DE2804579B2 - Vorrichtung zum Anheizen von Holzkohlen-Grillgeräten - Google Patents
Vorrichtung zum Anheizen von Holzkohlen-GrillgerätenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zum Anfachen und
Erzeugen eines Glutbettes bei Holzkohlengrills, wonach ein Kaminrohr in eine Glutschale gestellt wird, in
welchem Brennelemente gezündet werden, wobei zuerst in die Glutschale die gesamte Holzkohlenschüttung
eingebracht wird, anschließend oben auf die Holzkohle die Brennelemente aufgelegt und entzündet
werden und schließlich das Kaminrohr über die entzündeten Brennelemente auf die Holzkohlenschüttung
gestellt wird, gemäß Patent 27 42 209.
Ausgegangen wird dabei von einem Kaminrohr, das konisch ausgebildet und von kreisrundem Querschnitt
ist, mit zusätzlichen Füßen versehen sein kann, über die es gegenüber dem Glutschalenboden abgestützt ist, und
aus zwei miteinander verbindbaren Halbschalen besteht.
Ein derartiges Kaminrohr ist vom Prinzip her bereits aus dem DE-GM 73 45 392 bekannt, jedoch erfordert
dort der nicht näher beschriebene Aufbau des Kaminrohres aus mehreren Einzelteilen bei der
Kaminfertigung für jede dieser Einzelteile zwangsläufig ein gesondertes Stanz- und Preßwerkzeug.
Da derartige Werkzeuge jedoch einerseits sehr teuer sind und zum anderen Lagerhaltung und Versand
unterschiedlich gestalteter Einzelteile einen gewissen Aufbau erfordern, hat sich die vorliegende Erfindung die
Aufgabe gestellt, die zur Rede stehenden Kaminrohre aus zwei völlig gleichen und damit in ein und demselben
Werkzeug herstellbaren, konischen Halbschalen zu erstellen, die zudem ohne gesonderte Befestigjngsmittel
zur Rohrform zusammengefügt werden können.
Gelöst wird diese Aufgabe durch die Erfindung dadurch, daß die Halbschalen im Bereich ihrer offenen,
linearen Begrenzungen spiegelbildlich und in ihrem Querschnittsverlauf hakenartig abgekantet sind und
to diese Haken gleichgeformt bzw. gleichgerichtet liegen sowie im zusammengeschobenen Zustand mit der
Innenseite bzw. Außenseite der jeweiligen Hakenbildung unter Vorspannung aneinander anliegen.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist noch vorgesehen, daß im Bereich des unteren, d. h. dem
Brennelement bzw. dem von diesem gebildeten Glutnest zugewandten Rohrabschnitt in Umfangsrichtung
eine Lochreihe vorgesehen ist, wobei diese Lochreihe zudem nocii von einem radial verschieblichen
bzw. drehbaren Ring mit gleicher oder ungleicher Lochteilung überdeckt sein kann.
Durch diese Maßnahmen wird einmal eine leichte und billige Herstellung sowie zweckmäßige Zerlegbarkeit
für Lagerungs- und Transportzwecke und zum anderen ein schneller Auf- bzw. Zusammenbau für den
eigentlichen Gebrauchszweck erreicht, wobei im Hinblick auf die Lochungen zudem noch zeitlich und
verfahrensmäßig erheblich verbesserte Brennwerte erzielt werden können.
In der Zeichnung ist schematisch ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 einen üblichen Gartengrill mit Holzkohlenfüllung und eingesetztem Kamin im Schnitt,
F i g. 2 eine bauliche Variante des Kamins ebenfalls im Schnitt und
F i g. 3 eine Draufsicht zu F i g. 2,
Fig.4 die Vorderansicht eines Kaminrohrs gemäß der erweiterten Erfindung in vergrößertem Maßstab,
Fig.4 die Vorderansicht eines Kaminrohrs gemäß der erweiterten Erfindung in vergrößertem Maßstab,
F i g. 5 eine Draufsicht zu F i g. 4 in unzusammengefügtemund
Fig.6 dasselbe in zusammengefügtem Zustand beider Halbschalen.
