DE2640852C2 - Verfahren zur Herstellung trockener Monochloralkane, die 1 bis 4 Kohlenstoffatome aufweisen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung trockener Monochloralkane, die 1 bis 4 Kohlenstoffatome aufweisen

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DE2640852C2 DE19762640852 DE2640852A DE2640852C2 DE 2640852 C2 DE2640852 C2 DE 2640852C2 DE 19762640852 DE19762640852 DE 19762640852 DE 2640852 A DE2640852 A DE 2640852A DE 2640852 C2 DE2640852 C2 DE 2640852C2
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Description

a) die vorgenannten Alkenole mit Chlorwasserstoff (mindestens 10%iger Oberschuß, bezogen auf die stöchiometrische Menge) bei 50 bis 1800C und einem Druck νοΐφ,74 bis 27,7 bar so umsetzt, daß der größte Teil des Alkanols und des Reaktionswassers in flüssiger Phase bleibt,
b) die in a) anfallende, aus Mönochlöralkan und Chlorwasserstoff bestehende Dampfphase aus der Umsetzungszone abzieht und diese mit einem Teil der in flüssiger Phase anfallenden Umsetzungsprodukte unter Rückfluß behandelt,
c) die ?r» b) anfallenden gasförmigen Produkte abzieht und kondensiert,
el) einen Teil des Kondensats in die Stufe b) zurückführt,
c2) den Rest des Kondensats in Monochloralkan und Chlorwasserstoff trennt und letzteren in die Stufe a) zurückführt,
d) einen Teif der flüssigen Umsetzungsmischung aus Stufe a) abzieht,
dl) Alkanol, Monochlct'alkan und Chlorwasserstoff vom Wasser und dem darin gelösten Chlorwasserstoff abtrennt,
d2) Alkanol, Monochlora'flcar. und Chlorwasserstoff in die Stufe a) zurückführt und
d3) die wäßrige Chlorwasserstoffsäure konzentriert
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Die Hydrochlorierung eines Alkanols ist ein bekanntes Verfahren, und es sind sowohl katalysierte als auch nicht, katalysierte Verfahren bereits beschrieben worden. Es wurden auch schon Reaktionen in der Gasphase und in flüssiger Phase beschrieben. Bei den meisten dieser Verfahren entsteht ein feuchtes Alkylhalogenidprodukt sowie als Nebenprodukt in hohen Ausbeuten der Diäther des Alkanols, die beide Schwierigkeiten bei der Gewinnung bereiten und einen Ausschuß an Reaktanden ergeben. Die Reaktion ist exotherm und folgt der allgemeinen Regel für solche Reaktionen, wonach ein Temperaturanstieg die Reaktionsgeschwindigkeit erhöht. Weiterhin werden bei der Reaktion, so, wie sie normalerweise gewerblich angewandt wird, Alkylhalogenide, Halogenwasserstoffe, Dialkyläther und ein verunreinigtes wäßriges Reaktionsgemisch an die Umwelt abgegeben, soweit sie nicht gesammelt und der weiteren Verarbeitung in Verfahren zur Verhinderung der Umweltverschmutzung zugeführt werden. Das Standardverfahren zur Trocknung und Entfernung des Äthers besteht darin, diesen mit konzentrierter Schwefelsäure zu behandeln. Hierbei entsteht ein Strom aus verdünnter Schwefelsäure, die mit Alkylsulfat verunreinigt ist, dessen Entfernung ein schwieriges Problem darstellt. Wenn es in Oberflächenwasser geleitet: wird, wird dem Strom eine große Sulfationenquelle zugeführt, was zu einer Verminderung des gelösten Sauerstoffs im Strom führt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile" zu" vermeiden und ein Verfahren der in der Bezeichnung genannten Gattung zu.schaffen, das. keine Schwefelsäure .erfordert, es sei denn zur extremen Reinigung öder Trocknung, wobei nur eine Verdünnung der Schwefelsäure mit Wässer stattfindet,, sowie ein Verfahren nach Art "eines geschlossenen Systems zu schaffen, bei dem sowohl die Menge an erzeugtem Dialkyläther als auch an in die Umwelt abgegebenen Verbindungen, nämlich Dialkyläther, Halogenwasserstoff und wäßrige Säure, vermindert wird. Die Aufgabe besieht weiter darin, insbesondere ein Verfahren zur Herstellung von im wesentlichen trockenem, ätherfreiem Methylchlorid zu schaffen.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch ein Verfahren zur Herstellung von trockenen Monochloralkanen, die ί bis 4 Kohlenstoffatome aufweisen, durch Umsetzung der entsprechenden Alkanole mit Chlorwasserstoff in flüssiger Phase, gelöst, das dadurch gekennzeichnet ist, daß man
