DE2725849C3 - Vorrichtung zur Herstellung von kugelförmigen Teilchen - Google Patents
Vorrichtung zur Herstellung von kugelförmigen TeilchenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung von kugelförmigen Teilchen mit einem Durchmesser
zwischen 50 und 2500 μηι und engem Kornspektrum aus niedrigschmelzenden Substanzen oder aus in
Wasser oder organischen Lösungsmitteln gelösten, dispergierten oder emulgierten Stoffen durch Umwandlung
der Flüssigkeiten in Tropfen und Verfestigung zu kugelförmigen Teilchen, bestehend aus einem Vorratsbehälter
für die Ausgangsflüssigkeit, einer darunter befindlichen Ausflußdüse zur Tropfenerzeugung, einem
Vibratorsystem und einem Fallrohr mit Sammelbehälter für die verfestigten Teilchen. Solche Stoffe können als
Trägermaterialien für pharmazeutische Wirkstoffe dienen und sollen zu diesem Zweck wegen der
geforderten definierten Abgaberate des Wirkstoffes zweckmäßigerweise Kugelform haben. Für die verschiedensten
therapeutischen Zwecke ist die Anwendung einer Vielzahl von Wirkstoffen mit unterschiedlicher
Konzentration in der Trägersubstanz möglich. Aber auch die Trägersubstanzen können einem breiten
Spektrum von Stoffen, meist organisch-chemischen Verbindungen, angehören und unterschiedliche Eigenschaften
haben. Da viele Wirkstoffe bereits in geringsten Mengen wirksam sind, besteht neben dem
Bedarf an großen Kügelchen von etwa 1000 μπι auch ein solcher an kleinen Kügelchen von 300—400 μΐη,
jeweils mit unterschiedlichen Wirkstoffgehalten beispielsweise
zwischen 1 und 10 Gew.-%.
Da die Dichte der Trägermaterialien meist sehr niedrig ist und bei oder unter 1 g/cm3 liegt, und
kugelförmige Teilchen der geforderten kleinen Durchmesser somit nur wenig wiegen (Bereich 10—500μg),
besteht die Forderung nach einer Vorrichtung zur Herstellung von uniformen kugelförmigen Teilchen mit
großem Durchsatz aus niedrigschmelzenden Substanzen oder aus in Wasser oder organischen Lösungsmitteln
gelösten Stoffen.
Die bisher verwendeten Verfahren und Vorrichtungen zur Herstellung kugelförmiger Teilchen sind für den
genannten Verwendungszweck wenig geeignet So ist bei den Verfahren zur Herstellung von Metallkügelchen,
z. B. von Schrotkörnern durch Abtropfen einer Schmelze durch ein Sieb, zwar ein hoher Durchsatz
gewährleistet, die Kugelgestalt und ein enges Kornspektrum sind jedoch unbefriedigend. Außerdem ist
diese Anordnung nicht anwendbar, wenn die Forderung besteht, Tropfen durch chemische Umwandlung zu
kugelförmigen Teilchen zu verfestigen. Im Prinzip gilt das gleiche für Anordnungen und Vorrichtungen, bei
den;n Flüssigkeiten versprüht werden. Beispielsweise ist die Sprühtrocknung ungeeignet, um Teilchen
definierter Größe mit engem Kornspektrum zu erzeugen.
Das einfache Abtropfen einer Flüssigkeit aus einer Düse oder Kapillare führt zwar zu uniformen Tropfen
bzw. kugelförmigen Teilchen, ist aber im allgemeinen auf die Erzeugung relativ großer Teilchen beschränkt.
Außerdem können solche Vorrichtungen große Durchsätze von beispielsweise 1000 bis 2000 und mehr
Teilchen je Sekunde nicht erzielt werden.
Die DE-PS 8 63 660 beschreibt eine Vorrichtung zur Herstellung von Granulaten durch Ausfließenlassen
einer geschmolzenen Masse durch ein Sieb, das durch eine Vibrationseinrichtung in Schwingungen versetzt
wird. Mit dieser Vorrichtung erhält man aber weder eine gleichmäßige Tropfengröße noch eine exakte Kugelform.
