DE2801426C2 - - Google Patents

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Auslösevorrichtung der im Oberbegriff des Anspruchs 1 erläuterten Art, die u. a. zum Auslösen von Gurtstrammern, Aufblasvorrichtungen für Aufprallschutzkissen und Feuerlöschern in Unfallsituationen geeignet ist.
Eine derartige Auslösevorrichtung ist aus der DE-OS 21 17 963 bekannt. Bei der bekannten Auslösevorrichtung ist der Massekörper durch eine Feder belastet, die als Schwellenfeder ausgebildet ist, d. h. die Federkraft dieser Feder ist so bemessen, daß sie bei einer Grenzbeschleunigung des Massekörpers an der Schwelle eines für die Insassen des Kraftfahrzeuges gefährlich werdenden Aufpralls überwunden wird. Der Massekörper gleitet bei seiner Bewegung auf einem zentralen Rohr, in dem die Betätigungsvorrichtung untergebracht ist. Die Betätigungsvorrichtung besteht aus einem Stempel, der von einer zweiten Feder in Richtung der Auslösestellung der Betätigungsvorrichtung belastet wird. In Ruhelage ist die Betätigungsvorrichtung unter Kompression der Feder zurückgeschoben und wird durch mehrere Kugeln gehalten, die teilweise das zentrale Rohr durchragen. Der Massekörper weist eine Gleitspur für die Kugeln auf, die jedoch so bemessen ist, daß die Kugeln in ihrer die Betätigungsvorrichtung zurückhaltenden Stellung verbleiben. Die Gleitspur mündet in einer radialen Nut im Massekörper, deren Tiefe den Durchmesser der Kugeln übersteigt. Während einer nur geringen, unterhalb der Grenzbeschleunigung liegenden Bewegung des Massekörpers verbleiben die Kugeln in der Gleitspur, so daß die Betätigungsvorrichtung zurückgehalten wird.
Übersteigt jedoch die Beschleunigung des Massekörpers die Grenzbeschleunigung, so bewegt sich die radiale Nut im Massekörper über die Kugeln, diese werden radial nach außen gedrückt und geben die Betätigungsvorrichtung frei. Die zweite Feder der Betätigungsvorrichtung entspannt sich und schnellt den Stift der Betätigungsvorrichtung in Auslösestellung zum Auslösen einer Zündkapsel. Die Reaktionszeit der bekannten Auslösevorrichtung nach dem Auftreten der Grenzbeschleunigung ergibt sich somit aus der Summe der Zeiten für das Ausdrücken der Kugeln und das Bewegen der Betätigungsvorrichtung über ihren gesamten Weg. Wenn man sich vergegenwärtigt, daß es beim Auslösen einer Sicherheitsvorrichtung in einem Kraftfahrzeug auf Sekundenbruchteile ankommt, erscheint diese Reaktionszeit relativ lang. Darüber hinaus muß bei derartigen Auslösevorrichtungen sichergestellt werden, daß sie ncht bei relativ harmlosen Erschütterungen, wie beispielsweise einem leichten Anprall beim Einparken oder beim Überfahren von Straßenunebenheiten, ausgelöst werden. Es ist somit nicht möglich, die Grenzbeschleunigung so tief anzusetzen, daß die erhöhte Reaktionszeit kompensiert wird.
Aus der DE-OS 22 14 478 ist eine elektrisch wirkende Auslösevorrichtung beschrieben. Ein Ausführungsbeispiel dieser Auslösevorrichtung verwendet einen um eine Achse pendelnden elektrischen Kontakt, in dessen Pendelweg ein stationärer elektrischer Kontakt angeordnet ist. Der pendelnde Kontakt wird von einer Feder belastet, deren Federkraft bei einer Grenzbeschleunigung des pendelnden Kontaktes überwunden wird. Der feste Kontakt wird durch eine elektrisch leitende Blattfeder gebildet, die dazu dienen soll, die Kontaktzeit zu verlängern. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel ist die den Pendelkontakt belastende Feder als Schwellenfeder ausgebildet, deren Federkraft genau bei der Grenzbeschleunigung des Pendelkontaktes überwunden sein muß. Die zweite Feder kommt einzig und allein dann zur Wirkung, wenn sich der Pendelkontakt bereits in seiner Auslösestellung befindet, und verhinert, daß der Pendelkontakt durch den Aufprall sofort zurückgeschleudert wird. Es ist jedoch schwierig, die Haltekraft für eine Feder derart zu berechnen, daß eine unbeabsichtigte Auslösung, beispielsweise bei einer starken Bremsung, bei Straßenunebenheiten oder bei kleineren Auffahrunfällen verhindert wird. Bei Verwendung der einzigen Feder zum Zurückhalten des Pendelkontaktes muß diese somit relativ hart sein. Dies bedeutet jedoch, daß sich der Pendelkontakt bei einem Aufprall über die gesamte Federlänge bewegen muß. Dies verlängert wiederum die Reaktionszeit.
