DE2821760C2 - Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung der Herstellung von Gewindedrehteilen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung der Herstellung von GewindedrehteilenInfo
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Description
60
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Iteueruiig der Herstellung von Gewindedrehteilen,
emäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1 sowie uf eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
emäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 8.
Ein derartiges Verfahren bzw. eine derartige Vorrichtung sind aus der DE-OS 23 13 707 bekannt. Dort sollen
Gewinde mit sich ändernder, d. h. zunehmender oder abnehmender Steigung geschnitten werden. Hierzu
wird eine das Werkstück drehende Hauptspindel mit konstanter Geschwindigkeit gedreht, während eine das
Werkzeug längs des Werkstückes bewegende Spindel mit veränderlicher Geschwindigkeit gedreht wird.
Der DE-OS 23 13 707 ist nichts darüber zu entnehmen, ob die Gewinde in einem Arbeitsgang geschnitten
werden oder in mehreren aufeinanderfolgenden Arbeitsgängen. Selbst wenn — was mit der Maschine der
DE-OS 23 13 707 möglich ist — ein Gewinde in mehreren aufeinanderfolgenden Arbeitsgängen geschnitten
wird, so ist gleichwohl festzuhalten, daß die Drehzahl der das Werkstück tragenden Hauptspindel
bei diesen verschiedenen Arbeitsgängen konstant ist.
Mit dem Verfahren bzw. der Vorrichtung nach der vorliegenden Erfindung sollen dagegen Gewinde mit
konstanter Steigung in mehreren aufeinanderfolgenden Arbeitsgängen geschnitten werden, wie beispielsweise
aus der US-PS 3174 367 bzw. 38 54 353 bekannt. Hierbei muß sichergestellt werden, daß das Werkzeug
bei späteren B-jarbeitungsgängen jeweils exakt die gleiche Gewindebihn durchläuft wie bei den vorhergehenden
Arbeitsgängen. Dies beinhaltet auch, daß das Schneidwerkstück das Werkstück bei jedem Gewindeschneiddurchgang
präzise an dem gleichen Anfangspunktberührt.
Weiterhin sollen bei der vorliegenden Erfindung aus Gründen einer schnelleren und damit rationelleren
Fertigung die einzelnen Gewindeschneiddurchgänge mit verschiedenen Geschwindigkeiten durchgeführt
werden. So wird beispielsweise der erste Gewindeschneiddurchgang als »Schruppdurchgang« mit langsamer
Geschwindigkeit durchgeführt, während ein Enddurchgang, bei dem nur noch sehr wenig Material
abgetragen wird, mit deutlich höherer Geschwindigkeit durchgeführt wird. Hierbei werden die Drehzahl des
Werkstückes und die Vorschubgeschwindigkeit des Werkzeuges bei den einzelnen Gewindeschneiddurchgängen
verändert.
Hierbei tritt nun zwangsläufig ein bei jedem Folgeregelkreis auftretender geschwindigkeitsabhängiger
Fehler auf. Dieser Fehler wird im Werkzeugmaschinenbau auch mit »Schleppabstand« bezeichnet. In der
amerikanischen Literatur wird er als »following error« oder »velocity a lag error« bezeichnet.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, das eingangs genannte Verfahren bzw. die eingangs
genannte Vorrichtung dahingehend zu verbessern, daß der Einfluß des bei aufeinanderfolgenden Gewindeschneiddurchgängen
mit unterschiedlicher Geschwindigkeit auftretenden Schleppabstandes beseitigt wird.
Diese Aufgabe wird durch die im Kennzeichenteil des Patentanspruches 1 bzw. des Patentanspruches 8
angegebenen Merkmale gelöst.
Der wesentliche Grundgedanke der vorliegenden Erfindung liegt darin, daß der Anfangspunkt des
Werkzeuges für die einzelnen Gewindeschneiddurchgänge entsprechend der Änderung des Schleppabstandes
in Abhängigkeit der unterschiedlichen Spindelgeschwindigkeiten verschoben wird. Weitere vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles im Zusammenhang mit den
Figuren ausführlicher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 ein allgemeines Blockschaltbild, das die Teile
einer numerisch gesteuerten Drehmaschine, bei der die
Erfindung ausführbar ist, zeigt;
F i g. 2 ein Flußdiagramm, das die grundlegenden Schritte, die zur Ausführung eines Schleppabstandkompensationszyklus
benötigt werden, darstellt;
F i g. 3 ein Flußdiagramm der Schrittfolge, die einen
Schleppabstandkonipensationszyklus enthält;
F i g. 4 ein dc.iilliertes Flußdiagramm einer Tcstschrittfolge
für Schleppabstandkompensationsparameter;
F i g. 5 ein detailliertes Flußdiagramm einer Testschrittfolge für einen Grundbearbeitungsdurchgang in
einem Schleppabstandkompensationszyklus;
Fig. 6 ein detailliertes Flußdiagramm einer Testschrittfolge
für einen Kompensationsbearbeitungsdurchgang in einem Schleppabstandkompensationszykius.
F i g. 1 ist ein generelles Blockschaltbild, das die Grundkomponenten einer numerischen Steuerung für
eine Folgeregelung zeigt. Die gezeigten Elemente sind solche, wie sie in einer numerischen Steuerung der
Firma Cincinnati Milacron Inc. mit dem Namen ACRAMATIC verwendet werden. Die genaue Bestimmung
und Zuordnung dieser Elemente kann sich allerdings von Fall zu Fall ändern. Die vorliegende
Erfindung kann bei jeglicher erhältlichen numerischen Steuerung aufgeführt werden. Daher sollen die exakten
Details und die Zuordnung der in Fig. 1 gezeigten Elemente nicht als Beschränkung des beanspruchten
Verfahrens und der Vorrichtung angesehen werden.
