DE282452C - - Google Patents
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- DE282452C DE282452C DENDAT282452D DE282452DA DE282452C DE 282452 C DE282452 C DE 282452C DE NDAT282452 D DENDAT282452 D DE NDAT282452D DE 282452D A DE282452D A DE 282452DA DE 282452 C DE282452 C DE 282452C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06F—LAUNDERING, DRYING, IRONING, PRESSING OR FOLDING TEXTILE ARTICLES
- D06F43/00—Dry-cleaning apparatus or methods using volatile solvents
- D06F43/02—Dry-cleaning apparatus or methods using volatile solvents having one rotary cleaning receptacle only
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE Sa. GRUPPE
HANS ZWINGAUER in MAILAND.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. Dezember 1912 ab.
Bisher geschieht das Reinigen von Textilgut, wie Putzwolle, Putztücher, Lappen, Maschinistenanzüge
u. dgl., welches mit Mineralölen verunreinigt ist, hauptsächlich durch Extraktion
mit Lösungsmitteln meist in einer Schleuder, aus der dann die flüchtigen Lösungsmittel
mit dem Rest von Mineralöl durch Luft oder indifferente Gase, die durch im
Schleudergehäuse angeordnete Heizkammern
ίο erwärmt wurden, vergast, entfernt und in
einem Kondensator zur Verdichtung und Wiedergewinnung abgeleitet wurden. Es ist auch
-. bekannt, daß der größte Teil des Öles, z. B. aus Putzwolle, durch Zentrifugieren entfernt
werden kann, wobei man vor und auch während der Zentrifugierung das Schleudergut durch
Dampf oder warme Luft in sogenannten Heizzentrifugen durchwärmt hat, um die darin enthaltenen
Öle leichtflüssiger zu machen und ein leichteres Abschleudern zu ermöglichen. Bei
dem letzteren Verfahren bleiben aber im Schleudergut durch die Kapillarität festgehalten
immer noch große Mengen an Öl zurück. Zur Entfernung derselben ist meist noch ein
besonderer Waschprozeß notwendig, um z. B. eine auch nur einigermaßen aufsaugefähige gereinigte
Putzwolle zu bekommen.
Abgesehen von den verhältnismäßig größen Kosten, welche die Verbindung des Waschprozesses
mit der Zentrifugierung herbeiführen, tritt auch bei der Anwendung von zur Reinigung
notwendigen Chemikalien oder flüchtigen Lösungsmitteln leicht eine Schädigung des
Textilgutes ein. Das so gereinigte Textilgut zeigt bei der Wiederverwertung zu Reinigungszwecken
leicht Schwierigkeiten.
Diese Schwierigkeit wird dadurch überwunden, daß, nachdem ein großer Teil des Öles
durch Zentrifugieren aus dem Textilgut entfernt ist, die darin namentlich durch die Kapillarität
noch zurückgehaltene Menge nicht durch einen Waschprozeß, sondern unter Wärmezufuhr durch Vergasen nur in Luft entfernt
und durch Kondensation wiedergewonnen wird.
Die Schleuder, welche den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet, ist bestimmt,
die schließliche Entfernung des Mineralöles durch Vergasen nur durch Luft herbeizuführen,
ohne daß also ein flüchtiges Lösungsmittel, sondern nur das bekannte Schleudern
unter Zuführung erhitzter Luft zum Reinigen des Gutes angewendet wird. Die Schleuder
besteht aus einer in einem geschlossenen Gehäuse ι angeordneten Schleudersiebtrommel 2,
welche in an sich bekannter Weise mit Einsatzkörben zur Aufnahme des Schleudergutes
versehen ist. Das Gehäuse 1 besitzt eine-verschließbare
Öffnung i" zum Einbringen des Textilgutes und eine Ablaßöffnurig 3 mit Anschlußstützen
zur Entfernung des aus dem Textilgute durch Schleudern erhaltenen Mineralöles. Die Einsatzkörbe sind von Vorteil,
weil sie ein rasches und bequemes Beschicken, Entladen und gleichmäßiges sowie sicheres
Verteilen des Schleudergutes in der Schleudertrommel gestatten. Am Deckel des Zentrifugengehäuses
gegenüber der Öffnung 5 für
den Lüfteinlaß sind eine Anzahl elektrischer Heizkörper 4 angebracht, welche in das Innere
der Schleudertrommel und fast bis auf den Boden reichen, in der Weise, daß alle von
der mit Regelung versehenen öffnung 5 ins Innere der Trommel gesaugte Luft über die
Heizkörper streichen muß, ehe sie sich durch den Abzug 3 aus dem Innern' der Trommel
durch das Schleudergut hindurch entfernen kann. Der Abzug 3 ist mit einem Kondensator
verbunden.
Die Benutzung der Schleuder geschieht in folgender Weise:
Nachdem in bekannter Weise in einem Arbeitsgange aus dem Textilgute durch Schleudern
der größte Teil des Öles entfernt ist, wobei dasselbe durch den Abzug 3 abfließt,
bringt man die elektrischen Heizkörper derart in Erhitzung, daß die durchs Schleudern
ins Innere der Trommel und von da aus durch das Schleudergut nach deni Abzug 3· gesaugte
Luft sich beim Passieren der Heizkörper auf 200° C und höher erhitzt. Beim Durchstreichen
des noch öl enthaltenden Schleudergutes bewirkt der Heißluftstrom eine Vergasung des
Öles und führt dasselbe durch den Abzug 3 nach dem Kondensator mit sich. Der Luftstrom
wird im Kondensator von seinem öle und den Wasserdämpfen befreit und kann
nach der erfolgten Reinigung seinen ,Weg wieder in die Schleudertrommel unter erneuter
Erhitzung an den elektrischen Heizkörpern nehmen.
Nachdem in der geschilderten Weise alles öl und die Feuchtigkeit aus dem Schleudergut
entfernt ist, kann dasselbe sofort wieder zu Reinigungszwecken verwendet werden. Gegebenenfalls
noch vorhandene Fremdkörper, wie Staub, Metallteile u. dgl. können leicht durch einfaches Klopfen und Schütteln entfernt
werden.
Weder durch Zuführung außerhalb der Zentrifuge erhitzter Luft noch durch Erwärmen
der Luft im Gehäuse der Zentrifuge gelingt es, eine derartig hohe Temperatur der Luft zu
erzielen, daß eine Vergasung des von der Putzwolle zurückgehaltenen, verharzten Mineralöles
eintritt, wie dies beim Erfindungsgegenstand durch die innerhalb der Zentrifugentrommel
angeordneten elektrischen Heizkörper geschieht.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Schleuder zum Reinigen öligen Textilgutes unter gleichzeitiger Erhitzung des Schleudertrommelinhaltes, dadurch gekennzeichnet, daß in der geschlossenen Schleuder zwischen dem Schleudergut und der Schleuderachse elektrische Heizkörper (4) . angebracht sind, ■ die einen durch die Schleuder gesaugten Luftstrom 'hoch (bis 2000C und mehr) erhitzen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE282452C true DE282452C (de) |
Family
ID=538102
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT282452D Active DE282452C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE282452C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE836036C (de) * | 1950-01-08 | 1952-04-07 | Karl Gath | Verfahren zum Reinigen von Polierfilter- und aehnlichen Tuechern |
-
0
- DE DENDAT282452D patent/DE282452C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE836036C (de) * | 1950-01-08 | 1952-04-07 | Karl Gath | Verfahren zum Reinigen von Polierfilter- und aehnlichen Tuechern |
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