DE280613C - - Google Patents
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-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02C—GAS-TURBINE PLANTS; AIR INTAKES FOR JET-PROPULSION PLANTS; CONTROLLING FUEL SUPPLY IN AIR-BREATHING JET-PROPULSION PLANTS
- F02C7/00—Features, components parts, details or accessories, not provided for in, or of interest apart form groups F02C1/00 - F02C6/00; Air intakes for jet-propulsion plants
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Control Of Turbines (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Explosionsturbine gemäß vorliegender Erfindung hat zwei kolbenartig ausgebildete,
den Explosionsraum begrenzende Turbinenräder, die verschiebbar auf einer Welle sitzen,
welche von ihnen bei ihrer Drehung mitgenommen wird. Die Turbinenräder werden von Federn in der Ruhestellung gehalten,
bei welcher der Explosionsraum die Ideinsten Abmessungen hat. Die Laufkanäle sind mit
Schlitzen in Verbindung, die den kolbenartigen Teil der Turbinenräder durchdringen und bei
deren Ruhestellung durch begrenzt drehbare, geschlitzte Scheiben verschlossen sind, welche
nach einer kurzen Verschiebeung der Turbinen-
!5 räder in die Offenstellung gedreht werden
und die Expansionsgase aus dem Explosionsraum entweichen lassen. Die Turbine soll
besonders für Flugapparate dienen.
Eine Ausführungsform der Explosionskraft-'
2t> maschine' ist auf der Zeichnung beispielsweise
veranschaulicht, und es zeigen:
Fig. ι und 2 je einen Längsschnitt mit teilweiser Ansicht bei Ruhestellung und Wirkungsstellung
der Maschine.
Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch ein Turbinenrad bei weggelassenen Schaufeln und geöffneten
Kolbenschlitzen, '
Fig. 4 einen Querschnitt nach A-A der Fig. 3 bei geschlossenen Kolbenschlitzen.
Die Explosionskraftmaschine besitzt ein beidendig offenes, zylindrisches Gehäuse 1, in dessen
Mitte sich der Explosionsraum befindet, in welchen ein Nadelventil 2 mündet, das zur
Einführung des Betriebsmittels dient, als welches Rohöl und Preßluft vorgesehen ist. Der
Explosionsraum befindet sich zwischen zwei Turbinenrädern 3' und 4', deren schraubengangförmige
Schaufeln 3 und 4 derart angeordnet sind, daß sie durch die auf sie einwirkenden
Explosionsgase im gleichen Sinne gedreht werden. Die die Schaufeln tragenden
Naben der Turbinenräder sind zu Kolben 3' und 4' ausgebildet, die am Umfang mit je
einem Dichtungsring 5 versehen sind. In den Kolben sind radiale Schlitze 6 (Fig. 3 und 4)
angebracht, welche an die Laufkanäle zwischen den Schaufeln 3 und 4 anschließen (in Fig. 3
sind dieselben der Deutlichkeit halber so ge-' zeichnet, als ob sie die Kolben wandung rechtwinklig
schneiden würden). Auf der Nabe jedes Turbinenrades sitzt drehbar eine Scheibe 7,
die an der von der Schaufelseite abgekehrten Seite des betreffenden Kolbens anliegt und
gleich viel radiale Schlitze 8 aufweist, wie letzterer. An jeder Scheibe 7 ist ein Daumen 9
(Fig. 4) befestigt, welcher durch eine Ausnehmung der betreffenden Nabe ragt und in eine
Längsnut 10 der Welle 11 eingreift, die das Gehäuse 1 achsial durchdringt und außerhalb
desselben in zwei (nur teilweise gezeichneten) Lagern 12 drehbar gelagert ist. Die Längsnuten
haben an dem gegen den Explosionsraum gerichteten Ende je eine Abbiegung, in welcher sich der betreffende Daumen 9 bei
Ruhestellung der Maschine befindet (Fig. 1 und 4), wobei die Scheiben 7 so eingestellt
sind, daß sie die Kolbenschlitze 6 verschließen (Fig. 4). In der Welle 11 sind zwei sich diametral
gegenüberliegende Längsrinnen 13 vorgesehen und in der Nabe jedes Turbinenrades sind
zwei entsprechende Längsrinnen 14 (Fig. 3) angebracht, die an ihren Enden verschlossen
sind und ■ eine Anzahl Kugeln X^ enthalten,
wie durch einige angedeutet ist. Durch diese Kugeln wird bei Drehung der Turbinenräder
die Welle mitgenommen, während sie anderseits eine leichte Verschiebbarkeit der Turbinenräder
auf der Welle gewährleisten. Die Turbinenräder stehen unter Wirkung von Federn 16, welche die Welle 11 umgeben, und
von denen jede einerseits an einem auf die Nabe des betreffenden Turbinenrades aufgeschobenen
Ring 17, anderseits an einer auf die Welle 11 aufgeschraubten Mutter 18 anliegt,
die durch Gegenmuttern 19 in ihrer jeweiligen Stellung gesichert wird. Die Federn 16
sind bestrebt, die ,Turbinenräder in der Ruhestellung (Fig. 1) zu halten; durch Verstellen
der Muttern 18 und 19 auf der Welle 11 kann
. deren Spannung geregelt werden.