Weiterhin ist eine Vorrichtung bekannt (DE-OS 15 42 093), bei der gleich große Teilchen erzeugt werden
können durch Einbringen eines periodisch gestörten Flüssigkeitsstrahls in ein strömendes Gas, wobei die
periodische Störung durch einen Schallrüssel hervorgerufen wird, der einen zentralen Düsenkanal enthält. Mit
dieser Vorrichtung lassen sich allerdings keine exakten Kugelformen herstellen, die Tropfengröße ist nicht
exakt einstellbar und der Flüssigkeitsstrom neigt im Schallrüssel bei der Verarbeitung von Suspensionen und
Emulsionen zur Entmischung.
In der GB-PS 12 66 874 wird zur Herstellung von Granalien die über einem Düsenkopf stehende Schmelze
durch eine eingetauchte Schwingplatte in Schwingungen versetzt, die senkrecht zur Düsenachse verlaufen.
Eine gleichmäßige Tropfenbildung ist mit dieser Vorrichtung nicht zu erreichen.
In der US-PS 29 68 833 wird eine Vorrichtung zur Herstellung von Granalien aus Ammoniumnitrat beschrieben,
bestehend aus einem Sprühturm und einer vibrierenden Düsenplatte. Auch hier ist eine gleichmäßige
Tropfenbildung nicht erreichbar.
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Es war daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Vorrichtung zur Herstellung von kugelförmigen
Teilchen mit einem Durchmesser zwischen 50 und 2500 μπι und engem Kornspektrum aus niedrigschmelzenden
Substanzen oder aus in Wasser oder organischen Lösungsmitteln gelösten, dispergierten oder
emulgierten Stoffen durch Umwandlung der Flüssigkeiten in Tropfen und Umwandlung zu kugelförmigen
Teilchen zu finden, bestehend aus einem Vorratsbehälter für die Ausgangsflüssigkeit, einer darunter befindlichen
Ausflußdüse zur Tropfenerzeugung und einem gegebenenfalls mit Gasdüsen bestückten Fallrohr mit
Sammelbehälter für die verfestigten Teilchen, die hohe Durchsätze, eine gleichmäßige Teilchengröße und eine
möglichst exakte Kugelform ermöglicht.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Vorratsbehälter über einen flexiblen, elastischen
nicht unterbrochenen Schlauch mit engem Querschnitt mit der Ausflußdüse verbunden ist, wobei der Schlauch
von der Metallführung eines elektromagnetischen Vibratorsystems umgeben ist und ohne Ausbildung
eines Hohlraumes auf der Innenseite der Ausflußdüse eng anliegt und das elektromagnetische Vibratorsystem
zur Erzeugung uniformer Tropfen mit einem Zylinderkörper und einer Stellschraube ausgestattet ist
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist schematisch in der
Abbildung dargestellt Die Vorrichtung besteht aus einem Vorratsbehälter (1), einer Feindosiereinrichtung
(4), beispielsweise aus einem Bohrfutter, einer Ausflußdüse (9), die mit dem Vorratsbehälter (1) durcn eine
Schlauchleitung (5) verbunden ist, einem elektromagnetischen Vibratorsystem (6) und einem mit einer
Luftstrahldüse (11) versehenen Fallrohr (14) als Verfestigungsstrecke mit einem Auffangbehälter für die
sphärischen Teilchen.
