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Beschreibung: Die Erfindung betrifft die Akkumulatorfertigung, insbesondere
eine automatische Einrichtung zum Sortieren von Flachteilen, vorzugsweise von Akkumulatorelektroden
nach ihrer Stärke, ihrem Gewicht usw. zur Auswahl der Elektroden beim Zusammenbau.
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Die erfindungsgemäße automatische Einrichtung zum Sortieren von Flachteilen
ist für eine autorllatische Fertigungsstraße für Elektroakkumulatoren vorgesehen,
bei der beim Zusammenbau eine Auswahl erfolgt; sie kann aber auch als eine vereinzelte
beim Aussortieren der Einzelteile beliebiger Konfiguration in einzelne Gruppen nach
ihrem Gewicht, Stärke, Länge und anderen Kenngrößen unter automatisch verlaufendem
Einlegen dieser aussortierten Teile in eine entsprechende Kassette ausgenutzt werden.
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Mit bestem Erfolg aber kann die erfindungsgemäße automatische Elektrodensortiereinrichtung
zur Automatisierung des selektiven Zusammenbaus bei der Fertigung von Akkumulatoren
mit einem erhöhten spezifischen Energiespeicherungsvermögen angewandt werden, die
besonders dünne Elektrodenplatten von geringster Starrheit enthalten, wie beispielsweise
Batterien, die in der Luftfahrt, bei Elektromobilen und anderen Fahrzeugen zur Verwendung
kommen und bei deren Fertigung die Elektroden noch von Hand aussortiert werden.
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Das Autörnatisierungsproblem beim Zusammenbau dieser Akkumulatoren
besteht darin, daß der Zusammenbau eines Akkumulatorblocks mit einer erhöhten spezifischen
Energieintensität unter einer vorgeschriebenen Einlegedichte dieses Blocks in den
Blockkasten durchgeführt werden muß, die nur durch Auswahl von Elektroden einer
erforderlichen Stärke erreicht werden kann, die zusammengestellt eine vorgeschriebene
Stärke des Blocks mit einer gegebenen Zahl der Elektroden ergeben.
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Da bei der Elektrodenfertigung die Elektrodenstärke sich in weiten
Grenzen ändert,vlerden die Elektroden vorher in Gruppen aussortiert. Auch werden
die zusammengesinterten Bänder von Elektrodenrohplatten vor deren Durchtränkung
kalibriert; jedoch setzt das die Porösität der Bänder herab und führt zu einer Verminderung
der spezifischen Elektrodenkapazität.
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Bei bekannten Sortiereinrichtungen fallen gewöhnlich die zu sortierenden
Teile in die Sammelkästen der entsprechenden Teilegruppen, was beim Sortieren dünner
Elektrodenplatten mit geringer Festigkeit ausgeschlossen werden muß, da dadurch
die Elektroden leicht deformiert werden. Außerdem muß noch Handarbeit zum Auseinandernehmen
der in den Sammelkasten durcheinander aufgehäuften Elektroden zusätzlich aufgewandt
werden.
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Aus diesen Gründen werden die Elektroden bei der Fertigung von Akkumulatoren
mit erhöhter Energiekapazität in der UdSSR und in den Betrieben auslandischer führender
Firmen hauptsächlich von Hand unter Benutzung einer technischen Waage oder mit Hilfe
von Geräten zur Messung der Elektrodenstärke, beispielsweise einer Feinmeßschraube,
durchgeführt, wobei die Elektroden nachfolgend in Gruppen zu Stapeln aufeinandergelegt
werden.
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Es ist auch eine automatische Einrichtung zur Kontrolle und zum Aussortieren
von Einzelteilen nach ihren Längenmaßen
bekannt (s. beispielsweise
SU-PS 425 671), die ein Meßgerät mit einer jtellwerk, eine Sortiertrommel mit Speicherzellen,
die in Form von Hebeln ausgeführt ist, die Signale vom genannten Stellwerk wahrnehmen,
und welche Trommel von einem Antrieb um ihre Eigenachse von einer Station zu der
anderen schrittweise gedreht wird, einen mit der Trommel synchron drehenden Scheibenförderer
und Sortierer enthält, der in Form eines in Axialrichtung abgefederten Stabes mit
einem Anschlagstück ausgeführt ist, welcher mit einer entsprechenden Speicherzelle
der Sortiertrommel in Wechselwirkung tritt. Die Sortiertrommel ist auf einer Welle
in Axialrichtung verstellbar angeordnet, die dabei einen gemessenen Einzelteil an
einer dessen Größe entsprechenden Station in eine Rutsche herausstößt. Ein Einzelteil
wird zum Sortieren in dieser Sortiereinrichtung in einen Schlitz des Scheibenförderers
eingegeben. An der nächsten Station werden die Abmessungen gemessen. Hierfür wird
ein Elektromagnet des Stellwerks eingeschaltet, der das Anschlagstück hervorschiebt.