a) die vorgenannten Alkanole mit Chlorwasserstoff (mindestens 10%iger Oberschuß, bezogen auf die stöchiometrische Menge) bei 50 bis 1800C und einem Druck von 1,74 bis 27,7 bar so umsetzt, daß der größte Teil des Alkanols und des Reaktionswassers in flüssiger Phase bleibt,
b) die in a) anfallende, aus Mönochlöralkan und Chlorwasserstoff bestehende Dampfphase aus der Umsetzungszone-abzieht und diese mit einem Teil der in flüssiger Phase anfallenden Umsetzungsprodukte unter Rückfluß behandelt,
c) die in b) anfallenden gasförmigen Produkte abzieht und kondensiert,
ei) einen Teil des Kondensats in die Stufe b)
zurückführt, c2) den Rest des Kondensats in Mönochlöralkan und Chlorwasserstoff trennt und letzteren in die Stufe a) zurückführt,
d) einen Teil der flüssigen Umsetzungsmischung aus Stufe a) abzieht,
dl) Alkanol, Mönochlöralkan und Chlorwasserstoff vorn Wasser und dem darin gelösten Chlorwasserstoff abtrennt,
d2) Alkanol, Mönochlöralkan und Chlorwasserstoff in die Stufe a) zurückführt und
d3) die wäßrige Chlorwasserstoffsäure konzentriert.
Beim erfindungsgemäßen Verfahren kann jeder aliphatische d- bis Q-Alkohol verwendet werden, beispielsweise Methanol, Äthanol, Propanol, Isopropanol, Butanol,sek.-Butanol und tert-Butanol.
Der Druck, bei dem das erfindungsgemäße Verfahren durchgeführt wird, reicht nur dazu aus, den größten Teil des Alkanols und des Reaktionswassers bei der Reaktionstemperatur flüssig zu halten.
Die Reaktion läuft bei Temperaturen ab 50° C ab; sie wird jedoch vorzugsweise bei Temperaturen zwischen 100 und 18O0C durchgeführt. Bei dem Verfahren, bei dem Methylchlorid aus Methanol hergestellt wird, sind typische Drücke, die innerhalb des genannten Tempera-
turbereiches (100 bis 180°C) notwendig sind, um Methanol und Wasser flüssig zu halten, etwa 7,4 bis etwa 20,8 bar.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung, die ein schematisches Fließbild eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens ist, weiter erläutert:
Das Alkanol, z. B, flüssiges Methanol, wird zusammen mit einem mindestens 10%igtn Oberschuß, bezogen auf die stöchiometrische Menge, an Chlorwasserstoff (HCl), in einen Reaktor (10) eingeführt. Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel besteht der Reaktorabschnitt aus einem Siedebettreaktor (10), der unter einem geeigneten überatmosphärischen Druck gehalten wird, um das Reaktionsmedium bei der Reaktionstemperatur flüssig zu halten. Die Reaktionswärme bewirkt die Verdampfung des Alkylhalogenids aus der Reaktionszone zusammep mit dem überschüssigen Chlorwasserstoff. Dieses verdampfte Gemisch wird durch einen Füllkörper-Rektifikationsturm (11) geleitet, der vorzugsweise über dem Siedebettreaktor (10) angeordnet ist und in dem das Gemisch mit dem flüssigen Produkt (\la), das mit dem Chlorwasserstoff gesättigt ist, und zwar gewöhnlich mit dem Chlorwasserstoff, der zur Reaktion mit dem Alkanol im Reaktor (10) im Oberschuß erforderlich ist, unter Rückfluß behandelt wird. Dieser Chlorwasserstoff bildet mit dem in an sich im Rektifikationsturm (11) befindenden Gasen enthaltenen Wasserdampf ein Az£otrot> mit einem Siedepunktmaximum und schleppt dieses gebundene Wasser als Flüssigkeit nach unten und trocknet so das Produkt.
