DE285552C - - Google Patents

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DE285552C
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rod
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DENDAT285552D
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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B9/00Exposure-making shutters; Diaphragms
    • G03B9/58Means for varying duration of "open" period of shutter

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Mounting And Adjusting Of Optical Elements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
— JVr 285552 -KLASSE 57«. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Februar 1914 ab.
Ein großer Nachteil bekannter Objektivverschlüsse für photographische Apparate besteht darin, daß es nicht möglich ist, ein selbsttätiges öffnen und Schließen des Verschlusses nach im Voraus zu bestimmenden Zeitpunkten so zu veranlassen, daß während der Belichtungszeit keine Erschütterungen auf den Apparat einwirken. Wo man bisher ein selbsttätiges öffnen und Schließen zu erreichen suchte, waren
ίο fast ausschließlich komplizierte und teure Apparate erforderlich, die in den weitaus meisten Fällen jedoch kein günstiges Ergebnis zeigten und erkennen ließen, daß bei Ingebrauchnahme solcher bekannten Einrichtungen verschiedenerlei unangenehme Begleiterscheinungen eintreffen, die nicht zu vermeiden waren. Bei allen bekannten Ausführungsformen, bei welchen ein mechanisches Schließen und Öffnen stattfindet, mögen es Feder- oder Hebelwerke, Draht- oder Ballauslöser oder solche Vorrichtungen sein, bei denen das Auslösen des Verschlusses durch Verbrennen eines imprägnierten Streifens Papier erfolgt, treten sehr erhebliche Erschütterungen auf, die sich nachteilig auf den Apparat übertragen und im fertig entwickelten Bilde an verschwommenen oder verwackelten Umrissen der Bilder zu erkennen sind. In allen Fällen wird nur ein ruckweises Öffnen bzw. Schließen erfolgen, weil bei den bekannten Ausführungsformen in der Hauptsache solche Hebel zur Verwendung gelangen, die durch eine bedeutende Federkraft plötzlich aus ihrer Arretierung gezogen werden müssen und infolgedessen auch einen plötzlichen Schlag auf den Auslösehebel des Verschlusses ausüben. Hierin ist das Nachteilige zu erblicken.
Für den weniger bemittelten Amateur waren aber auch die bekannten Hilfsmittel mit zu bedeutenden Anschaffungskosten verbunden und er war gezwungen, zu primitiven Hilfsmitteln, wie langen Zugschnüren, Draht- oder Luftballauslösern, zu greifen. Aber selbst die Anschaffung dieser primitiveren Hilfsmittel wird dann teuer, wenn ein Bedienen des Apparates aus größeren Entfernungen erfolgen soll, weil dann die Übertragungsmittel entsprechend länger sein müssen. Ein weiterer sehr erheblicher Nachteil besteht auch in der Unhandlichkeit der teuren sowohl wie der billigeren Hilfsmittel.
Durch den Gegenstand der Erfindung sollen diese Übelstände vermieden werden. Während des Arbeitens erleidet der Apparat selbst nicht die geringsten Erschütterungen, was in der Hauptsache dem Umstände zuzuschreiben ist, daß die Führung der Auslösenocken durch Gewindespindeln vollzogen sind.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt, und es zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht, Fig. 2 eine Vorderansicht. Fig. 3 zeigt einen Einzelteil des Erfindungsgegenstandes, und Fig. 4 ist ein Grundriß nach Fig. 2 mit teilweisem Schnitt. Die Fig. 5 und 6 zeigen die hauptsächlichsten Teile des
Erfindungsgegenstandes in vergrößertem Maßstabe.
Auf einer Gewindespindel i, die beispielsweise durch das Rädergetriebe 2 eines Uhrwerkes in Drehung versetzt wird, ist ein mit einer Durchbohrung versehener Schaltkörper 3 geführt. Dieser Schaltkörper 3 ist an einer Seite, und zwar quer zur Durchbohrung, mit einem Hals 4 versehen, der die Gestalt eines flachgedrückten Würfels besitzt. Der Hals 4 wird im Schlitz 5 des Gehäuses 6 zwangläufig geführt und läuft in dem Knopf 7 aus. An der rückwärtigen Seite des Schaltkörpers 3 ist eine Nut 8 eingearbeitet, die als Führung für eine auf einer federnden Platte 9 angeordnete Rippe 10 dient. Die Federplatte 9 dient dazu, den Schaltkörper 3 stets gegen die Gewindespindel 1 zu drücken, damit das bei 11 in die eine Wand der Durchbohrung
ao eingearbeitete Gewinde stets in den Gewindegang der Spindel 1 eingreift.