Die numerische Steuerung ist in Fig. 1 generell mit
10 bezeichnet. Informationen werden durch mit einem Steuerungsinterface 12 verbundene Peripheriegeräte
der Steuerung zu- und von ihr weggeführt. Derartige Peripheriegeräte enthalten eine Kathodenstrahlröhre
14. ein Tastenfeld 16, einen Eingangsdatendekodierer 18. einen Ausgangsdatenkodierer 19, eine rechnerabhängige
(on-line) Speichereinheit 20 und Steuerungs-Drucktasten und Lampen 22. Die Eingangsinformation
wird durch einen Rechner 24 verarbeitet, die eine Zentraleinheit 26 enthält, einen Datenspeicher 28 und
einen Programmspeicher, der eine Anzahl spezifischer Programme enthält. Der Informationsfluß zu dem
Rechner und aus ihm heraus wird ebenso, wie sein Gesamtbetrieb, durch ein Betriebssystemprogramm 30
gesteuert. Dieses Programm ist grundsätzlich eine Funktion des verwendeten speziellen Rechners und ist
relativ unabhängig von der Verwendung des Rechners.
Ein Eingangssteuerprogramm 32 steuert die Übertragung der Eingangsinformation von einer einzelnen mit
dem Steuerungsinterface verbundenen Quelle zu einem Datenzwischenspeicher in dem Rechner. Die Eingangs-
!P.iormation wird vor. einen1. NC-Block-Prozessorprogramm
33 empfangen, das die Information aus dem Zwischenspeicher liest. Syntax-Fehlertests durchführt
und entsprechende Kode-Umwandlungen ausführt wie z. B. BCD- in Binärkode, etc. Ein Datenvorbereitungsprogramm
34 verarbeitet alle Achsen-Bewegungsinformaiionen. Dieses Programm berechnet die Spannlängen-
und Vorschubgeschwindigkeitsinformation, steuert die Interpolationsart und zusätzliche Einrichtungen, die
die Achsenbewegung beeinflussen, wie z. B. die Werkzeugversetzung,
eine Werkzeuglängenkompensation usw. Nachdem die Datenvorbereitung vervollständigt
ist empfängt ein Ausgangssteuerprogramm 36 die gesamte verarbeitete Information und trennt die
Achsen- Bewegungsinformation von der Maschinenfunktionssteuerinformation.
Zusätzlich zur Übertragung der Maschinenfunktionssteuerinformation zu einem Maschinenfunktionsprogramm 38 steuert das Ausgangssteuerprogramni
36 die Abfolge des Auftretens der Maschinenfunktioncn relativ zu den Achsenbewegungen.
Ein Zyklusstcucrprogramm 40 steuert die serielle Aufeinanderfolge von Betriebssehritlcn des
NC-Blockprozessorprograninis i3. des Datenvorbcreitungsprogramms
34 und des Ausgangssteuerprogramms 36.
Die Maschinenfunktionssleuerinformation wird unter der Steuerung des Betriebssystemprogramms 30 zu
einem Maschineninterface 42 übertragen und von diesem weg. Das Maschineninterface 42 verteilt die
Prozeßinformation zu spezifischen Maschinenfunktionselementen 44 und Maschinen-Drucktasten und
-lampen 46 und empfängt eine Eingangsinformation von diesen. Zu von dem Betriebssystemprogramm 30
bestimmten Zeitpunkten wird durch das Ausgangssteuerprogramm 36 die Achsenbewegungsinformaiion
durch das Maschineninterface 42 hindurch zu Vorschubgeschwindigkeitssteuerkreisen
und Interpolationskreisen 48 übertragen. Der Interpolationskreis 48 erzeugt ein Kommandosignal für einen Servomechanismusschaltkreis
50, der weiterhin auf ein Rückkopplungssignal auf einer Leitung 51 anspricht und ein Fehlersignal
für einen Schlittenantrieb 52 erzeugt. Der Schlittenantrieb steuert den Betrieb eines Maschinenschlittens 54,
der mit einem Rückkopplungselement 56 mechanisch verbunden ist. Das Rückkopplungselement überwacht
die Bewegung des Maschinenschlitlens und erzeugt auf der Leitung 51 ein Rückkopplungssignal als Funktion
dieser Bewegung.
Die Erfindung wird in Verbindung mit einem Gewindeschneidvorgang, der auf einer Drehmaschine
ausgeführt wird, beschrieben. Dabei bewegt sich ein Einzelgewindeschneidmeißel 58 relativ zu einem in
einer Spindel 62 gehaltenen, sich drehenden Werkstück 60. Ein Spindel-Meßwertumwandler 64 ist mit der
Spindel 62 mechanisch verbunden und erzeugt Signale zurück zu dem Vorschubgeschwindigkeitssteuerkreis
48.
Bei einem Gewindeschneidvorgang ist es notwendig, die Bewegung des Schneidwerkzeuges 58 entlang einer
parallel zu der Mittellinie des Werkstückes 60 liegenden Achse mit der Drehung der Spindel 62 zu synchronisieren.
