DE2811686B2 - Auslöser für Schutzschalter - Google Patents
Auslöser für SchutzschalterInfo
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- H01H71/32—Electromagnetic mechanisms having permanently magnetised part
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Auslöser für Schutzschalter gemäß dem Oberbegriff des Anspruches
1. Ein derartiger als Auslöser dienender elektrischer Haltemagnet für hochempfindliche Fehlerstromschutzschalter
ist in der DE-AS 15 63 695 beschrieben.
Dieser besteht aus zwei mit einer Erregerwicklung versehenen Schenkeln und einem Anker aus magnetisch
gut leitendem Werkstoff sowie einem zwischen den Schenkeln liegenden Dauermagneten und ist mit einem
zwischen Dauermagnet und Erregerwicklung angeordneten magnetischen Nebenschlußkörper versehen. Die
Schenke! sind dabei flache Platten, zwischen denen außer dem Dauermagneten der magnetische Nebenschlußkörper
angeordnet ist, und an ihrer Außenseite befinden sich magnetische Zusatzkörper. Alle Teile sind
mit durchgehenden Schrauben zusammengehalten. Der federbelastete Anker klappt stirnseitig vor die beiden
Schenkel und schließt damit den magnetischen Kreis. Dieser Auslöser ist aufwendig in seiner Konstruktion,
insbesondere das erforderliche Bearbeiten der Polflächen durch Feinschleifen.
Ähnliche Konstruktionen für Auslöser sind in der DE-OS 20 00 138 und DE-OS 25 29 221 beschrieben.
Diese Auslöser sind noch aufwendiger in ihrer Konstruktion und auch hierbei müssen die Polflächen
zwischen dem Anker und dem Magnetjoch feingeschliffen werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen einfachen Auslöser mit zweckentsprechend gewählten
Bauteilen bei einfacher Mor.'ape zu schaffen, der insbesondere bei Fehlerstromschutzschaltern mit Hilfsenergie
verwendet werden r.ull, der aber auch als
allgemeiner Auslöser aufgrund eines elektrischen Impulses oder bei Überschreiten eines elektrischen
Ansprechwertes (Strom oder Spannung) einen mechanisehen Vorgang in einer Richtung durchführen kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs I gelöst.
Die Erfindung hat den Vorteil, daß die verwendeten zylindrischen Teile aus ferromagnetischem Material
bereits als Rohmaterial eine hochwertige Oberfläche aufweisen, so daß ein Bearbeiten der Polflächen
beispielsweise durch Schleifen von vornherein entfällt. Durch die punktförmige Auflage der sich kreuzenden
Zylinder wird eine eindeutige Berührung der Mantelflächen erreicht und auch beim Abrollen des Klappankers
auf dem einen Schenkel ergibt sich eine einwandfreie Lagerstelle. Die Erregerwicklung läßt sich als einfache
Rundspule ohne einen zusätzlichen Spulenkörper oder eine Bandage herstellen und auf die Schenkel aufstekken.
Alle Teile werden lose in das zweckentsprechend ausgebildete zweiteilige Gehäuse eingelegt — Wurfmontage
— und durch die Magnetkraft sowie durch das mit entsprechend angepaßten Aussparungen versehene
Gehäuse mit ausreichendem Spiel gehalten. Außerdem entsteht an den punktförmigen Berührungsstellen des
Klappankers mit den beiden Schenkeln eine größere spezifische Belastung, so daß eine Verunreinigung durch
einen öl- oder Fettfilm die Ansprechwerte des
Auslösers kaum verändert, während bei den bekannten geschlifffenen Polflächen eine derartige Verschmutzung
der Berührungsflächen die Funktion des Auslösers wesentlich beeinflußt Ferner ist die Wahrscheinlichkeit
einer Verunreinigung der Polflächen durch kleine Festkörper bei der erfindungsgemäßen Lösung durch
die punktförmigen Berührungsflächen wesentlich kleiner als bei planen Polflächen.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstände der Unteransprüche. ι ο
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher
erläutert.
