DE2829481C2 - Asbestfreies Reibmaterial - Google Patents

Asbestfreies Reibmaterial

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DE2829481C2
DE2829481C2 DE2829481A DE2829481A DE2829481C2 DE 2829481 C2 DE2829481 C2 DE 2829481C2 DE 2829481 A DE2829481 A DE 2829481A DE 2829481 A DE2829481 A DE 2829481A DE 2829481 C2 DE2829481 C2 DE 2829481C2
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D69/00Friction linings; Attachment thereof; Selection of coacting friction substances or surfaces
    • F16D69/02Composition of linings ; Methods of manufacturing
    • F16D69/025Compositions based on an organic binder
    • F16D69/026Compositions based on an organic binder containing fibres

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

Kryolith(Na3AlF6oder3NaF - AlF3), KryoUthionit(3 NaF · 3 UF ■ 2 AlF3),
Eulytit (3 SiO2 - 2 Bi2O3X
Ferberit (FeWO4X FOrSIeHt(Mg2SiO4X
Bleiglanz (PbSX
Glauberit (Na2SO4 - CaSO4),
HaUt(NaClX
Lanarkrit (Pb2S · (SO4)X Laurionit (PbCl2 · Pb(OH)2X
BIeUuUk(Pb(OH)2 - PbSO4 - 2 PbCO3X LepidoUt (KIi[Al(OH, F)2]Al(SiO3);,), Bleiglätte (PbO),
Matlockit(PbO · PbCl2X Mendipit(2PbO PbCl2),
Mimetit(9 PbO - 3 As2O5
Monetit (HCaPO4X
Nantokit (CuCl),
Parisit(CaO · 2 CeOF · 3 CO2X Phlogopit((K,H)3Mg3Al(Si04)3..j(+Na,Fe,F)X Powellit(CaO · MoO3X
Pyromorphit(PbCl23 Pb3(Po4J2), Pyrrhotit(Fe5Se2 Fd6Si7X
Scheelit (CaWo4X Stolzit(PbO · WO3),
Strontianit (SrCO3),
Sylvit (KCl),
Thenardk (Na2SO4),
Triphylit-Lithiophyllit (Li(Fe, Mn)PO4), Vanadinit(9 PbO · 3 V2O5 · PbCl2), Villiaumit (NaF),
Witherit(BaO · CO2),
Wollastonit (CaSiO3),
Wulf enit (PbMoO4), Xenotim (Y2O3- P2O5).
Die pulverisierten anorganischen Materialien können kristallin oder amorph in ihrer Struktur sein, solange sie in den Härtebereich für ihre einzelnen Teilchen fallen und in der Lage sind, die Stabilität innerhalb des erwünschten Temperaturbereiches zu behalten. Die Teilchengröße dieser pulverisierten Materialien ist nicht besonders kritisch. Teilchengrößen von 0,5 bis 100 μπι können gut verwendet werden.
Als hitzehärtbare Harze (D) können solche benutzt werden, die als brauchbar bei der Herstellung von Bremsbelagmaterialien bekannt sind. Diese sind beispielsweise Harnstofformaldehydharze, Phenolformaldehydharze, Melaminformaldehydharze, Alkydharze, Polysiloxane und Epoxyharze. Die Phenolformaldehydharze sind bevorzugt.
Die Reibmaterialien nach der Erfindung enthalten zweckmäßig 15 bis 20 Gew.-% des hitzehärtbaren Harzes (D), 10 bis 15 Gew.-% Acajounußteilchen (A), 6 bis I2V2 Gew.-°/o der nicht aus Asbest bestehenden Fasern (B) und 25 bis 35 Gew.-% der pulverisierten anorganischen Verbindung (C). Zweckmäßig enthalten diese Reibmaterialien zusätzlich 3 bis 10 Gew.-% Kautschukteilchen, 10 bis 30 Gew.-% Schwerspat, 1,5 bis 6 Gew.-% Metallteilchen, 0,2 bis 2 Gew.-% Ruß, 0,5 bis 5 Gew.-% Hexamethylentetramin und 0,5 bis 5 Gew.-% Calciumcarbonat sowie ggf. zusätzlich 10 bis etwa 15 Gew.-% eines unbeladenen Molekularsiebs.
Beispielsweise besteht ein Reibmaterial nach der Erfindung aus
a^ 29—32 Gew.-°/o Calciumcarbonat,
b) 3,5 bis 4,0 Gew.-% flaumigen Glasfaserflocken mit einer durchschnittlichen Faserlänge von etwa 3,2 min,
c) 3,5 bis 4,0 Gew.-% flaumigen Glasfaserflocken mit einer mittleren Faserlänge von 12,7 mm,
d) 15—18 Gew.-% hitzehärtbarem Phenolharz,
e) 9—12 Gew.-% Acajounußteilchen,
f) 6,0—7,5 Gew.-% Kautschukteilchen,
g) 17—20 Gew.-% Baryten,
h) 2£bis4,0Gew.-%Zinkmetailschnkzeln,
i) 0,5 bis 1,5 Gew.-% Ruß,
j) 1,0 bis 2,0 Gew.-% Hexamethylentetramin und
k) 1,0 bis 2,0 Gew.-% Calciumaluminat sowie ggf.
zusätzlich 3,0 bis 4,5 Gew.-% eines unbeladenen Molekularsiebs.
