DE270010C - - Google Patents

Info

Publication number
DE270010C
DE270010C DENDAT270010D DE270010DA DE270010C DE 270010 C DE270010 C DE 270010C DE NDAT270010 D DENDAT270010 D DE NDAT270010D DE 270010D A DE270010D A DE 270010DA DE 270010 C DE270010 C DE 270010C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bacteria
addition
percent
acid solutions
table salt
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT270010D
Other languages
English (en)
Publication of DE270010C publication Critical patent/DE270010C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K39/00Medicinal preparations containing antigens or antibodies
    • A61K39/02Bacterial antigens

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Mycology (AREA)
  • Pharmacology & Pharmacy (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Medicines Containing Antibodies Or Antigens For Use As Internal Diagnostic Agents (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
.V-JYi 270010 -KLASSE 30 Ji. GRUPPE
Zusatz zum Patent 254769.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. März 1913 ab. - Längste Dauer: 23. Dezember 1925.
In der Patentschrift 254769 ist die Aufv Schließung von Bakterien mittels verdünnter Säuren beschrieben. Das betreffende Verfahren besteht darin, daß die zu verarbeitenden Bakterien beispielsweise mit einer o,5prozentigen Milchsäure bei etwa 50° gegebenenfalls unter Zusatz von Lecithin behandelt werden. Bei weiterer Durcharbeitung dieses Verfahrens wurde nun überraschenderweise gefunden, daß eine wesentlich schnellere Aufschließung der Bakterien eintritt, wenn man an Stelle der gemäß dem Hauptpatent verwendeten verdünnten Säuren solche mit Zusatz von Kochsalz benutzt, z. B. eine 0,5- bis iprozentige Milchsäure mit einem Zusatz von etwa 0,85 Prozent Kochsalz.
Die Aufschließung wird zweckmäßig bei 50 bis 60° vollzogen; man kann die Temperatur aber auch bis . auf ungefähr 100° steigern.
Während man bei der Gruppe der säurefesten Bakterien den Fortschritt des Aufschließungsvorganges leicht durch das Verhalten der Bakterien bei der Färbung nach Ziehl-Neelsen bzw. Gr am-Much verfolgen kann, muß man sich bei den übrigen Gruppen nach den mikroskopisch zu beobachtenden Zerfallserscheinungen und den Ausflockungsvorgängen richten.
Das Verfahren wird durch folgendes Beispiel erläutert:
40
45
50 g Paratyphusbazillen werden fein zerrieben und mit 11 einer Säurelösung von etwa 0,5 Prozent Milchsäure- und etwa 0,85 Prozent Kochsalzgehalt bei ungefähr 60 ° digeriert. Die anfänglich gleichmäßig trübe Suspension beginnt allmählich auszuflocken. Nach etwa 2 bis 3 Wochen ist die Ausflockung eine genügend vollkommene, und man kann die klare Flüssigkeit von dem Rückstand durch Filtrieren oder Zentrifugieren trennen.
Zur therapeutischen Verwendung gelangt in diesem Falle (Paratyphus) vorwiegend der Rückstand; die durch ihn erzielte Immunisierung tritt sehr rasch ein, ist sehr hoch und kann mit der geringen, durch Injektion von Vollbakterien gelegentlich erzielbaren Immunität gar nicht verglichen werden.
Bei anderen Bakterienarten liegen die Verhältnisse wieder anders; so zeigt z. B. bei Diphtheriebazillen das Filtrat eine hervorragende immunisierende Kraft.
Im übrigen erfolgt die Aufschließung der sonstigen Bakterienarten, wie z. B. der Erreger des Typhus, der Cholera, des Milzbrandes, der Pasteurellosen, des Tetanus, der Pest, der Dysenterie, des Schweinerotlaufes usw., analog dem oben angegebenen Beispiel. In allen diesen Fällen werden hochwirksame Präparate erhalten, die bei bedeutend gesteigerter Schutzkraft die unangenehmen Nebenwirkungen der
55
Impfungen mit Vollbakterien infolge Ausschaltung der Giftkomponente nicht mehr zeigen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Gewinnung wirksamer
    Impfstoffe aus Bakterien nach Patent
    254769, dadurch gekennzeichnet^ daß man an Stelle der dort verwendeten Säurelösungen hier Säurelösungen mit Zusatz von Kochsalz bei Temperaturen von etwa 50 bis 100 ° auf die Bakterien einwirken läßt.
    BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
DENDAT270010D Active DE270010C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE270010C true DE270010C (de)

Family

ID=526804

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT270010D Active DE270010C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE270010C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE270010C (de)
DE1467750B2 (de) Verfahren zum Gewinnen von wertvollen Bestandteilen aus Pollen
DE1617598A1 (de) Schoenheitspflegemittel
EP0075904A2 (de) Verfahren zur Züchtung von humanen Fibroblasten und fibroblastenartigen Zellen
EP3359646B1 (de) Polkörperinjektion
DE19622693C1 (de) Verfahren zur Erhaltung des Schutzpotentials bei Elektrolyseanlagen
DE283112C (de)
EP1259590B1 (de) Verfahren zum übertragen von material in einem zellsystem
DE530309C (de) Verfahren zur Gewinnung von neuen Produkten aus Hefe
Barth et al. Without creativity and dialogue there is no pedagogy! Perceptual vignettes as phenomenolog-ical-creative and reflexive-collegial method
DE250144C (de)
DE244509C (de)
DE1596015C3 (de) Verfahren zur Unterdrückung der Selbstentladung und Verbesserung der Regeneration der OH -Ionen in alkalischen Elementen mit Luftpolarisation
DE571737C (de) Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen
DE637503C (de) Verfahren zur Darstellung von Stoffwechselzwischenfermenten
von Sengbusch Chromosomen
DE527153C (de) Verfahren zur Darstellung von cholesterinfreien bzw. -armen Loesungen der wirksamen Ovarialsubstanz
DE227793C (de)
DE2321000A1 (de) Methode zur isolierung von spermien mit einem y-chromosom
DE489663C (de) Verfahren zur Darstellung von Praeparaten mit tuberkulinartiger Wirkung
DE283616C (de)
DE928317C (de) Verfahren zur Gewinnung von antibiotischen Wirkstoffen
DE623610C (de)
DE852121C (de) Verfahren zur Herstellung eines therapeutischen Mittels zur Behandlung des Keuchhustens
Stöcklin et al. Anwendung neuerer Methoden in der Verfahrenstechnik von Zwischenprodukten und Farbstoffen