F i g. 1 zeigt in perspektivischer Darstellung die wesentlichen Bauteile des Auslösereiais mit einem
lediglich der Schnittebene der F i g. 2 entsprechend angedeuteten Gehäuse, während
F i g. 2 das Auslöserelais im Querschnitt in der Schwenkebene des Klappankers zeigt.
Fig. 3 stellt eine Variante der Fig. 2 in Teilansicht
dar.
Das Auslöserelais hat einen magnetischen Kreis mit zwei als zylindrische Körper ausgebildeten Schenkeln 1
und 2, die jeweils mit ihrer Mantelfläche la, 2a an einer
der beiden Polflächen 3Λ/, 35eines Permanentmagneten
3 anliegen. Die beiden Schenkel aus ferromagnetischem Rundmaterial sind gegenüber den Abmessungen des
Permanentmagneten so abgelängt, daß freistehende Teile \b, 2b entstehen. Quer über diese freistehenden
Teile der Schenkel ist ein ebenfalls aus ferromagnetischem Rundmaterial hergestellter mit einer Nut 4a
versehener Klappanker 4 gelegt. An den Mantelflächen der Zylinder entsteht damit eine nahezu punktförmige
Berührung mit hoher Oberflächengüte der Eisenteile des magnetischen Kreises. In die Nut des Klappankers
ist ein glatter Federdraht 5 eingelegt, der am gegenüberliegenden Ende eine Abwinkelung 5a aufweist
und mittels einer Schraube 6 in seiner den Klappanker beeinflussenden Federkraft einstellbar ist.
Der Klappanker ist dabei so bemessen, daß sein über den Lagerpunkt Ic hinausragendes freistehendes Ende
4b etwa die gleiche Länge hat wie der 'iber die beiden
Schenkel reichende auf der anderen Seite des Lagerpunktes befindliche Teil 4c. Hierdurch wird eine
etwa gleiche Massenverteilung des Klappankers erreicht und das Auslöserelais ist weitgehend erschütterungsfrei.
Auf dem Schenkel 2 ist lose eine Erregerwicklung 7 aufgesteckt, die bei geeigneter Erregung den
magnetischen Fluß des Permanentmagneten teilweise aufhebt, wodurch die am anderen freien Ende des
Klappankers angreifende Federkraft der magnetischen Haltekf-aft überwiegt und der Anker abfällt.
Die bisher beschriebenen Bauteile werden in einem aus Isolierstoff bestehenden Gehäuse 8 gehalten,
welches aus einem Unterteil 8a und einem Deckel Sb besteht, die nach der Montage des Auslöserelais in nicht
näher dargestellter Weise miteinander verbunden werden. Wie insbesondere aus der Fig. 2 ersichtlich ist,
sind im Unterteil Aussparungen für die beiden Schenkel 1, 2 nebst der Erregerwicklung 7 und den Permanentmagneten
3 vorhanden, so daß diese Teile nach dem Einlegen in der vorbeschriebenen Weise einander
berühren können. Auch für den Klappanker 4 ist im Unterteil eine Aussparung vorgesehen, die seine
möglichen Bewegungsrichtungen im wesentlichen vorbestimmt. Der Federdraht 5 wird an der Abwinkelung
5a im Gehäuse festgehalten und auf seinem Längsumfang in einem Schlitz geführt. Da der Federdraht in die
Nut am freistehenden Ende 4b des Klappankers eingreift und diese zentriert, ist auch die Lage des
Klappankers in seiner Längsachse vorbestimmt. Im Deckel sind eine Gewindebohrung für die Schraube 6
und eine Bohrung für einen oberhalb des Klappankers angeordneten Einschaltknopf 9 vorgesehen. Außerdem
ist der Deckel mit entsprechend angepaßten die Bauteile von oben zentrierenden Vorsprüngen versehen.
