DE28335C - Rapportapparat für Tonsignal. Vorrichtungen - Google Patents

Rapportapparat für Tonsignal. Vorrichtungen

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DE28335C
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DENDAT28335D
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M. D. PORTER in Boston, Mass, V. St. A
Publication of DE28335C publication Critical patent/DE28335C/de
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    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B3/00Audible signalling systems, e.g. audible personal calling systems
    • G08B3/06Audible signalling systems, e.g. audible personal calling systems using hydraulic transmission; using pneumatic transmission

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  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 74: Signalwesen.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Apparat, vermittelst dessen die Zuleitung von Dampf, Luft oder einer anderen atmosphärischen Flüssigkeit zu einem Tonsignal-Apparat nach dem Erfordernifs des jeweilig zu gebenden Signales bewirkt bezw. unterbrochen wird, indem dieser Apparat ein in die betreffende Leitung eingeschaltetes Ventil demgemäfs automatisch öffnet und schliefst, wenn derselbe in die dem zu gebenden Signal entsprechende Stellung gebracht worden ist, was vermittelst eines Handrades auf der Achse eines sich vor einem Zifferblatt bewegenden Zeigers ausgeführt wird, auf welchem Zifferblatt die betreffenden Signale verzeichnet sind.
Bei der Anwendung des Apparates auf Schiffen, welche hier hauptsächlich in Betracht kommt, wird das Zifferblatt also nach Art einer Compafsrose eingetheilt sein und neben diesen Theilungen entweder nur noch für einige fernere, wichtigere oder aber auch für sämmtliche Signale einer Signalordnung Theilstriche aufweisen.
In den beiliegenden Zeichnungen zeigt:
Fig. ι eine Vorderansicht des Apparates,
eine Seitenansicht, theilweise Schnitt, einen Grundrifs in Höhe der Linie 3-3 ι und 2,
einen Grundrifs in Höhe der Linie 7-7 ι und 2 und die
bis 6 und 8 bis 12 sind Details des
Fig. 2
Fig. 3
von Fig.
Fig. 7
von Fig.
Fig. 4
Apparates.
Der Apparat besteht im wesentlichen aus einem kleinen Dampfcylinder A, dessen Kolben D vermittelst der Kolbenstange E und des an dieser befestigten Kreuzkopfes O einen auf einer verticalen Achse i?5 gleitenden cylindrischen Schieber M auf dieser Achse auf- und abbewegt. Der Schieber M ist mit einer Reihe von Stofsscheiben a a ... I versehen, welche bei der Abwärtsbewegung (nach Befinden auch bei der Aufwärtsbewegung) auf einen Hebel R wirken, der mit der Ventilstange c des in die nach dem Signalinstrument führenden Rohrleitung K eingeschalteten Ventils L verbunden ist.
Der Dampfcylinder A ist in geeigneter Weise in dem aus der Fufsplatte C, der Kopfplatte J und den Säulen B Bx B* und B% bestehenden Gestell des Apparates befestigt und nach Art eines Dampfmaschinencylinders construirt. C1 C* sind die Einlafskanäle, C5 der Auspuffkanal, F die Schieberkammer, G der Schieber und Ax, Fig. ι und 3, das Dampfzuführungsrohr. Der Kreuzkopf O gleitet in Führungen Q Q (in der Fig. 3 punktirt angedeutet) an den Säulen B und Bx und greift mit einem gabelförmigen Arm P in eine Nuth des cylindrischen Schiebers M ein.