Auch bei einer weiteren, aus der US-PS 36 38 964 bekannten Auslösevorrichtung ist der innerhalb des Gehäuses bewegbare Massekörper über eine einzige Feder an derjenigen Seite des Gehäuses abgestützt, an der die Betätigungsvorrichtung angeordnet ist. Die Feder ist derart vorgespannt, daß der Massekörper bei einem kleineren, nur eine bestimmte geringe Bewegungsgeschwindigkeit des Massekörpers verursachenden Aufprall die Betätigungsvorrichtung nicht bewegt und somit kein Betätigen der Auslöseeinrichtung stattfindet. Durch diese Ausgestaltung muß jedoch der Massekörper auf seinem gesamten Weg gegen die relativ hohe Federkraft bewegt werden, so daß auch hier die Reaktionszeit, d. h. die Zeit vom Beginn der Bewegung des Massekörpers bis zum Auslösen, relativ lang ist.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Auslösevorrichtung der genannten Art bereitzustellen, die eine verringerte Reaktionszeit beim Auslösen aufweist.
Die Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung muß der Massekörper für eine Bewegung der Betätigungsvorrichtung in die Auslösestellung die Kraft beider Federn überwinden. Keine der Federn ist somit allein als Schwellenfeder ausgebildet. Dadurch kann die am Massekörper anliegende Feder relativ weich sein, so daß sich der Massekörper auch schon bei relativ geringen Beschleunigungen relativ weit in Richtung auf die Betätigungsvorrichtung bewegen kann. Trotzdem wird die Betätigungsvorrichtung noch nicht ausgelöst, da sie durch die relativ harte Feder zurückgehalten ist. Übersteigt die Beschleunigung des Massekörpers seine Grenzbeschleunigung, so befindet sich der Massekörper bereits in Anlage an der Betätigungsvorrichtung und hat somit nur noch zusätzlich die Federkraft der harten Feder und einen kleinen Weg zu überwinden, um die Betätigungsvorrichtung in ihre Auslösestellung zu bewegen.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen 2 bis 12 zu entnehmen. Dabei kann beispielsweise bei der Ausgestaltung beider Federn als Schraubenfedern gemäß Anspruch 3 zwischen einer von der Betätigungsvorrichtung auszulösenden Einrichtung und einer Spitze eines Auslösestiftes der Betätigungsvorrichtung gemäß Anspruch 8 ein Abstand derart vorgesehen werden, daß auch die härtere Feder bereits vor einem Auslösevorgang leicht zusammengedrückt werden kann, so daß sich die Reaktionszeit noch weiter verringert.