Der Vorratsbehälter (1) für die in Kugeln umzuwandelnden Substanzen ist zweckmäßigerweise doppelwandig
ausgeführt und isoliert, um ihn über Zu- (13) und Abführungsleitungen (15) mit einem Heizmedium
thermostatisieren zu können. Dadurch wird erreicht, daß Schmelzen flüssig gehalten werden und daß die für
die Tropfenerzeugufig günstigste Viskosität eingestellt
werden kann. Der Vorratsbehälter (1) ist beispielsweise bis 5 bar druckfest ausgeführt und zur Verarbeitung von
Emulsionen und Dispersionen mit einem Schneckenrührer (2) versehen. Die Welle (17) ist gasdicht durch den
Behälterdeckel (16) geführt und wird über ein stufenlos regelbares Getriebe mit einem Motor angetrieben. Die
Umdrehungszahl ist zwischen 10 und 1500 Umdrehungen pro Minute einstellbar. Der Schneckenrührer (2)
reicht bis an den untersten Punkt des konisch zulaufenden Behäiterbodens (18) und verhindert durch
die Rührbewegung auch geringfügiges Absetzen dispergierter Stoffe. Mit diesem Schneckenrünrer ist es
beispielsweise schon bei 250 Upm möglich, Schmelzsuspensionen homogen zu halten.
Am Bodenablauf des Vorratsbehälters (1) befindet sich eine Kanüle (3) von 1 bis 3 mm Innendurchmesser
und 0,5 mm Wandstärke, über die ein flexibler Schlauch (5) von engem Querschnit' ι -ogen ist. Der enge Rohrund
Schlauchquerschnin von U,5 bis 3 mm ist erforderlich,
um eine ausreichende Fließgeschwindigkeit in den Bereichen zu erzeugen, die von der Rührwirkung nicht
mehr erfaßt werden, um Sedimentations- und Verstopfungserscheinungen
zu verhindern. Die Flieiigeschwindigkeit
im Schlauch sollte wenigstens 1 cm/s betragen und 1 m/s nicht überschreiten, w^:il sonst die Tropfenbil-
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65 dung gestört wird. Gleichzeitig bewirkt eine hohe
Fließgeschwindigkeit, daß Luftblasen, die ebenfalls ungünstigen Einfluß auf die Tropfenbildung ausüben,
sich nicht ansammeln können.
Die Schlauchleitung (5) stellt die Verbindung zwischen Kanüle (3) und Ausflußdüse (9) her und besteht
vorzugsweise aus einem flexiblen, wärmebeständigen Kunststoff. Der Schlauch ist an beiden Enden so
befestigt, daß keine toten Ecken und Winkel vorhanden sind, in denen sich Feststoffe absätzen oder Gasblasen
ansammeln können, die zu Verstopfungen oder Funktionsstörungen führen. Als besonders zweckmäßig
hat es sich erwiesen, daß der flexible Schlauch zwischen der Kanüle (3) des Vorratsbehälterbodens (17) und der
Ausflußdüse (9) innerhalb der Metallführung des •Vibratorsystems (6) in einem ununterbrochenen Stück
vorhanden ist. Bei dieser Anordnung besteht die geringste Verstopfungsgefahr bei Verwendung von
Suspensionen mit hohem Feststoffanteil. Um ein Verstopfen der Düse (9) beim Verarbeiten von
Schmelzen zu verhindern, wird die Flüssigkeit durch den Wärmetauscher (10) vor der Düse gegebenenfalls
nochmals temperiert
Um Verstopfungen auch bei kleinsten Durchflüssen von 1 ml/min zu vermeiden, wurde als Absperrorgan für
den Volumenstrom am Vorratsbehälterausgang vorteilhafterweise eine Schlauchquetschvorrichtung in Form
eines Bohrfutters (4) mit drei oder vier Backen verwendet, mit dem durch Änderung des Schlauchquerschnittes
die Durchflußmenge feinreguliert wird. Die Grobeinstellung erfolgt mittels Preßluftdruckes auf den
Vorratsbehälter (1), der über einen Feindruckregler und eine Gaszuführung (12) gesteuert wird.