Um dies zu erreichen, erzeugt der Spindel-MeD-wertumwandler
64 ein Signal zurück zu dem Vorschubgeschwindigkeitssteuerschahkreis
48, der zwei weitere Signale erzeugt. Ein erstes Signal stellt die Winkelgeschwindigkeit
der Spindel dar und ein zweites Signal ist
so ein Index- oder Abtastimpuls, der einmal bei jeder
Umdrehung der Spindel erzeugt wird. Ein Gewinde wird durch Ausführung einer Anzahl von Durchgängen
des Gewindeschneidwerkzeuges über das Werkstück 60 hergestellt. Bei jedem Gewindeschneiddurchgang wird
das Werkzeug anfänglich in ungefähr die gleiche Stellung gebracht von der aus der Gewindeschneiddurchgang
begonnen hat Der Indeximpuls wird dazu verwendet den Gewindeschneiddurchgang einzuleiten,
so daß das Gewindeschneidwerkzeug anfänglich mit dem sich drehenden Werkstück bei jedem Gewindeschneiddurchgang
an derselben Winkelstellung in Berührung kommt Die bisher beschriebenen Elemente
sind aus dem Stand der Technik bekannt und bilden den Ausgangspunkt von dem aus die vorliegende Erfindung
gemacht wurde. Wie oben erläutert weisen die bisher beschriebenen Elemente den Nachteil auf. daß eine
Änderung der Geschwindigkeit des Schneidwerkzeuges von einem Bearbeitungsdurchgang zu dem nächsten
einen unterschiedlichen Schleppabstand mit sich bringt.
Daher wird, selbst wenn ein Bearbeitungsvorgang von demselben Staripunkt mit dem Indeximpuls eingeleitet
wird, der unterschiedliche Schleppabstand das Schneidwerkzeug dazu bringen, das sich drehende Werkstück
an unterschiedlichen Winkelstellungen anfänglich zu berühren. Folglich wird das Schneidwerkzeug nicht
durch eine vorher geschnittene Gewinderille laufen und das Gewinde wird zerstört werden.
Zur Beseitigung dieses obigen Nachteiles und um unterschiedliche Schneidwerkzeuggeschwindigkeiten
zwischen den Bearbeitungsdurchgängen zu erlauben, wird durch die vorliegende Erfindung eine Schleppabstandkompensationseinrichtung
68 vorgesehen, die ein Teil der Datenvorbereitungseinrichtung 34 ist. Der Zweck dieser Einrichtung 58 liegt darin, die Differenz
der Schleppabstände zwischen einem ersten und darauffolgenden Bearbeitungsdurchgängon zu begrenzen
und den Startpunkt für den nächsten Bearbeitungsdurchgang als Funktion dieser Differenz zu modifizieren.
Beispielsweise sei angenommen, daß ein Gewinde mittels einer Serie iterativer Schrupp-Gewindeschneiddurchgängen
bei relativ geringer Spindeldrehzahl geschnitten wurde und es gewünscht ist, einen
abschließenden Gewindeschneiddurchgang bei höherer Spindeldrehzahl auszuführen, um die Güte des Gewindes
zu verbessern. Bevor der abschließende Gewindeschneiddurchgang ausgeführt wird, bestimmt die erfindungsgemäße
Vorrichtung die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen einem Schrupp-Durchgang und dem
abschließenden Gewindeschneiddurchgang und berechnet die Differenz der Schleppabstände zwischen diesen
Durchgängen. Das Schneidwerkzeug wird dann um einen Betrag, der der Differenz der Schleppabstände
proportional ist, verschoben. Die Richtung dieser Verschiebung wird durch die Richtung der Änderung
des Schleppabstandes bestimmt. Wenn sich der Schleppabstand vergrößert hat, wird das Schneidwerkzeug
näher zu dem Werkstück hin bewegt. Hat sich der Schleppabstand verringert, so wird das Schneidwerkzeug
von dem Werkstück wegbewegt.
F i g. 2 ist ein Flußdiagramm, das die grundlegenden
Testschritte darstellt, die bei einem Datenvorbereitungsprogramm ausgeführt werden. Die numerische
Steuerung geht kontinuierlich in Zyklen durch das Datenvorbereitungsprogramm, wobei es die Funktionen
liefert, die während der Maschinenoperalion benötigt werden. Viele Funktionen werden gleichzeitig
verarbeitet. Nach einer Anzahl von Zyklen des Datenvorbereitungsprogramms sind die für eine einzelne
Funktion benötigten Daten bestimmt und werden über das Betriebssystemprogramm ausgegeben.
In F i g. 2 testet ein Block 70 die Schleppabstandkompensationsparameter.
Diese Parameter steuern den Betrieb des Kompensationszyklus und werden weiter
unten ausführlicher erläutert. Ein Block 72 testet einen Grundbearbeitungsdurchgang. Um die Schleppabstandkompensation
auszuführen, muß ein Bezugsschleppabstand bestimmt sein, von dem aus der Kompensationsbetrag bestimmt wird. Hierzu wird einer der Bearbeitungsdurchgänge
als Grund-Durchgang ausgewählt und der Schleppabstand während des Grundbearbeitungsdurchganges
wird als Bezugswert für die Schleppabstandkompensation eines nachfolgenden Bearbeitungsdurchganges verwendet.
Ein Verarbeitungsblock 74 testet einen Kompensationsbearbeitungsdurchgang.
Nachdem der Grunddurchgang ausgeführt wurde, kann ein nachfolgender
Bcarbeimngsdurchgang zur Kompensation ausgewählt werden. Die Differenz der Schleppabstände zwischen
dem Grunddurchgang und einem nachfolgenden Bearbeitungsdurchgang wird bestimmt und das Schneidwerkzeug
wird linear verschoben, um eine Strecke, die dieser Differenz entspricht. Hiernach wird der nachfolgende
Bearbeitungsdurchgang ausgeführt und das Schneidwerkzeug wird das Werkstück an der gleichen
Winkelstellung berühren, wie bei dem Grunddurchgang.