Damit bei dem Mangel eines die Umsteuerung des Dampfschiebers einleitenden Schwungrades oder eines anderen Kraftsammlers der Schieber nicht nach vollem Hub des Kolbens in einer Endstellung verharre, ist die Steuerung als Doppelschiebersteuerung construirt, indem über dem erwähnten Schieber G, Fig. 2, noch ein zweiter Schieber dz in der Schieberkammer a'* angeordnet ist, von welcher die Kanäle P b3 zu beiden Seiten in die Kammer F des Schiebers G führen, während cz den Auspuffkanal der zweiten Schieberkammer bezeichnet. Der Schieber G bildet gleichsam einen Kolben in seiner Kammer und wird durch den in letztere aus der Schieberkammer a% eintretenden Dampf gesteuert. Bei
der in der Zeichnung angenommenen Stellung der verschiedenen hierbei in Betracht kommenden Theile erfolgt dies von unten gegen die Fläche /3 des Schiebers G. Der Schieber d3 wird vermittelst eines Hebels H durch den cylindrischen Schieber M gesteuert, indem der ungefähr in seiner Mitte um einen Zapfen seitlich des Dampfcylinders A schwingende Hebel H einerseits mit der Schieberstange e3, andererseits mit der geeignet geführten Steuerstange / verbunden ist, welche Anschläge i und k trägt, gegen die der Schieber M mit seiner oberen Stofsscheibe / vor Vollendung seines Auf- bezw. Abwärtshubes anstöfst und damit die Stange /, den Hebel H und den Schieber d3 umsteuert. Der Schieber M gleitet auf der Achse 2?5, welche in der Fufs- und Kopfplatte des Maschinengestelles Lagerung findet mittelst Keiles und Nuth, so dafs er sich nicht auf derselben drehen kann. Die Stofsscheiben a a . . . etc. derselben, deren Anzahl sich nach der Tonzahl des längsten Signales richtet, wirken auf einen Ansatz des unteren Armes j des Hebels R, welcher letztere bei d durch ein Universalgelenk mit der Ventilstange c des Ventils L verbunden ist, Fig. 3 und 6, und mit seinem oberen Arm e in den Schlitz f eines Armes g am Ventilgehäuse eingreift, vermöge welcher Einrichtung dieser Hebel R einerseits in / in der Richtung der Ventilstange c, andererseits in d senkrecht zu dieser Richtung schwingen kann. In der ersteren Richtung wird der Hebel R behufs Oeffnung des Ventils L, wie bereits oben angedeutet, durch die Stofsscheiben a des Schiebers M bewegt, in der anderen, aber behufs Ausrückung desselben aus dem Bereich dieser Stofsscheiben vermittelst seines dritten horizontalen Armes h, welcher durch den Mitnehmer kx an der Stange / heruntergedrückt wird, wenn diese Stange durch die gegen den Anschlag k wirkende obere Stofsscheibe / des Schiebers M behufs Umsteuerung des Dampfcylinders A nach abwärts bewegt wird. In den Fig. 2 und 3 ist der Hebel R als aus dem Bereich der Stofsscheiben α herausgedreht dargestellt; der Schieber M ist in seiner tiefsten Stellung und der Dampfschieber G in der Umsteuerung begriffen. Ist diese erfolgt, so bewegt sich der Kolben B und damit der Schieber M nach aufwärts, ohne dafs die Stofsscheiben des letzteren auf den Hebel R und auf das Ventil L wirken. Nahe seiner höchsten Stellung wirkt der Schieber M mit seiner oberen Stofsscheibe / gegen den Anschlag i der Steuerstange /, hebt diese und steuert damit die Schieber d3 und G, Fig. 2, um und Dampfkolben und Schieber M bewegen sich nach abwärts. Durch die Aufwärtsbewegung der Steuerstange / hat aber der Mitnehmer kl derselben den Hebel R freigelassen und ist dieser vermöge seines Eigengewichtes in die senkrechte Lage gelangt, in welcher der Arm j desselben in dem Bereich der Stofsscheiben α des Schiebers M liegt, Fig. 7, so dafs diese Stofsscheiben bei ihrer Abwärtsbewegung, sofern dieselben an der betreffenden Stelle nicht mit einem Ausschnitt versehen sind, den Hebel R in der Richtung des ■ Pfeiles Fig. 6 bewegen, damit sich das Ventil L öffnen und der Dampf (oder dergleichen) nach dem Signalapparat zur Hervorbringung eines Signaltones gelangen kann. Nach dem Passiren einer jeden Stofsscheibe α schliefst sich das Ventil L vermöge des auf demselben lastenden Dampf- etc. Druckes.
