighöhe des Saftes ist bei dieser Anordnung verhältnismäßig gering, die Einwirkung des Gases auf die Flüssigkeit erfolgt daher nur kurze Zeit und nicht in der erforderlichen Menge, da das Gas nur zum geringeren Teil aus der wirksamen Kohlensäure besteht, so daß einerseits das Gas nicht genügend ausgenutzt wird, andererseits der erforderliche Saturationsgrad nicht erreicht werden kann. Eine gleichmäßige Saturation ist wegen des verschiedenen Kalkgehaltes des Saftes und des wechselnden Gehaltes des Gases an Kohlensäure nicht möglich, ebenso eine Veränderung des Grades der Aussaturation ausgeschlossen, weil mit jedem Teil Saft immer die gleiche Menge Gas emulgiert wird.
Es ist weiter ein Apparat zur kontinuierlichen Scheidung und Saturation bekannt, bei welchem der Saft durch eine auf und ab steigende, mit Gaszuführung versehene Rohrleitung hindurchgedrückt wird. Auch hier ist eine genaue Einstellung des Saturationsgrades infolge der zwangsweisen Durchführung des Saftes im Apparat nicht möglich.
Bei der vorliegenden Erfindung geschieht ebenfalls die Aufwärtsbewegung des Saftes in einem aufrecht · stehenden Rohr durch die Einwirkung des Saturationsgases, jedoch wird das Gas unter einem höheren Kompressionsdruck, als zur Beförderung des Saftes in dem Rohr erforderlich ist, in den Saft eingeführt, wodurch die erforderliche hohe Saftsäule erhalten wird und das Gas die Flüssigkeitssäule fortlaufend durchdringt, wodurch immer neue Teile von Gas auf den aufsteigenden bzw. mitgenommenen Saft zur Einwirkung kommen. Die Regelung der Saturation entsprechend der Kalkzugabe in dem Saft und nach der gewünschten Aussaturation des Saftes geschieht hierbei durch die Einstellung des Kompressionsdruckes, mit dem das Gas in den Saft eingeführt wird. Durch diese Maßnahmen wird unter weitgehender Ausnutzung des Saturationsgases eine gleichmäßige und jederzeit einstellbare stetige Saturation der Zuckersäfte erreicht.
In den Zeichnungen sind zwei Ausführungsformen eines Apparates zur Durchführung des Verfahrens dargestellt.
Nach Fig. 1 und 2 wird dem Steigrohr a der geschiedene Saft durch das nach unten gehende, mit ersterem durch einen Krümmer verbundene Rohr b zugeführt. Das untere Ende des Steigrohres enthält das Gaszuführungsrohr c und darüberliegend einen Rost i als Gasverteiler (Fig. 2), der herausziehbar angeordnet sein kann, durch den das Gas fein

Claims (4)

