DE264233C - - Google Patents

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DE264233C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B28WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
    • B28BSHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
    • B28B1/00Producing shaped prefabricated articles from the material
    • B28B1/52Producing shaped prefabricated articles from the material specially adapted for producing articles from mixtures containing fibres, e.g. asbestos cement

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Press-Shaping Or Shaping Using Conveyers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 80«. GRUPPE
E. H. RIETER-BODMER in TURIN.
Die Herstellung von Platten zu Dachdeckungs- und Wandverkleidungszwecken aus einer Asbestzementmasse, welche in der Hauptsache aus einer Mischung von Asbestfaserstoffen mit hydraulischen Bindemitteln, z. B. Magnesit oder Portlandzement und Wasser, besteht, ist bekannt. Diese Platten mit Falzen zu versehen, derart, daß das fertige Fabrikat überall die gleiche Materialdichte, Härte
ίο und Festigkeit besitzt, ist bisher nicht erreicht worden. Die bei der Herstellung von Falzplatten und Zementmörtel und Ton üblichen Verfahren können auf die Herstellung von Falzplatten aus Asbestzement nicht übertragen werden, da sich die beiden Massen bei der Pressung verschieden verhalten. Die Anordnung von Falzen an Platten aus Asbestzement geben diesen aber den bei Falzplatten aus Zementmörtel und Ton bekannten Vorteil, daß sie mit geringerer Überlappung und wasserdichter und sturmsicherer gelegt werden können.
Bei der Herstellung von Falzplatten aus Ton ist es bekannt, fertiggepreßte Stege in die Form einzulegen und durch schwachen Druck mit der Platte zu verbinden.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren zur Herstellung von Falzschieferplatten aus Asbestzement, welches auf folgenden Betrachtungen beruht.
Während zum Formen von plastischen Massen, wie Ton, Zementmörtel usw., die Preßform genau das Negativ des zu pressenden Gegenstandes sein muß, sei letzterer von überall gleichbleibender Stärke oder von ungleich dicker Gestalt, ist dies bei der Erzeugung von Gegenständen aus Asbestzement nicht der Fall, und zwar um so weniger, je mehr die Form von der Plattenform abweicht, d. h. je mehr das Verhältnis der Höhe und Größe der fassonierten Stellen zur minimalen Wandstärke zunimmt. Der Grund dafür liegt darin, daß das Asbestzementgemisch in hohem Maße unplastisch ist, nämlich insofern, als diese Masse, sobald ihr ein gewisser Prozentsatz Wasser entzogen worden ist, selbst unter hohem und höchstem Druck sich nicht mehr in der Preßform verteilen läßt, sondern lediglich unter noch weiterem Austreiben von Wasser noch mehr zusammengepreßt werden kann. Eine Folge hiervon ist, daß die dünnwandigen Stellen des zu erzeugenden Gegenstandes eine weit stärkere Materialpressung erhalten als Stellen größerer Wandstärke, indem jene erweiterten Teile der Form während des Preß-Vorganges gewissermaßen als Wasseraufbewahrer dienen, wo sich das aus den dünnwandigen Teilen der Form zuerst ausgetriebene Wasser zum Teil ansammelt; ein anderer Teil des Wassers fließt durch die filtrierenden Wandungen aus der Preßform aus. An den dünnwandigen Stellen läßt sich das Wasser rascher austreiben, weil^ bezüglich der Menge hier weniger vorhanden ist. Das an diesen Stellen des Erzeugungsgegenstandes befindliche Preßgut wird somit bereits den größten Teil Wasser abgegeben haben und dadurch in eine dick-breiartige Masse übergegangen sein, wobei nun diese Masse die Eigenschaft besitzt, daß sie sich noch weiter zusammenpressen läßt und dabei noch weiter einen geringen Prozentsatz Wasser abgibt. Das an den dünn-

Claims (1)

  1. wandigen Stellen vorhandene Preßgut wird jedoch, und das ist die grundlegende, für das neue Verfahren charakteristische Eigenschaft, die dieser Mischung (Asbest und Zement) im Preßverfahren eigen ist, sich selbst unter höchstem Druck nicht mehr weiter in der Form verteilen lassen und jedem, auch dem höchsten Druck nicht mehr ausweichen, da die einzelnen Teilchen der Mischung schon so
    ίο fest zusammenhalten, als ob bereits eine Bindung zwischen ihnen begonnen hätte. Die dickwandigen Stellen des Erzeugungsgegenstandes haben somit noch einen bedeutend größeren Prozentsatz Wasser, sind also weicher und erleiden den hohen Druck, dem die dünnwandigen Stellen ausgesetzt sind, nicht mehr, da sich der Pressendruck immer mehr gegen das Ende des Preßvorganges fast vollständig nur noch auf die festen dünnwandigen Stellen des Preßgegenstandes verteilt. Die dickwandigen Stellen sind somit am fertigen Gegenstand weit weniger kompakt, daher poröser, weicher, besitzen geringere Festigkeit und sind deshalb bedeutend geringwertiger. Ein so angefertigter fassonierter Gegenstand wird somit in höchstem Maße ungleichmäßig.
    Auf vorstehend beschriebener Eigenschaft der Asbestzementmischung beruht auch die Möglichkeit, Asbestzementplatten, ohne sie in geschlossene Formen zu legen, also mit freiem Rande in einer hydraulischen Presse in weichem Zustande unter Austreibung von Wasser bis auf die höchsten Drücke zu pressen. Ton, Zementmörtel usw. würden diesem, sogar einem viel geringeren Drucke seitlich ausweichen und eine Pressung verunmöglichen.
    Unter Ausnutzung dieser Tatsache werden beim vorliegenden Verfahren vorgepreßte Leisten, die bereits einen Druck von beispielsweise etwa 50 kg erhalten haben, in die Form, welche mit dem flüssigen Brei des Asbestzementes gefüllt ist, eingelegt, und zwar an den Stellen, an welchen die Falze hergestellt werden sollen. Darauf werden diese vorgepreßten Leisten während der Entstehung der Platte mit derselben durch Druck fest verbunden. Nach dem Enddruck bilden diese Leisten mit den Platten einen gleichmäßigen Gegenstand.
    So Patent-Ansfkuch :
    Verfahren zur Herstellung von Falzschieferplatten aus Asbestzement, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten unter gleichzeitiger Herstellung von Falzen in Formen derart gepreßt werden, daß die Stellen der Preßform, wo die Materialstärke der Platte größer werden soll als deren kleinste Wandstärke, mit vorgepreßtem Halbfabrikat entsprechender Stärke und Form belegt werden.
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