Die einem jeden Signal entsprechenden Ausschnitte hl der Stofsscheiben α liegen in einer senkrechten, d. h. in einer zur Bewegungsrichtung des Schiebers M parallelen Linie und lassen sich so viel solcher Linien in der Peripherie des Schiebers denken, als die Anzahl der Signale beträgt, für welche der Apparat bestimmt ist. So zeigt beispielsweise die Fig. 12 schematisch die abgewickelte Mantelfläche eines Schiebers für elf Signale. Die weifsen Theile in den Stofsscheiben bedeuten Ausschnitte h1, wie solche in den Fig. 8 bis 11 an den Stofsscheiben ι bis 4 im Grundrifs ersichtlich sind, die schwarzen Theile sind diejenigen Stellen der Stofsscheiben, welche auf den Hebel R wirken und damit das Ventil L öffnen. Die obere Stofsscheibe /, welche keine Ausschnitte hat, ist weifs gelassen. Je nach dem zu gebenden Signal wird der Schieber M so gedreht, dafs die diesem Signal entsprechende Stelle desselben dem Hebel R gegenüber steht. Soll z. B. das Signal 5 Q (2-1) gegeben werden, so mufs der Schieber M so eingedreht werden, dafs er sich in der Linie x-x, Fig. 12, an dem Hebel abwärts bewegt. Es werden dann die beiden unteren Stofsscheiben 1,2 auf den Hebel wirken und, dem Signal entsprechend, das Ventil L zweimal nach einander öffnen, die dritte Stofsscheibe, die an dieser Stelle mit einem Ausschnitt hx versehen ist, das Ventil geschlossen lassen, die vierte dasselbe aber wieder öffnen, die fünfte und sechste Scheibe haben an dieser Stelle wieder Ausschnitte und lassen somit das Ventil geschlossen, der Signalapparat wird dabei dreimal ertönen mit einer längeren Pause zwischen der ersten Tongruppe und dem dritten Ton.
Sollen die Töne eines Signales länger andauern, als dies durch die Einwirkung einer Stofsscheibe α auf den Hebel R möglich ist, so werden an der einem solchen Signal entsprechenden Stelle des Schiebers M zwei oder mehrere der betreffenden Stofsscheiben mit einer Längsrippe verbunden. Erstreckt sich eine solche Rippe über die ganze Länge des Schiebers M, so ergiebt dies ein aus einem langgezogenen Ton bestehendes Signal, wie ein solches von Schiffen beim Auslaufen aus dem
Hafen gegeben wird (in der Fig. 12 rechts angedeutet).
Damit ferner der Schieber nicht für jedes kürzere Signal seinen vollen Hub auszuführen braucht, d. h. nicht so weit heruntergehen mufs, bis die Scheibe / den Dampfcylinder umsteuert, können an denjenigen Stofsscheiben, welche den den letzten Ton eines Signales bewirkenden folgen, Stifte b, Fig. 1, angeordnet werden, welche gegen den Anschlag k der Stange / stofsen und dadurch die Umsteuerung des Apparates bewirken.
Behufs Einstellung des Schiebers M in die dem zu gebenden Signal entsprechende Stellung steht die Achse B^ desselben oberhalb der Kopfplatte J des Maschinengestelles durch konische Radgetriebe UV und X1X1 und horizontale Welle W mit der Achse Y in Verbindung, welche einen über einem Zifferblatt mit Theilstrichen für die einzelnen Signale sich bewegenden Zeiger trägt und vermittelst eines Handrades Z gedreht werden kann»
Um eine Drehung des Cylinders M vom Handrade Z aus während seiner Abwärtsbewegung, d. h. also während eines Signales, und damit eine Unterbrechung eines angefangenen Signales unmöglich zu machen, ist dicht über der Kopfplatte J auf der Achse Bh ein Sperrrad T angeordnet, welches so viel Einschnitte a' hat, als die Anzahl der Signale beträgt, für welche der Schieber M eingerichtet ist. In diese Ausschnitte greift die Sperrklinke 61 ein, welche durch eine Feder dl gegen das Sperrrad gedrückt, während des Aufwärtsganges des Schiebers M aber dadurch ausgelöst wird, dafs die Stange / bei ihrem durch die Stofsscheibe / des Schiebers M bewirkten Niedergang mit einem konischen Anschlag gegen die Sperrklinke wirkt und dieselbe ausrückt.
Da nun auf Schiffen der Apparat am besten im Maschinenraum, das Zifferblatt mit Zeiger und Handrad Z aber auf dem Deck oder auf der Commandobrücke aufgestellt wird, so ist es nöthig, den Ausübenden des Signaldienstes die erfolgte Auslösung der Sperrklinke bl und damit die eingetretene Möglichkeit der Umstellung des Apparates auf ein anderes Signal anzuzeigen. Es wird dies in einfacher Weise dadurch bewirkt, dafs die Steuerstange / mit einem Drahtzuge oder dergleichen verbunden wird, durch welchen bei der Abwärtsbewegung der Stange I, das ist also bei Vollendung des Niederganges des Schiebers M, eine Glocke oder dergleichen in der Nähe des Handrades Z in Bewegung gesetzt wird.