An dem Auslösehebel 12 des Objektivverschlusses ist eine Stange 13 angelenkt, die an ihrem oberen abgeschrägten Ende 14 mit einer Einspringung versehen ist. Der auf diese Weise gebildete Haken 15 wird durch die auf die Stange 13 einwirkende Feder 16 stets in der Richtung nach der Rast 17 hin gedrückt. Die Stange 13 ist außerdem noch mit einem Stiftchen 18 versehen, welches in einen Schlitz 19 des Stängelchens 20 eingreift. Das Stängelchen 20 ist an dem bei 21 drehbaren Bügel 22 schwingend aufgehängt. Auf dem Bügel 22 ist ein Stellstück 23 verschiebbar und kann durch eine Schraube 24 auf dem Bügel festgehalten werden. Außerdem ist das Stellstück 23 noch mit einem Nocken 25 und einem Zeiger 26 versehen, welch letzterer auf eine Skala 27 zeigt.
An dem erstgenannten Schaltkörper 3 ist ebenfalls ein Zeiger 28 angebracht, der auf eine an der Gehäusewand befindliche Skala 29 zeigt. Durch einen Druck auf den Knopf 7 gegen die federnde Platte 9 wird der Schaltkörper 3 von der Spindel 1 getrennt und kann nun seitlich in die in Fig. 2 mit 3' bezeichnete Stellung geschoben werden, die dem Nullpunkt der Skala 27 entspricht.
Wird das Schräubchen 24 auf dem Stellstück 23 gelockert, so kann das Stellstück so eingestellt werden, daß zwischen dem Schaltstück 3 und dem Nocken des Stellstückes 23 ein nach der Skala 27 zu bestimmender Abstand sich befindet. Wird das Uhrwerk in Gang gesetzt, so dreht sich die Spindel 1, und das Schaltstück 3 wird durch die Gewindespindel von rechts nach links gedrängt. Sobald das Schaltstück jedoch die Wegstrecke bis zu dem eingestellten Nockenkörper 25 zurückgelegt hat, wird, das Schaltstück 3 mit seiner Oberfläche gegen den Nocken 25 stoßen und diesen und damit auch den Bügel 22 nach oben drängen. Dieses Nachobendrängen hat zur Folge, daß das an den Bügel angelenkte Zugstängelchen 20 ebenfalls nach oben geht und auf diesem Wege durch den Stift 18 die Stange 13 nach oben mitreißt, wobei der Haken 15 der Stange 13 infolge Einwirken der Feder 16 auf die Rast 17 gedrängt wird. Das Heben, der Stange 13 hat das Öffnen des Objektivs zur Folge und die Belichtung beginnt. Währenddessen bewegt sich aber das Schaltstück 3 auf der Gewindespindel immer weiter seitwärts und stößt' zuletzt gegen das abgeschrägte Ende 14 der Stange 13, verdrängt dieselbe seitlich, was zur Folge hat, daß die Nase 15 von der Rast 17 weggedrückt wird. Die Stange 13 kann nun durch den Hebel 12 nach unten gezogen werden, wodurch das Objektiv geschlossen und die Belich- tung beendet ist. Die Auslösemechanismen befinden sich in der Ruhelage, die in Fig. 6 mit 13' und 20' angedeutet ist. Der kleine Schieber 29 dient dazu, ein unbeabsichtigtes Fangen des Hakens 15 auf der Rast 17 zu verhindern, wenn die Belichtung beispielsweise ohne die selbsttätige Auslösevorrichtung, also von Hand wie bei Objektivverschlüssen bekannter Art, stattfinden soll. Der Schieber 30 ist zu diesem Zweck an seinem Fußende z. B. mit einem Stift 31 versehen, der sich lose gegen die Stange 13 mit dem Haken 15 legt. Wird nun der Schieber 30 seitlich, z. B. nach links, verschoben, so drängt er die Stange 13 ebenfalls nach links, damit der Haken 15 mit .der Rast 17 nicht unbeabsichtigterweise in Eingriff kommt. Soll die Auslösung wieder selbsttätig erfolgen, so wird das Schieberchen 30 wieder in seine ursprüngliche Stellung gebracht und die Stange 13 kann sich dann ioo wieder ungehindert seitlich bewegen.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Federwerkauslöser für Objektivver-Schlüsse von photographischen Apparaten, dadurch gekennzeichnet, daß der das Bewegen des Verschlusses vermittelnde Mechanismus durch eine Gewindespindel um einen nach einer Skala vorher einge,stellten Weg seitlich verschoben wird.
2. Auslöser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragung der den Verschluß öffnenden Bewegung von dem durch die Gewindespindel verschiebbaren Stellkörper auf einen schwingenden Bügel erfolgt, der mit einer Zugstange in Verbindung steht, die durch ein Zwischenglied auf den Verschlußhebel wirkt.
3. Auslöser nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die mit der Zugstange und mit dem Auslösehebel in Verbindung
4. Auslöser nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Stellkörper an
stehende Stange mit einer Fangvorrich- I einer Stelle der Spindel das öffnen des
tung versehen ist, um durch Einwirkung j Verschlusses herbeiführt und an einer spä-
einer Federkraft die Stange in der den ] teren Stelle der Spindel die Stange des
Verschluß offen haltenden Stellung vorüber- j Objektivauslösehebels aus ihrer Fangstel-
gehend festzuhalten. \ lung wieder verdrängt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT285552D Active DE285552C (de)

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