DE2811378C2 - - Google Patents
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- H—ELECTRICITY
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- H01H50/00—Details of electromagnetic relays
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Description
Die Erfindung betrifft ein elektromagnetisches Relais
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein derartiges Relais ist aus der US-PS 35 44 930 be
kannt, in dem zwei Ausführungen beschrieben sind, die
einen rohrförmigen Spulenkörper mit rechteckigem Quer
schnitt und stirnseitigen Flanschen haben, zwischen
denen die Wicklung liegt. Im Innenraum sind zwei Joche,
ein Anker und Kontaktfedern angeordnet. Die Joche ragen
von beiden Stirnseiten in den Innenraum, wo sie so beab
standet sind, daß ein Luftspalt verbleibt. Die außen
überstehenden Enden der Joche stehen mit einer über das
Relais geschobenen Kappe in Verbindung, die zum einen
als Flußbügel dient und zum anderen das Relais auf fünf
Seiten schützend umgibt. Im Innenraum liegt auf dem
einen Joch ein geknickter Anker auf, der durch eine
Haltefeder so gehaltert ist, daß er in Ruhelage den
Luftspalt zwar überbrückt, jedoch das andere Joch nicht
berührt. Die elektrischen Kontakte werden von Blatt
federn gebildet, die unter den Jochen liegen. Ihre Be
tätigung erfolgt durch Pimpel eines am Anker befestigten
Kammes, die den Luftspalt zwischen den Jochen durch
setzen.
Bei der einen Ausführung sind die Joche und die Kontakt
federn auf der Ober- und Unterseite einer Platte aus
Isoliermaterial befestigt. Die Pimpel durchsetzen ent
sprechende Löcher in der Platte. Diese vorgefertigte
Baugruppe ist von einer Stirnseite in den Spulenkörper
eingeschoben, wobei die Öffnung durch ein Paßstück ver
schlossen wird. Bei der anderen Ausführung fehlt die
Platte. Statt dessen sind die Joche und die Kontakt
federn in zwei Stopfen aus Isoliermaterial eingeformt,
von denen je einer in die stirnseitigen Öffnungen des
Spulenkörpers eingesetzt ist. Außerdem ist der Raum zwi
schen Spulenkörper und Kappe mit einem Gießharz ausge
füllt.
Ferner ist aus der AT-PS 3 05 387 ein Drahtfederrelais
bekannt, das einen ähnlichen Aufbau, jedoch keine um
gebende Kappe hat. Bei diesem Relais ist ebenfalls eine
vorgefertigte Baugruppe in den Innenraum des Spulen
körpers eingeschoben, die aus einem Träger aus Isolier
material besteht, der etwa die Länge des Spulenkörpers
hat und in den die stationären Kontaktfedern mit nahezu
ihrer ganzen Länge eingeformt sind. Die Kontaktenden
sind hochgebogen und stehen frei zwischen Rippen des
Trägers. Die beweglichen Kontaktfedern sind in einem
weiteren, kleinen Block aus Isoliermaterial eingeformt,
der zugleich auch als Halterung für den Anker dient. Der
Block wird von den Kontaktfedern getragen, die mit den
Enden einerseits auf den stationären Kontakten und an
dererseits auf einem Ansatz des Trägers liegen. Der
C-förmige Magnetkern ist aus drei Teilen zusammenge
setzt, wobei zwei L-förmige Joche nach dem Einsetzen in
die Öffnungen des Spulenkörpers mit einem außenliegenden
Steg fest verbunden werden. Dem im Innenraum des Spulen
körpers zwischen den beiden Jochenden verbleibenden
Luftspalt steht der Anker gegenüber. Die Öffnungen des
Spulenkörpers sind kontaktseitig durch einen Lupen
deckel, anschlußseitig durch ein Paßstück verschlossen.
Die genannten Relais weisen außer dem Spulenkörper ver
schiedene Trägerteile auf, die Kunststoff-Formteile
sind, für deren Fertigung mehr oder weniger aufwendige
Spritzwerkzeuge erforderlich sind.
Aus dem älteren DE 27 03 584 A1 ist außerdem ein Relais
mit einem einteiligen Spulenkörper und einem in diesem
Spulenkörper in Axialrichtung verlaufenden Kontaktraum
bekannt, in dem ein an einem Ende federnd gelagerter
Ankerkontakt mit seinem freien Ende zwischen zwei als
Gegenkontakt dienenden Polblechen bewegbar ist. Die
Polbleche sind einerseits und ein Ankerträger anderer
seits im Kontaktraum durch Steckbefestigung in achs
parallelen Führungsnuten des Spulenkörpers befestigt.