Nach dem sorgfältigen Vermischen kann das Gemisch in die geeigneten Formen gefüllt und unter Hitze und Druck in der üblichen Weise gehärtet werden. Wenn erwünscht, können nach Beendigung der Härtung und nach der Entformung die Reibbeläge auf die genaue erwünschte Größe zugeschnitten werden.
Die fertigen Reibbeläge werden dann auf üblichen Bremsbacken mit herkömmlichen Mitteln befestigt, entweder durch Anformen zu einem Stück, Vernieten oder Binden mit einem Klebstoff auf Kautschuk-Lösungsmittelbasis.
Vergleichsbeispiele 1 und 2
Asbesthaltige Scheibenbremsenbeläge für die Verwendung als Vergleichsproben in einer Reihe von Vergleichsversuchen wurden folgendermaßen hergestellt:
Ein mit einem Wirbelrührer ausgestatteter Mischer wurde mit Asbest, Phenolharz, Acajounußteilchen, Kautschukteilchen, Calciumaluminat, Baryten, Zinkschnitzeln, Hexamethylentetramin, Ruß und Molekularsieben 3A in den von der US-PS 3916 062 angegebenen Mengenverhältnissen beschickt
Der Mischer wurde 30 Sekunden gewälzt, wonach der Rührer angestellt wurde und das Gemisch weitere 4,5 Minuten durchmischte. Der Mischer wurde dann in einen Behälter entleert
Scheibenbremsenbeläge wurden aus dem Gemisch geformt, indem eine Menge in eine Form gegeben und bei 80 bar mit einer Verweilzeit in der Form von 10 Sekunden behandelt wurde. Die Probe wurde dann bei 149°C während 15 Minuten bei 267 bar unier Entgasen am Ende einer Minute und am Ende von 2,5 Minuten gehärtet Die resultierenden Scheibenbeläge wurden dann aus der Form ausgestoßen und abgekühlt
Die Kanten der Probe wurden beschnitten, und die Proben wurden unter Zwang in einem Formbehälter zur Verhinderung eines Quellens während 8 Stunden nacherhitzt Die Temperatur wurde linear über eine Zeitdauer von 1,5 Stunden auf 2040C gesteigert und dann während der restlichen Zeit auf diesem Punkt gehalten. Nach dem Kühlen wurden die Proben aus der Form genommen.
Vergleichsbeispiel 1 repräsentiert Asbestbremsbeläge, die im Laboratorium hergestellt wurden. Vergleichsbeispiel 2 repräsentiert identische Bremsbeläge, die in einer Produktionsanlage hergestellt wurden.
Die so hergestellten Bremsbeläge wurden dann auf geeigneten Metallträgerplatten in herkömmlicher Weise befestigt und in einer Mercury-Sedan-Vorrichtung 1976 in voller Größe für den Straßentest befestigt. Das Testverfahren ist ein simuliertes Verfahren mit einem
Whitehorse Mountain.
13.
vorausgehenden wird durchgeführt.
1. Die Wirksamkeit der Bremsen wird mit 48 und 96 km/Std. bestimmt, wobei 93° C die Grenze für den heißesten Rotor oder die heißeste Trommel sind.
2. Die Bremsen werden bei heißestem Rotor oder heißester Trommel auf 66° C gekühlt, und die Ausgangstemperaturen werden aufgezeichnet
3. Das Rückstellvermögen wird bei einem Stopper, von 48 auf 0 km/Std. bei 3 m/sec2 im Getriebe geprüft
4. Drei Warmstops von 88 auf 8 km/Std. bei 4,5 m/sec2 im Getriebe.
5. Sieben ruckartige Stops von 80 auf 64 km/Std. bei 3 m/sec2 im Getriebe und der aufgezeichneten Temperatur.
6. Der erste Schwindungsstop wird von 88 auf 0 km/Std. bei 4,5 m/sec2 im Getriebe durchgeführt, und die Temperaturen werden auf jezeichnet
7. Sieben weitere ruckartige Stops ähnlich dem ersten werden durchgeführt
8. Der zweite Schwindungsstop ähnlich dem ersten wird durchgeführt, und die Temperaturen werden aufgezeichnet
9. Vier weitere ruckartige Stops ähnlich dem ersten werden durchgeführt
10. Ein dritter Schwindungsstop ähnlich den vorausgehenden beiden wird durchgeführt
11. Sieben weitere nickartige Stops ähnlich dem ersten werden durchgeführt
12. Ein vierter Schwindungsstop ähnlich den drei
14.
15.
16.
17.