Eine weitere Verringerung der Reaktionszeit ergibt sich darüber hinaus durch die Verwendung einer Tellerfeder gemäß Anspruch 9, die bei einer Beaufschlagung mit der Grenzbeschleunigung in äußerst kurzer Zeit umspringt und ein Auslösen bewirkt.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 einen Schnitt durch ein erstes Ausführungsbeispiel der Erfindung, und
Fig. 2 einen Schnitt durch ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Die in Fig. 1 gezeigte Auslösevorrichtung umfaßt ein geschlossenes Gehäuse 1, das vorzugsweise als Zylinder ausgebildet ist, der stationär an dem Kraftfahrzeug angebracht ist, das zu überwachen ist. Am rückwärtigen Ende 2 ist das Gehäuse 1 geschlossen und am vorderen Ende 3 teilweise geschlossen. Das Gehäuse kann jede geeignete Querschnittsform aufweisen, ist jedoch vorzugsweise mit einer kreisförmigen Querschnittsfläche ausgebildet. Es enthält einen Massekörper 4 mit vorbestimmter Masse, der vorzugsweise eine Kugel sein kann. Der Massekörper kann allerdings auch ein Zylinder, ein Würfel oder etwas ähnliches sein, jedoch wird eine Kugel vorgezogen, da sie sich innerhalb des Zylinders mit optimal geringer Reibung bewegen kann. Normalerweise wird die Kugel 4 gegen das rückwärtige Ende 2 des Gehäuses 1 mittels einer Schraubenfeder 5 angedrückt gehalten, die mit ihrem einen Ende mit dem vorderen Ende 3 des Gehäuses 1 und mit ihrem entgegengesetzten Ende mit der Kugel 4 in Eingriff steht. Die Schraubenfeder 5 ist verhältnismäßig weich, muß aber stark genug sein, um eine Bewegung der Kugel 4 innerhalb des Gehäuses 1 bei einer Verzögerung zu verhindern, wie sie bei einem starken Abbremsen des Fahrzeugs oder bei der Fahrt über unebene Straßen auftritt. Am vorderen Ende 3 trägt das Gehäuse 1 eine Betätigungsvorrichtung mit einem Stift 6, der in Achsrichtung beweglich in einer Buchse 7 angebracht ist. Der Stift 6 ist mit einem rückwärtigen Kopf 9 ausgebildet, der die Anschlagstelle für die Kugel innerhalb des Gehäuses darstellt, und weist einen Bund 10 an der Außenseite des Endes 3 des Gehäuses auf. Der Stift 6 ist lang genug, um in der Lage zu sein, sich innerhalb der Buchse 7 um einen gewissen Abstand zu bewegen, und wird normalerweise von einer harten Schraubenfeder 11 in einer als Ruhestellung ausgebildeten, zurückgezogenen Stellung gehalten, wobei die Schraubenfeder 11 die Buchse 7 umschließt und sich am vorderen Ende 3 des Gehäuses 1 mit ihrem anderen Ende am Kopf 9 des Stifts 6 abstützt. Der Kopf 9 ist innerhalb der verhältnismäßig weichen Massefeder 5 derart angebracht, daß der Stift 6 gegen die Wirkung der härteren Feder 11 und unabhängig von der Massefeder 5 bewegt werden kann. Das Gehäuse 1 ist so lang, daß sich die als Kugel 4 ausgebildete Masse über einen bestimmten freien Weg innerhalb des Zylinders ohne Betätigung des Stiftes 6 bewegen kann.
Der freie Weg 12 zwischen der Kugel 4 und dem Kopf 9 des Stiftes 6 ist unter Beachtung des Beschleunigungsverlaufs berechnet, dem die Auslösevorrichtung erwartungsgemäß ausgesetzt wird. Normalerweise ist der Weg 12 so groß, daß die Kugel ihre maximale Relativgeschwindigkeit bezüglich des Gehäuses 1 erreicht, bevor sie auf den Stift 6 aufschlägt.
Es ist wichtig, daß die Masserückhaltefeder 5 so weich ist, daß die Kugel 4 sich im ersten Stadium eines Aufpralls ohne eine zu starke Gegenwirkung innerhalb des Gehäuses 1 bewegen kann. Dadurch kann der Massekörper während dieses Stadiums auf eine bestimmte Geschwindigkeit beschleunigt werden, wobei die hierbei gewonnene kinetische Energie für die Kugel hinlänglich groß sein soll, um den Stift 6 über einen Abstand 14 aus dem Gehäuse 1 gegen die Wirkung der härteren Feder 11 in eine Auslösestellung zu treiben, in der der Stift 6 die Auslösung einer Sicherheitseinrichtung bewirkt. Bei zu niedriger kinetischer Energie ist die Kugel nur imstande, den Stift 6 um einen Betrag einzudrücken, der kleiner ist als der Abstand 14, so daß keine Auslösung erzielt wird. Somit muß die Kugel 4 in ihrer zurückgezogenen Stellung durch eine bestimmte Rückhaltekraft 4 gehalten werden, die je nach den gegebenen Umständen geändert werden kann.
Um die Auslösung der Sicherheitsfunktion zu bewirken, ist eine auszulösende Einrichtung 13 stationär im Fahrzeug mit Abstand von der Spitze 8 des sich in seiner Ruhestellung befindenden Stiftes 6 angebracht. Der Abstand 14 zwischen der Stiftspitze 8 und der auszulösenden Einrichtung 13 kann in ähnlicher Weise in Abhängigkeit von der Stärke der Masserückhaltefeder 5 und insbesondere der Stifthaltefeder 11 derart geändert werden, daß die auszulösende Einrichtung 13 nicht unbeabsichtigt im Fall einer starken Bremung oder bei einem geringfügigen Auffahrunfall ausgelöst wird, wenn eine Auslösung nicht notwendig erscheint. Die auszulösende Einrichtung 13 kann eine elektrische, mechanische, pneumatische, hydraulische oder sonstige Einrichtung sein, die durch ihre Wirkung ein Strammen von Sicherheitsgurten, ein Aufblasen von Aufprallschutzkissen, ein Auslösen von Feuerlöschern, ein Alarmsignal oder irgendeine Kombination der genannten Funktionen bewirkt.
Die Wirkungsweise der Auslösevorrichtung ist wie folgt:
Bei normaler Fahrt des Fahrzeugs wird die Kugel 4 in Ruhestellung durch die verhältnismäßig weiche Feder 5 gegen das rückwärtige Ende 2 des Gehäuses 1 gedrückt. Wenn ein Zusammenstoß stattfindet und aus diesem Grund eine außergewöhnlich stake Verzögerung auftritt, beginnt die Kugel 4, sich innerhalb und relativ zum Gehäuse 1 aufgrund der dann auftretenden Massenkraft zu bewegen. Im allgemeinen hat die Geschwindigkeit der Kugel 4 das Maximum erreicht, bevor sie auf den Kopf 9 des Stifts 6 auftrifft, wonach die kombinierte Wirkung der Kugelfeder 5 und der Stiftfeder 11 eine Abbremsung der Kugel zur selben Zeit ergibt, in der der Stift 6 nach außen aus dem Zylinder hinausgedrückt wird. Im Fall eines Zusammenstoßes bei niedriger Geschwindigkeit kann angenommen werden, daß der Stift um ein Maß bewegt wird, das kleiner ist als der Abstand 14 zwischen der Stiftspitze 8 und der auszulösenden Einrichtung 13. Im Fall eines Zusammenstoßes bei hoher Geschwindigkeit, wobei die Beschleunigung der Kugel 4 die Grenzbeschleunigung übersteigt, wird der Stift 6 jedoch bis zum Boden gedrückt, so daß seine Spitze 8 auf die auszulösende Einrichtung 13 aufschlägt und den beabsichtigten Auslösevorgang bewirkt. Der Abstand 14 ist so kurz wie möglich gewählt, um eine kurze Auslösezeit zu ergeben. Sobald die Kugel auf die Relativgeschwindigkeit 0 abgebremst ist und die Massenkraft kleiner ist als die entgegenwirkende Kraft aus den Federn 5 und 11, wird die Kugel in ihre Ausgangsstellung am rückwärtigen Ende 2 des Zylinders zurückbewegt. Wenn der Stift 6 unbeabsichtigt die auszulösende Einrichtung 13 trifft, ist die Auslösevorrichtung nicht beschädigt, und für eine weitere Funktion bereit, sobald sich die Kugel wieder in ihre Ruhestellung am rückwärtigen Ende 2 des Gehäuses 1 bewegt hat.
Bei einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die Rückhaltekraft der Stiftfeder 11 durch eine andere energieaufnehmende Vorrichtung ersetzt.
