DE265703C - - Google Patents

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DE265703C
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combustion chamber
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L3/00Gaseous fuels; Natural gas; Synthetic natural gas obtained by processes not covered by subclass C10G, C10K; Liquefied petroleum gas
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02KJET-PROPULSION PLANTS
    • F02K9/00Rocket-engine plants, i.e. plants carrying both fuel and oxidant therefor; Control thereof

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Λ* 265703'-KLASSE 46 a. GRUPPE
RAIMUND REIHER in KIEL.
Knallgasmotor. Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. Mai 1913 ab.
Knallgasmotoren, welche zum Treiben der Maschinen für Unterseeboote verwendet werden sollen, bieten die Vorteile, daß das Auspuffgas (Wasserdampf) unsichtbar bleibt, weil es vor Erreichung der Wasseroberfläche kondensiert wird. Außerdem beanspruchen diese Motoren und ihre Betriebsmittel viel kleinere Gewichte und Räume zur Aufspeicherung einer bestimmten Kraftmenge als die jetzt üblichen
ίο elektrischen Motoren mit ihren Akkumulatoren. Wird aber, wie bei den jetzt üblichen Explosionsmotoren, das den ganzen Verbrennungsraum ausfüllende Knallgasgemisch in einem kleinen Verbrennungsraum verbrannt, so füllt die sehr heiße Knallgasflamme bei der Entzündung den ganzen Verbrennungsraum, schlägt also direkt gegen die Zylinderwandungen und den Kolbenkopf, so daß diese nach kurzer Zeit zerstört werden.
Gemäß der Erfindung werden nun unter eventueller Anwendung eines größeren, möglichst kugelförmigen Verbrennungsraumes diese Nachteile dadurch vermieden, daß die Gase durch Vorwärmung oder Kompression bis zum Zündpunkt erhitzt und durch Düsen b, b so eingeblasen werden, daß sie sich in der Mitte des Raumes in c treffen. Zwecks Vermeidung von zu starken Explosionen bei Fehlzündungen kann nach jedem Arbeitshub der Ver- brennungsraum durch Auspuffgase oder durch Dampf, der durch die Hitze der Auspuffgase erzeugt wird, von jedem Sauerstoffinhalt gereinigt werden. Alsdann können die beiden Gase sich nur in der Mitte des Raumes im Punkt ihres Zusammentreffens entzünden, da weder Sauerstoff noch Wasserstoff allein in neutralen Gasen (Dampf oder Auspuffgas) brennt, so daß also nur in der Mitte eine Flamme vorhanden ist, die die Zylinderwandungen usw. nicht erreichen und deshalb nicht zerstören kann. Auch eine verhältnismäßig langsame Verbrennung der Gase, die ebenfalls zu demselben Zweck der Schonung der Zylinderwandung von Vorteil ist, wird erzielt, weil nicht plötzlich die ganzen Gasmengen zusammenstoßen, sondern nur stets die Spitzen der beiden Gasstrahlen, die zu dem Zwecke noch möglichst lang und dünn ausgedehnt werden können. Die Mischung einer größeren Menge von Gasen vor der Verbrennung und Erzeugung zu großer Flammenbündel ist dadurch vermieden, daß die Strahlen an und für sich oder die zusammengedrückten Gase im Zylinder durch die Kompression derart erhitzt sind, daß sie sofort bei der Berührung verbrennen müssen. Um eine Mischung der Strahlen mit dem Zylinderinhalt vor der Verbrennung zu vermeiden, können dieselben möglichst kräftig mit möglichst hohem Kompressionsüberdruck über die Kompression im Verbrennungsraum eingeblasen werden. Durch Zuspritzen von Wasser etwa durch Kanal d kann die Temperatur weiter herabgesetzt und Dampf gewonnen werden, der durch seine Expansion zur Erhöhung der Leistung dient.
Für die Maschinenanlage eines Unterseebootes ist ein möglichst kleines Gewicht bei möglichst großer Kraftleistung Haupterfordernis. Da Maschinen sowohl für die Überwasserfahrt wie für die Unterwasserfahrt vorhanden sein müssen, so wird der obige Zweck am besten erreicht, wenn die eine Maschine
für beide Zwecke brauchbar gemacht werden kann. Dies wird beim Knallgasmotor erreicht, indem der größere Verbrennungsraum desselben durch Umdrehung bzw. Einschaltung eines neuen Zylinderkopfes oder eines Teiles desselben oder auf andere Art so verringert wird, daß er für den Betrieb eines Dieselmotors geeignet wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: Knallgasmotor, dadurch gekennzeichnet, daß Wasserstoff und Sauerstoff getrennt voneinander so in den Verbrennungsraum geblasen werden, daß sie sich ungefähr in der Mitte des Raumes treffen und hier durch vorher erfolgte Erhitzung oder durch Kompressionswärme sich entzünden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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