ίο Fig. 3 ist ein Flußdiagramm, das die grundlegende
Schrittfolge darstellt, die einen Schleppabstandkompensationszyklus
enthält. Ein erster Schritt 76 erfordert die Erfassung eines Startsignals für den Schleppabstandkompensationszyklus.
Nach Erfassen des Startsignals erfordert ein Verarbeitungsschritt 78 die Ausführung
des Grund-Durchganges. Während der Ausführung des Grund-Durchganges wird die Information, die die
Geschwindigkeit des Schneidwerkzeuges bestimmt, gespeichert. Diese Information wird durch Messen der
2(i tatsächlichen Geschwindigkeit des das Schneidwerkzeug
haltenden Maschinenschlittens erzeugt oder die Information wird von der programmierten Eingangsinformation,
die diese Geschwindigkeit bestimmt, erhalten. Dann erfaßt ein Verarbeitungsschritt 80 ein
Ausführungs-Kompensationssignal, das die tatsächliche Schleppabstandkompensation einleitet.
Bei dem Beispiel eines Gewindeschneidvorganges kann eine Anzahl von Schrupp-Durchgängen erforderlich
sein, bevor die kompensierten Schluß-Gewinde-Schneiddurchgänge ausgeführt werden. Das Kompensationsstartsignal
des Schrittes 76 kann in Verbindung mit irgendeinem der Schrupp-Durchgänge programmiert
sein. Allerdings muß das Ausführungs-Kompensationssignal des Schrittes 80 vor dem ersten Schluß-Gewinde-Schneiddurchgang,
bei dem sich der Schleppabstand ändert, auftreten.
Ein Verarbeitungsschritt 82 berechnet ein Kompensationssignal, das die Differenz der Schleppabstände
darstellt, die durch die Differenz der Geschwindigkeiten zwischen dem Grund-Durchgang und einem programmierten,
jedoch nicht ausgeführten Schluß-Durchgang verursacht ist. Dieses Kompensationssignal wird zu dem
Folgeregelkreis übertragen und entspricht einer Bewegung des Schneidwerkzeuges längs einer Koordinatenachse.
Ein Verarbeitungsschritt 84 befiehlt die Ausführung des Schluß-Gewindeschneiddurchganges, nachdem
die Schleppabstandkompensation erfolgt ist. Folglich wird das Schneidwerkzeug während eines
Schluß-Durchganges das Werkstück an der gleichen
so Winkelstellung anfänglich berühren, die während der Ausführung des Grund-Durchganges festgelegt wurde.
Nachdem das Kompensationssignal durch das Ausführungskompensationssignal.
das in dem Schritt SO erfaßt wurde, gestartet worden ist, fährt es bei jedem
nachfolgenden Bearbeitungsdurchgang fort, bis ein Verarbeitungsschritt 86 ein Signal erfaßt, das den
Schleppabstandkompensationszyklus beendet
F i g. 4 ist ein Flußdiagramm einer Routine, die die Schritte zum Testen der Schleppabstandkompensationsparameter
darstellt Diese Parameter starten und beenden den Schleppabstandkompensationszyklus und
steuern die tatsächliche Ausführung der Kompensation. Zuerst bestimmt ein Entscheidungsblock 88, ob ein
Schleppabstandkompensationsparameter programmiert worden ist oder nicht
Zum Programmieren von Schleppabstandkompensationskodes,
die die in F i g. 1 beschriebene numerische Steuerung verwenden, muß ein spezieller Funktions-
block der Information verwendet werden. Dieser spezielle Funktionsbluck kann an irgendeinem Punkt in
einem Standardteilprogramm zwischen .Standardblocks eines Bandes, das die Achsenbewegungen und Maschinenfunktionen
bestimmt, ausgeführt werden. Diese speziellen Funktionsblocks sind von den Standardfunklionsblocks
durch die Verwendung anderer Symbole in Form von Klammerausdrücken unterschieden. Der
Entscheidungsblock 88 bestimmt, ob die Klammerausdrücke tatsächlich programmiert wurden oder nicht.
Wenn nicht, so führt die Verarbeitung durch den Standarddatenvorbereitungszyklus fort. Wenn ja, so
geht die Verarbeitung auf den Entscheidungsblock 90 über, der ein GO feststellt, das innerhalb des
Klammerausdruckes programmiert ist und dazu verwendet wird, den Schleppabstandkompensationszyklus
zu starten und anzuhalten. Der Ausdruck GO und der nachfolgend verwendete Ausdruck Gi werden weiter
unten erläutert.
Wenn der G0-Kode festgestellt wurde, so geht die Verarbeitung auf den Entscheidungsblock 92 über, der
bestimmt, ob die Kompensation aktiv ist oder nicht. Da bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel der
G0-Kode dazu verwendet wird, die Kompensation an- und abzuschalten. Wenn die Kompensation aktiv ist, so
wird die Anwesenheit des G0-Kodes dazu verwendet, die Kompensation über den Verarbeitungsblock 94
aozuschalten. Ist die Kompensation nicht aktiv, so setzt der G0-Kode eine Marke (flag) für die Anforderung
eines Grund-Durchganges, was in dem Verarbeitungsblock 96 definiert ist.