Das in Fig. 2 gezeigte Ausführungsbeispiel der Auslösevorrichtung ist in ähnlicher Weise mit einem Gehäuse 1 versehen, das an seinem rückwärtigen Ende geschlossen ist und an seinem vorderen Ende 3 unmittelbar an einem Träger 15 für die auszulösende Einrichtung 13 angeschlossen ist, die in diesem Fall eine Zünd- bzw. Sprengkapsel ist, die ihrerseits dazu bestimmt ist, das Auslösen der gewünschten Funktion einzuleiten. Auch bei diesem Ausführungsbeispiel ist eine Kugel 4 im Gehäuse 1 über eine begrenzte Strecke gegen die Wirkung einer verhältnismäßig weichen Feder 5 frei beweglich, die die Kugel in ihrer rückwärtigen Ruhestellung hält. Am rückwärtigen Ende 2 des Gehäuses 1 befindet sich eine Dämpfungseinrichtung 16 in Form eines Polsters aus Gummi oder ähnlichem Material, das die Bewegung der Kugel abdämpft, wenn sich sich in ihre Ruhestellung zurückbewegt. Dadurch wird verhindert, daß sich die Kugel in der Zylinderbohrung hin- und herbewegt.
Am vorderen Ende erweitert sich das Innere des Gehäuses 1 in zwei aufeinanderfolgenden Stufen 17 bzw. 18. An die äußere Stufe 18 ist der Träger 15 beispielsweise mittels eines Gewinde-Flansches angebracht. Der Gewindeabschnitt 19 des Trägers 15 ist kürzer als die Stufe 18 des Gehäuses 1, wodurch eine Nut zwischen den beiden Teilen entsteht, in der eine Tellerfeder 20, die der Art nach eine Rastwirkung ergibt, angebracht ist. In der Mitte trägt die Tellerfeder 20 einen Schlagstift 21 mit einer Spitze 22, die aus dem Gehäuse 1 hinausgerichtet ist. Der Schlagstift 21 wird von der Tellerfeder 20 in einer zurückgezogenen, vorgespannten Ruhestellung gehalten. Das äußere Ende der verhältnismäßig weichen Massefeder 5 steht mit der Tellerfeder 20 des Schlagstifts in Eingriff, die verhältnismäßig hart ist. Hierdurch kann sich die Kugel von ihrer rückwärtigen Stellung, die in Fig. 2 gezeigt ist, zum rückwärtigen Ende des Schlagstifts 21 bewegen, ohne die Tellerfeder 20 derart zu betätigen, daß sie nach außen in ihre Auslösestellung springt.
Wie obenerwähnt, ist die auszulösende Einrichtung 13 in diesem Fall eine Zündkapsel, die in einer zentralen Bohrung 23 des Trägers 15 vor der Spitze 22 des Schlagstifts 21 und mit einem derartigen Abstand gegenüber dieser Spitze angebracht ist, daß die Zündkapsel nur dann von der Schlagstiftspitze 22 betätigt wird, wenn die Tellerfeder 20 in ihre zweite stabile Lage springt und ihre vorderste äußerste Stellung einnimmt. Dies geschieht nur dann, wenn die Kugel 4 aufgrund eines Zusammenstoßes durch Beschleunigung über die Grenzbeschleunigung derartige kinetische Energie erhält, daß wenn sie auf den Schlagstift trifft, die Tellerfeder 20 in ihre vordere Stellung überspringt bzw. umschlägt. Die Zündkapsel kann ihrerseits eine Sicherheits-Einrichtung betätigen.
Es ist für den Fachmann ersichtlich, daß die erfindungsgemäße Auslösevorrichtung auch in der Kombination mit mehreren unterschiedlichen Auslösevorrichtungen einsetzbar ist, und daß um eine Schutzwirkung auch im Falle eines seitlichen Aufpralls zu erhalten, eine einzeln oder doppelt wirkende Auslösevorrichtung beispielsweise in Querrichtung des Fahrzeugs angebracht sein kann.

Claims (12)

1. Auslösevorrichtung für eine Kraftfahrzeugsicherheitsvorrichtung, mit einem geschlossenen Gehäuse, mit einem im Inneren des Gehäuses angeordneten, durch eine Aufprallbeschleunigung gegen Federkraft bewegbaren Massekörper und einer durch eine weitere Feder belasteten, durch die Bewegung des Massekörpers in eine Auslösestellung bewegbaren Betätigungsvorrichtung, wobei die Federkraft derart bemessen ist, daß die Betätigungsvorrichtung bei einer unterhalb einer vorgegebenen Grenzbeschleunigung liegenden Beschleunigung nicht in die Auslösestellung bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die den Massekörper (4) in seine Ruhelage beaufschlagende Feder (5) weicher ist als die die Betätigungsvorrichtung (6 bzw. 21) zum Massekörper (4) hin beaufschlagende Feder (11 bzw. 20), daß der Massekörper (4) im Ruhezustand mit Abstand zur Betätigungsvorrichtung (6 bzw. 21) angeordnet ist, bei einer Beschleunigung unmittelbar auf die Betätigungsvorrichtung (6 bzw. 21) aufschlägt und diese bei Überschreiten der vorgegebenen Grenzbeschleunigung in die Auslösestellung bewegt.
2. Auslösevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Massekörper eine Kugel (4) ist, die im Inneren des Gehäuses (1) angeordnet ist.
3. Auslösevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die weichere als auch die härtere Feder (5 bzw. 11) eine Schraubenfeder ist.
4. Auslösevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungsvorrichtung (6 bzw. 21) einen aus dem Gehäuse (1) herausragenden Auslösestift (6) mit einem zum Massekörper (4) hinweisenden Kopf (9) und mit einer zur Gegenseite weisenden Spitze (8) aufweist und daß die härtere Feder (11) an dem Kopf (9) angreift und den Auslösestift (6) in seiner Ruhestellung hält.
5. Auslösevorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopf (9) des Stifts (6) vollständig innerhalb der weicheren, den Massekörper (4) beaufschlagenden Feder (5) angeordnet ist.
6. Auslösevorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der freie Weg (12) der Kugel (4) im Inneren des Gehäuses (1) mindestens so groß ist wie der vom Stift (6) zurückzulegende Weg (Abstand 14) zwischen seiner Ruhestellung und seiner Auslösestellung.
7. Auslösevorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Stift (6) axialbeweglich in einer Buchse (7) an einem Ende (3) des Gehäuses (1) angebracht ist, und daß der Kopf (9) des Stifts (6) im Inneren des Gehäuses (1) angeordnet ist, während ein Bund (10) des Stifts (6) außerhalb des Gehäuses (1) liegt, und daß die härtere Feder (11) zwischen dem einen Ende (3) des Gehäuses (1) und dem Stiftkopf (9) eingespannt ist.
8. Auslösevorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß eine auszulösende Einrichtung (13) im Abstand (14) von der Spitze (8) des Auslösestifts (6) derart angebracht ist, daß der Stift (6) sich um diesen Abstand bezüglich des Gehäuses (1) bewegen kann, ohne ein Auslösen zu bewirken.
9. Auslösevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die härtere Feder (11) eine Tellerfeder (20) ist, die als Rast- bzw. Umspringfeder ausgebildet ist, und die in ihrer Mitte einen Schlagstift (21) trägt und normalerweise den Schlagstift (21) in einer als Ruhestellung ausgebildeten, zurückgezogenen Raststellung hält, aber bei einer vorbestimmten Beaufschlagung durch den Massekörper (4) in eine als Auslösestellung für die Betätigungsvorrichtung ausgebildete vordere Raststellung umspringt.
10. Auslösevorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die den Massekörper (4) beaufschlagende weichere Feder (5) mit ihrem vorderen Ende an der Rastfeder (20) angreift.
11. Auslösevorrichtung nach einem der Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß das als Zylinder ausgebildete Gehäuse (1) an einem Ende (3) mit einem Teil (15), in dem eine auszulösende Einrichtung (13) angeordnet ist, verbunden ist, so daß Auslösevorrichtung und auszulösende Einrichtung eine integrale Einheit bilden.
12. Auslösevorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die auszulösende Einrichtung eine Zündkapsel (13) ist, die in einer Durchgangsbohrung (23) des Teiles (15) mit einem derartigen Abstand vor der Spitze (22) des Schlagstifts (21) angebracht ist, daß die Zündkapsel vom Schlagstift (21) betätigt wird, wenn die Rastfeder (20) in ihre ausgestülpte Raststellung überspringt.
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