DE269016C - - Google Patents
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- turbine
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- drum
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01D—NON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
- F01D3/00—Machines or engines with axial-thrust balancing effected by working-fluid
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Turbine Rotor Nozzle Sealing (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
.-'te 269016 KLASSE
14 c. GRUPPE 7,
Einrichtung zur Entlastung einer Schiffsturbine. Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. Dezember 1910 ab.
Um den Achsialschub ganz oder teilweise aufzuheben, hat man bei Landturbinen eine
Hoch- und eine Niederdrucktrommel so angeordnet,, daß sie vom Dampf nacheinander in
entgegengesetzter Richtung durchströmt werden. Für Schiffsturbinen, bei welchen außer
der Vorwärtsturbine im gemeinschaftlichen Vakuumräum noch eine Rückwärtsturbine untergebracht werden muß, hat diese Anordnung
den Nachteil, daß mindestens eine Stopfbüchse für hohen Druck (und zwar für die
erste Stufe entweder der Vorwärts- oder der Rückwärtsturbine) unzugänglich in der Mitte
der Turbine liegt. Solche Stopfbüchsen dürfen, wenn sie betriebssicher sein sollen, nur
als Labyrinthdichtungen mit Spiel gegen die Welle ausgeführt werden und ergeben bei
dem verhältnismäßig großen Spiel, das bei der leichten Bauart der Schiffsturbinen zwisehen
einer Innenstopfbüchse und der Welle . erfahrungsgemäß gewählt werden muß, für
hohen Dampfdruck erhebliche Dampf Verluste.
Die vorliegende Erfindung vermeidet diesen
Nachteil und ermöglicht, die Stopfbüchsen für die hohen Dampfdrücke in den ersten
- Stufen der Vorwärts- und Rückwärtsturbine beide; als Außenstopfbüchsen auszubilden, die
mit eng an die Welle anschließenden, jederzeit auswechselbaren Dichtungen versehen
werden können, so daß die Dampf Verluste wesentlich kleiner ausfallen als bei in der
Turbine liegenden Labyrinthdichtungen für
. gleiche Druckverhältnisse. Es sind zu diesem Zwecke· in der Turbine für Vorwärtsfahrt drei
(oder mehr) Trommeln angeordnet, von welchen zwei von vorn nach hinten und eine von
hinten nach vorn vom Dampf durchströmt werden; und zwar wird der vom Frischdampf
beaufschlagte Trommelteil von "dem anschließenden Trommelteil entlastet. Die. Drücke
vor den Trommeln und die Durchmesser derselben sind so gewählt, daß sich die Achsialschübe
der einzelnen Trommeln zusammen mit dem Propellerschub ganz oder teilweise
ausgleichen. Bei dieser Anordnung sind innerhalb der Turbine nur Dichtungen für kleine
Druckunterschiede vorhanden, während die Stufen, welche mit Frischdampf gespeist werden,
an den Gehäusestirnflächen liegen und die zugehörigen Stopfbüchsen der Vorwärts-
und Rückwärtsturbine, welche gegen· hohen Druck abzudichten haben, außen liegen und
bequem zugänglich sind. Die Rückwärtsturbine kann dabei ebenso wie die Vorwärtsturbine
oder in beliebiger anderer Art ausgeführt werden.
Ein Ausführungsbeispiel ist in Fig. 1 dargestellt. Der Dampf geht durch den Stutzen α
des Turbinengehäuses in das Innere der Turbine und schlägt auf die Schaufeln der Trommel
b. Hierbei ist es gleichgültig, ob vor die Trommel noch ein oder mehrere Räder geschaltet
sind. Hinter der Trommel δ tritt der Dampf durch das Uberströmrohr c zur
Trommel d, welche er in entgegengesetzter Richtung wie die Trommel δ durchströmt.
Durch das Rohr e wird der Dampf dann vor die dritte Trommel f geleitet, welche wieder- ,
um in gleicher Richtung wie δ vom Qampf durchflossen wird. Die Dampfdrücke vor den
Stirnflächen der drei Trommeln werden nun so gewählt, daß als Differenz der Achsialschübe
ein Betrag übrig bleibt, der ungefähr gleich dem auf die Welle wirkenden Propellerschub
und diesem entgegengesetzt gerichtet ist. Das Drucklager p ist daher nur wenig
beansprucht. Die Stopfbuchse g, welche den höchsten Druck auszuhalten hat, liegt außen
und ist bequem zugänglich, während im In-
ίο nern der Turbine "die beiden Stopfbüchsen h
und i nur gegen einen Teil des Gesamtdruckgefälles abzudichten haben und bei den verhältnismäßig
kleinen Durchmessern nur geringen Dampf ve dust verursachen. In dem Vakuumraum
k, von welchem der Dampf durch den Stutzen I in den Kondensator übergeführt
wird, befindet sich die Rückwärtsturbine, welche durch den Stutzen η mit Frischdampf
gespeist wird. Durch die neue Anordnung der Trommeln in der Vorwärtsturbine wird
erreicht, daß die Stopfbüchse 0 für die erste Stufe der Rückwärtsturbine ebenfalls außen
liegt. .
Für größere Ausführungen von Schiffsturbinen wählt man gewöhnlich eine Anordnung,
bei welcher die Hochdruckturbine einerseits und die Niederdruckturbine mit der Rückwärtsturbine andererseits in je einem
besonderen Gehäuse untergebracht ist. Bei der großen Baulänge einer derartigen Anlage
wird im allgemeinen zwischen den beiden Gehäusen die Welle mit einer längsbeweglichen
Kupplung versehen. Da durch eine solche Kupplung der Propellerschub nicht übertragen
werden kann, ist es zweckmäßig, von den drei Trommeln der Vorwärtsturbine in dem
Hochdruckgehäuse zwei Trommeln anzuordnen, die vom Dampf nacheinander entgegengesetzt
durchströmt werden und deren Achsialschübe sich angenähert aufheben. Im Niederdruckgehäuse
befindet sich dann die dritte Vorwärtstrommel (Niederdrucktrommel) und die Rückwärtsturbine, und es wird der Dampfdruck
auf die Stirnfläche der Niederdrucktrommel so gewählt, daß er den auf die Niederdruckwelle
wirkenden Propellerschub ganz oder teilweise aufhebt. Auf diese Weise sind
die Drucklager sowohl der Hochdruck- als auch der Niederdruckturbine beinahe entlastet,
und die Stufen, die mit Frischdampf gespeist werden und die höchsten Dampfdrücke aufweisen,
liegen den Gehäuseenden zunächst und können bequem zugängliche, außen liegende Stopfbüchsen erhalten.
Für eine derartige Anlage ist in Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel wiedergegeben. Der Frischdampf,
welcher bei α in die Turbine eintritt, geht durch die erste Trommel b in der Richtung von vorn nach hinten, wird durch das
Uberströmröhr c zur zweiten Trommel d geleitet
und durchläuft diese in der Richtung von ^hinten nach vorn. Die Achsialschübe der
beiden Trommeln b und d sind ungefähr gleich groß, so daß durch die Hochdruckwelle kein
nennenswerter Achsialdrack auf das zugehörige Kammlager p ausgeübt wird. Der Dampf verläßt
die Hochdruckturbine durch das Rohr e und tritt vor die Niederdrucktrommel f, die
wiederum in der Richtung von vorn nach hinten vom Dampf durchflossen wird. Der
hierbei auf die Trommel ausgeübte Dampfschub hält dem auf die Niederdruckwelle wirkenden
Propellerschub ungefähr das Gleichgewicht, so daß auch das zugehörige Drucklager q nur sehr gering beansprucht wird.
Durch die längsbewegliche Kupplung r können unvermeidliche Verschiebungen der Hoch- und
Nieder druck welle aufgenommen werden, ohne
daß die beiden Drucklager p und q zusätzliche Beanspruchungen erfahren. In dem Abdampfraum
k ist wiederum die Rückwärtsturbine m untergebracht, welcher durch den Stutzen η
der Frischdampf zugeführt wird. Bei dieser Anordnung hat man nur eine innen liegende
Stopfbüchse h von kleinem Durchmesser und
geringer Druckdifferenz, ^während alle übrigen
Stopfbüchsen g, iv i2 und 0 von außen bequem
zu erreichen sind. .
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Einrichtung zur Entlastung einer Schiffsturbine mit gemeinsamem Abdampfraum für Vor- und Rückwärtsturbine und mit Entlastung des Achsialschubes durch einen Trommelteil, der vom Dampf in entgegengesetzter Richtung durchströmt wird wie die übrigen Trommelteile, dadurch gekennzeichnet, daß in der Vorwärtsturbine drei (oder mehr) Trommelteile in der Weise angeordnet sind, daß der mit Frischdampf gespeiste Trommelteil von dem anschließenden Trommelteil entlastet wird und nach der Gehäusestirnseite zu gelegen ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE269016C true DE269016C (de) |
Family
ID=525921
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT269016D Active DE269016C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE269016C (de) |
-
0
- DE DENDAT269016D patent/DE269016C/de active Active
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