Der Anker besteht aus zwei nebeneinander angeordneten,
starren Blechen, die mittels einer gemeinsamen Anker
feder an dem Träger angebracht sind. Zwischen den bei
den Polblechen ist ein Dauermagnet eingefügt. Über den
Spulenkörper ist eine Schutzkappe gestülpt, die zu
gleich als Flußrückführung dient.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein anderes,
besonders einfach zu montierendes Relais der eingangs
genannten Art zu schaffen. Gelöst wird diese Aufgabe
durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale. Weiter
bildungen sind den Unteransprüchen zu entnehmen. Der
Vorteil dieser Konstruktion liegt einmal darin, daß
außer dem Spulenkörper keine weiteren Spritzteile vor
handen sind, so daß die Kosten für Spritzwerkzeuge ver
gleichsweise gering sind. Einen weiteren Kostenvorteil
bringt die einfache Montage mit sich; sie besteht aus im
wesentlichen formschlüssigem Fügen, da die Joche und
Kontaktstücke nur in Nute des Spulenkörpers eingeschoben
sind und damit lagerichtig sitzen. Der aufgesteckte Mag
netbügel fixiert diese Teile und stellt den magnetischen
Schluß her. Dabei wirkt sich außerdem die geringe Teile
zahl günstig aus, die dadurch zustande kommt, daß die
Joche zugleich den Magnetfluß und den Strom führen, so
daß außer der Kontaktfeder, an der der Anker befestigt
ist, alle weiteren Kontaktfedern entfallen. Die gleich
zeitige Nutzung von Teilen des Magnetkerns für die
Stromführung ist an sich von dem in der DE-AS 12 89 185
beschriebenen Relais bekannt, bei dem die Kontakte je
doch nicht im Innenraum, sondern außerhalb der Spule
liegen.
Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert. In der
Zeichnung zeigt die
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht des Relais in teilweise montiertem
Zustand; und die
Fig. 2 einen Schnitt durch das Relais in einer durch die Spulenachse
verlaufenden Ebene.
Anhand der Fig. 1 und 2 wird ein mit zwei Umschaltkontakten bestücktes
Relais beschrieben, wobei gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen ver
sehen sind. Das Relais ist für den Einbau in Druckschaltungsplatten vorgesehen,
wobei Fig. 2 einen Schnitt durch das Relais zeigt, dessen Schnittebene parallel
zur gedachten Druckschaltungsplatte durch die Spulenachse verläuft. Bei der
in Fig. 1 gezeigten perspektivischen Darstellung des Relais sind die zu einem
der beiden Umschaltekontakte gehörenden Teile bereits im Spulenkörper montiert,
während die zum anderen Umschaltekontakt gehörenden Teile noch außerhalb des
Spulenkörpers dargestellt sind.
Ein mit Flanschen versehener Spulenkörper 1 nimmt eine Spule 2 auf. Der
Spulenkörper 1 besitzt eine Kernöffnung von rechteckigem Querschnitt mit je
drei durchgehenden Längsnuten auf den beiden breiten Seiten. Zwei dieser
Nutenpaare schließen direkt an die Schmalseiten des Rechtecks an, während
sich das dritte Nutenpaar in der Mitte zwischen den beiden anderen Paaren be
findet. Jede seitliche Nut ist ausgelegt zur Aufnahme eines Arbeitskontakt
joches 3 und eines Kontaktfederjoches 4, wobei jeweils ein Joch 3 und ein
Joch 4 von der gleichen Seite in zwei verschiedene Nuten eingeschoben werden.
In die mittige Nut wird von beiden Seiten her je ein Ruhekontaktstück 5 ein
geschoben. Die Abmessungen der Nuten und der durch diese aufzunehmenden Stücke
sind so ausgelegt, daß die eingeschobenen Stücke entweder infolge eigener
elastischer Verformung (Ruhekontaktstück 5) oder infolge elastischer Ver
formung des Spulenkörpers ohne zusätzliche Operationen in definierter Lage
gehalten werden.
