DE2827296B2 - Verfahren zur Zeichenübertragung - Google Patents
Verfahren zur ZeichenübertragungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Zeichenübertragung
bei einem Fernsprechübertr igungssystem, bei
dem die Übertragung über Frequenz- oder Zeitmultiplexsysteme mit bedarfsweiser Kanalzuteilung zwischen
dem jeweiligen Teilnehmer und der Vermittlungsstelle oder umgekehrt erfolgt und bei dem teilnehmerund
vermittlungsseitig Konzentratoren und/oder Selektivrufeinrichtungen verwendet werden.
Mit Konzentratoren wird die erforderliche Anzahl Adernpaare und damit die Kabelkosten für Teilnehmeranschlußleitungen
vermindert. Dabei wird im Normalfall ein vermittlungs- und ein teilnehmerseitiger
Konzentrator verwendet, die z. B. über TF-Kanäle, verbunden sind. Speziell ausgerüstete Vermittlungen
ermöglichen die Einsparung des vermittlungsseitigen Konzentrator. Bei der Verwendung von Einzelfunkgeräten
mit bedarfsweiser Kanalzuteilung, die sich automatisch auf die richtige Übertragungsfrequenz
abstimmten, kann aber auch der teilnehmerseitige Konzentrator durch eine Selektivrufeinrichtung ersetzt
werden. Auch in diesem Fall kann die Aufgabe des vermittlungsseitigen Konzentrator eine speziell ausgerüstete
Vermittlung übernehmen. Zwischen dem vermittlungsseitigen und teilnehmerseitigen Konzentrator
bzw. zwischen der speziell ausgerüsteten Vermittlung und dem teilnehmerseitigen Konzentrator oder der
Selektivrufeinrichtung müssen außer den auch bei normalen Leitungen üblichen Signalen wie Ruf,
Abheben des Handapparates, Wahl und Gebührenzahlung auch die Teilnehmererkennung übertragen werden.
Die Zeichenübertragung zwischen den Konzentratoren bzw. zwischen einer speziell dafür geeigneten
Vermittlung und einem teilnehmerseitigen Konzentrator oder einer Selektivrufeinrichtung erfolgt bisher
entweder mit Hilfe von Modems über einen Datenkanal oder im Sprachband mit Mehrfrequenz-Codewahl und
einem Außerbandzeichenkanal für Zeichen während des Gespräches, Nachteilig am ersten Verfahren ist, daß
ein Sprachkanal entweder verloren geht oder die Übertragungsbandbreite so vermindert wird, daß er nur
noch als Dienstleitung genutzt werden kann. Nachteilig
am zweiten Verfahren ist, daß zum Außerbandzeichenkanal noch der hohe Aufwand einer Mehrfrequenz-Codewahl-Einrichtung
(Sender und Empfänger) erforderlich ist
ίο In der Zeitschrift »Elektrisches Nachrichtenwesen«,
Band 52, Nr. 4, 1977 wird auf Seite 330 erwähnt, bei
einem Trägerfrequenzsystem von einer kanalindividuellen Signalisierung auf eine zentrale Signalisierung
überzugehen. Bei einem PCM-System sollen Anschaltgeräte
die Umsetzung für die kanalgebundene Kennzeichenübertragung in einem separaten Übertragungskanal
ersetzen.
In der DE-OS 26 19 333 ist ein Verfahren beschrieben,
das vor der Übertragung jedes Informationsblockes ein Synchronisierwort mit nachfolgendem Kennungswort
zur Unterscheidung zwischen Signalisierzeichen und Nutzinformation aussendet Dieses Verfahren eignet
sich jedoch nicht für das einleitend beschriebene Fernsprechübertragungssystem mit bedarfsweiser Kanalzuteilung.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zur Vereinfachung der Zeichenübertragung
bei dem einleitend genannten Fernsprechübertragungssystem anzugeben.
Zur Lösung didser Aufgabe wird gemäß der Erfindung derart verfahren, daß alle zum Betriebsablauf
erforderlichen Zeichen über die bei Multiplexsystemen üblichen Signaladern übertragen werden.
Weiterhin kann dabei so verfahren werden, daß nach einem Belegtzeichen auf einer Signalader eines freien
Kanals ein Impuls-Code-Telegramm zur Teilnehmererkennung übertragen wird, daß der Impuls-Code durch
Rücksendung von Kontrollbits auf der Signalader der Gegenrichtung geschützt wird, daß erst nach Quittierung
ein Rufzeichen an den gewünschten Teilnehmer abgegeben wird und daß auf der Signalader der
Gegenrichtung Zählzeichen während des Gespräches übertragen werden.
Durch diese Maßnahmen erhält man ein Verfahren zur Zeichenübertragung, das für alle vorstehend
genannten Anwendungsfälle gleichermaßen geeignet ist, so daß Konzentratoren, Selektivrufeinrichtungen
und spezielle Vermittlungen in allen Kombinationen verwendet werden können. Dabei ist jedes Übertragungssystem
mit einem Außerbandzeichenkanal für die Bereitstellung der Sprechwege geeignet.
Zur Übertragung des Impuls-Code-Telegramms eignen sich am besten Codes, bei denen die Zahl der
aufeinander folgenden Nullen gering ist.
Anhand des Ausfuhrungsbeispiels nach F i g. I sowie der Diagramme nach den F i g. 2 und 3 wird die
Erfindung näher erläutert.
Fig. 1 zeigt die Vermittlungsstelle 1, den nachgeschalteten
vermittlungsseitigen Konzentrator 2, der
eo über m Teilnehmerleitungen mit der Vermittlung
verbunden ist, sowie den teilnehmerseitigen Konzentrator 3, wobei die beiden Konzentratoren über ein
Multiplexsystem 4 miteinander gekoppelt sind. Die Zuleitung vom Konzentrator zu den jeweiligen
f>r>
Multiplexsystemen weist dabei η Leitungen auf. Zwischen dem teilnehmerseitigen Konzentrator und
den Teilnehmern 5 sind wieder m Teilnehmerleitungen geschaltet, wobei die Zahl der Teilnehmerleilungen m
größer als die Zahl der Leitungen η ist, die zu den
jeweiligen Multiplexsystemen führen.
In Fig.2 ist der Verbindungsaufbau von der
Vermittlungsstelle zum Teilnehmer gezeigt Beim Empfang eines Rufstromes auf einer der Teilnehmeranschlußleitungen
der Vermittlung wird mit Hilfe einer Logikschaltung erkannt, weiche der Fernsprechkanäle
nicht belegt sind. Auf der abgehenden Signalader eines freien Fernsprechkanals wird ein Belegungsimpuls
gegeben und dann ein Impulstelegramm, das die Kennummer des anzurufenden Teilnehmers enthält.
Dabei kann der Belegimpuls gleichzeitig als Synchronisationssignal
des Telegn.mmempfängers dienen. Anschließend
wird solange ein Dauerzeichen auf der Signalader übertragen, wie die Vermittlung ruft. Eine
Auswerteschaltung im teilnehmerseitigen Konzentrator — vom Belegungsimpuls aktiviert — wertet das
Telegramm aus und sendet zum gewünschten Teilnehmer seinerseits die Rufspannung. Hebt der Teilnehmer
ab, erkennt dies eine Schleifenüberwachung und sendet über den zugehörigen Signalkanal der Gegenrichtung
solange ein Zeichen, wie der Schleifenschluß anhält. Im vermittlungsseitigen Konzentrator verursacht dieses
Zeichen ebenfalls die Schließung der Schleife auf der Anschlußleitung auf der der Ruf ankommt- Spätestens
jetzt verbinden die beiden Konzentratoren den freien Übertragungskanal (Sprechadern) mit der rufenden
bzw. der gerufenen Anschlußleitung. Zur Sicherstellung, daß der teilnehmerseitige Konzentrator das Impulstelegramm
richtig empfangen hat, kann dieser vor dem Aussenden des Rufes zum Teilnehmer auf dem
Außerbandzeichenkanal das Impulstelegramm oder eine codierte Quittung zurücksenden. Wer.n diese im
vermittlungsseitigen Gerät nicht ordnungsgemäß ankommt, wird die abgehende Signalader freigeschaltet
und der ganze Vorgang beginnt nach einer gewissen Zeit von vorne.
Ein Verbindungsaufbau in der Gegenrichtung läuft sinngemäß, wie in F i g. 3 gezeigt, ab. Eine Schleifen- und
Teilnehmer-Erkennung im teilnehmerseitigen Konzentrator, sendet, wenn ein Teilnehmer abhebt, auf der
Signalader eines nichtbelegten Übertragungskanales erst einen Belegungsimpuls und dann das teilnehmereigene
Impulscode-Telegramm aus. Wird es von dem vermittlungsseitigen Konzentrator auf der anderen
Signalader richtig quittiert, verbinden die beiden Konzentratoren nach einer Schutzzeit den freien
Übertragungskanal auf der einen Seite mit Leitung zum Teilnehmer und auf d«r anderen Seite mit dem
zugehörigen Teilnehmeranschluß der Vermittlung. Der Schleifenschluß wird jetzt als Dauerzeichen auf den*
Signalkanal vom Teilnehmer zur Vermittlung übertragen und verursacht ebenfalls einen Schleifenschluß im
vermittlungsseitigen Konzentrator. Die Vermittlung sendet daraufhin den Wählton und der Teilnehmer führt
die Teilnehmerwahl in Form von Schleifenunterbrechungen aus, die im gleichen Rhythmus über die
Signalfeder übertragen werden. Der vermittlungsseitige
ίο Konzentrator macht daraus wieder Schleifenunterbrechungen.
