DE2804064B2 - Verstärkerschaltungsanordnung für aperiodische Signale - Google Patents
Verstärkerschaltungsanordnung für aperiodische SignaleInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verstärkerschaltungsanordnung für aperiodische Signale mit einer
basisgekoppelten Differenzverslärkerstufe, in der zwei Transistoren mit ihren Basen direkt gekoppelt sind, in
der die Emitter der Transistoren zwei Eingänge bilden, wobei in einen der Eingänge ein Signal einspeisbar ist
und der jeweils andere Eingang kapazitiv auf Bezugspotential gelegt ist, und in der an den Kollektoren der
Transistoren Ausgangssignale abnehmbar sind.
Eine Verstärkerschaltung der vorstehend genannten
Art ist aus der DE-OS 22 09 889 bekannt geworden. Durch die kapazitive Ankopplung eines der Eingänge
einer derartigen Verstärkerschaltungsanordnung an Bezugspotential kann ein aperiodisches Signal am
anderen Eingang eingekoppelt werden, wodurch zwangsläufig eine gewisse Symmetrierung der an den
Kollektoren verfügbaren Ausgangssignals erhalten wird. Bei Frequenzen im VHF- und UHF-Bewich ist
jedoch durch die in jedem realen Transistor vorhandenen Basis- und Emitterwiderstände die Verkoppelung
nicht ideal realisiert, so daß in den symmetrischen Ausgangssignalen noch ein deutlicher Betrags- und
Phasenunterschied feststellbar ist
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verstärkerschaltungsanordnung der in
Rede stehenden Art anzugeben, bei der eine Symmetrierung der an den Ausgängen verfügbaren Ausgangssignale mit wesentlich reduzierten Betrags- und Phasenunterschieden möglich ist. Diese Aufgabe wird bei einer
Verstärkerschaltungsanordnung der eingangs genannten Art durch folgende Merkmale gelöst:
Eine weitere emittergekoppelte Differenzverstärkerstufe mit zwei Transistoren, deren Emitter direkt
gekoppelt sind und an einem dritten Eingang liegen, deren Basen jeweils an einen Eingang an die Emitter der
Transistoren der bassgekoppelten Differenzverstärkerstufe angekoppelt sind und deren Kollektoren mit den
Kollektoren der Transistoren der basisgekoppelten Differenzverstärkerstufe kreuzgekoppelt sind,
einer Ankopplung der Basen der Transistoren der basisgekoppelten Differenzverstärkerstufe an eine
Klemme für ein Versorgungspotential
und eine derartige Einprägung von Ruheströmen in die Eingänge, daß in die an den Emittern der Transistoren
der basisgckoppelten Differenzverstärkerstufe und den Basen der Transistoren der emittergekoppelten Differenzverstärkerstufe liegenden Eingänge ein Strom
gleicher Größe und über den dritten Eingang an den Emittern der Transistoren der emittergekoppelten
Differenzverstärkerstufe ein Strom doppelter Größe fließt.
Ausgestaltung des vorstehend definierten Erfindungsgedankens sind in Unteransprüchen gekennzeichnet.
Die Erfindung wird im folgenden anhand von in den
Figuren der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigt
Fig. I eine Ausführungsform einer erfindtingsgemäßen Verstärkerschaltungsanordnung,
Fig.2 eine Kaskadenschaltungsanordnung von zwei
Verstärkerschaltungsanordnungen gemäß Fig. 1.
Die in Fig. 1 dargestellte Verstärkerschaltungsanordnung enthält eine basisgekoppelte Differenzverstärkerstufe mit zwei Transistoren I und 2, deren Basen
direkt miteinander gekoppelt sind, deren Emitter an einem Eingang 7 bzw. an einem Eingang 8 liegen, und
deren Kollektoren an einem Ausgang 10 bzw. an einem Ausgang 11 liegen. Weiterhin enthält diese Verstärkerschaltungsanordnung eine cmittcrgekoppelle Diffcrertzverstärkerstufe mit zwei Transistoren 1 und 4,
deren Emitter direkt miteinander gekoppelt sind, deren Basen am Eingang 7 bzw. am Eingang 8 liegen, und
deren Kollektoren mit den Kollektoren der Transistoren I und 2 der basisgekoppclteii Differcnzvcrstarkerstufe krcuzgckoppcll sind. Im vorliegenden Ausfiihrungsbeispiel ist in den Eingang 7 über eine Koppclkapa/.ität Ck an einer Klemme 12 ein zu verstärkendes
Nutzwechselsignal einspeisbor, während der Eingang 8 über eine Kapazität C an Erde gelegt ist. Der
Verbindungspunkt der Emitter der Transistoren 3 und 4 der emittergekoppelten Differenzverstärkerstufe ist an
einen Eingang 9 geführt
Den direkt miteinander gekoppelten Basen der Transistoren t und 2 wird von einer Klemme 6 über
einen ohmschen Widerstand 5 ein positives Versorgungspotential zugeführt Weiterhin werden an den
Eingängen 7, 8 und 9 über Stromquellen 13, 14 und 15 iu
Ruhe-Gleichströme in die Verstärkerschaltungsanordnung eingespeist, wobei in die Eingänge 7 und 8 ein
Strom des Wertes /und in den Eingang 9 ein Strom des doppelten Wertes 2 / fließt. Diese Ströme werden bei
Ausbildung mit npn-Transistoren von einem negativen ΐί
Potential gezogen.