Bei Hin-und Herbewegung der Trommel längs der Welle wird der Hebel der entsprechenden
Speicherzelle nach dem Auftreffen des Anschlagstucks in eine andere fixierte Stellung
übergeführt, bei der das gegebene Einzelteil mit dem Sortierer an der entsprechenden
Station in die Rutsche herausgestoßen wird.
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Diese Sortiereinrichtung weist folgende Nachteile auf; Ihre konstruktive
Gestaltung ermöglicht das Aussortieren der Einzelteile nur in zwei Gruppen.
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Eine Vermehrung der Zahl von Sortiergruppen stellt bei diesem Aufbau
eine unlösbare Aufgabe dar, da der Hebel Jeder Speicherzelle nur in zwei Stellungen
verschvlenkt werden kann, in deren einer das Einzelteil durch den Sortierer und
in deren anderer es mit einem besonderen Stößel oder unter dr Einwirkung des Eigengewichtes
ausgeladen wird. Darüberhinaus ist die Anwendung des Scheibenförderers nur für
Einzelteile
in Form von Rotationskörpern wie Rollen, Kugeln, Ringen u. a. m. möglich.
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Flache Einzelteile wie Akkumulatorelektroden können in dieser Sortiereinrichtung
nicht aussortiert werden.
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In der betreffenden Sortiereinrichtung werden die Einzelteile nach
deren Messung in die Rutschen aufgeladen und ebenfalls angehäuft, was für die dünnen
und schwachen Akkumulatorelektroden nicht zulässig ist.
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Alle diese Nachteile geben keine Möglichkeit, die betreffende Sortiereinrichtung
zum Sortieren dünner, schwacher Akkumulatorelektroden oder flacher Einzelteile zu
nutzen.
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Es ist das Ziel der Erfindung, die oben aufgez ihlten Nachteile der
bekannten Sortiereinrichtungen zu vermeiden.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfach aufgebaute
und zuverlässige automatische Einrichtung zum Sortieren flacher Einzelteile, insbesondere
von Akkumulatorelektroden zu schaffen, die durch Veränderung des Aufbaus der Sortiertrommel
und des Speichers das Sortieren und Einlegen der Flachteile in die Kassetten der
entsprechenden Gruppen unter genügender Leistung und Zuverlässigkeit selbst bei
der Arbeit mit dünnen, schwachen Elektroden ermöglicht.
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Die gestellte Aufgabe wird dadurch gelöst, daß in der automatischen
Sortiereinrichtung zum Sortieren von Flachteilen, vorzugsweise von Akkumulatorelektroden
zum selektiven Zusammenbau der Blöcke, die ein Gerüst enthält, in dessen Mitte eine
Sortiertrommel mit Stützen senkrecht angeordnet ist, die am Umfang der Trommel verteilt
sind, die mit einem Antrieb periodisch in Drehung gesetzt wird und mit Speicher
zellen in Form von mit dem Stellwerk in Wechselwirkung tretenden
Hebeln
versehen ist, und ein Kontrollgerät enthält, durch das über das Stellwerk ein Signal
zu den Speicherzellen übertragen wird, erfindungsgemäß Jede Stütze mit einem an
dieser frei gleitendem Manipulator ausgerüstet ist, der eine Elektromagnetsperre
zu dessen Festlegung in seiner oberen Grenzstilung trägt, während jede Speicherzelle
des Speichers als ein durch Elektromagneten des Stellwerks betätigter Block von
Hebeln, die an einer senkrechten Achse unter Jedem Stützenpaar in der Menge aufgesetzt
werden, die mit der Zahl der Sortiergruppen von Elektrodenplatten übereinstimmt,
und als Anschlagstücke ausgeführt ist, die an Jeder Sortierstation in der Höhe des
Hebels angeordnet sind, der zur Nummer der Sortiergruppe gehört, wobei Jede Sperre
mit jedem Hebel der Speicherzelle betätigt werden kann, wobei die sortierten Plattenteile
zu Stapeln am Umfang des Gerüsts nach deren Kenngrößen aufeinandergelegt werden.