Der Rektifikationsturm (11 erzeugt, zusätzlich zur Trocknung der MoiOchlOralkane, einen Bereich mit niedrigem Wassergehalt, worin der überschüssige Chlorwasserstoff mit jedem Dialkyläther, der als Nebenprodukt im Reaktorabschnitt erzeugt wurde, reagiert und den Äther in das entsprechende Monochloralkan und Wasser umwandelt Der Rektifikationsturm (11) ist mit einem Kondensator (12) und einem Behälter (13) versehen. Das Verfahren kann bei einem Druck durchgeführt werden, der ausreicht, daß das Rückflußmedium ohne Verwendung einer Kühlung im Kondensator (12) kondensiert Die Flüssigkeiten, die sich in dem Behälter (13) ansammeln, werden zur Spitze des Rektifikationsturms (11) geleitet, und nicht kondensierte Gase, die im wesentlichen aus dem Monochloralkan und Chlorwasserstoff mit sehr geringen Mengen an Feuchtigkeit und Äther bestehen, werden von dem Behälter (13) zu einem Kondensator (14) zur vollständigen Kondensation der aus=- dem Behälter (13) stammenden Gase geleitet. Das Kondensat aus dem Kondensator (14) wird in die Chlorwasserstoff-Destillationsvorrichtung (15) gepumpt, worin der in der flüssigen organischen Phase gelöste Chlorwasserstoff durch Destillation auf an sich bekannte Weise abgetrennt und der Reaktion wieder zugeführt wird. Das Monochloralkan wird dem unteren Ende der Destillationsvorrichtung entnommen.
Im Reaktor (10) wird dadurch ein verhältnismäßig konstantes Volumen gehalten, daß das Reaktionsgemisch vom Reaktor abgezogen und dieser mit Hilfe der Destilliervorrichtung (16) getrennt wird, wobei das Monochloralkan und der Chlorwasserstoff, die dem Rektifikationsturm (11) zugeführt werden, entfernt werden. Die zum Austreiben erforderliche Hitze kann von einer Wiedererhitzungsvorrichtung oder durch direkte Einführung von Dampf zugeführt werden. Die von (16) abfließende Flüssigkeit (16a; ist eine konstant
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siedende, wäßrige Salzsäure.
Um derj Energiebedarf des Verfahrens zu senken, kann die Wärme der abfließenden. Chlorwasserstoffsäure in einem Wärmeaustauscher (17) an den zugeführten Alkylalkohol abgegeben werden; der Alkylalkohol kann bis zu seinem Siedepunkt erhitzt werden. Dies wird zu weniger Rest-Chlbrwasserstoffsäure in (16) führen, wenn Dämpf direkt in (16) eingeblasen wird. Der Chlorwasserstoff kann ebenso bis zur Reaktionstemperatur in, einem Wärmeaustauscher (18) vorerhitzt werden, seine Wärmekapazität ist jedoch im Vergleich zu derjenigen des Alkylalkohqls niedrig.
Die die Destilliervorrichtung (16) verlassende wäßrige Säure kann einer Niedrigdruck-Chlorwasserstoff-Konzentrierdestillation zugeführt werden, wobei das Wasser abgeschieden und die konzentrierte Säure in die Reaktionszone zurückgeführt wird. Das Endprodukt des erfindungsgemäßen Verfahrens ist — bei diesem Beispiel — Methylchlorid mit Wasser als einzigem Nebenprodukt
Der beladene Raum im Reaktorbereich (10) beträgt gewöhnlich zwischen 0,0028 m3 pro ΜοΊ Alkylalkohol, das pro Stunde zugeführt wird, und 0,28 m3 pro Mol, das pro Stunde zugeführt wird. Eine Vergrößerung des nutzbaren Raumes in dem Siedebettreaktor (10) vermincJi-rt die Äthermenge, die in den Turm (11) eintritt und vermindert die Menge an überschüssigem Chlorwasserstoff, die erforderlich ist um das Monochloralkan zu trocknen.
