DE28353C - Verfahren zur Behandlungder Zuckersäfte mit Elektrizität - Google Patents

Verfahren zur Behandlungder Zuckersäfte mit Elektrizität

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DE28353C
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L. H. DES-PEISSIS in Paris
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    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B20/00Purification of sugar juices
    • C13B20/18Purification of sugar juices by electrical means

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Non-Alcoholic Beverages (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vollständige Gewinnung des Zuckers, welche in den Saturationssäften enthalten ist, wird gegenwärtig sehr erschwert oder beinahe unmöglich gemacht infolge der Alkalien oder alkalischen Erden, welche in dem Safte enthalten sind und die Krystallisation des Zuckers verhindern.
Das nachstehend beschriebene Verfahren bezweckt nun, die Alkalien und Erdalkalien des Zuckersaftes unschädlich zu machen und somit den Theil des Zuckers nutzbar zu krystallisiren, welcher bis jetzt an diese Theile gebunden war und somit verloren ging.
Ein fernerer Vortheil der vorliegenden Erfindung liegt darin, dafs die Kali- und Natronsalze nebst den übrigen Verbindungen, welche im Zuckersaft enthalten sind, in solcher Weise gewonnen werden, dafs deren gewerbliche Verwerthung nutzbringend ist. Nach diesem Verfahren wird also ein doppelter Nutzen erreicht, nämlich erstens mehr Aasbeute und reinerer Zucker und zweitens Verwerthung der sonst unbrauchbaren Rückstände des Saftes in Form von Kali- und Natronsalzen, welche einen Handelswerth haben. .
Die Art und Weise der Behandlung der Zuckersäfte ist nun folgende:
Es ist bekannt, dafs, wenn ein elektrischer Strom eine Flüssigkeit passirt, welche ein Salz in Lösung hat, durch die Wirkung dieses elektrischen Stromes das Salz zersetzt wird, derart, dafs sich die Base oder das Metall an dem s negativen, die Säure hingegen an dem positiven Pol abscheidet.
Wenn man nun zwischen beiden Polen eine poröse Scheidewand auf solche Weise herstellt, dafs der Durchgang des elektrischen Stromes stattfinden kann, die beiden Flüssigkeiten aber, welche durch diese poröse Scheidewand getrennt sind, sich nur langsam mit einander vermischen können, werden die beiden Grundelemente des Salzes, d. h. die Säure und die Base, von einander getrennt, ohne sich sofort wieder zu vereinigen.
Diese Thatsache wird nun in vorliegendem Verfahren dazu benutzt, die Zuckersäfte von den Salzen zu befreien, welche in denselben enthalten sind.
Diese Salze sind besonders Carbonate und Saccharate, welche durch den elektrischen Strom in der Weise zerlegt werden, dafs sich Kohlensäure und Zucker am positiven Pol abscheiden, die Metalle aber unter Zerlegung des Wassers als Basen an den negativen Pol bezw. in das diesen umgebende poröse Gefäfs gehen.
Der für diesen Procefs nöthige elektrische Strom kann auf beliebige Art erzeugt sein, durch Dynamomaschinen, Batterien, Thermosäulen u. s. w. Die Elektroden können aus allen solchen Substanzen hergestellt sein, die vom elektrischen Strom nicht angegriffen werden und keine neuen Salze in die Zuckersäfte bringen. Vorzugsweise wird man daher Piatina und Kohle für solche Elektroden verwenden.
Die poröse Scheidewand oder das poröse Gefäfs, welches den negativen Pol umgiebt und dazu bestimmt ist, die Alkalien des Zuckersaftes von demselben zu trennen, kann aus
unglasirtem Thon, Pergament, Pergamentpapier, Kohle oder irgend einem anderen passenden porösen Material hergestellt sein. Einige dieser ebengenannten Materialien vereinigen die Vortheile der dialytischen Wirkung mit denen der Osmose während der Einwirkung des elektrischen Stromes.
Die Kohlensäure, welche am positiven Pol frei wird, bleibt theilweise in der Lösung, indem sich nur ein Theil verfluchtigt.
Dieses Quantum Kohlensäure ist jedoch dem Zucker nicht schädlich und kann leicht durch einen Zuschlag von Kalk neutralisirt werden.
Wenn die Lösung heifs und auf den gewünschten Grad eingekocht ist, wird sie durch in Zuckersaft unlösliche Carbonate neutralisirt, welche letzteren gleichzeitig die färbenden Substanzen niederschlagen. ,
Die Syrupe und Melassen können unter Erwärmung verarbeitet werden. Diese Methode bringt den doppelten Vortheil, indem die warme Flüssigkeit dem elektrischen Strom weniger Widerstand bietet und andererseits selbst so leicht flüssig wird, dafs kein Wasserzusatz nöthig ist, was für ein schnelles und rationelles Arbeiten sehr wünschenswerth ist.
Die Temperaturerhöhung erleichtert aufserdem die Verflüchtigung der .Gase, welche sich nicht auf den Elektroden ansammeln können, was von grofser praktischer Wichtigkeit ist.
Es ist wünschenswerth, von Zeit zu Zeit das Wasser, welches die Kathode umgiebt, d. h. welches in dem den negativen Pol umhüllenden Gefäfs enthalten ist, durch reines Wasser zu ersetzen.
Es wurde vorher beschrieben, dafs ich die Alkalien und alkalischen Erden aus den Zuckersäften dadurch entferne, dafs ein poröses Gefäfs, welches Wasser enthält, in die Zuckersäfte eingesetzt ist, wobei die negative Elektrode eines Stromkreises in das Wasser des porösen Gefäfses eintaucht. Noch vortheilhafter ist, auch die positive Elektrode eines elektrischen Stromkreises in ein mit Wasser gefülltes poröses Gefäfs eintauchen zu lassen und dieses Gefäfs in die zu reinigenden Zuckersäfte einzusetzen. Es würden also sowohl die positive als auch die negative Elektrode mit einem mit Wasser gefüllten porösen Gefäfs umgeben sein.
Bei einer solchen Anordnung scheiden sich nämlich an der positiven Elektrode die Säuren und das Eisen, welche in Zuckersäften enthalten sind, ab, während die Alkalien und alkalischen Erden, wie schon vorhin beschrieben, an der negativen Elektrode abgeschieden werden. Die porösen Gefäfse erleichtern die Trennung dieser schädlichen Stoffe von den Zuckersäften, so dafs ein gröfserer Procentsatz an krystallisirbarem Zucker erhalten wird.
Es ist jedoch nicht unbedingt nöthig, beide Elektroden mit einem in die Zuckerlösung getauchten porösen und mit Wasser gefüllten Gefäfs zu umgeben, sondern man kann je nach Bedarf und je nach der Zusammensetzung der Zuckersäfte entweder nur die positive oder nur allein die negative Elektrode auf solche Weise vorrichten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    In Verbindung mit einem elektrischen Stromkreis die Anwendung von mit Wasser gefüllten Zellen aus porösem und dialytischem Material, in welches die Kathode des Stromkreises eingetaucht ist, zum Zweck der Trennung der Alkalien und Erdalkalien aus den Zuckersäften.
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