Nimmt man nun an, daß in den Eingang 7 zusätzlich ein Eing&ngswechselstrom der Größe h+ eingespeist
wird, während in den Eingang 8 für den Fall unsymmetrischer Einspeisung nur der Gleichstrom der
Größe / fließt so teilen sich die in den Eingang 7 fließenden Slröme /und ^+ jeweils in zwei Ar.teile auf,
die in den Emitter des Transistors 1 und die Basis des Transistors 3 fließen. Am Eingang 8 wird ein aufgrund
der Verkopplung der Transistoren möglicher Wechsel- >i strom durch die Kapazität C nach Erde kurzgeschlossen.
Der Eingangswechselstrom h+ am Eingang 7 teilt sich in einen Emitterstrom Λ E+ für den Transistor I und
in einen Basisstrom he- für den Transistor 3 auf.
Aufgrund des Emitterstroms im Transistor 1 entsteht in in diesem Transistor ein Basisstrom i\B+, der sich in einen
über den Widerstand 5 fließenden Strom ;Ίκ_ und in
einen Basisstrom he- des Transistors 2 aufteilt. Der letztgenannte Steuerstrom he- ruft im Transistor 2
einen Kollektorstrom der Größe i>
β ■ feß-='2C--=« · l2E-
hervor, worin λ und β die Stromverstärkungsfaktoren
des Transistors 2 und 12E- den Emitterstrom des
Transistors 2 bedeuten. Der Betrag dieses Kollektor- 1« Stroms hc- ist jedoch kleiner als der Kollektorstrom
i'itv =a ■ i\E+ des Transistors 1. Aufgrund der dynamischen
Impedanz des Transistors 1 entsteht an der Basis des Transistors 3 ein Steuersignal mit niedriger
Generatorimpedanz, das durch die Steilheit einen >~> Kollektorstrom he- im Transistor 3 r ervorruft, dessen
Betrag der Größe von /Ίο für den Fall entspricht, daß
der Gleichstrom im Eingang 9 den Wert 2 I besitzt. Die steuernde Wirkung des Emitterstroms ist- ruft im
Transistor 4 einen Emittcstrom ue+ hervor, wodurch w
im Transistor 4 ein Kollektorstrom /«>
=<x ·/itf
entsteht, dessen Betrag ebenfalls kleiner als der Kollektorslrom /t£>
des Transistors 1 ist. Am Ausgang 10 entsteht damit ein Summenstrom
'10+ ='lft
und analog am Ausgang 1 \ ein Summenstrom
'11- = hv- + /)f_,
dessen Betrag gleich dem Betrag des Stromes /|0+ ist. mi Diese Ströme haben annähernd den doppelten Wert des Eingangsstioms h+· Außerdem fließt in den Ausgängen 10 und 11 jeweils ein Ausgangsgleichstrom der Größe 2 1.
dessen Betrag gleich dem Betrag des Stromes /|0+ ist. mi Diese Ströme haben annähernd den doppelten Wert des Eingangsstioms h+· Außerdem fließt in den Ausgängen 10 und 11 jeweils ein Ausgangsgleichstrom der Größe 2 1.
Die Vorteile der vorstehend erläuterten Verstärkerschaltungsanordnung
sind darin zu sehen, daß die durch die unsymmetrische Ansteuerung bedingte geringere
Ansteuerung der Transistoren 2 und 4 durch die kreuzweise verkoppelten Kollektorer, aller Transistoren
kompensiert wird. Der Einfluß der parasitären Kollektor-Basiskapazitäten tritt sowohl in der Basisgekoppelten
Differenzverstärkerstufe mit den Transistoren 1 und 2 als auch in der emittergekoppelten
Differenzverstärkerstufe mit den Transistoren 3 und 4 durch die niederohmige dynamische Impedanz der
Emitter der Transistoren 1 und 2 jedoch nur geringfügiger auf. Der Einfluß des parasitären Kollektor-Basis-Rückstroms
ist gering, da diese Ströme an der Basis gegenphasig eingespeist werden und sich kompensieren;
es entsteht damit ein fiktiver Massepunkt
Werden gemäß Fig. 1.in der gleicv*. Elemente wie in
der Schaltungsanordnung nach F i g. 1 mit gleichen Bezugszeichen versehen sind, mehrere Verstärkerschaltungsanordnungen
nach Fig. 1 in Kaskade geschaltet, wobei die Ausgänge 10 und 11 einer ersten Verstärkerschallungsanordnung
mit Eingängen T und 8' einer nachfolgenden Verstärkerschaltungsanordnung zusammengeschaltet
sind, so steigt der Gleichstrom von Verstärker zu Verstärker um den Faktor 2 an. Aus
diesem Grunde wird die Eingangsimpedanz jeweils um den Faktor 2 kleinen Die Spannungsverstärkung aller
Verstärker — bis auf den mit einem (nicht dargestellten) ohmschen Widerstand belasteten letzten Verstärker —
ist dann etwa gleich Eins. Wegen der niedrigen Eingangsimpedanz eines folgenden Verstärkers macht
sich der Einfluß von parasitären Kapazitäten erst in der Nähe der Grenzfrequenz bemerkbar.