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Die erfindungsgemäße automatische Einrichtung zum Sortieren flacher
Teile ermöglicht das Sortieren von Akkumulatorelektroden, die besonders dünne, hinsichtlich
ihrer Festigkeit schwache Plattenelektroden aufweisen, zur Automatisierung des selektiven
Zusammenbaus eines Akkumulatorblocks mit vorgeschriebener Einlegedichte des Blocks
in den Blockkasten. Dabei werden die Produktivität, die Betriebssicherheit der automatischen
Sortiereinrichtungen sowie die überwachungsgenauigkeit der Kenngrößen während des
Sortierens erhöht, und zwar dadurch, daß die Sortiertrommel mit den frei gleitenden
Manipulatoren ausgerüstet ist, die eine Sperre zum Sperren Jedes Manipulators in
dessen oberer Totlage aufweisen. Darüberhinaus enthält Jeder Manipulator eine Speicherzelle
des Speichers, die als Block von Hebeln ausgeführt ist, deren Anzahl gleich der
Zahl der zu sortierenden Gruppen ist. Jeder dieser Hebel betätigt die Sperre nach
dem Signal des Stellwerks des Kantrollgerts, während an Jeder Sortierstellung
ein
Anschlagstück in der Höhe einer Jeweiligen Nummer der Sortiers-;-llung des Speicherzellenhebels
des Speichers angeordnet ist. Hierdurch wird die betreffende Kenngröße der Elektrodenplatte
automatisch gemessen und die Elektrode wird in die Jeweilige auswechselbare Kassette
in der zu deren Kenngröße gehörenden Sortierstation eingelegt.
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Durch Anwendung der frei gleitenden Manipulatoren mit einem Magnet-,
Unterdruckgreifer usw., die durch ihr Eigengewicht auf den Stapel der flachen Elektroden
herabgleiten, wird, von der Elektrodenstapelhöhe in der Kassette abgesehen, ein
minimaler Druck auf die Elektroden ausgeübt.
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Da der Speicher sehr einfach als Block von die Sperre betätigenden
Hebeln mit einer kleinstmöglichen Anzahl einem Abrieb unterworfener Bauteile ausgeführt
ist, ist ein Dauerbetrieb der automatischen Einrichtung zum Sortieren flacher Teile
und ein zuverlässiges und exaktes Aussortieren der Elektroden bei hoher Sortiergeschwindigkeit
möglich, die nur durch die Meßzeit der Jeweiligen Kenngröße der Elektrode eingeschränkt
wird. Hierdurch wird eine hohe Betriebsleistung der automatischen Sortiereinrichtung
zum Sortieren flacher Teile gehrleistet.
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Das automatische Einlegen der flachen Elektroden in die Kassetten
nach deren Größengruppen ermöglicht es, eine automatische Produktionsstraße zum
Zusammenbau von Akkumulatoren zusammenzustellen, die aus einzelnen Zusammenbau-Automaten
besteht, die mit einer einheitlichen Kassette verbunden sind. Dabei werden die Aufwendungen
für die Zwischenbeförderung der Elektroden von einer Station zur anderen eingespart.
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Anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels wird
die Erfindung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 die schematische
Gesamtansicht einer automatischen .s.rtiereinrichtung für Flachteile, und Fig. 2
eine schematische Darstellung des Zusammenwirkens der Manipulatoren mit den Elektromagneten
des Stellwerks einer Speicherzelle.
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Als Ausführungsbeispiel sei eine automatische Einrichtung mit einer
Sperre betrachtet, die mit einem Elektromagneten ausgestattet ist.
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Die erfindungsgemäße automatische Einrichtung zum Sortieren flacher
Teile enthält ein Gerüst 1 (Fig. 1), in dessen Mitte eine stehende Stange 2 unbeweglich
befestigt ist. An ihrem oberen Ende ist Drucklager 3 montiert, mit dessen Ifilfe
an der Stange 2 eine Sortiertrommel 4 angeordnet ist. An der unteren Stirnfläche
der Sortiertrommel 4 ist ein Zahnrad 5 starr befestigt, in das ein anderes Zahnrad
6 eingreift und somit unter der Einwirkung eines Antriebes die Sortiertrommel 4
abwechselnd von einer Sortierstellung zur anderen dreht (der Antrieb ist nicht dargestellt).
Das Zahnrad 5 sitzt in seinem Gleitlager auf einer Rohrhülse 7 auf, die längs der
Stange 2 frei gleiten kann und periodisch vom gleichen Antrieb angetrieben in senkrechter
Richtung hin-und herbeweglich ist. Die Rohrhülse 7 endet an ihrem oberen Ende mit
einem Teller 8. Der Antrieb hebt nach einem vorgeschriebenen Programm die Rohrhülse
7 an und senkt sie ab; er dreht ferner die Sortiertrommel 4 um einen Winkel, der
den Kreisumfang des Tisches des Gerüsts 1 in die Sortierstationen so oft teilt,
daß viren Anzahl gleich der Zahl der Sortiergruppen plus einer Station ist, also
z.B. sechs Sortierstationen bei fünf Sortiergruppen. Am Umfang der Sortiertrommel
4 stehen z.B. paarweise die Stützen 9 (Fig. 1, 2), deren Zahl gleich der der Sortiergruppen
ist.
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Statt der Stützen können Fiihrungen einer anderen Konstruktion vorgesehen
werden.
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Auf die Stützen 9 sind in Gleitlagern 10 gelagerte Manipulatoren aufgesetzt,
die mit ihren Rollen 12 auf den Teller 8 der Rohrhülse 7 drücken. Dabei weist Jeder
Manipulator 11 Je einen Arm auf, der aus dem Umfang der Sortiertrommel 4 herausragt
und zusammen mit dem Manipulator 11 und dem Teller 8 der Rohrhülse 7 eine senkrechte
Hin- und Herbewegung über der Oberfläche des oberen Stirnendes des Gerüstes 1 ausübt.
Jeder Manipulator 11 ist mit einer elektromagnetischen Raste 13 ausgestattet, die
den Manipulator 11 bei stromlosem Elektromagneten in einer Nut 14 (Fig. 2) absperrt,
die am oberen Ende einer der Stützen 9 ausgespart ist. An dem aus der Sortiertrommel
4 herausragenden Arm des Manipulators 11 ist ein Greifer 15 befestigt, der beispielsweise
als Magnet-, Unterdruck-Luftgreii#er oder dgl.
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ausgeführt ist.
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Im unteren Teil der Sortiertrommel 4 ist unterhalb der oberen Stirnfläche
des Gerüsts 1 gegenüber jedem Manipulator 11 ein Block von Hebeln 17 auf einer vertikalen
Achse 16 montiert, deren Anzahl gleich der der Sortiergruppen ist, die eine Speicherzelle
des Speichers darstellen.
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Jeder Hebel 17 im Hebelblock weist an seinen beiden Rollen 18 und
19 (Fig. 2) eine Stellfeder 20 auf, durch die der Hebel 17 in seinen beiden Endstellungen
zurückgehalten werden kann.
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Er enthält ferner eine Druckklinke 21, die in der Mitte des Hebels
17 befestigt ist und über eine gemeinsame Leiste 23 (Fig. 1) mit einem in die Speiseschaltung
der elektromagnetischen Sperre 13 geschalteten Kontakt 22 zusammenwirkt.
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Dabei ist zu beachten, daß die Art der Wechselwirkung der Sperre mit
den Hebeln des Speicherblocks unterschiedlich sein kann, und zwar elektromagnetisch,
elektromechanisch, mechanisch usw. Dabei ist wichtig, daß die Manipulatoren 11 in
der oberen Lage fixierbar sind und unter Betätigung jedes beliebigen Hebels des
Jeweiligen Speicflerblocks heruntergefahren werden können.
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An einer der Sortierstationen des Gerüstes 1 ist ein Kontrollgerät
24 : i in dessen Nähe eine Vorrichtung 25 zur stückweisen Herausgabe der flachen
Elektroden 26 vom Kontrollgerät 24 befestigt. An derselben Sortierstation ist unter
dem Kontrollgerät 24 ein Stellwerk vorgesehen, das Elektromagneten 27 (Fig. 1, 2)
mit Stößeln 28 enthält, deren Anzahl gleich der der Sortiergruppen ist, die in den
Höhen montiert sind, die denen der Hebel 17 jedes Hebelblocks des Speichers der
Sortiertrommel 4 entsprechen. In diesem Zusammenhang wird an Jeder weiteren Sortierstation
des Gerüstes 1 Je ein ortsfestes Anschlagstück 29 in der Höhe Jedes entsprechenden
Hebels 17 des Speichers festgelegt, dessen Nummer der der Sortiergruppe von oben
nach unten, an den Hebeln 17 zählend, entspricht. Im Unterteil der Sortiertrommel
4 sind zwei Kontaktringe 30 (Fig. 2) befestigt, die über stromabnehmende Bürsten
31 mit der Spannungsquelle in Verbindung stehen.