Ein wesentlicher Teil der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht aus dem elektromagnetischen Vibratorsystem
(6), das auf der einen Seite eine mechanische Anpreßvorrichtung (7) und im Zentrum den flexiblen
Kunststoffschlauch (5) enthält, durch den die in Tropfen umzuwandelnde Flüssigkeit fließt Über ein Netzgerät
mit Verstärkerteil wird ein Elektromagnet zu Schwingungen angeregt, die vom Weicheisenkern direkt auf
den Schlauch übertragen werden. Die mechanische Anpreßvorrichtung (7) besteht im wesentlichen aus
einem Zylinderkörper mit planer Stirnfläche, die gegen den Schlauch (5) drückt. Die Feineinstellung des
Druckes erfolgt mittels einer Schraube (19), die Arretierung durch eine weitere Schraube (8). Durch die
auf die Schlauchwand übertragenen Schwingungen wird die durch den Schlauch fließende Flüssigkeit in
Schwingungen versetzt, wodurch der aus der Düse (9) ausfließende Flüssigkeitsstrahl im Gleichmaß der
Schwingungen Tropfen bildet. Erfindungsgemäß läßt sich die Frequenz je nach Bedarf zwischen 50 und
2500 Hertz regeln und unabhängig davon auch die Amplitude.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung werden asymmetrische Schwingungen in Sinus- oder Sägezahnform
erzeugt und transversal auf die Schlauchwand übertragen. Dabei fließt die Flüssigkeit mit konstanter
Geschwindigkeit durch den Schlauch (5) und aus der Düse (9) aus.
Die Anpreßkraft an den Schlauch wird mittels Einstellschraube (19) präzise abgestimmt, und zwar so,
daß je Schwingung ein diskreter Tropfen entsteht, was mit Hilfe einer Stroboskoplampe visuell kontrolliert
werden kann. Unter diesen Bedingungen werden mit Hilfe der erfindungsgemäßen Vorrichtung sowohl aus
Lösungen und Emulsionen als auch aus Lösungs- und
Schmelzsuspensionen unterschiedlicher Zähigkeit und anderer Theologischer Eigenschaften je nach Bedarf
unterschiedlich große, jedoch diskrete Tropfen gleichen Durchmessers und durch anschließende Verfestigung
uniforme kugelförmige Teilchen mit hohem Durchsatz erzeugt.
Bei Schmelzen mit Erstarrungspunkten oberhalb Raumtemperatur hat es sich als zweckmäßig erwiesen,
den flexiblen Kunststoffschlauch (5) auf der gesamten Länge durch einen Warmluftstroni zu beheizen.
Von besonderem Vorteil ist es, wenn zur Beschleunigung der diskreten Tropfen in Fallrichtung eine
Luftstrahldüse (11) am Fallrohr (19) angebracht wird, um ein Zusammenschmelzen oder -kleben während des
Fallens zu vermeiden, insbesondere bei hohen Frequenzen über 1000 Hz ist der Tropfenabstand sehr klein und
beträgt nur etwa 1 mm und weniger. Geringe Störungen in Fallrichtung der Teilchen, z. B. durch Falschluft,
Querströmungen oder Turbulenzen, führen zu unterschiedlichen
Fallgeschwindigkeiten und damit zum Zusammenschmelzen oder -kleben. Diese Erscheinung
tritt praktisch immer bei längeren Fallstrecken auf, vorwiegend jedoch bei großen Teilchen aus Schmelzen
mit niedrigen Erstarrungspunkten, und hat eine starke Verbreiterung des Kornspektrurns zur Folge. Dieser
Nachteil wurde überraschenderweise durch die Anwendung der genannten Luftstrahldüse (11) beseitigt
Die Luftstrahldüse (11) ist ein Hohlzylinder, der sich
im Abstand von etwa 2—30 cm unterhalb der Ausflußdüse (9) befindet und durch den die diskreten
Tropfen nach Ausbildung der ICugelform fallen. Sie besteht aus zwei Kammern. Der Preßluftstrom aus der
ersten Kammer wirkt zentral auf den Teilchenstrom in Fallrichtung ein, saugt ihn an und erteilt jedem
Kügelchen eine vertikale Beschleunigung und vergrößert dadurch deren Abstand. Der Preßluftstrom aus der
zweiten Kammer bildet einen Mantelstrom um die Tropfenkette, richtet sie lotrecht aus und verhindert ein
seitliches Ausbrechen der Teilchen. Durch Kühlung der Luft läßt sich der Erstarrungsvorgang bei Schmelzen
beschleunigen.
Bei Schmelzen, die durch Wärmeentzug erstarren, ist es von besonderem Vorteil, wenn zur Verfestigung der
Tropfen zu sphärischen Teilchen diese einen Kühlkanal
ίο durchfallen.
Der Kühlkanal besteht bei Substanzen mit Schmelzpunkten oberhalb 500C im einfachsten Fall aus einer
beispielsweise 2 m langen Luftfallslrecke von Raumtemperatur. Insbesondere bei großen Tropfen und
!5 niedrigen Schmelzpunkten nahe Raumtemperatur ist der Kühlkanal vorzugsweise ein 2 bis 4 m langes,
senkrecht stehendes, bis auf -25°C gekühltes Rohr von 10—40 cm Durchmesser. In einer gekühlten Vorlage,
beispielsweise in einer Tiefkühltruhe, werden die festen, kugelförmigen Teilchen aufgefangen.
Experimente haben ergeben, daß die Temperaturdifferenz zwischen Erstarrungstemperatur der Schmelze
und der Kühltemperatur wenigstens 300C betragen sollte. Vorteilhaft ist auch die Erzeugung einer leichten
Turbulenz im Kühlkanal durch Ansaugen von Kaltluft am oberen Rohrende mittels Gebläse.
Bei Flüssigkeiten, die durch chemische Reaktionen verfestigt werden, ist es vorteilhaft, wenn im unteren
Teil des Fallrohrs (14) das Reaktionsmedium gas- oder dampfförmig über eine oder mehrere Düsen eingeführt
wird.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung erhält man Teilchen aus niedrigschmelzenden Substanz, die exakte
Kugelform und ein enges Kornspektrum besitzt und mit hohem Durchsatz herstellbar sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Vorrichtung zur Herstellung von kugelförmigen Teilchen mit einem Durchmesser zwischen 50 und
2500 μπι und engem Kornspektrum aus niedrigschmelzenden Substanzen oder aus in Wasser oder
organischen Lösungsmitteln gelösten, dispergierten oder emulgieren Stoffen, durch Umwandlung der
Flüssigkeiten in Tropfen und Verfestigung zu kugelförmigen Teilchen, bestehend aus einem
Vorratsbehälter für die Ausgangsflüssigkeit, einer darunter befindlichen Ausflußdüse zur Tropfenerzeugung,
einem Vibratorsystem und einem gegebenenfalls
mit Gasdüsen bestückten Fallrohr mit Sammelbehälter für die verfestigten Teilchen,
dadurch gekennzeichnet, daßd£rVorratsbehälter
(1) über einen flexiblen, elastischen, nicht unterbrochenen Schlauch (5) mit engem Querschnitt
mit der Ausflußdüse (9) verbunden ist, wobei der Schlauch (5) von der Metallführung des elektromagnetischen
Vibratorsystems (6) umgeben ist und ohne Ausbildung eines Hohlraumes auf der Innenseite
der Ausflußdüse (9) dicht anliegt und das elektromagnetische Vibratorsystem (6) zur Erzeugung
uniformer Tropfen mit einem Zylinderkörper (7) und einer Stellschraube (19) ausgestattet ist.
2. Vorrichtung nach dem Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als flexible Schlauchverbindung
(5) zwischen Vorratsbehälter (1) und Ausflußdüse (9) ein wärmebeständiger Polyäthylen- oder Silikonschlauch
mit einem Querschnitt von 0,5 bis 3 mm lichter Weite verwendet wird und dessen Querschnitt
mittels einer Feindosiereinrichtung (4) feinregulierl werden kann.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Abstand von 2 bis 30 cm unterhalb
der Ausflußdüse (9) eine Luftstrahldüse (11) am Fallrohr (14) angeordnet ist, die die Tropfen in
Fallrichtung beschleunigt.
4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Teil des
Fallrohres (14) gekühlt ist.
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