verteilt in den Saft unter Druck eintritt. Das Steigrohr muß eine bedeutende Länge besitzen; bei normaler Kalkzugabe ist für die erste Saturation des geschiedenen Saftes eine Länge von etwa 16 bis 20 m notwendig. Das Steigrohr ist oben durch einen Krümmer mit einem Abführungsrohr d verbunden, das den geschiedenen Saft einem Kasten e zuleitet, in welchem sich das verbrauchte Gas von dem Saft trennt. Die Gasabführung kann aber auch durch ein am oberen Krümmer vorgesehenes Rohr oder Rückschlagventil erfolgen. Zwischen Steigrohr und Fallrohr sind im oberen Teile in gewissen Abständen Verbindungsrohre f, die mit Abschlußorganen g versehen sind, vorgesehen, um bei der wechselnden Steighöhe des Saftes diesen abzuleiten. An verschiedenen Stellen des Steigrohres sind Probehähne h oder automatisch wirkende Einrichtungen für die Feststellung des Saturationsgrades angebracht. Die Gaspumpe, die gegenüber den bisherigen Kohlensäurepumpen mit hoher Kompression arbeiten muß, wird mit einer Vorrichtung zur Veränderung des durch sie erzeugten Gasdruckes versehen, wobei für einen Meter Saftsäule etwa 1Z10 Atm. Druck mindestens zu rechnen ist. Das unter dem entsprechenden Druck eingeführte, fein verteilte Gas befördert die Flüssigkeit, diese fortwährend durchdringend und durchmischend, nach oben, so daß die Flüssigkeit einerseits während ihrer Aufwärtsbewegung fortlaufend mit neuen Gasmengen in Berührung gebracht wird, wodurch der Kalk gleichmäßig zur Ausscheidung kommt und andererseits das ausgenutzte Gas zur Abführung gelangt, damit neue Gasmengen auf den Saft einwirken können. An Hand von Proben wird der Saturationsgrad festgestellt, danach die stetig nach oben strömende Saftsäule eingestellt, indem man bei zu geringer Aussaturation den Gasdruck erhöht, bei zu weiter Saturation denselben vermindert. Durch Einstellung der Organe g in den Überlaufleitungen f wird dann für den stetigen Ablauf des zu saturierenden Saftes Sorge getragen. An Stelle eines Apparates mit 16 bis 20 m hohem Steigrohr können auch mehrere Apparate mit geringerer Höhe des Steigrohres hintereinander geschaltet werden. Fig. 3 stellt eine solche Ausführungsform dar. Das Abführungsrohr d des ersten Apparates dient zugleich als Zuführungsrohr für das Steigrohr ax des zweiten Apparates usw. Jedes Steigrohr ist mit einer Gaszuführung c, c1, c2 versehen. Um entsprechend dem Saturationsgrad einen oder mehrere der Kolonnenapparate ausschalten zu können, sind die Abführungsrohre d, d1, d% im oberen Teil durch eine mit Verschlüssen versehene Leitung k miteinander verbunden, wobei unterhalb der Anschlüsse in den Fallrohren Verschlußorgane m vorgesehen sind. Der obere Umführungskrümmer wird zweckmäßig mit Entlüftungsvorrichtungen I versehen. Auch bei dieser Anordnung können wie bei Fig. 1 zwischen jedem Steigrohr und dem dazugehörigen Fallrohr die mit Ver-Schlüssen versehenen Verbindungsleitungen angebracht werden. Bei diesem Kolonnenapparat .ist entsprechend der niederen Steighöhe des Saftes in den einzelnen Rohren α ein geringerer Druck des Gaskompressors nötig. Paten τ-Ansprüche:
1. Verfahren zum stetigen Saturieren von Zuckersäften, bei welchem die Aufwärtsbewegung des Saftes in einem aufrecht stehenden Rohr durch die Einwirkung des Saturationsgases erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß das Gas unter feiner Verteilung unter einem höheren Kompressionsdruck, als zur Beförderung des Saftes in dem Rohr erforderlich ist, in den Saft eingeführt wird, um eine hohe Saftsäule zu erhalten und das Gas durch den Saft während dessen Aufwärtsbewegung hindurchzuleiten, wobei die Regelung der Saturation entsprechend der Kalkzugabe einerseits und dem verlangten Saturationsgrade andererseits durch die Einstellung des Kompressionsdruckes erfolgt, mit welchem das Gas in den Saft eingeführt wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bei welcher das aufrecht stehende Steigrohr mit einem nach unten gehenden Saftabführungsrohr verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Steigrohr unten durch einen Krümmer an eine kurze, abwärts führende Saftzuführung angeschlossen ist, und die im unteren Teil des Steigrohres angeordnete Gaszuführung mit einer Gaskompressionspumpe in Verbindung steht, welche mit einer Vorrichtung zur Veränderung des durch sie erzeugten Kompressionsdruckes versehen ist, und wobei zwischen dem Steigrohr und dem Ableitungsrohr mehrere mit Anschlußorganen versehene Leitungen angeordnet werden können, um in bekannter Weise die Safthöhe in dem Steigrohr zu ändern.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch die Hintereinanderschaltung mehrerer mit Steigrohr (a) und Fallrohr (d) versehener Apparate, wobei das Fallrohr des vorhergehenden Apparates als Zuführung für das nachfolgende
Steigrohr dient, und wobei die Fallrohre !
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 2
im oberen Teile durch eine Leitung (k) ' und 3, dadurch gekennzeichnet, daß im
miteinander verbunden sind, um entspre- j Steigrohr oberhalb der Gaszuführung ein
chend dem Saturationsgrad einen oder herausziehbarer Rost als Gasverteiler an-
mehrere der Kolonnenapparate ausschalten geordnet ist, der als Doppelrost ausgebildet
zu können. I sein kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
BERLIN. GEDRUCKT IN DER REiCHSDRUGKEREI.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3420263A1 (de) * 1983-06-03 1984-12-13 USM Corp., Farmington, Conn. Blindschraubklammer

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE3420263A1 (de) * 1983-06-03 1984-12-13 USM Corp., Farmington, Conn. Blindschraubklammer

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