Um ferner die Bewegungsgeschwindigkeit des Schiebers M und damit die Länge der zwischen den einzelnen Tönen und Tongruppen eines Signales liegenden Pausen nach Erfordernifs reguliren zu können, sind seitlich des Dampfcylinders A zwei Cylinder C1 C1 angeordnet, welche mit OeI, Glycerin oder dergleichen consistenter Flüssigkeit gefüllt sind und deren Kolben D1 £>' durch Kolbenstangen Έ1 E1 mit dem Kreuzkopf O in Verbindung stehen und von diesem in ihrem Cylinder auf- und abbewegt werden. Oeffnungen e1 e1 in den Kolben D1 D1 gestatten den Durchtritt der Flüssigkeit in den Cylindern durch die Kolben beim Auf- und Niedergang derselben, und ist die Weite dieser Oeffnungen entweder durch einen Hahn regulirbar oder, wie in dem dargestellten Beispiel angenommen, durch einen Schraubenpflock/1 mit konisch verlaufendem Einschnitt gl, so dafs je nach Einschraubung des Pflockes die Durchtrittsöffnung weiter oder enger gestellt und damit der dem Kolben D im Dampfcylinder A durch die Flüssigkeit in den Cylindern C1 C1 zu leistende Widerstand verringert oder vermehrt werden kann.

Claims (4)

Patent-AnSprüche:
1. Ein Rapportapparat für durch Dampf oder andere motorische Flüssigkeiten betriebene Signalvorrichtungen, vermittelst dessen das in die betreffende Dampf- etc. Leitung eingeschaltete Ventil L nach dem Erfordernifs des jeweilig zu gebenden Signales geöffnet und geschlossen wird, und welcher charakterisirt ist durch den mit Stofsscheiben α α , . . I ausgerüsteten, vermittelst des Kolbens eines Dampfcylinders A auf einer Achse B5 auf- und abbewegten cylindrischen Schieber M, dessen Stofsscheiben in der einen Bewegungsrichtung auf einen mit der Ventilstange c verbundenen und aus dem Bereich des Schiebers M ausrückbaren Hebel R wirken und damit das Ventil öffnen, für die Pausen zwischen den einzelnen Tongruppen eines Signales aber mit Ausschnitten hl versehen sind, so dafs die betreffenden Stofsscheiben den Hebel R passiren, ohne auf denselben zu wirken.
2. Bei dem unter 1. charakterisirten Rapportapparat behufs Eindrehung des Schiebers M in die dem jeweilig zu gebenden Signal entsprechende Stellung die Verbindung der Achse i?5 desselben durch konische Radgetriebe oder dergleichen mit der Achse eines Zeigers, welcher über einem mit Theilstrichen für die einzelnen Signale einer Signalordnimg versehenen Zifferblatt angeordnet ist und durch ein Handrad Z in Bewegung gesetzt werden kann.
3. Bei dem unter 1. charakterisirten Rapportapparat die Steuerung des Dampfcylinders A durch den Schieber M vermittelst der auf- und abbeweglichen Stange /, welche zu diesem Zwecke mit Anschlägen versehen und durch den Hebel H mit der Schieberstange des Dampfcylinders verbunden ist.
4. Bei dem unter 1. charakterisirten Rapportapparat die Anordnung des Sperrrades T
auf der Achse des Schiebers M, in dessen Zähne a1 eine Sperrklinke bl eingreift, die während der Abwärtsbewegung des Schiebers M durch eine Feder d1 im Eingriff mit dem Sperrrade erhalten, während der Aufwärtsbewegung des Cylinders aber durch einen Anschlag der Stange / ausgerückt wird. Bei dem unter i. charakterisirten Rapportapparat behufs Regulirung der Bewegungsgeschwindigkeit des Schiebers M die Anordnung eines oder mehrerer Cylinder C1 C, welche mit OeI oder dergleichen gefüllt sind und deren Kolben ΏΛ mit dem Kreuzkopf O an der Kolbenstange des Dampfcylinders verbunden und mit der Weite nach regulirbaren Durchtrittsöffnungen e' für das OeI etc. versehen sind.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT28335D Rapportapparat für Tonsignal. Vorrichtungen Active DE28335C (de)

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