Das Griiigerät nach Fig. 1 besteht in bekannter Weise aus der von Standbeinen 1 getragenen Glutschale
2 mit der Holzkohlenfüllung 3, die sich vorn Schalenboden 4 bis etwa in die Höhe des Windschutzblechs 5
erstreckt; auf dieser Füllung 3 liegt zudem, in ebenfalls üblicher Weise, ein Brennelement 6, auch Grillanzünder
genannt. Ein Kaminrohr 7 sitzt ebenfalls auf der Oberfläche der Füllung 3, logischerweise über dem
Brennelement 6 und kann mittels strichpunktiert angedeuteter Füße 8 noch zusätzlich gegenüber dem
Schalenboden 4 abgestützt sein.
Ohne daß nun von außen über Blasebalg o. dgl.
irgendwelche Luft zum Anfachen des Glutbettes zugeführt werden muß, zeigt sich bei Verwendung der
Vorrichtung der überraschende, zunächst auch noch erklärbare Effekt, daß die im Kaminrohr 7 aufsteigende
Warmluftsäule »S« gemäß der Pfeile »L« Luft durch die Holzkohlenfüllung 3 hindurch von außen stetig ansaugt,
und in unwahrscheinlich schnellem Verlauf eine, nicht ohne weiteres vorhersehbare, sternförmige Ausbreitung
des Glutbettes vom unteren Kaminquerschnitt »a« gemäß der angedeuteten Pfeile »G« zu den Glutschalenrändern
2a, stattfindet, letzteres zudem ohne störende Rauchentwicklung als Folge annähernd
stöchioinetrischen Verbrennungsablaufs durch Selbst-•au^ung
d ;r je-veils erforderlichen Luftmenge.
Versuche haben gezeigt, daß beste Zugverhältnisse bei konischen Kaminrohren 7 beliebigen Querschnitts
erzielt werden, wobei die Durchmesserverhältnisse von Glutschale 2, bzw. Glutbett »c«, zu Kamingrundfläche
»a« etwa bei 3:1, untere Kaminfläche »a« zur
Kaminhöhe »h« etwa bei 1 :2J5 und »a« zum Kaminaustritt »Zwetwa bei 2 :1 liegen sollten.
Fig.2 und 3 zeigen nun, daß der Kamin auch als
Zylinderrohr 9 mit rechteckigem oder anderem Querschnitt ausgebildet sein kann. Sämtliche Kaminfor- ι ο
men sind ferugungsmäßig zudem als zwei Halbschalen 9a und 9b denkbar, die ab Hersteller, oder vom Käufer
selbst über beispielsweise eine Schlitz-Laschenverbindung 11, 12 in angeformten Kontaktflächen 10 in
einfacher Weise zusammengefügt werden können.
Um bei Erreichen eines gleichmäßigen Glutbettes das jeweilige, heiße Kaminrohr 7 bzw. 9 gut abheben zu
können z. B. mit einem Grillspieß o. dgl, sollte eine
Einhängedüse 13 oder Aussparung 14 am bzw. im Kaminmantel angebracht sein.
Eine erhebliche Verbesserung der Zugverhältnisse, sowie eine sehr wesentliche Vereinfachung der Zusammenfügbarkeit
der beiden Kaminhalbschalen, insbesondere bei konischer Bauart, werden schließlich noch
dadurch erreicht, daß einmal im unteren Kaminbereich 7a'bzw. 9a'eine in Umfangsrichtung verlaufende Reihe
von Löchern 15 vorgesehen ist die u. U. durch einen Ring 16 — in der Zeichnung strichpunktiert angedeutet
— mit gleicher oder ungleicher Lochteilung 17 überdeckt sein kann, um ggf. eine bei der Benutzung
dem jeweils örtlichen Zugverhältnissen angepaßte Einstellung bzw. Zufuhr von Zusatzluft vornehmen zu
können bzw. zu bewirken.