Beispiel 1
9.07 kg Methanol pro Stunde und 15,8 kg Chlorwasserstoff pro Stunde wurden einem Reaktor mit einem Volumen von 75,6 1 zugeführt in welchem ein Druck von 10,4 bar und eine Temperatur von 1200C aufrecht erhalten wurden. Am oberen Ende des Reaktors befand sich ein gefüllter Turm mit einem Rückfluß (2 :1) von mit Chlorwasserstoff gesättigtem trockenem Methylchlorid, welches mit dem aus dem Reaktor aufsteigenden Dampf in Berührung kam und die Gase trocknete. Die den Turm verlassenden Gase bestanden aus 4,2 kg Chlorwasserstoff pro Stunde und 14,4 kg Methylchlorid pro Stunde und enthielten 170MoI ppm Wasser und weniger als 1 Mol ppm Dimethyläther. Der Reaktorüberlauf, der aus in Wasser gelöstem Chlorwasserstoff, Methylchlorid und Äther bestand, wurde von Methylchlorid, Methanol, Chlorwasserstoff und Dimethyläther befreit und ergab einen Abflußstrom, der aus 0,82 kg pro Stunde Chlorwasserstoff, gelöst in 5,2 kg pro Stunde Wasser, bestand und weniger als jeweils 1 ppm Methanol, Methylchk?rid und Dimethyläther enthielt.
Die wäßrige Chlorwasserstoffsäure kann verwendet werden wie sie ist oder zu einer mindestens 20%igen Säure cut'ch Normaldruck-Destiliation konzentriert und dem Hydrochlorierungs-Reaktor wieder zugeführt werden, allein mit Vt asser als einzigem Nebenprodukt aus dem System.
Beispiel 2
42,4 kg Methanol pro Stunde und 62,5 kg Chlorwasserstoff pro Stunde wurden einem Reaktor mit einem Volumen von 1851 zugeführt, weicher unusr einem Druck von 17,4 bar und einer Temperatur von 168°C gehalten wurde. An der Spitze des Reaktors befand sich ein gefüllter Turm m-t einem Rückfluß (Rückflußverhältnis 2,15) von trockenem, mit Chlorwasserstoff gesättigtem Methylchlorid, welches mit dem aus dem Reaktor aufsteigenden Dampf in Berührung kam und
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die Gase trocknete. Die den Turm verlassenden Gase bestanden aus 1335 kg Chlorwasserstoff pro Stunde und 66,7 kg Methylchlorid pro Stunde und enthielten 210 ppm Wasser und weniger als 3 mmp Dimethyläl.her. Der Reaktorüberlauf bestand aus in Wasser gelöstem -, Chlorwasserstoff, Methylchlorid und Äther und wurde mit Hilfe von Dampf von Methylchlorid, Methanol, Chlorwasserstoff und Dimethyläthcr befreit, wobei
20.4 kg Dampf pro Stunde verwendet wurden und ein Abflußstrom entstand, der aus 3,27 kg Chlorwasserstoff pro Stunde gelöst in 44,0 kg Wasser pro Stunde bestand und weniger als jeweils 1 Mol ppm Methylchlorid und Dimethyläther und 6 Mol ppm Methanol enthielt.
Beispiel 3
42,1 kg Methanol pro Stunde und 71,6 kg Chlorwasserstoff pro Stunde wurden einem Reaktor mit einem Volumen von 92.6 I zugeführt, der unter einem Druck von 17,4 bar und bei einer Temperatur von 168° C gehalten wurde. An der Spitze des Reaktors befand sich .>o ein gefüllter Turm mit einem Rückfluß (Rücknußverhältnis 2,01) von trockenem, mit Chlorwasserstoff gesättigtem Methylchlorid, welches mit dem aus dem Reaktor aufsteigenden Dampf in Berührung kam und die Gase trocknete. Die den Turm verlassenden Gase bestanden aus 21,2 kg Chlorwasserstoff pro Stunde und
66.5 kg Methylchlorid pro Stunde und enthielten 105 ppm Wasser und weniger als 1 ppm Dimethyläther. Der Reaktorüberlauf bestand aus in Wasser gelöstem Chlorwasserstoff, Methylchlorid und Äther und wurde jo von Methylchlorid, Methanol, Chlorwasserstoff und Dimethyläther befreit und ergab einen Abflußstrom, der aus 3,10 kg Chlorwasserstoff pro Stunde, gelöst in 23,7 kg Wasser pro Stunde, bestand und weniger als jeweils 1 ppm Methanol, Methylchlorid und Dimethyläther enthielt.