Die Flansche des Spulenkörpers 1 sind an ihrer Außenseite mit Ausnehmungen
versehen, in welche abgebogene Teile 3 a und 4 a der Joche 3 und 4 passen, so daß
bei eingesetzten Jochen eine ebene Fläche an den Spulenflanschen entsteht. Jeder
Spulenflansch besitzt an seinen Enden zwei H-förmige Körper 6 zur Aufnahme je
einer Spulenanschlußfeder 7, die gegabelt ist und in die Nuten jedes Körpers
6 eingeschoben werden kann und mit Hilfe einer Verbreiterung eines Schenkels
der Feder in Position gehalten wird.
Auf dem Kontaktfederjoch 4 ist eine Umschaltefeder 8 befestigt, welche
ihrerseits ein Ankerstück 9 trägt. Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, lassen je
weils zwei in die gleiche Nut eingesetzte Joche 3 und 4 einen Raum zwischen
sich frei, der durch den Anker 9 überbrückt wird, wobei der Abstand zwischen
den beiden Jochen so gewählt ist, daß einerseits der Streufluß zwischen den
beiden Jochen 3 und 4 möglichst klein ist, andererseits aber der Anker 9 die
beiden Joche hinreichend überdeckt, um eine hohe Ansprechempfindlichkeit des
Relais zu erhalten. Der Magnetkreis wird durch einen U-förmigen Magnetbügel
10 geschlossen, welcher innen mit einer dünnen Kunststoffolie 11 versehen ist.
Nach erfolgtem Einbau der Joche 3 und 4 und der Ruhekontaktstücke 5 wird der
Magnetbügel 10 mit eingelegter Folie 11 so über das Relais geschoben, daß die
Schenkel des U auf den abgebogenen Teilen 3 a und 4 a der Joche 3 und 4, die mit
den restlichen Teilen des Spulenflansches eine Fläche bilden, aufliegen. Die
Folie 11 dient zur Isolation, weil die Joche 3 und 4 gleichzeitig Kontaktteile
sind, also unter Spannung stehen. Gleichzeitig bewirkt aber die dünne Folie einen
geringen, definierten Luftspalt, der die gleiche Wirkung hat wie ein üblicher
weise vorhandenes Klebblech, d. h. er verhindert ein Klebenbleiben des Ankers
nach Abschalten der Erregung infolge von Remanenz. Eine weitere Wirkung der
Folie besteht darin, daß diese beim Eingußvorgang, wie er noch beschrieben
wird, den Kontaktraum gegen das Eindringen von Gießharz abdichtet.
Die Umschaltfeder 8 ist an ihrem kontaktseitigen Ende in zwei Teile auf
getrennt, die die häufig geforderte Doppelkontaktanordnung ergeben. Wie aus
Fig. 2 ersichtlich ist, liegt die Umschaltefeder 8 bei stromloser Spule auf
einem auf dem Ruhekontaktstück 5 angebrachten Kontakt 5 a auf und legt sich bei
stromdurchflossener Spule an einen Arbeitskontakt 3 b an, der auf dem Arbeits
kontaktjoch 3 angebracht ist. Die abgebogenen Teile der Joche 3 und 4 sind mit
stiftförmigen, seitlichen Verlängerungen 3 c und 4 b versehen, die sich senkrecht
zur Spulenachse erstrecken und als Lötfahnen für die Kontakte zu deren Ver
bindung mit einer gedruckten Schaltung dienen. Eine ähnliche Verlängerung 5 b
weist auch das Ruhekontaktstück 5 auf. Die Kontakte 3 b und 5 a sind mit einer
Edelmetallplattierung versehen, deren Legierung so gewählt ist, daß allfällige,
aus dem Gießharz der Umhüllung austretende Gase keine negative Wirkung auf
die Kontakteigenschaften haben. Weiter weisen die Kontakte eine solche Profil
form auf, daß das Anschweißen der Kontakte auf ihren Trägern ohne Berührung
der Edelmetallauflage durch die Schweißelektrode geschehen kann.
Das mit allen Kontaktteilen bestückte und mit dem Magnetbügel versehene
Relais wird mit den Anschlußstiften nach oben in eine mit einer abgemessenen
Menge eines aushärtenden Gießharzes gefüllte Gießform gelegt und versinkt
darin. Es ist leicht einzusehen, daß der Magnetbügel bzw. die Isolierfolie den
Kontaktraum zwar gut abdichtet, daß aber, da die Auflagefläche am Spulenflansch
aus mehreren unterschiedlichen Teilen besteht, noch feine Spalten vorhanden
sind, in welche das Gießharz eindringen kann. Durch die beschriebene Art des
Eingießens wird nun erreicht, daß das Gießharz infolge Kapillarwirkung
gleichzeitig in allen Spalten eindringt, so daß die im Kontaktraum vorhandene
Luft nicht entweichen kann und sich ein Gleichgewichtszustand zwischen der
Kapillarkraft und dem wegen dieser Kraft ansteigenden Luftdruck im Kontaktraum
einstellt. Nach dem Aushärten des Gießharzes ergibt sich ein hermetisch abge
schlossener Kontaktraum. Wenn durch geeignete Arbeits- und Reinigungsverfahren
bei der Montage sichergestellt wird, daß der Kontaktraum im Zeitpunkt des
Vergießens sauber ist, wird ein Relais erhalten, das ähnlich gute Eigen
schaften bezüglich der Konstanz des Kontaktübergangswiderstandes aufweist wie
die bekannten Relais mit Schutzankerkontakten. Da jeder Kontakt über einen
eigenen Anker verfügt, sind keine Übertragungselemente für die Ankerbewegung
aus Kunststoff notwendig, welche Teile einen Abrieb hätten, der sich infolge
des elektrostatischen Feldes zwischen den offenen Kontakten bevorzugt auf den
Kontakten niederschlägt.
Durch die vorliegende Kontaktordnung mit einer Symmetrie um die Hochachse,
d. h. um eine Achse senkrecht zur Spulenachse und senkrecht zur Druckschaltungs
platte, wird erreicht, daß auch die Anordnung der Kontaktstifte in bezug auf
diese Hochachse symmetrisch ist, so daß keine besonderen Codierstifte vorge
sehen werden müssen, da der Einbau des Relais in eine Druckschaltungsplatte so
wohl in einer ersten Lage als auch in einer zweiten, nach einer Drehung um
180° um die Hochachse erfolgen kann.
Claims (4)
1. Elektromagnetisches Relais mit einem rohrförmigen
Spulenkörper mit stirnseitigen Flanschen, in dessen Hohl
raum rechteckigen Querschnitts wenigstens zwei Joche,
ein Anker sowie Kontakte angeordnet sind, über das ein
Magnetbügel geschoben ist und das mit einer abschließen
den Füllung aus Gießharz versehen ist,
dadurch gekennzeichnet, daß die
breiten Seiten des Hohlraums mit je drei einander gegen
überstehenden Nuten versehen sind, in deren äußere je
weils zwei Joche (3, 4) von entgegengesetzten Seiten
eingesetzt sind, deren eines einen Arbeitskontakt (3 b)
und deren anderes eine Kontaktfeder (8) mit einem daran
befestigten Anker (9) trägt, und in deren mittlere Nute
von jeder Seite ein Ruhekontaktstück (5) eingesetzt ist,
an dessen Kontakt (5 a) die Kontaktfeder (8) im Ruhezu
stand anliegt, während sie im erregten Zustand der Spule
(2) am Arbeitskontakt (3 b) anliegt, wobei der Anker (9)
den Luftspalt zwischen den Jochen (3 und 4) überbrückt.
2. Relais nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Joche (3, 4) und die Ruhekontaktstücke (5) durch
elastische Vorspannung in den entsprechenden Nuten ge
haltert sind.
3. Relais nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Enden (3 a) der Arbeitskontaktjoche (3) und die Enden
(4 a) der Kontaktfederjoche (4) abgewinkelt sind, in Aus
nehmungen des Spulenkörpers (1) passen und eine Anlage
fläche für den Magnetbügel (10) bilden, und daß der Mag
netbügel (10) auf der Innenseite mit einer Isolierfolie
(11) versehen ist.
4. Relais nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die abgewinkelten Enden (3 a, 4 a) der Joche (3, 4) und
die Ruhekontaktstücke (5) mit stiftförmigen seitlichen
Verlängerungen (3 c, 4 b, 5 b) versehen sind, die als An
schlußstifte des Relais dienen.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8128 | New person/name/address of the agent |
Representative=s name: GRAF, G., DIPL.-ING., PAT.-ASS., 7000 STUTTGART |
|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: ALCATEL N.V., AMSTERDAM, NL |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |