DE2719640C2 - Dickteerkasten - Google Patents
DickteerkastenInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C10C—WORKING-UP PITCH, ASPHALT, BITUMEN, TAR; PYROLIGNEOUS ACID
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Description
25
Die Erfindung betrifft einen Dickteerkasten zum kontinuierlichen Abscheiden von Dickteer aus der
Vorlagenflüssigkeit von Verkokungsofenbatterien mit senkrechten Seitenwänden, zumindest im oberen Teil,
angetriebener Austragsvorrichtung für den Dickteer sowie einem Dunstabzugsschlot und einem Fallrohr für
den abgeschiedenen Dickteer.
Solche Dickteerkästen haben bereits vor längerer Zeit Eingang in die Technik gefunden und die
Konstruktion, insbesondere der Siebeinrichtungen zum Abscheiden der Dickteeranteile aus der Vorlagenflüssigkeit
können als technisch ausgereift bezeichnet werden.
Bei der Ausführung gemäß der DE-PS 19 Ot 945 ist
z. B. das Sieb als Siebtrommel ausgebildet, die mit dem Antrieb der Austragsvorrichtung verbunden und an die
ein Schaber angedrückt ist
Die Oberfläche der Djckteerabscheider ist gewöhnlich
ganz oder teilweise mit losen Brettern oder Bohlen abgedeckt und kann von dem Bedienungspersonal
begangen werden. Dieser Belag ist jedoch nicht gasdicht
Der Schlot zum Abzug von Dünsten ist dabei oben offen und an der höchsten Stelle der Abdeckung, z. B.
über dem Fallrohr für den abgeschiedenen Dickteer angeordnet und das Fallrohr selber ist nach unten offen.
Die Dünste aus dem Dickteerkasten können ungehindert in die Atmosphäre übergehen. Die Abdünstungen
sind nun sehr geruchsintensiv und werden als stechend empfunden und sie rühren von den Inhaltsstoffen des
wäßrigen und teerigen bzw. öligen Kondensates aus dem Kokereirohgas her und es liegt ein Gemisch vor,
das vordringlich nach Ammoniak, Benzolkohlenwasserstoffen, sowie Phenolen und Pyridinen riecht Begreiflicherweise
wird dieser Geruch als unangenehm und belästigend empfunden.
Im Zuge der Bestrebungen zur Reinhaltung der Atmungsluft auf dem Gelände von Kokereien stellt sich
nun die Aufgabe, die Abdünstungen aus den Dickteerkästen abzustellen bzw. einzuschränken.
Der Erfindung liegt diese Aufgabe zugrunde und zu ihrer Lösung wird vorgeschlagen, daß die Dickteerkästen
der eingangs definierten Art mit einer gasdichten oberen Abdeckung zu versehen sind, der Abzugsschlot
mit einer Abzugsleitung verbunden und das Fallrohr mit einer Verschlußeinrichtung versehen ist Zweckmäßig
wird dabei der Abzugsschlot mit der Rohgasleitung auf der Saugseite des Gassaugers verbunden.
Als Verschlußeinrichtung haben sich Wassertauchverschlüsse bewährt, oder z. B. solche, die durch die
Schwerkraft von fallenden Teerbrocken geöffnet und durch Gegengewichte wieder verschlossen werden.
Durch den erfindungsgemäß ausgeführten Dickteerkasten wird eine Geruchsbelästigung ausgeschlossen. Es
versteht sich, daß dabei auch die Zuführung der Flüssigkeiten zum Dickteerkasten durch eine geschlossene
Leitung erfolgt
Die Erfindung wird durch die Fig. 1 und 2 beispielsweise erläutert
F i g. 1 ist ein schematisierter Längsschniu durch den
eriindungsgemäßen Dickteerkasten.
F i g. 2 ist ein vergrößerter Schnitt nach der Linie I-I
von F i g. 1.
In den Figuren ist 6 das Eintrittsrohr für das den Dickteer enthaltende Teer-Wasser-Gemisch in den
Dickteerkasten 1. Durch die Tauchwand 7 werden die gröbsten Dickteeranteile nach unten gezwungen,
während die feineren Anteile mit dem Gemisch jenseits der Tauchwand 7 wieder mit hochsteigenden und auf
der in der Richtung des Pfeiles a angetriebenen Siebtrommel 3 mit den Sieböffnungen 3a zurückgehalten
mit durch den Schaber 10 abgeschabt werden. Das von Dickteer befreite Teer-Wasser-Gemisch wird durch
das Innere der Siebtrommel 3 über den abgedichteten Stutzen |i3i abgezogen und einem Teer-Wasser-Scheider
(nicht dargestellt) zur weiteren Aufarbeitung zugeführt Der durch den Schaber 10 von der Siebtrommel 3
abgeschabte Dickteer sinkt auf den Boden des Dickteerkastens 1. Es sammelt sich in der Rinne 27 und
wird dort von der in Richtung der Pfeile b angetriebenen, im wesentlichen aus Schabern 14
bestehenden Austragvorrichtung 2 bis an das Fallrohr 4 transportiert und abgeworfen. In dem Fallrohr 4 ist eine
aus zwei Klappen 5a und 5b mit Gegengewichten Ua und Wb bestehende, schleusenartige Verschlußeinrichtung
angeordnet Die Klappen 5a und 5b werden durch das Gewicht von darauf fallenden Teerbrocken geöffnet
und durch die Gegengewichte lla und 116 wieder geschlossen. 8 ist die gasdichte Abdeckung des
Dickteerkastens und 9 der Däpfeabzug :, der z. B. mit
der Saugleitung des Gassaugers für das Kokereigas verbunden werden kann. 12 ist eine Arbeitsplattform. 15
und 16 sind die Lagerungen der Siebtrommel 3.17 ist die untere Lagerung der-Austragsvorrichtung 2 mit der
Welle 18,19 ist die obere Lagerung mit der Antriebswelle 20. 21 ist das Fundament für den Antriebsmotor 22 auf
der Arbeitsplatte 12. 23 ist der Antriebsmotor für die Siebtrommel 3, die mit ihm über die Keilriemenscheiben
24,25 und den Keilriemen 26 verbunden ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Dickteerkasten zum kontinuierlichen Abscheiden von Dickteer aus der Vorlagenflüssigkeit von
Verkokungsofenbatterien mit senkrechten Seitenwänden zumindest im oberen Teil, angetriebener
Austragsvorrichtung für den Dickteer sowie einem Dunstabzugsschlot und einem Fallrohr für den
abgeschiedenen Teer, dadurch gekennzeichnet,
daß der Dickteerkasten (1) mit einer gasdichten oberen Abdeckung (8) versehen ist, der
Dunst- und Gasabzug (9) mit einer Abzugsleitung verbunden und in dem Fallrohr (4) eine Verschlußeinrichtung
angeordnet ist
2. Dickteerkästen nach Anspruch 1, dadurch <5
gekennzeichnet, daß der Gasabzug (9) mit der Rohrggsleitung auf der Saugseite des Gassaugers als
Abzugsleitung verbunden ist
3. Dickteerkasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußeinrichtung des
Fallrohres (4) schleusenartig mit zwei Klappen (5a, 5b) mit Gegengewichten (11 a, 11 b) ausgebildet ist
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19772719640 DE2719640C2 (de) | 1977-05-03 | 1977-05-03 | Dickteerkasten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19772719640 DE2719640C2 (de) | 1977-05-03 | 1977-05-03 | Dickteerkasten |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2719640A1 DE2719640A1 (de) | 1978-11-09 |
| DE2719640C2 true DE2719640C2 (de) | 1983-12-08 |
Family
ID=6007860
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19772719640 Expired DE2719640C2 (de) | 1977-05-03 | 1977-05-03 | Dickteerkasten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2719640C2 (de) |
Family Cites Families (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| DE2146851C3 (de) * | 1971-09-20 | 1982-05-19 | Dr. C. Otto & Comp. Gmbh, 4630 Bochum | Anlage zum Behandeln, insbesondere zum Beizen von Metallen |
| DE2455737C2 (de) * | 1974-11-25 | 1978-09-14 | Hartung, Kuhn & Co Maschinenfabrik Gmbh, 4000 Duesseldorf | Einrichtung zum absaugen und reinigen eines von einem gluehenden kokskuchen aufsteigenden gas-luft- gemisches |
-
1977
- 1977-05-03 DE DE19772719640 patent/DE2719640C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2719640A1 (de) | 1978-11-09 |
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