Falls gewünscht, wird das nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Methylehlorid nach einem hier nicht unter Schutz gestellten Verfahren vollkommen getrocknet (d. h. zu einem Gehalt von weniger als etwa 400 Mol-Teilen Wasser pro Millionen Teile Methylchlorid) durch Destillation des feuchten Methylchlorids in Gegenwart von wenigstens lOMol-% Chlorwasserstoff, bezogen auf das Methylchlorid, Wasser und allen übrigen Bestandteilen des zu destillierenden Gemisches. Die Destillation wird unter überatmosphärischem Druck und bei einer Temperatur durchgeführt, die eine wäßrige Chlorwasserstoffsäure von weniger als 36 Gewichtsprozent ergibt, vorzugsweise unter einem solchen überatmosphärischen Druck und einer ausreichenden Temperatur, daß eine azeotrc pe Chlorwasserstoffsäure entsteht, die eine niedrige Chlorwasserstoff-Konzentration aufweist. Steigende Drücke erlauben steigende Temperaturen in den Abflußströmen, die Azeotrope geringerer Chlorwasserkonzentration bilden.
Die Einflußgrößen, die eingestellt werden können, um einen niedrigeren Wassergehalt des Methylchlorids und/oder eine höhere oder geringere Säurekonzentration zu erhalten, sind der Mol-Prozentsatz an Chlorwasserstoff, das Rückflußverhältnis, die Zahl der theoretischen Böden, der Druck und/oder die Temperatur.
Das Trocknungsverfahren wird vorzugsweise unter überatmosphärischem Druck von etwa 7,4 bis etwa 22.1 bar durchgeführt. Diejenigen Temperaturen, bei denen das Azeotrop wäßriger Chlorwasserstoffsäure unter einem solchen Druck siedet, werden bevorzugt, obwohl geringere Temperaturen nützlich sind, wenn eine hohe Säurekonzentration gewünscht wird. Rückflußverhältnisse von zwischen etwa 1,3 und 4,0 sind wünschenswert, um eine wirksame Verwendung des Chlorwasserstoffs zu erhalten. Die Zahl der theoretischen Böden im Rektifikator oder in der Säule kann üblicherweise zwischen etwa 10 und etwa 150 schwanken.
Die Einführung des Chlorwasserstoffes in das System zur Erreichung der gewünschten Destillationsbedingungen erfolgt im allgemeinen an der Destillationsapparatur, kann aber hier in der Einspeisung zum Reaktor erfolgen, und zwar als Folge davon, daß er gegenüber stöchiometrischen Verhältnissen im Überschuß in eine Reaktion, mit der beispielsweise Methylchlorid hergestellt wird, eingesetzt wird oder als Nebenprodukt eines Verfahrens vorhanden ist.
Beispiel 4
132 kg-Mol Methanol wurden mit einem 39,7 Mol°/oigem Überschuß, bezogen auf die stöehiometrische Menge, an Chlorwasserstoff bei 166=C umgesetzt. Das abfließende Reaktionsgemisch, Methylchlorid, Wasser und nichtumgesetzter Chlorwasserstoff, wurde einer Destillationskolonne zugeführt, die mit Füllkörpern einer Größe von 1,27 cm gefüllt war und einen inneren Durchmesser von 14,0 cm und eine Höhe von 15,3 m besaß. Die Destillation wurde bei 17,4 bar, einer Temperatur von 2100C und einem Wiedererhitzer mit einem Rückflußkondensator bei 64° C betrieben. Der molare Rückfluß wurde auf 2,04 eingestellt Der Wassergehalt der gasförmigen Produkte wurde bestimmt; er betrug weniger als 200 ppm Wasser. Der Destillationssumpf bestand aus 9,95%iger wäßriger Salzsäure.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von trockenen Monochloralkanen, die 1 bis 4 Kohlenstoffatome aufweisen, durch Umsetzung der entsprechenden Alkenole mit Chlorwasserstoff in flüssiger Phase, dadurch gekennzeichnet, daß man
DE19762640852 1974-07-08 1976-09-10 Verfahren zur Herstellung trockener Monochloralkane, die 1 bis 4 Kohlenstoffatome aufweisen Expired DE2640852C2 (de)

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