Wird eine Schaltungsanordnung nach Fig.2 mit weiteren Widerständen 16, 17, 18 und 19 beschaltet,
wobei ein Widerstandszweig 16, 18 vom Eingang 7 und ein Widerstandszweig 17, 19 vom Eingang 8 des
vorangehenden Verstärkers auf den Eingang 9' des nachfolgenden Verstärkers geführt ist, so ist es möglich,
jeden Verstärker mit dem gleichen Strom zu bitreiben. Durch entsprechende Wahl der Versorg'ingsspannungen
an den Klemmen 6 und 6' sowie der Werte für die Widerstände 16, 17, 18 und 19, die vorzugsweise groß
gegen die Eingangsimpedanzen sind, kann der Einfluß dieser Widerstände auf den Frequenzgang der Verstärkung
minimal gehalten werden.
Schaltungsanordnv/ngen der vorstehend beschriebenen
Art lassen sich in vorteilhafter Weise als integrierte Schaltkreise ausführen, wobei die geringe Frequenzabhängigxeit
weiteste Anwendungsmöglichkeiten in Breitbandverstärkern garantiert. Sie lassen sich sowohl
mit bipolaren Transistoren als auch mit Feldeffekttransistoren aufbauen. Für Feldeffekttransistoren sind die
Begriffe Emitter, Kollektor und Basis der bipolaren Transistoren sinngemäß durch Source, Drain und Gate
zu ersetzen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Verstärkerschaltungsanordnung für aperiodische Signale mit einer basisgekoppelten Differenz-
verstärkerstufe, In der zwei Transistoren mit ihren
Basen direkt gekoppelt sind, in der die Emitter der Transistoren zwei Eingänge bilden, wobei in einen
der Eingänge ein Signal einspeisbar ist und der jeweils andere Eingang kapazitiv auf Bezugspotential gelegt ist, und in der an den Kollektoren der
Transistoren Ausgangssignale abnehmbar sind, gekennzeichnet durch eine weitere emittergekoppelte Differenzverstärkerstufe mit zwei Transistoren (3,4), deren Emitter direkt gekoppelt sind und
an einem dritten Eingang (9) liegen, deren Basen jeweils an einen Eingang (7, 8) an den Emittern der
Transistoren (1, 2) der basisgekoppelten Differenzverstärkerstufe angekoppelt sind und deren Kollektoren mit der Kollektoren der Transistoren (1,2) der
basisgekoppelten Differenzverstärkerstufe kreuzgekoppelt sind, durch eine Ankopplung der Basen der
Transistoren (1, 2) der basisgekoppelten Differenzverstärkerstufe an eine Klemme (6) für ein
Versorgungspotential und durch eine derartige Einprägung von Ruhegleichströmen in die Eingänge
(7, 8, 9), daß in die an den Emitter der Transistoren (1,2) der basisgekoppelten Differenzverstärkerstufe
und den Basen der Transistoren (3, 4) der emittergekoppelten Differenzverstärkerstufe lie- «1
gende Eingänge (7, 8) ein Strom gleicher Größe (I) und über den dritten Eingang (9) an den Emittern der
Transistoren (3, 4) der emitt-zgekoppelten Differenzverstärkerstufe ein S;rom doppelter Größe (2 I)
fließt. η
2. Verstärkerschaltungsanordnung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Kaskadenschaltung
mehrerer Verstärker durch Kopplung der Ausgänge (10, 11; 10', 11', ...) eines vorangehenden Verstärkers mit den an den Emittern der Transistoren (V, w
2';...) der basisgekoppelten Differenzverstärkerstufe und den Basen der Transistoren (3', 4'; ...) der
emittergekoppelten Differenzverstärkerstufe liegenden Eingängen (T, 8'; ...) des nachfolgenden
Verstärkers. 4r>
3. Verstärkerschaltungsanordnung nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch von den an den
Emittern der Transistoren (1,2) der basisgekoppelten Differenzverstärkerstufe und den Basen der
Transistoren (3, 4) der emitlergekoppelten Diffe- w renzverstärkerstufe eines vorangehenden Verstärkers auf den dritten Eingang (9') eines nachfolgenden Verstärkers geführte Widerstandszweige (16,18
bzw. 17,19) zur Einprägung gleicher Ruhegleichströme in die Verstärker. v>
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OAP | Request for examination filed | ||
| OD | Request for examination | ||
| 8281 | Inventor (new situation) |
Free format text: KRIEDT, HANS, 8000 MUENCHEN, DE FENK, JOSEF, DIPL.-ING., 8051 GUENZENHAUSEN, DE |
|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8320 | Willingness to grant licences declared (paragraph 23) | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |