DE2800007C2 - - Google Patents
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- F41—WEAPONS
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-
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Description
Die Erfindung richtet sich auf eine Ausstoßvorrichtung für
Wirkkörper mit mehreren in einem Ausstoßrohr axial hinter
einander angeordneten Wirkkörpern, die aus diesem mittels
einwirkender Axialkräfte nach vorn zur Mündung hin ausstoß
bar sind.
Wirkkörper, wie Minen, Hohlladungen bzw. ähnliche Spreng
körper oder Leuchtkörper, Ortungsgeräte, Sender bzw. ähn
liche Nachrichtenmittel u. a. m. werden bisher im Gelände ent
weder von Hand verlegt oder einzeln durch Wurf von Fahrzeu
gen oder z. B. von Flugzeugen, Granaten oder Raketen aus in
das Gelände geschleudert. Diese Wurfverlegung ist zwar erheb
lich zeitsparender als die Verlegung von Hand, was in manchen
militärischen Situationen von ausschlaggebender Bedeutung
sein kann, jedoch ist es dabei nur schwer oder nicht möglich,
eine einigermaßen gleichmäßige Verteilung der Wurfkörper im
Gelände zu erreichen.
Weiter kann bei der Wurfverlegung der Wirkkörper durch Auf
schlag mit hoher Geschwindigkeit und/oder Auftreffen auf Ge
stein oder andere harte Materialien eine Beschädigung ins
besondere elektronischer Bauteile, von beispielsweise Nach
richtenmitteln oder Zündern, eintreten.
Eine Vorrichtung für den Ausstoß mehrerer Projektile mit Hilfe
einer Treibladung ist in der US-PS 28 97 757 beschrieben. Die
Projektile sind durch spezielle Zwischenstücke gekoppelt, über
die im Rohr im wesentlichen die axiale Kraft der Treibladung
auf alle Projektile im Rohr übertragen wird. Die Zwischenstücke
weisen eine radiale Unsymmetrie auf, wodurch eine Kraftkompo
nente relativ zwischen zwei aufeinanderfolgenden Projektilen
senkrecht zur Ausstoßrichtung entsteht, um die Pro
jektile seitlich abzulenken und damit flächig im Zielgebiet zu
verteilen.
Gemäß der DE-OS 25 08 391 sollen Streifen oder Nadeln (Düppel)
eines reflektierenden Materials über einem großen Bereich in
geeigneter Höhe mittels gleichzeitig abgefeuerter Ge
schosse verteilt werden; eine dafür geeignete Abschußvorrichtung
mit nebeneinander angeordneten Abschußrohren enthält ein Leitungs
system, durch das dafür gesorgt wird, daß ein von einer gemein
samen Druckgaspatrone erzeugter Treibgasstrom eine kritische Ge
schwindigkeit erreicht und so auf die nebeneinander angeordne
ten Geschosse einwirkt, daß ihre Anfangsgeschwindigkeit ziemlich
unabhängig von Temperaturschwankungen ist. Es ist weiterhin aus
dieser Schrift bekannt, zur Verbesserung der Ausbreitung der
Düppel pyrotechnische Ladungen oder Federn vorzusehen, um das
Zusammenballen der Düppel in Klumpen mehr oder weniger zu ver
hindern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gleichmäßige
Verteilung der Wirkkörper aus einer Ausstoßvorrichtung in Aus
stoßrichtung zu erreichen, d. h. eine Verlegeeinrichtung für
Wirkkörper und/oder die Wirkkörper selbst so auszubilden, daß
innerhalb möglichst kurzer Zeit die Verlegung von möglichst
vielen Wirkkörpern erfolgt und die Abstände der im Gelände
verlegten Wirkkörper möglichst gleichmäßig sind.
Zur Lösung der Aufgabe ist eine Ausstoßvorrichtung für Wirk
körper vorgesehen, die gekennzeichnet ist durch wenigstens ein
Bremsmittel, das so angeordnet ist, daß beim Verlassen der Aus
stoßvorrichtung jeder nachfolgende Wirkkörper eine größere Ab
bremsung (Verzögerung) als die vorangegangenen Wirkkörper er
fahren hat.
In das Ausstoßrohr werden wenigstens zwei, vorzugsweise jedoch
eine größere Anzahl von Wirkkörpern eingesetzt, die mittels
der auf den hintersten Wirkkörper einwirkenden, z. B. von einer
vorgespannten Schraubenfeder, vorzugsweise jedoch von einer
pyrotechnischen Treibsatzladung, aufgebrachten Axialkraft ge
meinsam zur Mündung des Ausstoßrohrs hin ausgestoßen werden.
Gemäß der Erfindung sind zusätzlich zu der auf den hintersten
Wirkkörper einwirkenden Ausstoßkraft ein oder mehrere die Aus
stoßgeschwindigkeit der jeweiligen Wirkkörper unterschiedlich
verringernden Bremsmittel vorgesehen.
Die Ausstoßgeschwindigkeit des jeweiligen Wirkkörpers direkt
nach Verlassen der Mündung der Ausstoßvorrichtung ist bedingt
durch die auf den hintersten Wirkkörper einwirkende Axialkraft,
vermindert um die Summe der verzögernden Bremskräfte durch die
Bremsmittel an allen vorangegangenen Wirkkörpern.
Das vorgesehene Bremsmittel ist vorzugsweise als Reibbremse
ausgebildet, könnte jedoch grundsätzlich auch beispielsweise
entsprechend einer elektromagnetischen Bremse wirken.
Es ist vorgesehen, daß das bzw. die Bremsmittel auf den zweiten
Wirkkörper und die nachfolgenden, im allgemeinen aber auch be
reits auf den ersten einwirken. Da die im Ausstoßrohr axial
hintereinanderliegenden Wirkkörper sich während ihrer Bewegung
innerhalb des Ausstoßrohrs wie ein quasi einstückiger Körper
verhalten, wird nicht nur der z. B. zweite Wirkkörper durch Ein
wirken der Bremsmittel auf diesen verzögert, sondern auch die
noch hinter ihm befindlichen. Entsprechend der geringeren Aus
stoßgeschwindigkeit der nachfolgenden Wirkkörper werden deren
Wurfweiten verringert, wodurch die geformte Längsstreuung
in der Ausstoßrichtung erreicht wird.
Damit hat man es in der Hand, im Einzelfall geforderte maximale
Wurfweite und die Abstände zwischen den verlegten Wirkkörpern
über die Größe der axialen Ausstoßkraft und der ausgeübten
Bremswirkung festzulegen. Geringe Abweichungen in den tatsäch
lichen Abständen sind im wesentlichen nur noch dadurch bedingt,
daß die Wirkkörper nach dem erstmaligen Aufprall auf dem Gelän
deboden, je nach dessen Dämpfungseigenschaften, noch unterschie
liche Nachbewegungen ausführen können.
Angepaßt an den im wesentlichen kreisförmigen Querschnitt der
Ausstoßvorrichtung sind die Wirkkörper mit zylindrischer oder
im großen und ganzen zylindrischer Oberfläche ausgebildet.
Grundsätzlich können die Wirkkörper aber auch eine beliebige
andersgeformte Oberfläche aufweisen.
In zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß
das Bremsmittel als vorzugsweise an oder nahe der Mündung ange
ordnetes, von den Wirkkörpern beim Ausstoß nacheinander passier
tes Element ausgebildet ist.
Ortsfest an der Ausstoßvorrichtung ausgebildete Bremsmittel
sind bevorzugt an jedem Ausstoßrohr nur einmal bzw. als mehrere
zusammenwirkende Bremselemente vorhanden. Das Bremsmittel kann
beispielsweise in Form von wenigstens zwei längs des Umfangs
des Ausstoßrohrs symmetrisch verteilt angeordneten Bremsklötzen
ausgebildet sein, die beim Passieren der Wirkkörper an deren
Mantelfläche entlangschleifen und entsprechend der radialen An
preßkraft, der Anpreßfläche und des Reibungskoeffizienten brem
send auf die Wirkkörper wirken.
Die Anordnung an oder nahe der Mündung des Ausstoßrohrs ermög
licht eine konstruktive einfache Verbindung des Bremsmittels mit
dem Ausstoßrohr. Sofern das Ausstoßrohr nicht erst unmittelbar
vor dem Verlegen der Wirkkörper mit diesem geladen wird, son
dern bereits im geladenen Zustand vom Munitionsdepot o. dgl.
angegeben, transportiert und entsprechend gehandhabt wird, er
weist es sich als vorteilhaft, das oder die Bremsmittel so an
zuordnen, daß sie unmittelbar am ersten Wirkkörper anliegen oder
diesen auch bereits reibschlüssig umgreifen, um mittels der
Bremsmittel eine Lagesicherung der Wirkkörper innerhalb des
Ausstoßrohrs zu erreichen.
Das oder die Bremsmittel ragen in den von den Wirkkörpern beim
Durchgang durch das Ausstoßrohr ausgefüllten Querschnittsteil
des Ausstoßrohrs hinein und sind elastisch deformierbar. Die
beispielsweise als radial angeordnete Lamellen oder Zungen
ausgebildeten Bremsmittel werden
dann beim Durchgang der Wirkkörper durch diese nach außen ela
stisch aufgeweitet. Da bei dieser Aufweitung auch größere radi
ale Toleranzen der einzelnen Teile die erzielte Wirkung prak
tisch nicht beeinflussen, ist damit eine vorteilhafte Ferti
gungsvereinfachung erreicht.
In zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung ist das Bremsmit
tel als die Wirkkörper bei deren Durchgang reibschlüssig um
greifende ringförmige Bremseinrichtung ausgebildet.
Die Ausbildung als Ringscheibe oder -zylinder erleichtert die
Montage, da z. B. keine symmetrische Verteilung zu berücksich
tigen ist und erweist sich auch bezüglich der aufzubringenden
Bremskräfte als vorteilhaft.
In einer anderen Ausgestaltung der Erfindung ist das Bremsmit
tel auf der zylindrischen Mantelfläche der Wirkkörper ausge
bildet. Bevorzugt ist das Bremsmittel als Teil der zylindri
schen Mantelfläche der Wirkkörper ausgebildet, indem es als
an oder in der zylindrischen Mantelfläche der Wirkkörper lie
gendes Element ausgebildet ist. Eine besonders bevorzugte Aus
führungsform ist dadurch gekennzeichnet, daß das Bremsmittel aus
einer Ummantelung oder Teilummantelung aus einem elastischen
Werkstoff besteht, wobei diese Ummantelung außen auf der zylin
drischen Mantelfläche des Wirkkörpers angeordnet ist oder diese
bildet.
Die Bremsmittel können als Rippen, Nocken, Bremsklötze oder
Ringe an oder in der zylindrischen Mantelfläche der Wirkkörper
ausgebildet sein. Es ist möglich, alle Wirkkörper einer Ausstoß
vorrichtung mit gleichen oder auch voneinander verschiedenen
Bremsmitteln zu versehen.
Das Bremsmittel der Wirkkörper kann in Längsrichtung, d. h. in
Ausstoßrichtung und/oder radial in Querrichtung, ggf. in Spi
ralform, an der zylindrischen Mantelfläche oder in Aussparungen
der zylindrischen Mantelfläche angeordnet sein. Das Bremsmittel
kann auch ggf. in Art einer Kappe auf der kreisförmigen Kopf
fläche des Wirkkörpers aufgesetzt und ggf. durch z. B. Kleben
befestigt sein. Es ist auch möglich, ein an sich starr ausge
bildetes Bremsmittel, z. B. in einer Nut oder Aussparung, zusam
men mit einer elastischen Unterlage, z. B. einem Gummikissen
oder -ring oder einem Federelement, anzuordnen.
Wenn das Bremsmittel ein Teil der Mantelfläche ist, ergibt sich
eine vereinfachte Fertigung.
Das Bremsmittel kann eine regelmäßige oder unregelmäßige Gestalt
oder Anordnung besitzen oder in einer rauhen Oberflächenstruktur
der Wirkkörperoberfläche bestehen. Unregelmäßige Oberflächen
verleihen den Wirkkörpern gute Tarnungseigenschaften im Gelände.
In vorteilhafter Weise kann das Bremsmittel so angeordnet wer
den, daß außenliegende Konstruktionselemente der Wirkkörper
wie Federn, Sensoren, Hebel geschützt werden bzw. das Verbin
dungselemente durch Aussparungen geführt sind. Es ist damit
auch ein Ausgleich bei Durchmessertoleranzen zwischen Außen
durchmesser des Wirkkörpers und dem Innendurchmesser des Aus
stoßrohrs möglich.
Zusätzlich zu wenigstens einem Bremsmittel können erfindungs
gemäß zwischen jeweils zwei Wirkkörpern Federn oder pyrotech
nische Ladungen angeordnet sein, um die Verteilung der Wirk
körper in Ausstoßrichtung weiter zu fördern.
Die Erfindung ist in der Zeichnung in Ausführungsbeispielen ge
zeigt und wird anhand dieser nachstehend noch näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 ein Ausstoßrohr mit eingesetzten Wirkkörpern im Längs
schnitt,
Fig. 2 einen Ausschnitt hieraus im vergrößerten Maßstab,
Fig. 3 die Wurfbahnen,
Fig. 4 ein Ausstoßrohr mit eingesetzten Wirkkörpern im
Längsschnitt,
Fig. 5 bis 9 Wirkkörper,
Fig. 10 und 11 Ausschnitte im vergrößerten Maßstab aus
Wirkkörpern im Längsschnitt,
Fig. 12 ein Ausstoßrohr mit eingesetztem Wirkkörper im Längs
schnitt,
Fig. 13 einen ummantelten Wirkkörper,
Fig. 14 Querschnitt eines ummantelten Wirkkörpers und
Fig. 15 bis 18 Ausschnitte aus Ummantelungen.
In das in Fig. 1 gezeigte, beispielsweise aus Stahl, Aluminium
oder auch glasfaserverstärktem Kunststoff hergestellte Ausstoß
rohr 1 sind die Wirkkörper 2 bis 8 mit im wesentlichen kreis
zylindrischer Mantelfläche axial hintereinander eingesetzt. An
der Mündung 9 des Ausstoßrohrs 1 ist das Bremsmittel 10, hier
eine Ringscheibe, angeordnet, deren lichter Querschnitt 11
kleiner als der Wirkkörperquerschnitt ist. Das Bremsmittel 10
liegt am ersten Wirkkörper 2 an und bewirkt dadurch gleichzei
tig eine axiale Lagesicherung der Wirkstoffe 2 bis 8 während
des Transports und der Handhabung der die Wirkkörper enthal
tenden Ausstoßvorrichtung. Das Bremsmittel 10 ist aus einem
elastisch deformierbaren Material wie beispielsweise Gummi,
Kunststoff wie Polyäthylen, Polypropylen, weichem PVC oder
auch federndem Material, vorzugsweise Stahl, hergestellt. Im
letzteren Falle könnte die Ringscheibe z. B. nach mit vom inne
ren Rand ausgehenden radialen Schlitzen versehen werden, um
ggf. das radiale Aufweiten der Bremsmittel zu erleichtern.
An dem der Mündung 9 des Ausstoßrohres 1 gegenüberliegenden Ende
ist dieses mit dem geschlossenen Boden und in diesem eingesetz
ter Ausstoßladung 13 versehen, die über das Zündelement 14 mit
den beiden Zünddrähten 15 elektrisch zündbar ist. Zwischen dem
hintersten Wirkkörper 8 und der Ausstoßladung 13, hier einer
pyrotechnischen Treibsatzladung, ist der Treibspiegel 16 aus
beispielsweise Kunststoff oder Pappe angeordnet, um eine mög
lichst günstige Ausnutzung der von der Ausgestaltung 13 nach
deren Zündung erzeugten und auf den Treibspiegel 16 einwirken
den Treibgase zu erreichen.
Fig. 2 zeigt das vordere Ende des Ausstoßrohres 1 während des
Ausstoßvorganges. Das Bremsmittel 10 ist an der Mündung 9 mit
tels des beispielsweise eingeschraubten Ringflansches 17 gehal
ten. Der erste Wirkkörper 2 hat das Ausstoßrohr 1 bereits ver
lassen, während der zweite Wirkkörper 3 das Bremsmittel 10 etwa
zur Hälfte passiert hat. Beim Durchgang der Wirkkörper 2 bis 8
wird der innere Bereich der Ringscheibe unter elastischer De
formation in axialer Richtung nach außen gedrückt, sozusagen um
gestülpt, bis mit dem so gebildeten axialen Kragen an der
Mantelfläche der Wurfkörper anliegt und diese durch die hier
durch auftretenden Reibungskräfte abbremst.
Der Bremsvorgang läuft im einzelnen wie folgt ab: Die Wirkkör
per 2 bis 8 treten bei fehlendem Bremsmittel 10 alle mit der
Austrittsgeschwindigkeit V 0 aus dem Austrittsrohr 1 aus und lie
gen dann im Gelände mehr oder weniger dicht beieinander, unab
hängig von der Ausbildung der Ausstoßladung. Die geforderte
Streuung in der Schußlinie wird nicht erreicht. Durch das er
findungsgemäße Bremsmittel 10 wird der erste Wirkkörper 2 beim
Durchgang durch dieses und damit auch die nachfolgenden Wirk
körper 3 bis 8 von der Geschwindigkeit V 0 auf die Geschwindig
keit V 1 abgebremst. Der Wirkkörper 2 fliegt also mit der Aus
trittsgeschwindigkeit V 1 in seine ballistische Bahn.
Beim Durchgang des zweiten Wirkkörpers 3 durch das Bremsmittel
10 werden dieser und auch die nachfolgenden Wirkkörper 4 bis 8
auf die Austrittsgeschwindigkeit V 2 bis V 7 abgebremst. Der
Wirkkörper 3 fliegt mit der Geschwindigkeit ebenfalls in eine
ballistische Bahn, die kürzer ist als die des ersten Wirkkör
pers 2.
Bei den restlichen Wirkkörpern 4 bis 8 wiederholt sich dieser
Vorgang. Dabei ist selbstverständlich die Ausstoßladung 13 so
groß zu wählen, daß auch der letzte Wirkkörper 8 noch einwand
frei ausgestoßen wird.
In der Fig. 3 sind die unterschiedlichen ballistischen Bahnen
der Wirkkörper 2 bis 8 dargestellt, aus denen sich die unter
schiedlichen Aufschlagorte auf dem Geländeboden 18 ergeben und
damit die geforderte
Längsstreuung der Wirkkörper 2 bis 8 erreicht wird.
Durch die Abstimmung der Reibung zwischen den Wirkkörpern 2 bis
8 und dem Bremsmittel 10 lassen sich die Wurfweiten und die Ab
stände zwischen den einzelnen Wirkkörpern den Erfordernissen des
Einzelfalls entsprechend festlegen. So kann beispielsweise vor
gesehen werden, daß die maximale Reichweite etwa 80 m und der
Abstand zwischen zwei benachbarten Wirkkörpern etwa 10 m beträgt.
Das Ausstoßrohr 1 liegt gemäß Fig. 3 auf einer schematisch dar
gestellten Abschußeinrichtung 19 auf, bei der es sich z. B. um
ein unmittelbar auf den Geländeboden 18 aufgesetztes Abschußge
stell oder auch ein Fahrzeug mit entsprechender Positionsein
richtung handeln kann.
In dem in Fig. 4 gezeigten vorderen Teil des Ausstoßrohres 1
sind die hintereinander eingesetzten Wirkkörper 2, 3 und teil
weise 4 sichtbar und durch eine ggf. vorzusehende vor dem Aus
stoß abnehmbare Lagesicherung 20 gehalten.
In den zylindrischen Mantelflächen der Wirkkörper 2 bis 4 sind
die Bremsmittel 22, hier O-Ringe aus Gummi oder elastischem
Kunststoff, in Ringnuten 21 eingelegt. Das Bremsmittel 22 ragt
etwas über die zylindrische Mantelfläche des Wirkkörpers heraus
und liegt an der Innenseite des Ausstoßrohrs ringförmig an.
Fig. 5 zeigt einen Wirkkörper des Ausstoßrohrs nach Fig. 4
mit einem Bremsmittel 22 in Gestalt eines O-Rings, der in einer
nicht sichtbar darunterliegenden Ringnut angeordnet ist, welche
in der zylindrischen Mantelfläche 23 des Wirkkörpers parallel
zur Kante der kreisförmigen Kopffläche ausgespart ist.
Fig. 6 zeigt zwei bremsklotzartige Bremsmittel 24, welche in
die zylindrische Mantelfläche 23 des Wirkkörpers einander gegen
überliegend und in gleichem Abstand von der kreisförmigen obe
ren Kopffläche in jeweils einer, nicht sichtbaren Aussparung
angeordnet sind.
Fig. 7 zeigt drei rippenförmige Bremsmittel 25, welche als Be
standteil der zylindrischen Mantelfläche parallel zur Zylinder
achse in regelmäßigen Abständen zueinander angeordnet sind und
zusammen mit dieser in einem Arbeitsgang, z. B. durch Spritz
gießen eines elastischen Kunststoffs, ausgeformt wurden. Die
rippenförmigen Bremsmittel 25 könnten auch als stabförmige ela
stische Körper in Nuten der zylindrischen Mantelfläche, auf der
ganzen Länge zwischen den kreisförmigen Kopfflächen oder einem
Teil dieser Länge, eingesetzt sein.
Fig. 8 zeigt einen Wirkkörper mit drei rippenförmigen, an der
zylindrischen Mantelfläche angeordneten Bremsmitteln 26, welche
über die auf der kreisförmigen vorderen Kopffläche aufliegen
den Verbindungsstegen 27 miteinander verbunden sind. Die flach
ausgebildeten Bremsmittel 26 sowie die ebenfalls flach ausge
bildeten Verbindungsstege 27 liegen eng an der zylindrischen
Mantelfläche des Wirkkörpers an und werden
als ein paßgerechter Formkörper in einem Arbeitsgang ausge
formt. Zwischen den Verbindungsstegen 27 kann eine Aussparung
28 vorgesehen werden, in der ggf. axial wirkende Federelemente
oder eine kleine Treibsatzladung oder ggf. außenliegende Kon
struktionselemente der Wirkkörper angeordnet werden können.
Fig. 9 zeigt einen Wirkkörper mit einem haubenförmig über den
vorderen, der Mündung des Ausstoßrohrs zugewandten Teil des
Wirkkörpers aufgesetzten Bremsmittel 29. Der als Bremsmittel
wirkende ringförmige Rand 30 liegt an der zylindrischen Mantel
fläche des Wirkkörpers an und kann an dieser mehr oder weniger
weit heruntergeführt sein. Dieses haubenförmige Bremsmittel
kann als beispielsweise aus elastischen Kunststoffen gefertig
ter Formkörper zugleich als Teilummantelung des Wirkkörpers
ausgebildet sein, welcher den vorderen Teil des Wirkkörpers,
der in den meisten Fällen im Gelände aufschlägt, vor Beschä
digungen schützt. Ein jeweils gleichartiges haubenförmiges
Element auf dem vorderen Teil und dem hinteren Teil des Wirk
körpers, welche durch hochelastische Bänder entlang den zylin
drischen Mantelflächen verbunden sind, könnte den Schutz des
Wirkkörpers vor Beschädigungen verstärken. Es ist auch möglich,
das haubenförmige Element anstelle der kreisförmigen Mantelflä
che des Gehäuses vorzusehen.
Der in Fig. 10 gezeigte Ausschnitt eines Wirkkörpers zeigt
ein in einer Ringnut des Gehäuses 31 des Wirkkörpers 32 einge
legtes Bremsmittel 33 in Form einer parallel zur Kante der
kreisförmigen Grundfläche liegenden Manschette, die hier zu
sätzlich mit einem in einer Vertiefung der Nut liegenden ring
förmigen Spannband 34 gehalten ist. Beim Laden des Ausstoßrohrs
entgegen der Pfeilrichtung hält das Spannband 34 das Bremsmit
tel in der gezeigten Lage; bei Ausstoß des Wirkkörpers in Pfeil
richtung wird der nach vorn liegende Teil 35 des Bremsmittels
durch Reibung an der Rohrwand 36 gestaucht und wirkt als Bremse.
In Fig. 11 ist in einer im wesentlichen rechteckigen Ausnehmung
ein Bremsmittel 37 als durch eine Feder 38 belasteter Bremsklotz
eingelegt, der an die innere Rohrwand 36 angedrückt wird. Im
allgemeinen ist am gegenüberliegenden Teil der zylindrischen
Mantelfläche ein gleichartiges Bremsmittel 37 vorgesehen.
In das in Fig. 12 gezeigte Ausstoßrohr 1 sind in den Wirkkör
pern 2 bis 6 zentral in beiden kreisförmigen Grundflächen zy
lindrische Aussparungen 39 angeordnet, welche zwischen jeweils
zwei Wirkkörpern zylindrische Kammern bilden, in denen axial
wirksame Federelemente, hier zylindrische Druckfedern 40, ange
ordnet sind. Die Druckfedern können auch konische oder recht
eckige Querschnitte haben.
Anstelle der Federelemente können auch kleine Ausstoßladungen
angeordnet sein.
Die Federelemente wie auch die zusätzlichen Ausstoßladungen be
wirken, daß der Wirkkörper 2 eine größere Geschwindigkeit,
der nachfolgende Wirkkörper 3 eine geringere und je
der folgende Wirkkörper eine jeweils dem vorangehenden gegenüber
verminderte Geschwindigkeit erreichen.
Der in Fig. 13 in Seitenansicht gezeigte Wirkkörper weist eine
der zylindrischen Form angepaßte Ummantelung 42 als Teilumman
telung auf, welche beide kreisförmige Kopfflächen und einen
Teil der zylindrischen Mantelfläche 41 umfaßt. Die aus ela
stischem Kunststoffmate
rial in einem Stück gefertigte Teilummantelung weist auf der
Oberfläche parallel zur Zylinderachse Rippen 43 von verschie
dener Querschnittsgestalt auf, die in Fig. 13 in Aufsicht auf
eine kreisförmige Kopffläche beispielhaft gezeigt sind.
Die in Fig. 14 gezeigten Rippen 44 und 45 der Ummantelung ver
stärken bei Aufschlag des Wirkkörpers im Gelände die dämpfenden
und vor Beschädigungen schützenden Eigenschaften der Ummante
lung und erleichtern zugleich die radiale Fixierung der Wirk
körper im Ausstoßrohr; die am weitesten über den Umfang hinaus
ragenden Rippen 45 mit den Reibungsrippen 46 wirken über die ge
nannten Eigenschaften hinaus als Bremsmittel des Wirkkörpers bei
dem Ausstoß; die zwischen zwei Rippen ausgebildete Nut 47 kann
außenliegende Konstruktionselemente geschützt aufnehmen, ebenso
wie die zu Nockenreihen angeordneten Nocken 48 und 49 zwischen
sich Konstruktionselemente oder Verbindungselemente geschützt
aufnehmen können.
Die beispielshaft gezeigten Rippenquerschnitte können am glei
chen Wirkkörper oder an verschiedenen vorhanden sein.
Die in den Fig. 15 und 16 gezeigten Ausschnitte aus Ummante
lungen 42 der zylindrischen Mantelfläche 41 zeigen eine als Brems
mittel ausgebildete Erhebung auf der zylindrischen Mantelflä
che; die halbkugelig hervortretende Nocke 50 kann in mehrfa
cher Ausbildung in Reihen parallel zur Zylinderachse oder parallel
zur Kante der kreisförmigen Kopffläche des Wirkkörpers aus
gebildet sein; das als Reibungsrippe 51 ausgebildete Bremsmit
tel kann einmal oder mehrfach parallel zur Zylinderachse oder
parallel zur Kante der Kopffläche als Teil der Ummantelung aus
gebildet sein.
Die in den Fig. 17 und 18 gezeigten Ausschnitte aus der Um
mantelung 42 weisen eingesetzte Bremsmittel 53 und 54 in Form
eines Bremsklötzchens 53 bzw. eines mit einer Rippe versehenen
Bremsklötzchens 54 auf, welche von Federelementen 55 an die
Rohrwandungen angedrückt werden und welche mehrfach in regel
mäßiger oder unregelmäßiger Anordnung in die Ummantelung einge
setzt sein können.
Claims (7)
1. Ausstoßvorrichtung für Wirkkörper mit mehreren in einem
Ausstoßrohr axial hintereinander angeordneten Wirkkörpern,
die aus diesem mittels einwirkender Axialkräfte nach vorn
zur Mündung hin ausstoßbar sind, gekennzeichnet
durch wenigstens ein Bremsmittel, das so angeordnet ist,
daß beim Verlassen der Ausstoßvorrichtung jeder nachfolgen
de Wirkkörper eine größere Abbremsung (Verzögerung) als die
vorausgegangenen Wirkkörper erfahren hat.
2. Ausstoßvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Bremsmittel als vorzugsweise an oder nahe der Mün
dung angeordnetes, von den Wirkkörpern beim Ausstoß nachein
ander passiertes Element ausgebildet ist.
3. Ausstoßvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Bremsmittel als die Wirkkörper bei deren Durchgang
reibschlüssig umgreifende ringförmige Bremseinrichtung aus
gebildet ist.
4. Ausstoßvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Bremsmittel auf der zylindrischen Mantelfläche der
Wirkkörper ausgebildet ist.
5. Ausstoßvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Bremsmittel als Teil der zylindrischen Mantelfläche
der Wirkkörper ausgebildet ist, indem es als an oder in der
zylindrischen Mantelfläche der Wirkkörper liegendes Element
ausgebildet ist.
6. Ausstoßvorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Bremsmittel aus einer Ummantelung oder
Teilummantelung aus einem elastischen Werkstoff besteht,
wobei diese Ummantelung außen auf der zylindrischen Mantel
fläche des Wirkkörpers angeordnet ist oder diese bildet.
7. Ausstoßvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da
durch gekennzeichnet, daß zwischen den Wirkkörpern Federn
oder pyrotechnische Ladungen zusätzlich angeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19782800007 DE2800007A1 (de) | 1978-01-02 | 1978-01-02 | Ausstossvorrichtung fuer wirkkoerper |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19782800007 DE2800007A1 (de) | 1978-01-02 | 1978-01-02 | Ausstossvorrichtung fuer wirkkoerper |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2800007A1 DE2800007A1 (de) | 1982-08-19 |
| DE2800007C2 true DE2800007C2 (de) | 1987-09-24 |
Family
ID=6028843
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19782800007 Granted DE2800007A1 (de) | 1978-01-02 | 1978-01-02 | Ausstossvorrichtung fuer wirkkoerper |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2800007A1 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4466332A (en) * | 1982-07-01 | 1984-08-21 | Honeywell Inc. | Dispersing mine dispenser |
Family Cites Families (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2897757A (en) * | 1955-07-15 | 1959-08-04 | Jacob J Kulluck | Gun cartridge |
| CH535419A (fr) * | 1971-03-02 | 1973-03-31 | Glatz Roger | Projectile explosif de défense contre avions |
| GB1489988A (en) * | 1974-02-27 | 1977-10-26 | Magnusson A | Apparatus for launching projectiles |
| DE2558060C2 (de) * | 1975-12-22 | 1986-01-23 | Rheinmetall GmbH, 4000 Düsseldorf | Trägergeschoß für ausstoßbare Körper |
-
1978
- 1978-01-02 DE DE19782800007 patent/DE2800007A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2800007A1 (de) | 1982-08-19 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: DYNAMIT NOBEL AG, 5210 TROISDORF, DE |
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