Zurück zu dem Entscheidungsblock 90. Wenn der programmierte Parameter kein GO ist, so bestimmt ein
Entscheidungsblock 98, ob er ein GI ist oder nicht. 1st der programmierte Parameter weder ein GO noch ein
Gl, so wird ein Fehler über einen Verarbeitungsblock 104 gemeldet. Wenn der Entscheidungsblock 98 ein GI
feststellt, so bestimmt ein Entscheidungsblock 100, ob ein Grund-Durchgang ausgeführt wurde oder nicht.
Wenn der Grund-Durchgang, der einen Bezugsschleppabstand festsetzt, nicht aufgetreten ist, so kann ein
Gl-Kode eine Kompensationsspannweite nicht einleiten.
Folglich wird, wenn der Entscheidungsblock 100 keinen Grund-Durchgang feststellt, der Verarbeitungsblock 104 eine Fehlerbedingung melden. Wenn der
Grund-Durchgang ausgeführt worden ist, setzt der Verarbeitungsblock 102 eine »Kompensations-Aktiv«-
Marke.
Fig. 5 zeigt ein detailliertes rlußdiagramm einer Routine, die die beim Testen eines Grundbearbeitungsdurchganges
benötigten Schritte darstellt Ein Entscheidungsblock 106 bestimmt ob eine Gewindeschneidlänge
programmiert worden ist. In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel bleibt er, nachdem der Schleppabstandkompensationszyklus
eingeleitet worden ist so lange ruhend, bis eine Gewindeschneidlänge programmiert
ist Folglich fährt die Verarbeitung, wenn der Entscheidungsblock 106 keine nachfolgende Gewindeschneidlänge
erfaßt hat in dem Standarddatenvorbereitungszyklus fort Wurde die Gewindeschneidlänge
erfaßt, so geht die Verarbeitung auf den Entscheidungsblock 108 über, der bestimmt, ob eine Grund-Durchgangsanforderungsmarke
gesetzt ist oder nicht Wenn sie nicht gesetzt ist fährt die Verarbeitung in dem Standarddatenvorbereitungsprogramm fort Sofern sie
gesetzt ist geht die Verarbeitung auf einen Verarbeitungsblock 110 über, der die Achsenbewegungswerte
für einen Gewindeschneiddurchgang in bekannter
Weise berechnet. Im einzelnen werden Eingangsstellungs-
und Geschwindigkeitssignale dazu verwendet, Kommandosignale zu erzeugen, die die Achsenbewegungswerte
darstellen, die zu dem Folgeregelkreis übertragen werden.
Ein Verarbeitungsblock 112 speichert diejenigen Faktoren, die zur Bestimmung der Geschwindigkeit des
Schneidwerkzeuges relevant sind. Die gespeicherte Zahl kann eine programmierte GeschwindigKcitsvorgabe,
eine Spindelgeschwindigkeit oder eine Kombination dieser Größen darstellen. Ein Verarbeitungsblock 1!4
prüft den Bereich des Gewindeschneidens, der in dem Block UO errechnet wurde. Sind die Gewindeschneidwerte
innerhalb vorDestimmter Grenzen, so überträgt der Verarbeitungsblock 116 diese Gewindeschneidwertc
zu den Vorschubsteuerschaltkreisen 48. Folglich bewegt der Folgeregelkreis das Werkzeug für den
Grundgewindeschneiddurchgang, der zwei Dinge ausführt. Erstens wird ein anfänglicher Berührungspunkt
des Schneidwerkzeuges relativ zu einer Winkelstellung des Werkstücks festgelegt. Dieser anfängliche Berührungspunkt
für alle Gewindeschneiddurchgänge beibehalten werden, unabhängig von der Geschwindigkeit
des Schneidwerkzeuges. Zweitens wird ein Sehleppabstand bestimmt, auf den nachfolgende Gewindeschneiddurchgänge
bezogen werden können
Fig. 6 ist ein detailliertes Flußdiagramm, das die
Schritte zeigt, die zum Testen eines Kompensationsbearbeitungsdurchganges benötigt weiden. Ein Entscheidungsblock
118 bestimmt, ob eine Gewindeschneidlänge programmiert wurde oder nicht. Sofern nicht, fährt
die Verarbeitung durch das Datenvorbereitungsprogramm hindurch fort. Wurde eineGewindeschneidlänge
programmiert, so bestimmt ein Entscheidungsblock 120, ob eine Kompensations-Aktiv-Marke gesetzt ist oder
nicht. Ist sie nicht gesetzt, so fährt die Verarbeitung durch das Standarddatenvorbereitungsprogramm hindurch
fort. Ist die Marke gesetzt, so bestimmt ein Entscheidungsblock 122, ob eine Kompensationsspanne
ausgeführt wurde oder nicht. Wurde die Kompensationsspanne nicht ausgeführt, so errechnet ein Verarbeitungsblock
124 den Kompensationsbetrag.
Der Kompensationsbetrag kann auf irgendeine Weise auf verschiedenen Wegen errechnet werden.
Aufgrund einer Dimensionsbestimmung ist der Schleppabstand gleich dem Quotienten der Geschwindigkeit in
Millimeter pro Minute geteilt durch eine Verstärkungsoder Geschwindigkeitskonstante des Folgeregelkreises,
der in Millimeter pro Minute pro 0,0254 mm gemessen wird. Bei der vorliegenden Erfindung ist die Geschwindigkeitsverstärkung
des Folgeregelkreises konstant, wobei die entsprechende Konstante ständig in dem
Rechner gespeichert sein kann. Allerdings kann diese Verstärkung des Folgeregelkreises, sofern während des
Betriebes der Maschine annehmbare Differenzen in der Verstärkung auftreten, während der Ausführung des
Grund-Durchganges gemessen und gespeichert werden. Folglich kann die Differenz der Schleppabstände durch
Errechnen des Schleppabstandes während des Grund-Durchganges und Subtrahieren dieses Schleppabstandes
von dem zu erwartenden Schleppabstand während des Schluß-Durchganges errechnet werden. In gleicher
Weise kann die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen dem Grunddurchgang und dem Schlußdurchgang
errechnet werden.