Zusätzlich besteht im Gehäuseunterteil die Möglichkeit, in quer zu den Schenkeln verlaufende Aussparungen
Eicenrückschlüsse 10 einzulegen. Diese dienen ab
direkter Rückschluß für den Eigneten, so daß der
Klappanker nur im Nebenschluß niet ^u arbeitet.
Außerdem besteht durch geeignete Materialwahl für die Rückschlüsse die Möglichkeit der Temperaturkompensation
des Permanentmagneten.
Die Wirkungsweise des Auslöserelais ist ähnlich wie bei den bekannten Auslösern. Der Permanentmagnet
hält mit seinen Polflächen die beiden Schenkel und durch die magnetische Haltekraft den Klappanker ohne
Luftspalt in der in den Figuren gezei2ten Stellung. Fließt nun durch die Erregerwicklung ein Strom von
bestimmter Stärke und Richtung, so entsteht ein dem Fluß des Permanentmagneten entgegenwirkender magnetischer
Fluß und der Klappanker schwenkt unter dem Einfluß des Federdrahtes 5 um den Lagerpunkt Ic.
Das freistehende Ende 46 des Klappankers macht dabei in Richtung des Pfeiles 11 eine Schwenkbewegung, die
mechanisch auf die Verklinkung eines Schaltschlosses oder einen Kontakthebel einwirkt. Di? Rückstellung
erfolgt durch den Einschaltknopf 9 von Hand oder automatisch durch die Auslösebcwegungen des ent-
-Jinkten Schlosses.
Das Gehäuse kann ohne zusätzlichen Aufwand um eine zwischen den beiden Schenkeln gedachte senkrechte
Symmetrieebene spiegelbildlich aufgebaut sein, so daß ohne Schwierigkeiten auch eine spiegelbildliche
Montage der Bauteile des magnetischen Kreises durchgeführt werden kann. Dies hat den Vorteil, daß die
Auslösebewegung des Klappankers unterschiedlichen Forderungen leichter angepaßt werden kann. Bei einer
Variante des Auslöserelais gemäß Fig. 3 ist es sogar
leicht möglich, ein thermisch belastetes Bimetall 12 auf den Klappanker einwirken zu lassen. Durch Reihenschpltung
der Erregerwicklung mit dem Bimetall und eines durch den Klappanker betätigten Kontaktstückes
14 oder 14a entsteht damit ein Schutzschalter mit thermischer und magnetischer Ansprechgrenze in
kleinster Bauweise. Wenn die elektrischen Anschlüsse über Lötstifte 13 aus dem Gehäuse herausgeführt sind,
so eignet sich e ,1 derartiger Schutzschalter auch für den Einbau suf Leiterplatten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. Auslöser für Schutzschalter, insbesondere für
Fehlerstromschutzschalter, mit einem magnetischen Kreis, der aus zwei ferromagnetischen Schenkeln
mit dazwischenliegend angeordnetem Permanentmagneten und einem federbelasteten Anker aufgebaut
ist und auf einem Schenkel eine Erregerwicklung trägt, dadurch gekennzeichnet, daß
die beiden als zylindrische Körper ausgebildeten Schenkel (1, 2) mit ihrer Mantelfläche (la, 2a) an
jeweils einer der Polflächen (3N, 35Jdes Permanentmagneten (3) lediglich durch Magnetkraft gehalten
anliegen und dabei aufgrund ihrer Länge auf einer Seite über die Polflächen (3Λ/, 35; des Permanentmagneten
(3) hinausragen, daß quer über die beiden so entstandenen freistehenden zylindrischen Teile
(16,2f>Jder Schenkel (1,2) ein ebenfalls als Zylinder
ausgebildeter Klappanker (4) gelegt ist, der einseitig über <len einen als Lagerpunkt (Ic·; dienenden
Schenke! (1) für den Angriff einer Feder (Federdraht 5) und zur Einleitung eines Auslösevorganges
hinausragt und durch seine punktförmige Auflage der sich kreuzenden Zylinder den magnetischen
Kreis schließt, und daß alle Teile (Schenkel 1, 2; Permanentmagnet 3; Klappanker 4; Federdraht 5;
Erregerwicklung 7) in einem ihre funktionsmäßige Bewegung freigebenden Gehäuse (8) lediglich durch
Einlegen gehalten sind.