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Der Kontakt 22 ist mit dem unteren Kontaktring 30 über einen Draht
32 und über die elektromagnetische Sperre 13, sowie die Drähte 33 und 34 mit dem
oberen Kontaktring 30 verbunden.
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Es sei betont, daß die elektromagnetische Sperre 13 in verschiedenerlei
Ausführungsformen abgeändert werden kann. Bei der Ausführung gemäß Fig. 2 werden
die Drähte 33, 34 wie die Stromkabel einer Aufzugskabine beweglich verlegt. Die
elektromagnetische Sperre 13 kann beispielsweise gegenüber der Sortiertrommel 4,
beispielsweise durch Befestigung auf der oberen Stirnfläche der Trommel 4, unbeweglich
bleiben, während der Elanipulator 11 mittels eines an diesem befestigten und in
der Nähe der Sperre vorbeitretenden Stockes mit einer Nut abgesperrt wird. Dabei
bleiben die Drähte 33, 34 unbeweglich, so daß deren Lebensdauer verlängert wird.
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Auch die Greifer 15 können in verschiedenerlei Weise abgeändert werden;
so können sie beispielsweise mit einem
Dauer-, einem Elektromagneten,
einem Unterdruckansauger und dgl. auegeführt werden. Der Greifer 15 darf grundsätzlich
nach dem Hochheben der flachen Elektrode 26 vom Kontrollgerät 24 diese nur nach
wiederholtem Drücken mit der Elektrode 26 am Elektrodenstapel an einer der Sortierstationen
freigeben.
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Die erfindungsgemäße Sortiereinrichtung arbeitet folgendermaßen: Nach
dem Messen einer Kenngröße der flachen Elektrode 26, beispielsweise des Gewichtes,
der Stärke oder der Längsabmessung und dgl. wird durch das Kontrollgerät 24 (Fig.
1) einer der Elektromagneten 27 des Stellwerks eingeschaltet, der für diese Gruppe
der Elektroden 26 nach der gemessenen Kenngröße vorgesehen ist. Hiernach drückt
der Stößel 28 des Stellwerks über die Rollen 19.(Fig. 2) auf einen entsprechenden
Hebel 17. Der Hebel 17 der betreffenden Speicherzelle des Speichers wird mittels
der Stellfeder 20 in der gedrückten Stellung zurückgehalten. Die Druckklinke 21
öffnet den Kontakt der elektromagnetischen Sperre 13, die damit stromlos wird. Die
Sperre 13 wird dabei an die Stütze herangedrückt und gleitet an dieser beim Hochheben
des Manipulators 11 unter der Einwirkung des sich nach oben bewegenden Tellers 8
der Rohrhülse 7 über die Rolle 12.
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In ihrer oberen Totlage fällt die elektromagnetische Sperre 13 in
die Nut 14, die Trommel 4 dreht sich zur nächsten Station und der Teller 8 bewegt
sich nach unten, während der Manipulator 11 zusammen mit dem angedrückten Hebel
17 mit der Elektrode 26 am Greifer 15 in der oberen Totlage hängen bleibt. Der folgende
Manipulator 11 fährt herunter an das Kontrollgerät 24, greift die nächste Elektrode
26 und hebt sie hoch, wonach er in seiner oberen Totlage durch einen weiteren Hebel
17 der Speicherzelle im Speicher der Sortiertrommel 4 zurückgehalten wird. Ein in
seiner oberen Totlage zurückgehaltener Manipulator 11 mit der Elektrode 26 beginnt
sich an der Sortierstation nach unten zu bewegen,
wo die Rolle
18 des angedrückten Hebels 17 auf das entsprechende A:'chlagstück 29 (Fig. 1, 2)
trifft, das gegen die Rolle drückend den Kontakt wieder einschaltet. Bei dieser
Einschaltung des Kontakts löst sich die elektromagnetische Sperre 13 aus der Nut
14, während der Manipulator 11 bei der Abwärtsbewegung des Tellers 8 die Elektrode
auf den entsprechenden Elektrodenstapel auflegt. Bei Beginn eines weiteren Drehschrittes
der Sortiertrommel 4 läuft die Rolle 18 vom Anschlag 29 ab und die Stellfeder 20
stellt den Hebel 17 in seine vorherige Stellung zurück, wobei der Kontakt 22 wieder
geöffnet wird. Dabei wird der Manipulator 11 widerum in seiner oberen Totlage zurückgehalten,
bis er die Station des Kontrollgeräts 24 erreicht und sich hier nach unten bewegt,