Diese Differenz kann durch die Geschwindigkeitsverstärkung des Folgeregelkreises dividiert werden.
Bei einem typischen Gewindeschneidprogramm ist
die Geschwindigkeit des Schneidwerkzeuges nicht direkt programmiert. Jedoch ist die Gewindesteigung
oder die Verschiebung des Schneidwerkzeuges relativ zu dem sich drehenden Werkstück programmiert, sowie
die gewünschte Winkelgeschwindigkeit der Spindel. Für eine Dimensionsbetrachtung ist die Geschwindigkeit
das Produkt aus Gewindesieigung mal der Winkelgeschwindigkeit
der Spindel. Weiterhin wird die Gewindesteigung beim Schneiden eines Gewindes von dem
Schruppen bis zum Schlußgewindeschneiddurchgang konstant bleiben. Folglich muß während des Schruppens
oder des Grundgewindeschneiddurchganges nur die Winkelgeschwindigkeit der Spindel gespeichert sein.
Die gespeicherte Zahl kann wiederum die programmierte Winkelgeschwindigkeit oder das Ergebnis einer
tatsächlichen Messung der Winkelgeschwindigkeit sein. Wenn die Eingangsinformation, die den Schlußgewindeschneiddurchgang
definiert, verarbeitet ist, ist die Differenz der Winkelgeschwindigkeiten zwischen dem
Schrupp-Gewindeschneiddurchgang und dem Schluß-Gewindeschneiddurchgang bestimmt. Diese Differenz
wird mit der Gewindesteigung multipliziert und durch die Geschwindigkeitsverstärkung des Folgeregelkreises
dividiert, um die Differenz der Schleppabstände zwischen dem Schrupp- und dem Schluß-Gewindeschneiddurchgang
zu bestimmen. Es ist ersichtlich, daß die Division durch die Geschwindigkeitsverstärkung bei
einem Folgeregelkreis mit einer Verstärkung von 1 nicht notwendig ist. Die zur Errechnung des Kompensationsbetrages
in dem Block 124 verwendete Ausführung ist von dem einzelnen System abhängig.
Nachdem der Kompensationsbetrag in dem Block 124 bestimmt worden ist, überträgt der Verarbeitungsblock 126 diesen Betrag zu den Vorsehubgeschwindigkeitssteuerkreisen,
die dann den Interpolationsschaltkreis veranlassen, hiermit übereinstimmende Befehlssignale
zu erzeugen. Diese Befehlssignale veranlassen den Folgeregelkreis, das Werkzeug um eine Strecke zu
verschieben, die mit der errechneten .Schleppabstanddifferenz übereinstimmt.
Wenn der Entscheidungsblock 122 feststellt, daß die Kompensationsspanne bzw. Kompensationsverschiebung
bereits ausgeführt ist, so errechnet ein Verarbeitungsblock 128 die Achsenbewegungswerte, die zur
Durchführung des Schluß-Gewindeschneiddurchganges benötigt werden. Ein Verarbeitungsblock 130 prüft den
Bereich dieser errechneten Werte und ein Verarbeitungsblock 132 überträgt diese Gewindeschneidwerte
zu dem Vorschubgeschwindigkeitssteuerkreis. Dies bewirkt, daß der Schluß-Gewindeschneiddurchgang mit
einer unterschiedlichen Geschwindigkeit gegenüber dem Grundgewindeschneiddurchgang ausgeführt wird,
wobei jedoch die Ausfuhrung der Kompensationsspanne das Schneidwerkzeug veranlassen wird, das Werkstück
an der gleichen Winkelstellung anfänglich zu berühren, die durch den Grund-Gewindeschneiddurchgang
festgelegt worden war.
Wie oben angekündigt, sollen die Ausdrücke GO und Gl näher erläutert werden. Die GO- und Gl-Kodes
werden unter Verwendung von Klammerausdrücken programmiert. Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
werden sie, wie folgt, programmiert:
s (FECGO) (FEC1Gl)
wobei der Ausdruck FEC die Schleppabstandkompensationsart
bestimmt, wobei dessen Verwendung fakultativ ist. Sie ist jedoch bevorzugt, da sie die spezielle
κι Verwendung der GO- und Gl-Kodes von anderen
Verwendungen dieser Kodes unterscheidet. Wären keine weilercn Verwendungen dieser Kodes vorgesehen,
so wäre der FEC-Kode nicht erforderlich.
Wie oben erläutert, wird der GO-Kodc dazu
ι-, verwendet, den Kompensaiionsvorgang beginnen zu
lassen. Folglich wird ein »(FEC, GO)« während eines der Schrupp-Gewindeschneiddurchgänge zwischen irgendeinem
der anderen programmierten Informationsblocks programmiert. Nachdem dieser Kode erkannt wurde,
2t, wird der nächste Gewindeschneiddurchgang als Grunddurchgang
festgelegt. Dieser Grunddurchgang ist als derjenige Gewindeschneiddurchgang definiert, bei dem
der Schleppabstand gemessen wird. Folglich liegt kein Bearbeitungsunterschied zwischen einem Grundduich-
y, gang und irgendeinem anderen Bearbeitungsdurchgang
vor. Weiterhin wird, sofern die Geschwindigkeiisveisiiirkung
des Folgeregelkreises als konstant angenommen wird, unter dem Grunddurchgang lediglich
verstanden, daß die programmierte Gewindesteigung
,Ii und Spindelgeschwindigkeit zur Berechnung des
Schleppabstandes, der zur weiteren Verwendung gespeichert wird, verwendet werden können.