Was zum anderen die aus Fertigungs-, bzw. Lagenings- und Transportgründen bedingte Ausbildung
des zuvor erwähnten Kaminrohrs 7 bzw. 9, in Form zweier zusammenfügbarer Halbschalen, z. B. 9b, anbelangt,
so ist deren gleichartige Gestaltung in Verbindung mit der hakenartigen Ausbildung 10a der Kontaktflächen
10 ganz besonders dazu geeignet, mit ein und demselben Präge- bzw. Verformungswerkzeug gleichartige
Halbschalen 9a und 9b, bzw. 7a und Tb zu schaffen, die sich infolge der aus Fertigungsgründen
stets vorhandenen, unterschiedlichen Vorspannung der Einzelhälften 7a und Tb, bzw. 9a und 9b leicht und
funktionssicher zusammenfügen und wieder auseinandernehmen lassen. Es kommen also die innere
Kontaktfläche 106 und die äußere 10c der hakenförmigen Endausbildungen 10a der Kontaktflächen 10
miteinander in Wirkverbindung.
Hierzt' 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zum Anfachen und Erzeugen eines Glutbettes bei
Holzkohlengrills, wonach ein Kaminrohr in eine Glutschale gestellt wird, in welchem Brennelemente
gezündet werden, wobei zuerst in die Glutschale die gesamte Holzkohlenschüttung eingebracht wird,
anschließend oben auf die Holzkohle die Brennelemente aufgelegt und entzündet werden und schließlich
das Kaminrohr über die entzündeten Brennelemente auf die Holzkohlenschüttung gestellt wird,
gemäß Patent 27 42 209, wobei das Kaminrohr konisch ausgebildet und von kreisrundem Querschnitt
ist, mit zusätzlichen Füßen versehen sein kann, über die es gegenüber dem Glutschalenboden
abgestützt ist, und aus zwei miteinander verbindbaren Halbschalen besteht, dadurch gekennzeichnet,
daß die Halbschalen (9a, 9b)\m Bereich
ihrer offenen, linearen Begrenzungen (10) spiegelbildlich und in ihrem Querschnittsverlauf hakenartig
abgekantet sind und diese Haken (iOa) gleichgeformt
bzw. gleichgerichtet liegen sowie im zusammengeschobenen Zustand (F i g. 6) mit der Innenseite
(iOb) bzw. Außenseite (10ς>
der jeweiligen Hakenbildung (XQa) unter Vorspannung aneinander
anliegen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des unteren, d. h. dem
Brennelement (6) bzw. dem von diesem Glutnest zugewandten Rohrabschnitt (7a bzw. 9a) in Umfangsrichtung
eine Lochreihe (!5) vorgesehen ist
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und/oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Lochreihe (15) von
einem radial verschieblichen bzw. drehbaren Ring (16) mit gleicher oder ungleicher Lochteilung (17)
überdeckt ist.
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Applications Claiming Priority (1)
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| DE19782804579 DE2804579C3 (de) | 1978-02-03 | 1978-02-03 | Vorrichtung zum Anheizen von Holzkohlen-Grillgeräten |
Publications (3)
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|---|---|
| DE2804579A1 DE2804579A1 (de) | 1979-08-09 |
| DE2804579B2 true DE2804579B2 (de) | 1981-06-11 |
| DE2804579C3 DE2804579C3 (de) | 1982-03-11 |
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Family Applications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE2804579C3 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3718134A1 (de) * | 1987-05-29 | 1987-12-10 | Haji Javad Mehdi Dr Ing | Verfahren und vorrichtungen zum gesundheitsschonenden grillen/roesten von lebensmitteln |
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-
1978
- 1978-02-03 DE DE19782804579 patent/DE2804579C3/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3718134A1 (de) * | 1987-05-29 | 1987-12-10 | Haji Javad Mehdi Dr Ing | Verfahren und vorrichtungen zum gesundheitsschonenden grillen/roesten von lebensmitteln |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| DE2804579C3 (de) | 1982-03-11 |
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