DE2800436C2 - Halbzeug für elektrische Schutzrohrkontakte und Verfahren zu seiner Herstellung - Google Patents

Halbzeug für elektrische Schutzrohrkontakte und Verfahren zu seiner Herstellung

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DE2800436C2
DE2800436C2 DE19782800436 DE2800436A DE2800436C2 DE 2800436 C2 DE2800436 C2 DE 2800436C2 DE 19782800436 DE19782800436 DE 19782800436 DE 2800436 A DE2800436 A DE 2800436A DE 2800436 C2 DE2800436 C2 DE 2800436C2
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DE19782800436
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Helmut Dipl.-Ing. 7530 Pforzheim Heinzel
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Doduco Solutions GmbH
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Doduco GmbH and Co KG Dr Eugen Duerrwaechter
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H1/00Contacts
    • H01H1/02Contacts characterised by the material thereof
    • H01H1/0201Materials for reed contacts

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  • Contacts (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description

ίο Die Erfindung betrifft ein Halbzeug gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zu seiner Herstellung.
Halbzeuge dieser Art sind durch die DE-AS 23 55 162 bekannt geworden. Es bat sich in der Praxis gezeigt, daß aus diesen bekannten Halbzeugen gefertigte Schutzrohrkontakte den hohen Anforderungen an Betriebssicherheit und Lebensdauer, wie sie etwa beim Einsatz in elektronischen Wählsystemen in Fernsprechanlagen gestellt werden, nicht voll gerecht werden: insbesondere haben sich die als Haftvermittler auf das Molybdän aufgebrachten Goldschichten von 1 —2 μ Dicke nicht in dem Maße bewährt wie das erwartet worden war.
Aufgabe der Erfindung ist es, hier Abhilfe zu schaffen durch ein Halbzeug, bei dem wenigstens die lot- bzw. schweißbare Schicht besser und dauerhafter mit der Molybdän-, Wolfram- oder Rheniumfolie verbunden ist und das die Herstellung von Schutzrohrkontakten mit höherer Betriebssicherheit und längerer Lebensdauer ermöglicht.
Die Erfindung löst diese Aufgabe durch ein Halbzeug mit den im Ansprach 1 angegebenen Merkmalen. Daß ausgerechnet die Kombination von Nickel und Kupfer sich besser bewähren würde als das bisher übliche Gold, konnte nicht erwartet werden, da aus der DE-OS
js 14 96 880 bekannt ist, daß Nickelschichten auf Molybdän sich auch nicht sonderlich gut bewährt haben. Es ist auch noch nicht abschließend geklärt worauf die Eignung der Kombination von Nickel und Kupfer für den erfindungsgemäßen Einsatzzweck beruht.
Gute Ergebnisse erzielt man mii einer Zwischenschicht aus einer Legierung aus Nickel und Kupfer oder einer Zwischenschicht, die aus einer zunächst aufgebrachten Nickelschicht und aus einer darauf aufgebrachten Kupferschicht besteht. Bei der üblicherweise auf die Beschichtung folgenden Wärmebehandlung wird das Nickel teilweise in das Molybdän und das Kupfer teilweise in das Nickel diffundieren und einen stabilen Verbund herstellen.
Überraschend und von besonderem Vorteil ist, daß die erfindungsgemäße Zwischenschicht bereits bei sehr geringen Schichtdicken von weniger als 1 μ wirksam ist.
Vorzugsweise beträgt die Schichtdicke sogar nur weniger als 0,1 μ.
Außer auf der Seite der Molybdänfolie, auf der die löt- oder schweißbare Schicht aufgetragen und später mit dem Träger des Schutzrohrkontaktes verbunden wird, kann auch auf der gegenüberliegenden Seite der Molybdänfolie eine gleichartige Zwischenschicht aufgebracht sein, die als Haftvermittler für eine die Kontaktgabe verbessernde Schicht dient, die üblicherweise aus einem Edelmetall oder einer Edelmetallegierung besteht.
Zur Herstellung eines Halbzeugs ohne eine die Kontaktgabe verbessernde Schicht geht man von einem Molybdän-, Wolfram oder Rheniumblech aus, auf welches zunächst wenigstens einseitig die Zwischenschicht aufgebracht und einer Wärmebehandlung unterzogen wird. Auf die Zwischenschicht wird danach
die lot- oder schweißbare Schicht aufgetragen. Der so entstandene Rohling wird dann auf ein Zehntel bis ein Zweihundertstel, vorzugsweise auf ein Hundertstel seiner ursprünglichen Dicke herabgewalzt. Das Herabwalzen geschieht zweckmäßig durch aufeinanderfolgendes Warm- und Kaltwalzen.
Zur Herstellung eines Halbzeugs mit einer die Kontaktgabe verbessernden Schicht geht man ganz analog vor. jedoch wird die Zwischenschicht in jedem Fall beidseitig auf das Molybdän-, Wolfram- oder Rheniumblech aufgetragen und auf die eine Seite die lot- oder schweißbare Schicht und auf die andere Seite die die Kontaktgabe verbessernde Schicht aufgetragen. Die lot- oder schweißbare Schicht (z. B. eine Legierung aus Silber und Kupfer) und die die Kontaktgabe verbessernde Schicht (z.B. Gold) können in einem Arbeitsgang gleichzeitig auf das Molybdän-, Wolframoder Rheniumblech aufgewalzt werden.
In dem fertigen, herabgewalzten Halbzeug besitzt die Molybdän-, Wolfram- oder Rheniumfolie noch eine Dicke zwischen 10 μ und 100 μ, vorzugsweise von etwa 30 μ.
Die Zwischenschichten werden vorzugsweise galvanisch aufgebracht. Es hat sich nämlich im Verlauf der Untersuchungen herausgestellt, — und auch das war nicht vorauszusehen —, daß die Verankerung der Schichten untereinander dann wesentlich besser ist, als wenn die Zwischenschichten z. B. aufgedampft oder aufgestäubt werden.
Zur Herstellung eines Halbzeugs mit einer Zwischenschicht aus Kupfer und Nickel geht man vorzugsweise von einem etwa 3 mm dicken Molybdän-, Wolframoder Rhtniumblech aus, auf welches zunächst eine 2—3 μ dicke Nickelschicht, darauf eine 4—5 μ dicke
Kupferschicht galvanisch abgeschieden und einer Wärmebehandlung unterzogen wird. Dabei diffundiert das Nickel teilweise in das Molybdän (bzw. Wolfram oder Rhenium) und das Kupfer teilweise in das Nickel. Danach wird die lot- oder schweißbare Schicht und ggfs.
ίο gleichzeitig die der verbesserten Kontaktgabe dienende Schicht durch Walzen aufgetragen. Der so entstandene Rohling wird durch aufeinanderfolgendes Warm- und Kaltwalzen auf ein Hundertstel seiner ursprünglichen Dicke herabgewalzt.
Die Zeichnung zeigt schematisch den typischen Schichtaufbau eines erfindungsgemäßen Halbzeugs. Die Abmessungen der Schichten sind in der Zeichnung allerdings nicht maßstabsgetreu wiedergegeben.
Eine Molybdänfolie 1 ist beidseitig zunächst mit einer NickelschL-ht 2,2' und darauf mit einer Kupferschicht 3, 3' versehen. Da bei der Wärmebehandlung die Grenze zwischen der Nickelschicht 2, 2' und de» Kupferschicht 3, 3' verwischt wird, ist sie in der Zeichnung nur punktiert eingezeichnet. Auf der Oberseite ist als kontaktgebende Schicht 4 eine Goldschicht aufgetragen, wn-hrend auf der Unterseite eine lötbare Schicht 5 aus einer Silber-Kupfer-Legierung aufgewalzt ist. Über diese Schicht 5 läßt sich das Halbzeug mit einem Kontaktträger verbinden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (10)

Patentansprüche;
1. Halbzeug, insbesondere in Bandform, für die Herstellung eines einen Träger aufweisenden Schutzrohrkontaktes, das aus einer Molybdän-, Wolfram- oder Rheniumfolie besteht, die auf der dem Träger zugewandten Seite mit einer lot- oder schweißbaren Schicht versehen ist, zu deren besserer Verankerung wenigstens auf der dem Träger zugewandten Seite auf das Molybdän, Wolfram oder Rhenium zuerst eine Zwischenschicht aufgebracht ist, dadurch gekennzeichnet, daß die dünne Zwischenschicht (2,3) aus Nickel und Kupfer besteht
2. Halbzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenschicht (2, 3) aus einer Legierung aus Nickel und Kupfer besteht
3. Halbzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß die Zwischenschicht (2, 3) aus einer Nickelschicht (2) und einer darauf liegenden Kupferschicht (3) besteht
4. Halbzeug nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet daß die Zwischenschicht (2, 3) weniger als 1 μ, vorzugsweise weniger als 0,1 μ dick ist
5. Halbzeug nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet daß auf der der lot- oder schweißbaren Schicht (5) abgewandten Seite der Molybdän-, Wolfram- oder Rheniumfolie (1) über eine gleichartige Zwischenschicht (2,3) eine die elektrische Kontaktgabe verbessernde Schicht (4) aus einer.i Edelmetall oder einer Edelmetallegierung aufgebracht ist
6. Verfahren zur Herstellung eines Halbzeugs nach einem der Ansprüche I - 4, dadurch gekennzeichnet daß die Zwischenschicht auf ein Molybdän-, Wolfram- oder Rheniumblech wenigstens einseitig aufgebracht und einer Wärmebehandlung unterzogen und danach auf die Zwischenschicht auf der einen Seite des Molybdän-, Wolfram- oder Rheniumblechs die lot- oder schweißbare Schicht aufgewalzt und dieser Rohling auf ein Zehntel bis ein Zweihundertstel, vorzugsweise ein Hundertste) seiner ursprünglichen Dicke herabgewalzt wird.
7. Verfahren zur Herstellung eines Halbzeugs nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet daß die Zwischenschicht beidseitig auf ein Molybdän-, Wolfram- oder Rheniumblech aufgebracht und einer Wärmebehandlung unterzogen, danach auf die Zwischenschicht auf der einen Seite des Molybdän-, Wolfram oder Rheniumblechs die lot- oder schweißbare Schicht sowie auf der anderen Seite die die Kontaktgabe verbessernde Schicht aufgewalzt und dieser Rohling auf ein Zehntel bis ein Zweihundertstel, vorzugsweise ein Hundertstel seiner ursprünglichen Dicke herabgewalzt wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die lot- oder schweißbare Schicht sowie die die Kontaktgabe verbessernde Schicht gleichzeitig aufgewalzt werden.
9. Verfahren nach Anspruch 6, 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenschicht galvanisch aufgebracht wird.
10. Verfahren nach Anspruch 9, zur Herstellung eines Halbzeugs nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß auf ein etwa 3 mm dickes Molybdän-, Wolfram oder Rheniumblech zunächst eine 2—3 μ dicke Nickelschicht, darauf eine 4 —5 μ dicke Kupferschicht galvanisch abgeschieden und nach dem Aufwalzen der lot- bzw. schweißbaren Schicht und ggfs. der die Kontaktgabe verbessernden Schicht der Rohling auf ein Hundertstel seiner ursprünglichen Dicke herabgewalzt wird.
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US4339644A (en) 1979-10-08 1982-07-13 W. C. Heraeus Gmbh Low-power electric contact

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