Das Fahrzeug wird mit 64 km/Std. 0,6 km gefahrea Die Maximaltemperaturen werden aufgezeichnet
Das Fahrzeug wird weiter mit 64 km/Std. gefahren, und die Temperaturen werden 03 km vor dem Rückstellungsstop aufgezeichnet
Ein Rückstellungsstop wird von 48 auf 0 km/Std. bei 3 m/sec2 im Getriebe durchgeführt
Stufen 14 und 15 werden wiederholt, bis insgesamt acht Rückstellungsstops beobachtet wurden, und die Temperaturen werden aufgezeichnet
Eine Schwindungsstoppnöfung wird dann von 88 auf 0 km/Std. bei 4,5 m/sec2 im Getriebe durchgeführt
Die Stufen 2 bis einschließlich 17 werden für insgesamt drei Senken wiederholt
Die Wirksamkeit der Bremsen wird bei 48 und 96 km/Std. bei 93° C für den heißesten Rotor oder die heißeste Trommel geprüft
20. Die Bremsen werden dann inspiziert und die Abnutzung gemessen.
Die Bremsbeläge werden während des Tests hinsichtlich des Geräuschs und der Kautschukbindung, wobei eine Skala von 10 (= ohne Geräusch) bis 0 (= völlig unannehmbar) verwendet wird, und natürlich hinsichtlich des Schwundes und der Bremsfähigkeit bewertet Bei Beendigung des Tests werden die Bremsen hinsichtlich der Belagabnutzung und des Belagzustandes und des Rotorzustandes geprüft. Die so erhaltenen Ergebnisse sind in der Tabelle I zusammengestellt
Tabelle I Beispiel 1 Beispiel 2
S keine keine
Geräusch und Kautschuk
bindung stumpf gesprenkelt, etwas etwas spuckend
Belagzustand spuckend
70-85% Materialüberführung starke Textur
Rotorzustand 1,98 0,58
Maximale Abnutzung (mm) etwas überwirksam, alle gute Leistung, gute
Testbewertung anderen Testphasen zufrieden Abnutzung und Rotor-
stellend konditionierung
Beispiele 1 bis 4
Nach einem Verfahren analog dem, das in den Beispielen 1 und 2 beschrieben ist, wurden die in Tabelle II aufgeführten Bestandteile miteinander vermischt und zu Scheibenbremsbelägen gehärtet.
Tabelle II Beispiel Nr. 2 3 4
Bestandteile 40 40 40
23 23 23
Menge (Gewichtsteile) - - -
Zinkoxid 1 5 5 5
Hitzehärtbares Phenolharz 40
Glasfasern 23 14 14 14
*) Glasfasern (vor der Zugabe 5
flaumig gemacht) -
Acajounußharzteilchen
14
Fortsetzung 28 2 29 481 8 2 4
7 Bestandteile 15 15 2
4 4 15
Beispiel 2 Nr. 2 4
Calciumaluminat Menge ι 1 ;Gewii; Ii Isteile) 1 2
Baryte 1 5 2 5 1
Zinkmetallschnitzel 13,8 2 13,8 5
Hexamethylentetramin 15 um sie flaumig zu machen 13,8
Ruß 4
Molekularsiebe 3A 2
Kautschukteilchen 1
*) Geschnittene Flocken wurden 5
13,8
während kurzer Zeit gewälzt,
Alle Härtungen wurden während 15 Minuten bei 1490C in der Form und dann während 8 Std. bei 2040C während der Nachhärtungskonditionierung durchgeführt.
Beim Testen, wie für die Vergleichsbeispie'.e 1 und 2 beschrieben, wurden die in Tabelle III zusammengestellten Ergebnisse erhalten.
Tabelle III Beispiel
12 3 4
Geräusch und Kautschukbindung
Belagzusiand Rotorzustand Maximale Abnutzung (mm) Testbewertung
8 Fälle quietschend, schlechteste Bewertung
Innenmaterialfluß 1000Z1 satinartig 2,4
beim Vollgasfahren Pedal 1 und 2 Senken. Innenbeläge zeigten Materialfluß
41 Fälle quietschend,
schlechteste Bewertung 3
Innenmaterialfluß
100% satinartig
1,5
hohe Kompressibilität, unannehmbares
Geräusch
30 Fälle Kautschukbindung, schlechteste Bewertung 8,
35 Fälle quietschend, schlechteste Bewertung 3
starke Brüche
50-70% satinartig
1,5
Leistung OK,
Geräusch und
Kautschukbindung
während des gesamten Tests
17 Fälle Kautschukbindung, schlechteste Bewertung
leichte Brüche mittelstarke Textur 1,4
*) Beispiel Nr. 4 wurde während eines standardisierten Kreises von 26,5 km getestet, der im Stadtverkehr einer größeren Stadt im Osten der USA ausgewählt wurde.
Beispiele 5 und 6, Vergleichsbeispiel 3
Bremsbeläge wurden wie in den vorausgehenden Beispielen zusammengestellt und gehärtet. Die Mengenverhältnisse der verwendeten Bestandteile sind in der nachfolgenden Tabelle IV gezeigt
Tabelle IV
Bestandteile
Menge (Gewichtsteile)
Beispiel 5 Vergleichs
beispiel 3)
Zinkoxid Glasfasern (flaumig) Hitzehärtbares Phenolharz
AcajounuBharzteilchen
5 23
14 Bestandteile
Menge (Gewichtsteile)
Beispiel 5 Vergleichs-
beispiei 3)
Kautschukteilchen 13,8 13,8
Calciumaluminat 2 2
Baryte 31 55
Zinkteilchen 4 4
Hexamethylentetramin 2 2
Ruß 1 1
Molekularsieb 3A 5 5
Die Härtungs- und Nanhhärtungsbedingungen sind die gleichen, wie für die Beispiele 1 bis 4 beschrieben. Das Testen erfolgte wie in den Vergleichsbeispielen und 2. Die Ergebnisse sind in der Tabelle V zusammengestellt
Tabelle V
ίο
Beispiel S
Vergleichsbeispiel 3
Geräusch und Kautschukbindung
Belagzustand Rotorzustand
Maximale Abnutzung (mm) Testbewertung
11 Fälle quietschend, schlechteste Bewertung 7
starke Brüche leichtes Verschmoren
1,0
langsames Rückstellvermögen,
etwas Geräusch, leichte Rotor-
verschmorung
13 Fälle Kautschukbindung, schlechteste Bewertung 7, 3 Fälle quietschend, schlechteste Bewertung 8
starke Brüche
50% poliert
50% starke Textur
3,8
schlechte Belagfestigkeit, hohe Abnutzung, häufige Bindung, hohe Kompressibilität
Beispiele 6 bis 10
Bremsbeläge wurden wie in den vorausgehenden Beispielen hergestellt und gehärtet. Die Zusammensetzungen sind in Tabelle VI angegeben.
Tabelle VI
Bestandteile
Beispiel
Menge (Gewichtsteile)
6 7
10
Zinkoxid 27,5 27,5 27,5 27,5 27,5
Glasfasern (flaumig) 5 5 5 5 5
Hitzehärtbares Phenolharz 23 18 23 23 23
Acajounußharzteilchen 14 14 14 14 14
Kautschukteilchen 13,8 13,8 19 19 14
Calciumaluminat 2 2 2 2 2
Baryte 27,5 27,5 27,5 27,5 27,5
Zinkmetallschnitzel 4 4 4 4 4
Hexamethylentetramin 2 2 2 2 2
Ruß 1 1 1 1 1
Molekularsieb 3A 5 5 5 5 5
Dicker Graphit - - - - 2
Die Beläge wurden, wie für die Beispiele 1 bis 4 beschrieben, gehärtet und konditioniert und gemäß den Vergleichsbeispielen 1 und 2 getestet. Die Ergebnisse sind in der .Tabelle VH zusammengestellt
Tabelle VII
Beispiel Nr. 6
10
Geräusch
Belagzustand
Rotorzustand
12 Fälle quietschend, schlechteste Bewertung 6 leichte Brüche
50% satinartig 50% poliert
12 Fälle quietschend, schlechteste Bewertung 6
stark spuckend und angefressen, gebrochen
80% starke Übertragung
stark gebrochen -
60% stark
geschrumpft
W-
ti
28 29 481 7 1 8 12 9 1 Beispiel 14 12 13 14 15 2 Fälle quiet 15 Fälle quiet keine keine
I 11 1,6 4,1 - I 14 50 27,5 27,5 27,5 schend, schlech schend., schlech
if:
ι Fortsetzung
I 2 5 5 5 10 teste Bewertung teste Bewertung
(I Beispiel Nr. Testbewertung Test unvoll Test fehl I 27,5 15 23 23 23 8 8
zufriedenstel ständig infolge geschlagen nach 10 I Menge (Gewichtsteile) 4 14 14 14 14 mittelmäßig leicht spuckend, mittelmäßig linke Seite
gCurcciicn, rechte 9
Seite stark I
spuckend
I Maximale Ab- 0,7 lend, doch Versagens des Politur infolge 1 11 2 13,8 14 14 14 spuckend, leicht KUIl K spüCicenu
I nutzung (mm) leichte Rotor- Bremsbelags des Geräusch I 27,5 1 2 2 2 2 angefressene angefressen 90% dunkel satin
I Testbewertung ausgezeichnete schmorung problems Test fehl- I 10 5 15 27,5 27,5 27,5 Oberfläche, artig
I Leistung bezüg- geschlagen nach I Hitzehärtbares Phenolharz 23 - 4 4 4 4 Brüche 1,5
|| Hch Abnutzung Politur infolge I Acajounußharzteilchen 2 2 2 2 80% satinartig 75% poliert 100% dunkel
und Rotorkondi- Beispiele 11 bis 15 des Geräusch- I Kautschukteilchen 1 1 1 ' 1 satinartig
tionierung. problems Calciumaluminat 5 5 5 5 4,9 0,76 1,4 "
Geräusch und Baryte 5 - -
Brüche vorhander Zinkmetallschnitzel Härtung und Konditionierung waren die gleichen, wie in den Beispielen 1 bis 4 beschrieben, und das Testen bei Vollgas 15 Markie Testergebnisse
Hexamethylentetramin erfolgte, wie in den Vergleichsbeispielen I und 2 beschrieben. Die Ergebnisse sind in Tabelle IX zusammengestellt Pedal erste rungen, alle an zufriedenstel
Bremsbeläge wurden wie in den vorausgehenden Beispielen hergestellt und gehärtet. Die Zusammensetzungen Ruß Tabelle IX Senke hoch, Ab deren Phasen lend^ !untere
sind in der Tabelle VIII gezeigt. Molekularsieb 3A Beispiel nutzung gut, zufrieden Bremsen ent
Tabelle VIII Kryolith Geräusch und 9 Fälle quiet- Rotoren zweite stellend wickelten ab
Bestandteile Kautschuk- sehend, schlech- und dritte Senke norm hohe
bindung teste Bewertung zufrieden Temperatur
8 stellend
Zinkoxid Belagzustand stark spuckend,
Glasfasern (flaumig) stark
angefressen
Rotorzustand 70% satinartig
Maximale Ab- 1,4
nutzung (mm)
Testbewertung 9 Markierungen,
alle anderen
Phasen des Tests
zufrieden
stellend
13
Beispiele 16 bis 21
14
Bremsbeläge wurden wie in den vorausgehenden Experimenten hergestellt und gehärtet. Die Zusammensetzungen sind in Tabelle X gezeigt.
Tabelle X
Bestandteile
Beispiel
Menge (Gewichtsteile)
16 17 18
19
20
21
Zinkoxid 27,5 27,5 50 27,5 55 27,5
Glasfasern (flaumig) 7,5 7,5 5 5 5 7,5
Hitzehärtbares 23 23 15 23 15 23
Phenolharz
Acajounußharzteilchen 14 14 14 14 14 14
Kautschukteilchen 14 10 8,8 14 8,8 8
Calciumaluminat 2 2 2 2 2 2
Baryte 27,5 27,5 15 27,5 15 27,5
Zinkmetallschnitzel 4 4 4 4 4 4
Hexamethylentetramin 2 2 2 2 2 2
Ruß 1 1 1 1 1 1
Molekularsieb 3A 5 5 5 5 5 5
Härtung und nachhärtende Konditionierung waren gleich, wie für die Beispiele 1 bis 4 beschrieben. Das Testen erfolgte, wie für die Vergleichsbeispiele 1 und 2 beschrieben. Die Ergebnisse sind in Tabelle XI zusammengestellt.
Tabelle XI
Beispiel 17 18
16 keine 3 Fälle gequetschtes
Geräusch und Kautschuk keine Quietschen, schlechteste
bindung Bewertung 9
mittelmäßig spuckend stark spuckend
Belagzustand linke Seite gebrochen,
rechte Seite stark
spuckend 100% satinartig 100% dunkel satinartig
Rotorzustand 90% dunkel satinartig 0,7 0,9
Maximale Abnutzung 1,5
(mm) langsames Rückstellver alle Phasen des Tests
Testbewertung geringe Effektivität, hin mögen, hohe Drücke - waren gut
tere Bremsen entwickelten hohe Temperatur der
hohe Temperatur, Beläge hinteren Bremsen, guter
zeigten geringe Rotorzustand, geringe
Abnutzung Abnutzung
Tabelle Xl (Fortsetzung)
Beispiel 19
21
Geräusch und Kautschukbindung
Belagzustand
Rotorzustand
4 Fälle Bremsfehler, 1 Fall gequetschtes Quietschen, Bewertung 9
mittelmäßig spuckend 100% satinartig
4 Fälle quietschend, schlechteste Bewertung 8
mittleres Spucken 95% satinartig
keine
leichtes Spucken 95% satinartig
Fortsetzune
Beispiel 19
20
Maximale Abnutzung
Testbewertung
0,45
niedrige Effektivität, sehr hohe hintere Temperaturen, beides infolge der Tatsache, daß die Vorderbeläge in der zweiten und dritten Senke unter der Effektivität waren
alle Phasen zufriedenstellend, etwas Geräusch
(SQ 8, 9), welches bei der
zweiten Senke ausgeschaltet wurde
1,0
hohe Belagdrücke, kein
Rückstellvermögen,
mäßige Effektivität, hohe hintere Temperatur
*) Gequetschtes Quietschen ist ein hohes Quietschen am Ende des Bremsens.
Beispiele 22 bis 24
Bremsbeläge wurden wie in den vorausgehenden Beispielen hergestellt und gehärtet Die Zusammensetzungen sind in Tabelle XII gezeigt
Tabelle XII
Bestandteile
Beispiel Nr.
Menge (Gewichtsteile)
Zinkoxid 27,5 50 50
Glasfasern (flaumig) 7,5 5 5
Hitzehärtbares Phenolharz 23 15 18
Acajounußharzteiichen 14 14 14
Kautschukteilchen 10 8,8 8,8
Calciumaluminat 2 2 2
Baryte 27,5 15 15
Zinkmetallschnitzel 4 4 4
Hexamethylentetramin 2 2 2
Ruß 111
Molekularsieb 3A 5 5-
Härtung und Nachhärtungskonditionierung erfolgte, wie für die Beispiele 1 bis 4 beschrieben wurde. Die so Tabelle XIII
erzeugten Beläge wurden in der üblichen Weise wie in den vorausgehenden Beispielen auf einem Standard-Mercury-Sedan 1976 befestigt und hinsichtlich der Schwundbeständigkeit folgendermaßen getestet:
1. Drei aufeinanderfolgende Stops erfolgen von 48 auf Okm/Std bei 3 m/sec2 in hohem Gang, 88—930CTerroeraturmaximumbei einer Bremse.
2. Zehn Stops zur Ermittlung des Schwundes erfolgen von 96 auf 0 km/Std. in hohem Gang mit einem Intervall von 6,4 km bei 4,5 m/sec2 und 60 bis 66° C Temperaturmaximum bei einer Bremse für einen Stop.
3. Der Wagen wird mit 64 km/Std. Kühlgeschwindigkeit 1,6 km nach dem letzten Schwundstop gefahren.
4. Fünf Stops von 48 km/Std. bei 3 m/sec2 im höchsten Gang werden durchgeführt.
Die Bremsen werden dann durch 35 Stops von 64 km/Std. bei 3 m/sec2 mit 121°C Bremsentemperatur oder eine Meile im höchsten Gang poliert.
6. Die Stufen 1,2 und 3 werden dann wiederholt.
7. Die Bremsen werden dann hinsichtlich der Abnutzung und des Zustandes geprüft
Die Ergebnisse sind in der Tsibelle XIII aufgeführt.
25
30
35
40
Beispiel Nr. 22
24
Geräusch und Kautschukbindung
Belagzustand
Rotorzustand
Maximale Abnutzung
Testbewertung
4 Fälle von Kautschukbindung, schlechteste Bewertung 9,
4 Fälle Quietschen, schlechteste Bewertung 9, 1 Fall Bremsversagen
außen Brüche, innen Brüche
30% poliert 70% Übertragung
6,4
Schwund bei 10 Stops OK, Pedal in voller Fahrt 9-15, Stopschwund, Belag übel gebrochen, Test schlecht 19 Fälle Quietschen, schlechteste Bewertung 9,
2 Fälle Drahtbürstenwicklung, schlechteste Bewertung 9,
3 Fälle gequetschtes Quietschen, schlechteste Bewertung 9
leichtes Spucken, leicht
angefressen
70% satinartig
30% poliert
mittelstarkes
Spucken, leicht
angefressen
50% satinartig
50% mittelstarke
Übertragung
2,5
230 241/237
29 48Ί
18
Beispiele 25 bis 28 und Vergleichsbeispiel4
Bremsbeläge wurden, wie in den vorausgehenden Beispielen beschrieben, zusammengesetzt und gehärtet Die Zusammensetzungen sind in der Tabelle XIV aufgeführt
Tabelle XIV Beispiel Nr. 26 27 Vergleichs 28
Bestandteile _ beispiel 4 _
50 - 28,5 30
Menge (Gewicbtsteile) - - 30 15
5 5 - 12,5
Asbest 25 - - 2,5 -
Zinkoxid _ 15 15 - 15
Calciumfluorid 30 14 14 13 14
Glasfasern (flaumig) 15 8,8 8,8 14 8,8
Calciumcarbonat 10 2 2 8,8 2
Hitzehärtbares Phenolharz - 15 25 2 15
Acaj ounußharzteilchen 15 4 4 15 4
Kautschukteilchen 14 2 2 4 2
Calciumaluminat 8,8 1 1 2 1
Baryte 2 5 5 1 5
Zinkmetallschnitzel 15 1 - 5 -
Hexamethylentetramin 4 - 40 - -
Ruß 2 -
Molekularsieb 3A 1
Dicker Graphit 5
Kryolith -
-
Die Härtung und Nachhärtungskonditionierung waren die gleichen, wie sie in den Beispielen 1 bis 4 beschrieben wurden. Die Beläge wurden in Standardausführung auf einem Kleinbus m voller Größe Mercury 1976 befestigt. Die Beläge wurden getestet, wie für die Vergleichsbeispiele 1 und 2 beschrieben wurde. Die Ergebnisse sind in der Tabelle XV zusammengestellt.
Tabelle XV
Beispiel Nr. 25
27
Vergleichsbeispiel 4
28
Geräusch und
Kautschuk-
binJung
keine
Belagzustand
Rotorzustand
Maximale
Abnutzung (mm)
leichtes Spucken, leichte Brüche, mittelstark angefressen
65% satinartig, 35% poliert
0,9
91 Fälle Quietschen, 1 Fall gequetschtes Quietschen
mittelstarkes Spucken, starke Brüche, mittelstarke Brüche
20% satinartig, 80% Übertragung
2 Fälle gequetschtes Quietschen, Bewertung 7-9,2 Fälle Drahtbürstengeräusch, schlechteste Bewertung 8, 2 Fälle Kautschukbindung, schlechteste Bewertung 9 mittelleichtes Spucken, starke Brüche und angefressen 65% satinartig, 20% poliert, 15% Übertragung 0,9
1 Fall gequetschtes Quietschen, Bewertung
keine
starkes Spucken,
mittelleicht
angefressen,
Überhang
25% satinartig,
75% mittelstarke
Übertragung
0,9
leichtes Spucken, mittelstark angefressen, 15 mittelstarke Brüche
95% satinartig, 5% poliert
0,8
IR und gehärtet Die Zusam- Beispiel Nr. 481 20 Bestandteile Beispiel Nr. 31
28 29 Beispiele 29 bis 31 mensetzungen sind in Tabelle XVl angegeben. s Menge (Gewichtsteile) )0 Menge (Gewichtsteile) , 2 Fälle nach links
Bremsbeläge wurden wie in den vorausgehenden Bei Tabelle XVI 29 30 31 gezogen, schlechteste
spielen zusammengestellt 10 20 29 30 31 Bewertung 1, 1 Fall
35 25 Quietschen, Bewer
Bestandteile 5 12,5 12,5 15 Calciumaluminat 2 2 2 tung 9
40 Baryte 15 15 15
15 15 15 Ton
Zinkmetallschnitzel
10
4 4 4
mittelstark ange
Zinkoxid 14 14 14 Hexamethylentetramin 2 2 2
111
fressen
Calciumfluorid 8,8 8,8 8,8 Ruß 111