Hat sich der Teilnehmer gemeldet, können Gebührenzählimpulse, die von der Vermittlungsstelle
z. B. mit 16 kHz auf den Sprechadern gesendet werden,
über den Außerbandzeichenkanal zum teilnehmerseitigen Konzentrator übertragen werden. Eine Logikschaltung
erkennt sie als solche und verwandelt sie wieder in 16 kHz Impulse. Bei Gesprächsende wird der Übertragungskanai
in beiden Konzentratoren freigeschaltet, wenn der Teilnehmer am teilnehmerseitigen Konzentrator
auflegt und dadurch das Schle^insignal länger als durch einen Wahlimpuls unterbrochen wi.d.
Zusammenfassung
r Verfahren zur Zeichenübertragung
r Verfahren zur Zeichenübertragung
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Zeichenübertragung bei einem Fernsprechübertragungssystem,
bei dem die Übertragung über Frequenzoder Zeitmultiplexsysteme mit bedarfsweiser Kanalzu-
JO teilung zwischen dem jeweiligen Teilnehmer und der Vermittlungsstelle oder umgekehrt erfolgt und bei dem
teilnehmer- und vermittlungsseitig Konzentratoren und/oder Selektivrufeinrichtungen verwendet werden.
Bei der Verwendung von Konzentratoren in der Teilnehmerebene ist eine Zeichenübertragung zwischen
der Vermittlung und dem teilnehmerseitigen Konzentrator erforderlich. Sie erfolgt entweder mit Hilfe von
Modems über einen Datenkanal oder ein Spracfiband mit Mehrfrequenz-Codewahl und einen Außerbandzeichenkanal
für Zeichen während des Gesprächs. Beide Verfahren haben Nachteile, die mit Hilfe der Erfindung
beseitigt werden sollen. Die Erfindung sieht hierzu ein Verfahren vor, bei dem alle zum Betriabsablauf
erforderlichen Zeichen über die bei Mult'plexsystemen
üblichen Signaladern übertragen werden. Das erfindungsgemäße Verfahren ist dabei insbesondere für den
Einsatz bei Konzentratoren in der Teilnehmerebene geeignet (F ig. 1).
Hierzu ' Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Verfahren zur Zeichenübertragung bei einem Fernsprechübertragungssystem, bei dem die Obertragung
über Frequenz- oder Zeiunultiplexsysteme
mit bedarfsweiser Kanalzuteilung zwischen dem jeweiligen Teilnehmer und der Vermittlungsstelle
oder umgekehrt erfolgt und bei dem teilnehmer- und vermittlungsseitig Konzentratoren und/oder Selektivrufeinrichtungen
verwendet werden, dadurch gekennzeichnet, daß alle zum Betriebsablauf
erforderlichen Zeichen über die bei Multiplexsystemen üblichen Signaladern übertragen werden.
Z Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß nach einem Belegtzeichen auf einer Signalader eines freien Kanals ein Impuls-Code-Telegramm
zur Teilnehmererkennung übertragen wird, daß der Impuls-Code durch Rücksendung von
Kontrollbits auf der Signalader der Gegenrichtung geschützt wird, daß erst nach Quittierung ein
Rufzeichen an den gewünschten Teilnehmer abgegeben wird und daß auf der Signalader der
Gegenrichtung Zählzeichen während des Gespräches übertragen werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Codes verwendet werden, die eine
begrenzte Zahl aufeinander folgender Nullen aufweisen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19782827296 DE2827296B2 (de) | 1978-06-21 | 1978-06-21 | Verfahren zur Zeichenübertragung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19782827296 DE2827296B2 (de) | 1978-06-21 | 1978-06-21 | Verfahren zur Zeichenübertragung |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2827296A1 DE2827296A1 (de) | 1980-01-03 |
| DE2827296B2 true DE2827296B2 (de) | 1980-08-28 |
Family
ID=6042395
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19782827296 Withdrawn DE2827296B2 (de) | 1978-06-21 | 1978-06-21 | Verfahren zur Zeichenübertragung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2827296B2 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| IT1231643B (it) * | 1989-07-14 | 1991-12-18 | Microsistemi S P A | Perfezionamento nei concentratori di traffico telefonico, tra una centrale telefonica ed una molteplicita' di connessioni telefoniche di abbonato |
-
1978
- 1978-06-21 DE DE19782827296 patent/DE2827296B2/de not_active Withdrawn
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2827296A1 (de) | 1980-01-03 |
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