2. Auslöser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Gehäuse (8) quer zu den Schenkeln
(1, 2) unterhalb des Permanentmagneten (3) Aussparungen vcrgeseh-n sind, in die Eisenrückschlüsse
(10) zur Dosierung der Auslösekraft und/oder zur Temperatur..ompensation einlegbar
sind, wobei der Klappanker (4) in einem magnetischen Nebenschluß zu den Eisenrückschlüssen (10)
liegt.
3. Auslöser nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß in das freistehende
Ende (4b) des Klappankers (4) eine Nut (4a) eingestochen ist, in die ein einseitig abgewinkelter
und mit der Abwinkelung (5a) im Gehäuse (8) gehaltener Federdraht (5) eingreift, dessen Federkraft
mittels einer im Gehäuse (8) geführten Schraube (6) einstellbar ist.
4. Auslöser nach einem der Ansprüche I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das freistehende über
die Lagerstelle hinausragende Ende (4b) des Klappankers (4) etwa ebenso lang ist wie der über
die beiden Schenkel (1,2) reichende Teil (4c).
5. Auslöser nach einem der Ansprüche I bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (8) aus
einem Unterteil (8a; und einem Decke! (Sb) besteht
und beide Teile (Unterteil 8a, Deckel 8b) um eine gedachte, zwischen den Schenkeln (1, 2) verlaufende
senkrechte Symmetrieebene spiegelbildlich aufgebaut sind.
6. Auslöser nach einem der Ansprüche I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das freistehende Ende
(4b) des Klappankers (4) aus dem Gehäuse (8) herausragt und die Entklinkung eines Schaltschlosses
(Pfeil 11) oder die Bewegung eines Kontaktstükkes(14; 14a)mechanisch einleitet.
7. Auslöser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Klappanker (4) zusätzlich ein
thermisch belastetes Bimetall (12) angreift, welches mit der Erregerwicklung (7) elektrisch in Reihe
geschaltet ist.
8. Auslöser nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrischen Anschlüsse aus dem
Gehäuse (8) mittels Lötstiften (13) zur Befestigung auf Leiterplatten herausgeführt sind.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2811686A DE2811686C3 (de) | 1978-03-17 | 1978-03-17 | Auslöser für Schutzschalter |
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| IT21082/79A IT1111589B (it) | 1978-03-17 | 1979-03-16 | Rele' di sgancio per interruttori di sicurezza per correnti di guasto |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE2811686A DE2811686C3 (de) | 1978-03-17 | 1978-03-17 | Auslöser für Schutzschalter |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2811686A1 DE2811686A1 (de) | 1979-09-20 |
| DE2811686B2 true DE2811686B2 (de) | 1980-01-10 |
| DE2811686C3 DE2811686C3 (de) | 1980-09-04 |
Family
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE2811686A Expired DE2811686C3 (de) | 1978-03-17 | 1978-03-17 | Auslöser für Schutzschalter |
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Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
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| DE19845800B4 (de) * | 1998-09-30 | 2006-01-05 | Siemens Ag | Niederspannungs-Leistungsschalter mit einer Einrichtung zur Rückstellung eines Haftmagnetauslösers |
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1978
- 1978-03-17 DE DE2811686A patent/DE2811686C3/de not_active Expired
-
1979
- 1979-03-02 NL NL7901698A patent/NL7901698A/xx not_active Application Discontinuation
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| IT1111589B (it) | 1986-01-13 |
| IT7921082A0 (it) | 1979-03-16 |
| DE2811686A1 (de) | 1979-09-20 |
| NL7901698A (nl) | 1979-09-19 |
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