Glasfasern (flaumig) 40% satinartig,
Calciumcarbonat Beispiel Nr. Bremsbeläge wurden, wie in den Beispielen 1 bis 4 60% poliert
Hitzehärtbares Phenolharz 29 beschrieben, gehärtet und durch Nachhärtung konditio 0,7
Acajounußharzteüchen 7 Fälle Quietschen, schlech niert. Das Testen erfolgte wie in den Vergleichsbeispie
Kautschu&eilchen teste Bewertung 9, 1 Fall len 1 und 2 beschrieben wurde. Die Ergebnisse sind in
Tabelle XVII gequetschtes Quietschen, der Tabelle XVII zusammengestellt
Bewertung 9, 1 Fall nach
links gezogen, Bewertung 1
Geräusch und Kautschuk 30
bindung mittelstark angefressen, 1 Fall Drahtbürstengeräusch
mittelstarkes Spucken und Bewertung 9, 9 Fälle Kau-
Brüche tschukbindung, schlech
40% poliert teste Bewertung 7, 2 Fälle
60% satinartig Quietschen, schlechteste
Belagzustand 1,6 Bewertung 9
mittelstark angefressen,
Oberflächenbrüche
Rotorzustand
25% satinartig,
Maximale Abnutzung 75% poliert
0,6
Beispiel 32
Bremsbeläge wurden wie in den vorausgehenden Beispielen hergestellt und gehärtet Die Bestandteile waren folgende:
Nach der Härtung und Konditionierung durch Nachhärtung, wie in den Beispielen 1 bis 4 beschrieben, wurden die Beläge in einem modifizierten Verfahren analog dem, das für die Beispiele 22 bis 24 beschrieben wurde, getestet. In diesem Test wurden die Schwundstops in
Menge Stufe 2 auf 20 erhöht, Belagzustand und Stufe 5 wurde weggelassen.
Bestandteile (Gewichtsteile) Die Ergebnisse waren folgende:
Geräusch und Maximale Abnutzung 3 Fälle Kautschukbindung,
40 50 Kautschukbindung (mm)
60
I Fall Drahtbürste in der
Calciumcarbonat 5 Kommentare zweiten Reihe der Schwund
Glasfasern (flaumig, 3 mm)*) 5 stops, 13 Fälle Rauch und
Glasfasern (flaumig, 12,7 mm)*) 22 Gestank, 2 leicht, 2 schwer
Hitzehärtbares Phenolharz 14 und 4 Fälle in der ersten
Acajouteilchen 8,8 55 Reihe
Kautschukteilchen ZJ
4
der Belag hatte sehr leichte
Baryte
Zinkmetallschnitzel
1 Oberflächenbrüche
Ruß 2 1,0
Hexamethylentetramin 5
Molekularsieb 2 wesentliche Verbesserung
Calciumaluminat gegenüber vorbekannten
*) Mittlere Faserlänge. Zusammensetzungen

Claims (1)

  1. durch 5 bis 25 Gewichts-% der Komponente (A), 5 bis 15
    Patentanspruch: Gewichts-% nicht aus Asbest bestehender Fasern, 20 bis
    60 Gewichts-% der Komponente (C) und 10 bis 30
    Asbestfreies Reibmaterial aus (A) Acajounußteil- Gewichts-% der Komponente (D). chen, (B) Fasern, (C) einer pulverisierten anorgani- 5 Die Materialien besitzen Abrieb- und Bremseigenschen Verbindung mit einer Mohs-Härte größer als schäften, die vergleichbar mit asbesthaltigen Materia-2,0 und kleiner als 5,0, die ohne wesentliche lien sind, und sind deshalb besonders geeignet für die chemische oder physikalische Veränderung Tempe- Verarbeitung zu Scheibenbremsbelägen, raturen oberhalb 425° C ausgesetzt werden kann, Zusätzlich enthalten die Reibmaterialien zweckmäßig
    und (D) einem hitzehärtbaren Harz sowie gegebe- 10 Schwerspat, d.h. Bariumsulfat, Kautschukteilchen nenfalls weiteren üblichen Zusätzen, gekenn- und/oder nicht aus Eisen bestehende Metallschnitzel zeichnet durch 5 bis 25 Gewichts-% der und/oder 1 — 15 Gewichts-% eines unbeladenen Mole-Komponente (A), 5 bis 15 Gewichts-% nicht aus kularsiebs.
    Asbestbestehender Fasern, 20 bis 60 Gewichts-% Die Reibmaterialien nach der Erfindung können
    der Komponente (C) und 10 bis 30 Gewichts-% der 15 analog zu solchen aus bekannten, handelsüblichen Komponente (D). Stoffen hergestellt werden. Die Acajounußteilchen (A)
    können die herkömmlichen hitzehärtbaren Acajounuß-
    harze sein, die üblicherweise bei der Herstellung von
    Bremsbackenbelägen verwendet werden. Andere 20 brauchbare äquivalente Produkte sind jene, die in den
    Die Erfindung betrifft asbestfreie Reibmaterialien, die US-PS 36 58 751, 38 50 874 und 38 57 811 beschrieben besonders für die Verwendung als Automobilbremsen, sind.
