DE2732736A1 - Oxidativ trocknende, waessrige ueberzugsmittel - Google Patents

Oxidativ trocknende, waessrige ueberzugsmittel

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DE2732736A1
DE2732736A1 DE19772732736 DE2732736A DE2732736A1 DE 2732736 A1 DE2732736 A1 DE 2732736A1 DE 19772732736 DE19772732736 DE 19772732736 DE 2732736 A DE2732736 A DE 2732736A DE 2732736 A1 DE2732736 A1 DE 2732736A1
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Description

CHEMISCHE WERKE HÜLS AG Λ37Ο Mari, den 1.5.07.77
- RSP PATENTE - 7k65/Go
Unser Zeichen: O.Z. 2981 Oxidativ trocknende, wäßrige Überzugsmittel
η η π R ρ fi / η 31 ?
- 3 - O.Z. 2981
Ί5.07.77 "
Gegenstand der Anmeldung sind oxidativ trocknende, wäßrige Überzugsmittel für die kataphoretische Abscheidung auf Metalloberflächen, bestehend aus einem Bindemittel, ggf. geringen Mengen organischem Lösemittel und üblichen Hilfsstoffen.
Elektrophoretisch abscheidbare wäßrige Überzugsmittel werden seit längerer Zeit, insbesondere zur GrundJerung von Metalloberflächen, in der Technik eingesetzt. Bei diesen Verfahren wird das Werkstück als Anode geschaltet. Als Bindemittel für derartige Überzugsmittel werden als Basis Polymere verwendet, die z. B. durch Anlagerung von Carbonsäuren und anschließende Neutralisation der Carboxylgruppen zum einen wasserverdiinnbar und zum anderen elektrophoretisch abscheidbar gemacht werden. Prinzipieller Nachteil dieser Verfahrensweise ist die Tatsache, daß durch die Schaltung des Werkstücks als Anode sich aus der Oberfläche des Substrats Mctallionen herauslösen und zur Katode wandern. Dadurch wird die Metalloberfläche korrosionsempfindlich, und gleichzeitig zeigt die fertige Grundierung eine Verfärbung. Ein weiterer Nachteil liegt in dem Bindemittel selbst begründet. Durch die Anwesenheit von Carboxylgruppen im eingebrannten Überzug sind Wasserfestigkeit und Alkalibeständigkeit des Überzuges nicht voll befriedigend. Solche Überzugsmittelsysteme v/erden z. B. in DiPOS 2 627 635 beschrieben.
Um die prinzipiellen Nachteile der anodisch absclieidbaren Bindemittel zu vermeiden, wurde vorgeschlagen, das Werkstück als Katode zu schalten. Es bestehen eine Reihe von Vorschlägen für Überzugsmittel, die sich katodisch abscheiden lassen (Kataphoreselacke).
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- k - CK z_
15.07.77
So beschreibt die DT-AS 2 033 770 Polyepoxide auf Basis von Polyglycidylverbindungen von Polypheuolen, mehrwertigen Alkoholen, Polycarbonsäuren etc. Um zu einem wasserlöslichen bzw. -dispergierbaren, lcatodisch abschcklbaror; Bindemittel zu gelangen, wird das Polyspoxid mit Amin umgesetzt und anschließend mit Säure neutralisiert. Us:ι während des Einbrennens des Überzugsmitteis einen ausreichenden Vernotzungsgrad zu erreichen, ist es zwingend erforderlich, daß die Polyepoxide genügend freie Epoxigruppen besitzen. Vie ober z. B. aus US-PS 3 336 253, Spalte 11, Zeile 52 ff bekannt ist, zeigen derartige Überzugsmittel eine nur begrenzte LagorbestL'iidigkeit.
Der aufgezeigte Nachteil wird durch die Bindemittel der DT-OS 2 616 591 vermieden. Als Polymerbasis für die Bindemittel dienen niedermolekulare Polybutadiene. Die eingebrannten Überzüge zeigen eine nicht voll befriedigende Korrosionsbeständigkeit .
In der DI-AS 1 645 007 wird ein Verfahren zur Herstellung von wasserlöslichem, hochmolekularen Polybutadien beschrieben, in dem Polybutadienkautscb.uk epoxidiert, mit Amin umgesetzt und schließlich neutralisiert wird. Ob solche wasserlöslich gemachten Produkte als Kataphoreselacke geeignet sind, kann der Druckschrift an keiner Stelle entnommen werden.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, einen Kataphoreselack mit einem Bindemittel zu entwickeln, welches die zum Stand der Technik aufgeführten Nachteile, wie z. B. mangelnde Lagerbeständigkeit oder mangelnden Korrosionsschutz, vermeidet.
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- 5 - O.Z. 298i
15^07.77
Die Aufgabe wurde dadurch gelöst, daß als Bindemittel wasserlösliche bzw. wasserdispergierbare, mit sauren Verbindungen zumindest teilweise neutralisierte Additionsverbindungen aus einem oder mehreren Aminen und epoxidiertem, bei 20 C flüssigem Butadienpolymerisat eingesetzt werden, wobei in 100 g Additionsverbindung mindestens 50 mg-Atom Stickstoff enthalten sind und das epoxidierte Butadienpolymere einan Doppelbindungsgehalt entsprechend einer Jodzahl von 150 bis kiO und einen Epoxidgehalt - gerechnet als Sauerstoff - von 2,5 bis 10 Gewichtsprozent aufweist und wobei das Basispolymere für das epoxidierte Butadienpolymerisat mindestens 50 Molprozent Butadieneinheiten sowie ein Molgewicht von 500 bis 5 hat.
Als Basispolymere für die Bindemittel werden Butadienhomo- oder -copolymerisate verwendet. Als Comonomere kommen in erster Linie andere konjugierte Diolefine wie 1.3-Pentadien, 1.3-Diene der homologen Reihe, Isopren, Chloropren, infrage. Ferner können noch in untergeordneten Mengen Monoolefine wie Ethylen oder Propylen oder aromatische Vinylverbindungen wie z. B. Styrol als Comonomere eingesetzt werden. Die angeführten Coraonomeren können ggf. auch im Gemisch eingesetzt werden. Die Butadienpolymerisate müssen mindestens 50 Molprozent, vorzugsweise sollen sie mindestens 70 Molprozent und insbesondere mindestens 90 Molprozent Butadieneinheiten enthalten. Besonders geeignet für die erfindungsgemäßen Überzugsmittel sind Bindemittel, die als Basis Homopolybutadien enthalten. Die bevorzugten Molgewichte liegen im Bereich von 500 bis 3 500 bzw. bei Verwendung von Butadienhomopolymerisaten irn Bereich von 1 000 bis 3 500. Die Molgewichte werden dampfdruckosmometrisch bestimmt. Die Butadienpolymerisate können, so wie sie bei der Herstellung anfallen, direkt für die Epoxidierung verwendet werden. Andererseits ist es möglich,
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15.O7.~7?"
die Polymerisate mit Hilfe bekannter Maßnahmen, wie beispielsweise partielle Hydrierung, Isomerisierung bzw. Cyclisierung vor der Epoxidierung zu modifizieren.
Die Epoxidierung der Butadienpolymerisate findet nach bekannten Methoden statt, wie sie z. B. in Chemiker-Zeitung 95, 857 f (1971) beschrieben werden.
Die für die Erfindung eingesetzten, bei 20 C fließfähigen epoxidierten Butadienpolymerisate müssen eine ausreichende Anzahl von Doppelbindungen pro Molekül besitzen, so daß eine oxidative Trocknung gewährleistet ist. Aus diesen Gründen ist der weiter oben angeführte Doppelbindungsgehalt unbedingt erforderlich. Vorzugsweise werden solche epoxidierten Polybutadiene verwendet, bei denen mindestens ein Teil der Doppelbindungen cis-1.^-Struktur besitzt. Dieser Anteil soll einer Jodzahl von mindestens 50, vorztigsweise von mindestens 100, entsprechen. Der Doppelbindungsgehalt sowie die Verteilung der einzelnen Strukturformen im epoxidierten Butadienpolymerisat wird infrarotspektroskopisch bestimmt; die so ermittelten Verte werden der Übersichtlichkeit halber umgerechnet und entsprechend einer theoretisch möglichen Jodzahl angegeben. Der Epoxidfjehalt gerechnet als Sauerstoff - liegt vorzugsweise bei 3 bis 8 Gewichtsprozent, insbesondere bei 3 bis 7 Gewichtsprozent. Die Bestimmung des Epoxidsauerstoffgehaltes wird gemäß DIN 16 9^5 vorgenommen.
Zur Herstellung des erfindungsgemäßen Bindemittels werden die epoxidierten Butadienpolymerisate nach bekannten Methoden mit Amin umgesetzt. Derartige Verfahren werden z. B. in einigen zum Stand der Technik genannten Druckschriften beschrieben. Um bei der Herstellung des Additionsproduktes
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Vernetzungen bzw. Stippenbildung zu vermeiden, können geeignete Antigeliermittel wie insbesondere Kupferverbindungen oder aminoaromatische bzw. phenolische Antioxidantien in der üblichen Menge zugegeben werden.
Als geeignete Amino kommen vorzugsweise monofunktionelle aliphatisch^ Amine inf rage. Die Mitverwendung von difunktionellen oder höhcrfunktionollon Aminen ist möglich. Beispiele für solche Amine sind: Ammoniak, Ethylamin, Diethylamin, Butylaniin, Hexylamin, 2-Ethylhexylamin, Dodecylamin, Ethylendiamin, Propylendiamin, Hexamethylendiamin, Aminoethanol, Diethanolamin, Cyclohexylamin, Morpholin, Piperidin, Piperazin. In Hinblick auf die erforderliche Wasserverdünnbarkeit der Additionsprodukte haben sich solche Amine, die hydrophile Substituenten besitzen, wie z. B. Aminoethanol, Morpholin und vorzugsweise Diethanolamin, als besonders vorteilhaft erwiesen.
Das Viskositätsverhalten der als Bindemittel verwendeten Additionsverbindungen kann z. B. durch geeignete Auswahl der Amine bestimmt werden. Bevorzugt werden monofunktioneile aliphatische Amine angewendet· Sofern es erforderlich scheint, die Viskosität der Bindemittel zu erhöhen, können di— oder polyfunktionelle Amine mitverwendet werden. Die Einsatzmenge von mehrfunktionellen Aminen kann durch einfache Vorversuche bestimmt werden. Ein zu großer Anteil dieser Amine führt zu unerwünscht hohen Viskositäten.
Auch bei ausschließlicher Verwendung von monofunktionellen Aminen besteht eine Möglichkeit der Viskositätserhöhung. In diesem Fall wird die Viskosität dadurch gesteigert, daß nach vollständigem Umsatz von epoxidiertem Butadienpolymeren mit dem Amin noch eine gewisse Zeit die Reaktionsmischung bei der Reaktionstemperatur belassen wird. Die eingehaltene Zeitspanne bestimmt die Höhe der Viskositätssteigerung.
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TB.O?.77
BoJ der Herstellung des Add j .tionsproduktes ist es nicht erforderlich, daß alle vorhandenen Epoxigruppen quantitativ wit dem Ainin umgesetzt werden. Qualitativ gesehen n:uß soviel Amin angelagert werden, daß die Bindemittel - nach der Neutralisation - eiiiviandfrei in Wasser gelöst l»zw. dispergiert worden können. Es wurde festgestellt, daß ein Stickstoffgehalt von mindestens 50 nig~.Atoni/i 00 g Additionpverbiji-· dung schon eine ausreichende Wirkung zeigt. Es kann davon ausgegangen werden, daß es ausreichend ist, b'j.i epoxidierten Butadienpolymerisat en mit einem Epoxidgeha.lt von ^"-5 Gewichtsprozent Sauerstoff, Amine entsprechend 50 bis 120 «ig--Atom N anzulagern. Ist der Epoxidgehalt ^-'5 Gewichtsprozent Sauerstoff, so sollten Amine entsprechend einer Men'ge von 120 bis 150 mg—Atom N/100 g Additionsvßrbiudung angelagert werde:;, Gewisso Variationen der vorstehend genannten Angaben können dadurch erreicht werden, indem z. B. Amine mit zusätzlichen hydrophilen Substituenten eingesetzt werden.
Die so erhaltenen Additionsprodukte werden durch Neutralisation bzw. Teilneutralisation mit sauren Verbindungen in die wasserlösliche bzw. wasserdispergierbare Salzforn· übergeführt. Als saure Verbindungen können hierfür anorganische Säuron wie beispielsweise Schwefelsäure, Salzsäure, Borsäure oder Phosphorsäure oder aber allein bzw. ini Gemisch damit organische Säuren wie Ameisensäure, Essigsäure, Propionsäure, Buttersäure^» Milchsäure β-·—-ä. eingesetzt werden. Die Verwendung von Essigsäure und Milchsäure wird bevorzugt.
Um eine hinreichende Löslichkeit bzw. Dispergierbarkeit der Bindemittel in Wasser zu erreichen, muß die zugegebene Säuremenge genügend hoch gewählt werden. Je höher die Konzentration der Aminogruppen in den als Bindemittel verwendeten Additionsverbindungen ist, desto geringere Neutralisations—
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i"* 7 7
grade können zur Erreichung; des gewünschten Effektes ei ngesetzt werden*. In der Regel liegt die erforderliche Mindestmeiige an Säure bei 0,3 bis 0,5 Äquivalente Säure/Äquivalent Amin. Um die Korrosionsprobleme bei den Bädern und ihren Einrichtungen möglichst goring zu halten, sollte die zugegebene Säuremenge auf ein Mindestmaß beschränkt werden. Xn Bezug auf die erfindungsgemäßen Bindemittel bestehen jedoch keine Bedenken, vonn noch 1,5 bis 2,0 Äquivalente Säure/ Äquivalent Amin gewählt Airerden. Die pn-Werte der wäßrigen Überzugsmittel liegen jo nach chemischer Natur der eingesetzten Bindemittel und entsprechend der verwendeten Säure zwischen etwa 3 und 8.
Die neutralisierten, vorzugsweise in organischen Lösemitteln vorllegenden Bindemittel sind mit Wasser unbegrenzt mischbar. Die Praxis hat jedoch gezeigt, daß der weitere Zusatz von organischen Lösemitteln zu den Überzugsmitteln zur Erhöhung der Stabilität der wäßrigen Überzugsmittel bzw. zur Verbesserung des Verlaufs der noch nicht eingebrannten überzüge beiträgt. Diese Maßnahmen sind dem Fachmann grundsätzlich bekannt. Für den genannton Zweck können organische Lösungsmittel wie Isopropanol, Butanole, Diacctonalkohole, Alkylzellosolven und Dimethylether von Glykolen eingesetzt werden. Diese Lösemittel werden in Mengen von bis zu 100 Gowichtsteilen, vorzugsweise 5 bis 50 Gewichtsteilon und insbesondere in Mengen von 10 bis JfO Gewichtsteilen, bezogen auf 100 Gewichtsteile Bindemittel, eingesetzt.
Da die erfindungsgemäßen Bindemittel oxidativ trocknende Eigenschaften besitzen, ist es üblicherv/eise nicht ori'orderlich, daß den Überzugsmittel weitere Harze als Vernetzung: mittel zugesetzt werden müssen. Selbstverständlich können weitere Bindemittel, welche als Vernetzungsmittel wirken,
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75707.77™
wie beispielsveise wasserlösliclio bzw. -dispcrgiorbaro Aminoplaste oder Phenolliarze mitverwendet werden. Ferner können die erfindungsgemäßen Überzugsmittel in Kombination mit anderen katodisch abscheidbaren Bindemitteln, wie z. D. mit Aminen umgesetzte Bisphenol A--Epoxidhar:/eii, verwendet werden. Daneben können die erfindungε gemäßen Überzugsmittel weitere übliche Zusatzstoffe wie Pigmente, Füllstoffe, Stabilisatoren, Siklcative, oberflächenaktive Substanzen ttr—ά. enthalten.
Die e rfi ndung s gemäß en Überzugsmittel sind in erster Linie für die katodische Abscheidung auf Aluminium, Kupfer und insbesondere Stahl, geeignet. Für diesen Zweck- werden r?ie auf einen Feststoffgehalt von 1 biy 30 Gewichtsprozent, vorzugsweise von 5 bis 15 Gewichtsprozent, eingestellt. Sie können jedoch auch mit einem Feststoffgehalt von hO bis 6o Gewichtsprozent durch andere bekanntο Verfahren wie Tauchen, Fluten oder Spritzen appliziert werden.
Bei der elektrophoretischen Abscheidung können Spannuiigcm im Bereich von 10 bis 500 Volt, vorzugsweise im Bereich von 50 bis 3OO Volt, angelegt werden. Die Badtemperaturen sollten im Bereich zwischen 10 bis 'lO C, vorzugsweise .'K) bis 30 C, liegen.
Die erfindungsgemäßen Überzugsmittel werden bei Temperaturen im Bereich von 160 bis 250 C, vorzugsweise bei 17Ο bis 190 C, eingebrannt. Einbrennzeiten von 1O bis 60 Minuten, vorzugsweise von 20 bis 'tO Minuten, haben sich als besondere vorteilhaft erwiesen.
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15.07.77
Die ÜborzugsmitteJ weisen eine ausgezeichnete Lagerhοsΐändipkeit auf - auch für öen Fall, daß sie noch freie Epoxigruppen enthalten. Vorteilhaft ist weiterhin die Möglichkeit der oxi— dativeil Trocknung. Bei Überzugsmitteln, die in jedem Fall mit Hilfe eines vornetzenden Agens eingebrannt werden müssen, bestellt die Schwierigkeit, beide Bindemi ttelkoniponenten im richtigen Verhältnis elektrophoretisch abzuscheiden. Diese Schwierigkeit wird durch die vorliegende Erfindung vermieden. Die aus den erfindungsgemäßon Überzugsmitteln. hergestellten Überzüge weisen gute Allgemeineigenschaften. wie z. B. Härte, Elastizität und Wasserfestigkeit auf. Hervorzuheben ist die wesentlich verbesserte Korrosionsbeständigkeit im Vergleich zu anderen elektrophoretisch! abscheidbaren Bindemitteln des Standes der Technik.
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- 12 - O.Z. 2981
15.07.77
Beispiele A. Basispolvmere
Für die Herstellung der erfindungsgemäßen Überzugsmittel werden zwei verschiedene Basispolymere eingesetzt:
a. Homopolybutadien (Jodzahl n. Wijs: 445» 1.4-eis: 1.4-trans:Vinyl = 73:25:2; Molgewicht: 1 700; Viskosität (20 °c):^800 mPa-s)
b. Homopolybutadien (Jodzahl: 435; 1.4-cis:1.4-trans: Vinyl = 48:13:39; Molgewicht: 1 3OO; Viskosität (20 °C) n. Brookfield:~94O mPa-s)
B. Epoxidierung
20.0 kg des Homopolybutadiens a. werden in 6O.O kg HCC1Q gelöst und zum Sieden erhitzt. Eine Mischung von 5.0 kg 60%igem HO und O.9 kg Ameisensäure wird innerhalb von 90 min zugetropft, danach hält man weitere 5 Stunden am Sieden. Nach dem Abkühlen wird die organische Phase bei 20 C mit Wasser gewaschen, bis sie frei von Säure und HO ist. Die Hauptmenge des Wassers wird im Scheidetrichter abgetrennt, den Restgehalt entfernt man bei der Destillation des Chloroforms. Nach dem Abziehen des Chloroforms im Vakuum erhält man 20.2 kg eines klaren, farblosen epoxidierten Butadienpolymerisats mit einer Viskosität (20 °c) von 2.9 Pa-s. Ausbeute 94 $.
Das so erhaltene epoxidierte Butadienpolymerisat wird mit I bezeichnet. Die mit II bis VI bezeichneten Produkte werden analog B. hergestellt. Das Homopolybutadien b. wurde zur Herstellung des epoxidierten Butadienpolymerisats IV verwendet.
Für die Herstellung der Additionsverbindungen werden epoxidierte Butadienpolymerisate I-VI eingesetzt, die folgende Eigenschaften besitzen:
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O.Z. 2981 15-07.77
epoxidiertes
Butadienpolymerisat
Epoxidsauerstoff
ß> Sauerstoff/
(η. DIN 16 9^5)
theoretische
Jodzahl*
I 4,78 314
II 5,7 296
III 7,23 258
IV 4,6 3Ο2
V 6,38 272
VI 4,0 352
Umgerechnete Maßzahl-Doppelbindungen werden IR-spektroskopisch bestimmt.
C. Herstellung der Additionsverbindun^en Addukt J
3OO g epoxidiertes Butadienpolymerisat I werden unter Stickstoff mit 46.5 g Diethanolamin gemischt und unter Rühren bei 190 C umgesetzt. Nach 6 h ist das Amin praktisch quantitativ umgesetzt. Das Produkt enthält 129 mg-Atom N/100 g Addukt und 2.05 Gewichtsprozent Restepoxidsauerstoff.
Addukt 2
I88O g epoxidiertes Butadienpolymerisat II werden bei 19Ο °C mit 392 g Diethanolamin umgesetzt. Nach 3 Stunden erhält man ein Produkt, das 164 mg-Atom N/100 g Addukt und 2.0 # Restepoxidsauerstoff enthält.
Addukt 3
300 g epoxidiertes Butadienpolynierisat III werden analog Addukt 2 mit 70.7 g Diethanolamin in Gegenwart von 0.2 Gewichtsprozent Cu-naphthenat bei 19Ο C quantitativ umgesetzt, Nach 4.5 Stunden erhält man ein Produkt mit I83 mg-Atom N/ 100 g Addukt und 2.92 Gewichtsprozent Restepoxidsauerstoff.
609885/0312
O.Z. 29ST 15.07.77
Addukt k
800 g epoxidiertes Butadienpolymerisat IV (Jodzahl ^35) werden analog Addukt 2 mit 118 g Diethanolamin bei 190 C quantitativ umgesetzt. Nach 5 Stunden erhält man ein Produkt mit 122 mg-Atom N/100 g Addukt und 2.0 Gewichtsprozent restlichem Epoxidsauerstoff.
Addukt_5
200 g epoxidiertes Butadienpolymerisat I werden analog Addukt 2 mit 17·3 S Monoethanolamin umgesetzt. Nach k Stunden bei 180 °C und 1 Stunde bei 190 °C erhält man ein Produkt mit 130 mg-Atom N/100 g Addukt und 2.2 Gewichtsprozent restlichem Epoxidsauerstoff.
Addukt 6
In UOO g epoxidiertes Butadienpolymerisat I werden bei 190 bis 200 °C 50 g Piperidin (Kp. 1θ6 °C) so zugetropft, daß die Reaktionstemperatur von 19Ο C nicht unterschritten wird. Nach k Stunden Nachreaktion bei 200 C erhält man ein Produkt mit 100 mg-Atom N/lOO g Addukt und 2.7 Gewichtsprozent restlichem Epoxidsauerstoff.
Addukt 7
25Ο g epoxidiertes Butadienpolymerisat V werden mit einer Mischung aus 52.U g Diethanolamin und 2.3 S Hexamethylendiamin bei 190 C/3 Stunden umgesetzt. Man erhält ein Produkt mit 17Ο mg-Atom N/100 g Addukt und 2.k Gewichtsprozent restlichem Epoxidsauerstoff.
R09885/0312
- 15 - O.Z. 2981
15.07.77
Addukt_8
600 g epoxidiertes Butadienpolymerisat V werden unter Zusatz von 0.04 Gewichtsprozent 4-Methyl-2.6-di-t-butyTphenol mit 125.8 g Diethanolamin bei 190 C in k Stunden quantitativ umgesetzt und anschließend bei dieser Temperatur noch 6 Stunden verkocht. Man erhält ein Addukt mit 165 mg-Atom N/ 100 g Addukt und 2.6 Gewichtsprozent restlichem Epoxidsauerstoff.
Addukt 2
5OO g eines epoxidierten Butadienpolymerisats V werden mit 129 g Diethanolamin unter Zusatz von 0.15 Gewichtsprozent Jf-Methyl-2.6-di-t-butylphenol bei 170 C umgesetzt. Nach 26 Stunden ist der Restepoxidgehalt unter 0.2 Gewichtsprozent Sauerstoff abgesunken und das Amin quantitativ gebunden.
Alle so hergestellten Additionsverbindungen können durch Umsetzen mit z. B. Essigsäure analog C. beliebig mit Wasser verdünnbar gemacht werden.
D. Herstellung eines Überzuges
135 g Addukt 2 werden bei 70 C mit 27 g Isopropanol vermischt und nach Abkühlen auf Raumtemperatur mit 19· ^ g 50$iger Essigsäure unter Rühren versetzt. Nach 30 min wird mit vollentsalztem Wasser auf einen Feststoffgehalt von 10 Gewichtsprozent verdünnt. Die resultierende, nahezu klare Lösung hat einen pjj-Wert von 5· ^. Nach 2^stündigem Reifen der Lösung wird bei einer Temperatur von 20 °C und einer angelegten Spannung von '\kO V innerhalb von 2 min auf einem als Katode geschalteten zinkphosphatierten Stahlblech (Bonder 125) ein Film abgeschieden, der anschließend bei 180 C/301 eingebrannt wird. Der erhaltene transparente
Θ09885/0312
- i6 - 2jl7j^J£?3
1 5. 07 . 7 ?'
Film hat eine Schichtdicke von 22 um und eine Blei &>ti fthärte von 2 h. Im Salzsprühtest nach ASTK B 117 zeigt der Überzug nach 750 Stund on am Schnitt eine Unterrostungs·- brod te von ^: 1 mm. -
Sofern nicht «anders angegeben, beziehen sicli alle vorgenannten Maßangaben auf das Gewicht.;
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Claims (1)

  1. O.Z. ?98Ί 15.07.77
    Patentanspruch
    Oxidativ trocknendes, wäßriges Überzugsmittel für die kataphoretische Abscheidung auf Metalloberflächen, bestehend aus einem Bindemittel, gegebenenfalls geringen Mengen organischem Lösemittel und üblichen Hilfsstoffen, dadurch gekennzeichnet , daß als Bindemittel wasserlösliche bzw. wasserdispergierbare, mit sauren Verbindungen zumindest teilweise neutralisierte Additionsverbindungen aus einem oder mehreren Aminen und epoxidiertem, bei 20 C flüssigen Butadienpolymerisaten eingesetzt werden, wobei in 1OO g Additionsverbindung mindestens 5O mg-Atom Stickstoff enthalten sind und das epoxidierte Butadienpolymere einen Doppelbindungsgehalt entsprechend einer Jodzahl von 150 bis 4iO und einen Epoxidgehalt - gerechnet als Sauerstoff - von 2,5 bis IO Gewichtsprozent aufweist und wobei das Basispolyniere für das opoxidiorto Butadienpolymerisat mindestens 50 Molprozent Butadieneinheiten sowie ein Molgewicht von 500 bis 5 000 hat. J
    809885/0312
    ORIGINAL
DE2732736A 1977-07-20 1977-07-20 Oxidativ trocknende, wäßrige Überzugsmittel Ceased DE2732736B2 (de)

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