Unmittelbar vor dem Informationsblock, der einen Bearbeitungsdurchgang mit neuer Geschwindigkeit und
;-, daher mit neuem Schieppabstand festlegt, wird ein
»(FEC, Gl)« programmiert. Die Steuerung erkenn; das
Gl und benützi die gespeicherte und programmierte Information dazu, die Differenz der Schleppabstandc /u
bestimmen, leder nachfolgende Bearbeitungsdurchgang
κι wird aufgrund irgendeiner Änderung des Schleppabstandes
gegenüber dem Grunddurchgang kompensiert. Wenn die Notwendigkeit einer Kompensation beendet
ist, wird für einen zweiten Zeitpunkt ein »(FEC. GO)« programmiert, das eine kompensierte Betriebsweise
Ji beendet.
Abschließend sei noch auf folgende Punkte hingewiesen. Die Verwendung des FEC-Kodes ist nicht
notwendig, jedoch bevorzugt. Weiterhin ist die Verwendung der speziellen Kodes GO und Gl vollständig
willkürlich und es können auch zwei andere Kodes verwendet werden. Die spezielle Verwendung der
gespeicherten und programmierten Information zur Berechnung des Schieppabstandes isi in gewissem
Maße ebenfalls willkürlich. Der Grund-Schleppabstand kann während des Grunddurchganges errechnet werden
oder die Parameter können gespeichert werden und die Differenz der Schleppabstände kann zu einem
späteren Zeitpunkt errechnet werden.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Verfahren zur Steuerung der Herstellung von Gewindedrehteilen, unter Verwendung einer das
Werkstück drehenden, numerisch gesteuerten Drehmaschine, bei dem ein Schneidwerkzeug am Anfang
des Bearbeitungsganges in einer uestimmten Winkelstellung mit dem Werkstück in Berührung
gebracht wird und die numerische Steuerung eine Folgeregelung der Lage des Schneidwerkzeuges
entlang des Werkstücks durchführt, wobei die Eingangssignale der numerischen Steuerung bestehen
aus Startsteuersignalen, Lageistwert- und Sollwertsignalen sowie zur Synchronisierung der
Werkzeugbewegung mit der Spindelgeschwindigkeit der Drehmaschine dienende Geschwindigksitsrückführungsignale
und die numerische Steuerung in Abhängigkeit dieser Eingangsdaten Befehlssignale
an ein Folgesteuerglied konstanter Geschwindigkeitsverstärkung für den Werkzeugantrieb abgibt,
dadurch gekennzeichnet, daß für aufeinanderfolgende Bearbeitungsgänge außer dem Lagesollwert
noch ein für den jeweiligen Bearbeitungsvorgang typischer Geschwindigkeitssollwert vorge-
geben wird und das Sleuerungsverfahren folgende Schritte umfaßt:
a) Erzeugung eines ersten Befehlssignals für den Folgeregelkreis in Abhängigkeit von den ersten
Lage- und Geschwindigkeitssollwertsignalen derart, daß das Schneidwerkzeug zum Werkstück
gefahren, dieses in einer ersten Winkelstellung berührt und entlang des Werkstücks
geführt wird,
b) Vorgabe des für den nachfolgenden Bearbeitungsgang typischen Geschwindigkeitssollwertsignals
c) Erzeugung eines Kompensationssignals in Abhängigkeit des ersten und nachfolgenden
Geschwindigkeitssollwertsignals, wobei das Kompensationssignal den durch den Unterschied
der Geschwindigkeiten bei konstanter Geschwindigkeitsverstärkung bedingten unterschiedlichen
Schleppabstand der Folgeregelung darstellt,
d) Erzeugung eines zweiten Befehlssignals für den Folgeregelkreis in Abhängigkeit vom Kompensationssignal,
das eine die Schleppabstanddifferenz kompensierende Bewegung des Werkzeugs veranlaßt,
e) Erzeugung eines dritten Befehlssignals für den Folgeregelkreis in Abhängigkeit von dem Lage-
und Geschwindigkeitssollwertsignal für den nachfolgenden Bearbeitungsvorgang, derart,
daß das Schneidwerkzeug zum Werkstück gefahren, dieses in der gleichen Winkelstellung
wie beim vorangehenden Bearbeitungsgang berührt und entlang des Werkstücks geführt
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich der Schritt (c) während des
Schrittes (e) iterativ ausgeführt wird, um zu veranlassen, daß das Schneidwerkzeug mit dem sich
drehenden Werkstück an der ersten Winkelstellung während nachfolgender Bearbeitungsdurchgänge in
Berührung kommt, unabhängig von der Geschwindigkeit des Schneidwerkzeuges während dieser
Durchgänge.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Geschwindigkeitssignal durch ein
die Verschiebung des Werkzeuges relativ zur Drehung des Werkstückes darstellendes Gewindesteigungssignal
und ein die Winkelgeschwindigkeit des sich drehenden Werkstückes darstellendes Winkelgeschwindigkeitssignal gebildet wird, wobei
weiterhin der Schritt der Erzeugung des Kompensationssignals den Schritt enthält, die Geschwindigkeitsverstärkung
des Folgeregelkreises zu vervielfachen durch die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen
dem ersten und nachfolgenden Bearbeitungsdurchgängen, die durch die Differenz zwischen einem
