DE271595C - - Google Patents
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C22B—PRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
.- M 271595 KLASSE 40«. GRUPPE
WILHELM BORCHERS und EDUARD THILGES in AACHEN.
bzw. Kalkstein und kohlenstoffhaltigen Reduktionsmitteln.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Scheidung von Nickel und Kupfer aus Erzen,
Hüttenprodukten und Abfällen, welche beide Metalle enthalten.
Liegen Erze vor, so werden diese auf irgendeinem der jetzt üblichen und bekannten
Wege auf einen Rohstem verschmolzen. Auch aus Erzen, welche verhältnismäßig wenig
Nickel und Kupfer enthalten, kann man leicht,
ίο nötigenfalls durch vorgängiges Anrösten, einen
Stein von etwa io bis 12 Prozent Ni + Cu erhalten. Bekanntlich enthält ein solcher
Stein außer den Sulfiden des Nickels und Kupfers dann vorwiegend noch Eisensulfür.
Nun wurde ja durch Versuche, welche im Jahre 1906 in dem Institut für Metallhüttenwesen
und Elektrometallurgie der Königlichen Technischen Hochschule Aachen durch Lehmer
ausgeführt worden sind (Metallurgie
ao 1906, Bd. 3, Seite 549), nachgewiesen, daß
durch elektrisches Verschmelzen der Sulfide der meisten Erzmetalle mit Kohle und Kalkstein
oder Kalk unmittelbar sehr reine Metalle erhalten werden können. Beim Verschmelzen
von kupferhaltigem Nickelstein
würde man hiernach bei genügender Anreicherung des Steines leicht zu Kupfer-Nickellegierungen
gelangen können. Das Absatzgebiet für Kupfer-Nickellegierungen ist aber ein wesent-Hch
beschränkteres als das von Ferronickel. Da nun in den kupferhaltigen Nickelkiesen
und dem daraus ebenso wie aus anderen Nickelerzen erschmolzenen Rohsteine große Mengen von Eisensulfiden vorhanden sind, so
würde es von großem Wert sein, solche Erze oder solchen Rohstein auf Ferronickel verarbeiten
zu können. Im Ferronickel stört aber ein hoher Kupfergehalt. Es ist nun gefunden,
daß sich Kupfer zum großen Teile von Nickel und Eisen scheiden läßt, wenn man Kupfer-Nickelrohstein mit größeren Mengen
Kalk, aber geringeren Mengen Kohle verschmilzt, als nach den von Lehmer angegebenen
Umsetzungsgleichungen erforderlich ist. Nach Lehm er verlaufen die Reaktionen so:
NiS + CaO + C
Cu2S + CaO + C
FeS + CaO + C
: Ni+ CaS + CO,
- Cu2 + CaS + CO,
- Fe + CaS + CO.
Um nun die Mitausscheidung des Kupfers zu verhindern, wird folgender Weg eingeschlagen.
Man schmilzt auf dem mit Kohlenstoffgestübbe ausgekleideten Herde eines geeigneten, am
besten elektrischen Ofens zuerst den Stein, wenn reichere Erze vorliegen, unmittelbar
diese ein. Die Sulfide reagieren mit der Kohleauskleidung sehr wenig. Dann schmilzt
man Kalk, den man auch in Form von Kalkstein anwenden kann, im Überschuß hinzu. Bei Eintritt obiger Reaktionen werden nun
in erster Linie die in überwiegender Menge vorhandenen Sulfide des Eisens und des Nickels
reduziert. Hierbei bilden sich stetig wachsende Mengen Calciumsulfid. Diese aber vereinigen
55
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(2. Auflage, ausgegeben am 6. Juli igi4.)
sich in erster Linie mit dem Kupfersulfide zu
Lösungen oder Verbindungen, welche die Zersetzung des Kupfersulfüres in dem durch
obige Formeln' dargelegten Sinne wesentlich hemmen. Dadurch, daß der für diese Umsetzungen
erforderliche Kohlenstoff erst dem Herdfutter entnommen werden muß, also nicht in der Schmelze verteilt ist, auf dem
Herdfutter aber die zuerst ausscheidenden
ίο Metalle Eisen und Nickel liegen, kann auch
dieses Reagens nur sehr wenig, auf das Kupfersulfür-Kalk-Calciumsulfidgemisch
einwirken. Der Kohlenstoff wirkt zum Teil nur indirekt, indem er zuerst vom Eisen oder Ferronickel
■15 gelöst und erst von hieraus mit der darüber schwimmenden Schmelze in Reaktion
tritt.
Selbstverständlich ist es nicht erforderlich, sich bezüglich der Zufuhr des kohlenstoffhaltigen
Reduktionsmittels genau an dieses Beispiel zu halten. Es soll nur den Grundgedanken
dieser Erfindung erläutern, das Reduktionsmittel allmählich zur Wirkung zu
bringen, ' damit anfangs vorwiegend Eisen, , 25 dann neben Eisen Nickel abgeschieden wird,
um in einer basischen Schlacke Sulfide anzureichern, welche die Mitfällung des Kupfers
möglichst verzögern.
Unter Beobachtung dieser Bedingungen gelingt es, leicht aus verhältnismäßig armen
Kupfer-Nickelrohsteinen ein an Kupfer armes Ferronickel mit 15 bis 20 Prozent Nickel zu
erschmelzen.
Da in die hierbei als stark basischer Stein entstehende Calciumsulfid enthaltende Schmelze
außer der Hauptkupfermenge ein Teil des Nickels mit eintritt, so könnte dies als Zuschlag
beim Verschmelzen der Erze auf Rohstein dienen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :1 Verfahren der Scheidung des Eisens und Nickels vom Kupfer aus kupferhaltigen sulfidischen Erzen und Hüttenprodukten (Stein) durch Verschmelzen mit Kalk bzw. Kalkstein und kohlenstoffhaltigen Reduktionsmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß man das kohlenstoffhaltige Reduktionsmittel allmählich so zur Wirkung bringt, daß anfangs vorwiegend Eisen, dann Eisen und Nickel abgeschieden, und in demselben Maße' in einer basischen Schlacke mehr und mehr Sulfide (Calciumsulfid) gebildet werden, welche die Mitfällung des. Kupfers nach Möglichkeit verzögern.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE271595C true DE271595C (de) |
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ID=528236
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
| Country | Link |
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