Wird beim Betrieb der beschriebenen Maschine das Rohöl mittels der Preßluft durch
das Nadelventil 2 in feiner Zerstäubung in den Explosionsraum eingebracht, so gelangt
es infolge der hohen Kompression zur Explosion, und die expandierenden Gase treiben
die beiden Turbinenräder auseinander (Fig. 2), wobei sie die letzteren gleichzeitig im gleichen
Sinne (Pfeil in Fig. 4) in Drehung versetzen, die auch von der Welle 11 mitgemacht wird.
Nachdem die Turbinenräder mit ihren Kolben eine kurze Verschiebung erfahren haben, sind
durch die in den Längsnuten 10 gleitenden Daumen 9 die Scheiben 7 so gedreht worden,
daß ihre Schlitze 8 mit den Kolbenschlitzen 6 zusammenfallen (Fig. 3), so daß die Explosionsgase
allmählich aus dem Explosionsraum entweichen können und die Verschiebung der Turbinenräder verlangsamt wird und zuletzt
aufhört. Letztere werden dann durch die Federn 16 in ihre Anfangsstellungen zurückgeschoben,
wobei infolge Verengung des Explo'sionsraumes die in ihm befindlichen Abgase
durch die Schlitze 6 und 8 möglichst herausgedrängt, werden. Kurz bevor die Turbinenräder
die Anfangsstellung erreichen, gleiten die Daumen 9 in die Abbiegungen der Nuten 10
und die Scheiben 7 werden wieder in die Verschlußstellungen gedreht. Hierauf beginnt
das beschriebene Spiel von neuem. Die durch die Explosionen in rasche Umdrehung versetzten
Turbinenräder werden sich auch während ihres Rückschubes weiterdrehen, so daß die Welle 11 in ununterbrochene Drehung
versetzt wird. Die Welle kann außerhalb der Lager 12 an einem oder an beiden Enden
mit einer anzutreibenden Vorrichtung verbunden sein.
Die Drehung der Scheiben 7 könnte auch noch auf andere Art, als wie beschrieben, bewirkt
werden, und zwar mittels einer Einrichtung, durch die der Zeitpunkt der Drehung geregelt
werden könnte.
Claims (2)
1. Explosionsturbine mit in den Explosionsraum öffnendem, das Betriebsmittel
zuführendem Nadelventil, dadurch gekennzeichnet, daß das zylindrische Gehäuse (1).
beiden dig offen und der Explosionsraum von zwei kolbenartig ausgebildeten Turbinenrädern
(3, 3', 4, 4') begrenzt ist, die durch regelbare Federn (16) in der Ruhestellung gehalten werden und verschiebbar
auf einer mit ihnen gekuppelten Welle (11) sitzen, wobei die Naben der Turbinenräder
an den vom Explosionsraum abgekehrten Seiten der Schaufelkränze (3, 4) jenen Raum
abdichtende Kolben (3', 4') tragen, die an die Zwischenräume der Schaufeln (3, 4)
anschließende Schlitze (6) aufweisen, die bei Ruhestellung der Turbinenräder durch
hinter den Kolben befindliche, begrenzt drehbare, geschlitzte Scheiben (7) verschlossen
sind, das Ganze derart, daß bei einer Explosion die . Turbinenräder im gleichen Sinne in Drehung versetzt und zugleich
auseinandergedrängt werden, wobei, nachdem sie eine kurze Strecke versehoben
sind, die Scheiben (7) derart gedreht werden, daß ihre Schlitze (8) mit den Kolbenschlitzen
(6) zusammenfallen und die Abgase aus dem Explosionsraum entweichen können, worauf die Turbinenräder unter
Wirkung der Federn (16) in ihre Anfangsstellungen zurückgeschoben und die Scheiben
(7) in die Verschlußstellungen gedreht werden.
2. Explosionskraftmaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
Welle (11) und die Nabe jedes Turbinenrades zwei Längsrinnen (13 bzw. 14) aufweist,
von denen je zwei gegeneinander gerichtet sind und Kugeln enthalten, welche die Verschiebung der Turbinenräder erleichtern
und bei Drehung der letzteren die Welle mitnehmen. no
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE280613C true DE280613C (de) |
Family
ID=536432
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT280613D Active DE280613C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE280613C (de) |
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0
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