wo ein nicht gezeigtes gemeinsames Anschlagstück befestigt ist, durch das alle Hebel
17 in ihre Anfangsstellung zurückgeschwenkt werden. Auf diese Weise wird bei abwechselnden
Bewegungsgängen folgende Reihenfolge von Bewegungen durchgeführt, die unter der
Einwirkung eines gemeinsamen, nicht dargestellten Antriebes mit der Nockenwelle
zustande kommen. Im einzelnen folgen aufeinander: die Beladung des Kontrollgeräts
24 mit einer der flachen Elektroden 26, Abwärtsbewegung des Tellers 8 in seine untere
Endstellung, Hochheben des Tellers 8 in seine obere Endstellung, ein Drehschritt
der Sortiertrommel 4 zu einer folgenden Stellung, Abwärtsbewegung des Tellers 8,
Messung der Kenngröße der flachen Elektrode und deren Fixierung im Speicher, Hängenbleiben
der Elektrode 26 in der oberen Totlage, Herunterlegen der Elektrode 26 an der Station
der gegebenen Sortiergruppe, erneutes Hängenbleiben des Manipulators 11 in seiner
oberen Totlage, Abwärtsbewegung desselben und Ergreifen einer neuen flachen Elektrode
26 an der Kontrollstation. Dabei wird die Dauer des Aussortierens durch die Zeitspanne
der Hin- und Herbewegung des Tellers 8 und des Drehschrittes der Sortiertrommel
4 in deren nächste Stellung bestimmt. Alle anderen Arbeitsvorgänge verlaufen parallel
in der gleichen Zeit.
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Die erfindungsgemäße automatische Sortiereinrichtung für flache Teile
ermöglicht eine Automatisierung des Sortiervorganges der besonders dünnen, schwachen
Akkumulatorelektroden mit erhöhter spezifischer Energiekapazität, und zwar dadurch,
daß die Sortiertrommel 4 mit den Manipulatoren 11 versehen ist, die die Sperre 13
zum Zurückhalten jedes Manipulators in seiner oberen Totlage aufweisen. Dabei ist
Jeder Manipulator 11 mit einer Speicherzelle des Speichers versehen, der einen Block
der Hebel 17 darstellt, die nach dem Signal des Stellwerks des Kontrollgeräts 24
mit der Sperre 13 in Wechselwirkung treten, während an Jeder Sortierstation das
Anschlagstück 29 montiert ist, das in Übereinstimmung mit der betreffenden Sortiergruppe
den jeweiligen Hebel 17 betätigt. Dabei gewährleistet es die automatische Messung
der betreffenden Kenngröße der flachen Elektrode 26 und deren Anheben und Ablegen
in eine der auswechselbaren Kassetten an der der gemessenen Kenngröße entsprechenden
Sortierstation.
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Durch Anwendung der an den Stützen 9 frei gleitenden Manipulatoren
11 mit dem Greifer 15, die sich nur unter der Einwirkung ihres Eigengewichts auf
den Stapel der flachen Elektroden 26 auflegen, wird ein minimaler Druck auf die
Elektroden 26, abgesehen von der Stapelhöhe der Elektroden 26, gewährleistet.
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Der einfache Aufbau des Speichers in Form des Blocks der Hebel 17
mit einer minimalen Anzahl einem Verschleiß unterworfener Bauteile wird die Lebensdauer
der Sortiereinrichtung beträchtlich verlängert und ein zuverlässiges und exaktes
Aussortieren der flachen Elektroden mit hoher Geschwindigkeit erreicht, die nur
durch die Dauer der Messung der Jeweiligen Kenngröße der Elektrode eingeschränkt
wird.
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Hierdurch erhält die Sortiereinrichtung eine hohe Produktivität.
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Durch das automatische Einlegen der Elektroden in die Kassetten nach
Gruppen der gemessenen Kenngröße wird eine sachgemäße
Kontrolle
und ein sachgemäßes Aussortieren gewährleistet und die Möglichkeit gegeben, eine
automatische Produktionsstraße zum Zusammenbau der Akkumulatoren zusammenzustellen,
die aus einzelnen Montageautomaten besteht, die durch eine einheitliche Kassette
miteinander verbunden sind. Hierdurch werden die Aufwendungen für die Zwischenbeförderung
der Elektroden von einer Fertigungsstation zur anderen herabgesetzt.