    besonders als Scheibenbremsenbeläge und Trommel- Die nicht aus Asbest bestehenden Fasern können
    bremsenauskleidungen in der Automobilindustrie geeig- organische oder anorganische Fasern sein, die in der net sind 25 Lage sind, dem gemischten ungehärteten Reibmaterial
    Wegen seines Härtegrades und Reibungskoeffizien- strukturelle Unversehrtheit und Strukturbeständigkeit ten mit Eisenmetallen wurde Asbest allgemein als eine zu verleihen, bis es bei der Härtung zu einer festen Hauptkomponente von Reibmaterialen, besonders in Masse verschmolzen ist Der Ausdruck schließt daher der Automobilindustrie verwendet auch die Abbauprodukte jener Fasermaterialien ein, die
    Man fand aber, daß die Verarbeitung von Asbest 30 die Härtungstemperaturen, etwa 160° C, nicht unverän-Gefahren für die Atemwege mit sich bringt dert überleben. Geeignete Materialien sind beispiels-
    Die US-PS 2165140, 20 78 617, 38 50874 und weise Glasfasern, Mineralwolle, Kieselsäurefasern, 38 57 811 betreffen die Verwendung von Acajou-Nuß- Kohlefasern, Borfasern und dergleichen, Baumwoll-, schalenöl oder Acajounußteilchen in asbesthaltigen Kunstseide-, Polyamid-, Polyesterfasern und der glei-Bremsbelägen oder anderen Reibmaterialien. Diese 35 chen sowie Wolfram- oder Stahlfasern und dergleichen. Reibmaterialien haben die gesundheitsschädlichen FoI- Bevorzugt sind solche Fasern, die in der Lage sind, den gen des Asbests. Im Beispiel III der US-PS 21 65 140 unmittelbar unterhalb der Rotor-Statorgrenzfläche sind auch asbestfreie Reibmaterialien beschrieben, die erzeugten Temperaturen zu widerstehen. Die Mehrzahl durch Imprägnieren von Baumwollgewebe oder ande- solcher Materialien ist anorganischer Natur. Es wurde ren Geweben mit modifizierter Acajounußflüssigkeit 40 bei Reibmaterialien für Scheibenbremsbeläge gefunden, erhalten werden. Diese aber haben geringe Beständig- daß ein Gemisch längerer und kürzerer Faserlängen keit und schlechte Bremseigenschaften. günstig für die Verarbeitung sein kann und die
    Die US-PS 21 58 337 beschreibt einen Bremsbelag Beständigkeit oder Unversehrtheit des fertigen Belages mit darin eingelagerten Glasfasern. Die Glasfasern verbessern kann.
    können anstelle von Asbest verwendet werden und 45 Die pulverisierte anorganische Verbindung (C), die in werden als das primäre Reibmaterial angesehen. Die einem relativ hohen Prozentsatz der Zusammensetzung US-PS 35 26 306 befaßt sich mit einem Kupplungsbelag, verwendet wird, um das Asbest zu ersetzen, kann eine der Glasfäden in Kombination mit Asbest, Phenolhar- Reihe von Materialien einschließen, wie zweckmäßig zen, Butadien-Acrylnitrilkautschuk, Schwerspat und Zinkoxid und/oder Calciumcarbonat Es kann im feinteiligem Acajounußschalenöl enthält 50 wesentlichen jedes Material verwendet werden, das die
    Die US-PS 32 97 599 betrifft die Verwendung von angegebene Härte besitzt und in der Lage ist, den Calciumaluminat, die US-PS 39 16 062 die Verwendung unmittelbar unter der Rotor-Statorgrenzfläche wähvon Molekularsieben und die US-PS 4002592 die rend des Bremsens auftretenden Temperaturen zu Verwendung von Spinellen in ansonsten üblichen widerstehen. Beispielhalber können folgende geeigne-Bremsmaterialien. 55 ten anorganischen Materialien aufgeführt werden:
    Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe
    bestand nun darin, neue Reibmaterialien zu erhalten, die Anglesit (PbSO4),
    praktisch asbestfrei sind, dennoch aber die guten Anhydrit (CaSO4),
    Eigenschaften asbesthaltiger Bremsbeläge bezüglich Apatit (CaF2 3C)
    der Abnutzung und Bremseigenschaften besitzen. 60 Augit (CaMg(SiOa)2+Mg, Fe)-AlFe)2SiO6),
    Die erfindungsgemäßen asbestfreien Reibmaterialien BaIySiHt(Pb3Si2O7),
    aus (A) Acajounußteilchen, (B) Fasern, (C) einer BiOtIt(K1H)2(Mg, Fe)2(Al, Fe
    pulverisierten anorganischen Verbindung mit einer Bornit (FeS · 2 Cu2S · CuS),
    Mohs-Härte größer als 2,0 und kleiner als 5,0, die ohne CeIeStIt(SrSO4),
    wesentliche chemische oder physikalische Veränderung 65 Chalcopyrit (CuFeS2), Temperaturen oberhalb 425° C ausgesetzt werden kann, Chiolit (5 NaF · 3 AlF3),
    und (D) einem hitzehärtbaren Harz sowie gegebenen- Clinochlorit (HgMgSAl2Si
    falls weiteren üblichen Zusätzen sind gekennzeichnet CrOCOIt(PbCrO4),
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