ersten und einem nachfolgenden Winkelgeschwindigkeitssignal definiert ist.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schritt zur Erzeugung des
Kompensationssignals weiterhin folgende Schritte enthält:
a) Ermitteln eines ersten Geschwindigkeitssignals durch Multiplizieren eines ersten Gewindesteigungssignals
mit einem ersten Winkelgeschwindigkeitssignal;
b) Erzeugen eines zweiten Geschwindigkeitssignals durch Multiplizieren eines nachfolgenden
Gewindesteigungssignals mit einem nachfolgenden Winkelgeschwindigkeitssignai;
c) algebraische Subtraktion des zweiten Geschwindigkeitssignals
von dem ersten Geschwindigkeitssignal zur Erzeugung eines Differenzsignals; und
d) Multiplizieren des Differenzsignals mit der Geschwindigkeitsverstärkung des Folgeregelkreises
zur Erzeugung des Kompensationssignals.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Schritt der Erzeugung des
Kompensationssignals weiterhin der Schritt enthalten ist, ein erstes Steuersignal zu erfassen, um eine
Kompensation nachfolgender Bearbeitungsdurchgänge einzuleiten für Differenzen in dem Schleppabstand
von dem ersten Bearbeitungsdurchgang.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß weiterhin der Schritt durchgeführt
wird, ein zweites Steuersignal zu erfassen, um einen Schleppabstandkompensationszyklus zu beenden.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß vor der Durchführung des Schrittes
der Erzeugung des ersten Befehlssignals weiterhin der Schritt durchgeführt wird, ein drittes Steuersignal
zu erfassen, zur Einleitung des Schleppabstandkompensationszyklus.
8. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 7, mit einer ein
Werkstück drehenden numerisch gesteuerten Drehmaschine, bei der die numerische Steuerung eine
Folgeregelung der Lage des Schneidwerkzeuges entlang des Werkstückes durchführt, bei der eine
Synchronisation zwischen Werkzeugbewegung und einer Spindelgescnwindigkeit der Werkzeugmaschine
aufrechterhalten wird, wobei die numerische Steuerung in Abhängigkeit von Eingangssignalen,
die aus Startsteuersignalen, Lageistwert- und -sullwertsignalen
sowie aus zur Synchronisation dienenden Geschwindigkeitsrückführsignalen bestehen,
Befehlssignale für den Folgeregelkreis erzeugt, wobei der Folgeregelkreis eine konstante Geschwindigkeitsverstärkung
aufweist, gekennzeichnet
durch folgende Merkmale:
a) einen ersten Schaltkreis (12, 18, 24, 88, 90, 92, 96) zum Erfassen eines ersten Steuersignals zur
Einleitung eines Kompensationszyklus für einen durch unterschiedliche Geschwindigkeiten bedingten
unterschiedlichen Schleppabstand des Folgeregelkreises;
b) eine Grunddurchlaufsteuerung (12, 18, 24, 42, 48, 49, 108, 109, 110, 112, 116), die auf erste
Stellungs-, Gewindesteigungs- und Winkelgeschwir.digkeitssignale
anspricht, um erste Befehlssignale zu erzeugen, die den Folgeregelkreis veranlassen, das Schneidwerkzeug durch
Schruppgewindeschneiddurchgänge zu bewegen, wobei das Schneidwerkzeug zum Werkstück
gefahren, dieses in einer ersten Winkelstellung berührt und entlang des Werkstücks
gefahren wird;
c) einen zweiten Schaltkreis (12, 18, 24, 88, 90, 98, 100, 102) zum Erfassen eines zweiten Steuersignals
zum Einleiten einer Schleppabstandkompensation für nachfolgende Gewindeschneiddurchgänge;
d) einen Kompensationssignalsgenerator (12, 18, 24, 118, 120, 122, 124), der auf die ersten
Gewindesteigungs- und Winkelgeschwindigkeitssignale und nachfolgende Gewindesteigungs-
und Winkelgeschwindigkeitssignale anspricht, zur Erzeugung eines Kompensationssignals, das die Differenz von Schleppabständen
darstellt, die der Differenz zwischen den ersten und den nachfolgenden Gewindesteigungs- und
Winkelgeschwindigkeitssignalen entspricht;
e) eine Kompensationsstcuerung (24, 42, 48, 49,
126), die auf das Kompensationssignal anspricht, um zweite Befehlssignale zu erzeugen,
die den Folgeregelkreis veranlassen, das Schneidwerkzeug um eine durch das Kompensationssignal
definierte Versetzung zu verschieben;
f) eine Schlußdurchgangssteuerung (12, 18, 24, 42, 48, 49, 118, 120, 122, 128, 132), die auf ein
nachfolgendes Stellungssignal und auf die nachfolgenden Gewindesteigungs- und Geschwindigkeitssignale
anspricht, zur Erzeugung von dritten Befehlssignalen, die den Folgeregelkreis veranlassen, das Schneidwerkzeug für den
nachfolgenden Bearbeitungsvorgang zum Werkstück zu fahren, dieses in der gleichen
Winkelstellung wie beim vorangehenden Bearbeitungsgang zu berühren und entlang des
Werkstückes zu führen;
g) einen dritten Schaltkreis (12, 18, 24, 88, 90, 92, 94) zum Erfassen eines dritten Steuersignals
zum Beendigen des Arbeitens des Schleppab-Standkompensationszyklus.
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