DE2634840C3 - Chemischer Freikolben-Verdichtungsreaktor - Google Patents
Chemischer Freikolben-VerdichtungsreaktorInfo
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Description
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Die Erfindung bezieht sich auf einen chemischen Freikolben-Verdichtungsreaktor nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
Sie kann in Anlagen der chemischen Industrie zur Durchführung von chemischen Gasphase-Reaktionen w
unter hohem Druck und bei hoher Temperatur angewandt werden, die sich in einem weiten Bereich
ändern können, und zwar zur Durchführung schneller Gasphase-Reaktionen, die bei schneller Änderung von
Temperatur und Druck intensiv ablaufen, wenn das Reaktionsgut die für diesen Druckzyklus maximalen
Temperatur- und Druckwerte innerhalb einer Zeit von max. I ms erreicht.
Bekannt sind verschiedene Bauarten chemischer Verdichtungsreäktoren zur Durchführung von Reaktionen
in Gasphase. Eine Sondergruppe bilden Frcikolben-Verdichtungsreaktoren. Diese Reaktoren stellen ein
Gehäuse mit einer zyiinderförmigen Reaktionskammer dar, die stirnseitig geschlossen ist, in dem die
Reaktionspartner durch einen Freikolben, d. h. einen <>5 Kolben ohne jegliche mechanische Verbindungen,
verdichtet werden. Bekannt sind Reaktoren, in denen einige solcher Gehäuse vorhanden sind, sowie auch
Reaktoren, in denen sich in einer Reaktionskammer mehrere Kolben befinden. Im letzteren Fall wird die
Bewegung der Kolben durch gesonderte Einrichtungen auf Gleichlauf gebracht.
Zum Beispiel ist ein chemischer Freikolben-Verdichtungsreaktor der eingangs genannten Art bekannt (vgl.
US-PS 78 14 551). Er enthält ein auf einem Sockel •befestigtes Gehäuse, das eine zylinderförmibe Reaktionskammer
mit einer horizontalen Längsachse besitzt. Innerhalb der Reaktionskammer ist ein doppeltwirkender
Freikolben untergebracht, der aus zwei Teilen besteht, die durch einen Stab verbunden sind. Der
Freikolben teilt die Reaktionskammer in zwei Arbeitsräume.
Jeder Arbeitsraum hat in den Stirnwänden eine öffnung für Ausgangsstoffzufuhr, die durch ein Tellerventil
verschlossen wird. In der Stirnwand jedes Arbeitsraums gibt es außerdem eine zusätzliche
öffnung, die ebenfalls von einem Tellerventil verschlossen wird. Diese zusätzliche öffnung dient zur Zufuhr
von Hochdruckgas. Sämtliche Ventile werden mit Hilfe von Elektromagneten geöffnet, die durch Kontakte
gesteuert werden, die durch den die zwei Kolbenteile verbindenden Stab angetrieben werden. Die Ventile
sind mit Federn versehen, die auf die Ventile einwirken und sie schließen, wenn die Elektromagnete stromlos
sind. Die Kontakte schalten Magnete ein, um entsprechende Ventile am Ende des Ausdehnungshubs im
entsprechenden Arbeitsraum zu öffnen.
In jedem Arbeitsraum gibt es öffnungen zur Reaktionsprodukt-Ableitung. Diese öffnungen sind so
angebracht, daß sie offen sind, wenn sich der Kolben in diesem Arbeitsraum am Ende des Ausdehnungshubs
befindet. Zu dieser Zeit vollendet das andere Kolbenende im anderen Arbeitsraum den Verdichtungshub.
Bei Kolben-Hin- und -Herbewegung wird das in den Arbeitsraum eingeführte Gas bei Kolbenbewegung in
einer Richtung verdichtet, und bei Kolbenbewegung in entgegengesetzter Richtung dehnt es sich aus. Im
anderen Arbeitsraum erfolgen solche Prozesse gegenphasig. Während der Gasausdehnung geschieht das
Durchblasen — durch Öffnungen für Reaktionspartnerzufuhr in den Stirnseiten der Reaktionskammer wird die
nächste Charge vom Reaktionspartner und vom Hochdruckgas zugeführt und durch öffnungen in der
Seitenwand der Reaktionskammer werden die Reaktionsprodukte entfernt.
Jedoch sind in allen bekannten chemischen Freikolben-Verdichtungsreaktoren
die Reibungskräfte zwischen dem Kolben und den Wandungen der Reaktionskammer und folglich auch die Reibungsenergieverluste
groß. Für einen chemischen Freikolben-Verdichtungsreaktor ist dieser Nachteil von grundsätzlicher Bedeutung.
Aus der Schwingungstheorie is; es bekannt, daß die Energie, die durch ein Schwingungssystem, in diesem
Fall durch den Kolben, gespeichert wurde, bei Resonanz-Aufschaukelung dem Verlustpegel im
Schwingungssystem direkt proportional ist: je größer die Verluste, um so geringer die Energie des Systems,
d. h. des Kolbens, um so geringer der Druck und die Temperatur der Verdichtung von Reaktionspartnern
durch den Kolben im chemischen Verdichtungsreaktor, um so geringer auch der in ihm erreichte Umsetzungsgrad sowie auch die Produktleistung des Reaktors.
Außerdem sind in den bekannten Reaktoren keine Maßnahmen getroffen, um eine Vermischung des in den
Reaktor kommenden Ausgangsstoffs und der Reaktionsprodukte, die die Reaktionskammer verlassen, zu
vermeiden. Deswegen verringert sich die Produktleistung des Apparats und verschlechtert sich die
Selektivität des Prozesses, wenn das Produkt instabil ist (die Endprodukt-Selektivität wird hier als ein in Prozent
ausgedrücktes Verhältnis der Ausbeute des Endprodukts der Reaktion, zur Summe der Einsatzmengen aller
Reaktionsprodukte bestimmt). Das ist hauptsächlich dadurch bedingt, daß in den bekannten Reaktoren kein
vollständiges Evakuieren der Reaktionsprodukte aus dem Reaktor gesichert ist, das man als Verhältnis ι ο
zwischen der Menge der Reaktionsprodukte, die während eines Kolbenhubs nicht evakuiert wurden, und
dem Volumen der Realitionspartner, die der Verdichtung
unterworfen wurden, bestimmen kann. Das Evakuieren der Reaktionsprodukte aus dem Reaktor
kann verbessert werden, wenn man den Spülgrad (d. h. das Veiiiältnis zwischen dem Volumen des Gases, das
zwischen zwei Verdichtungen aus dem Reaktor austritt, und dem Arbeitsvolumen) vergrößert. Jedoch führt ein
solches Vorgehen zum Verdünnen der mit dem Ausgangsstoff umgesetzten Gase, was eine,- Verringerung
des Umsatzgrades des Ausgangsstoffs und folglich der Parameter sämtlicher darauffolgender technologischer
Operationen, die auf Abscheidung des Endprodukts gerichtet sind. Außerdem ist der Umlauf des nicht
umgesetzten Ausgangsstoffs vergrößert.
Aufgabe der Erfindung ist daher die Schaffung eines chemischen Freikoiben-Verdichtungsreaktors, in dem
das Evakuieren der Reaktionsprodukte aus den Arbeitsräumen des Reaktors bei minimalem Durchbruch
nicht umgesetzter Reaktionspartner durch den
Reaktor verbessert ist, um die Leistung des Reaktors und die Selektivität der in ihm ablaufenden Prozesse zu
steigern.
Die erfindungsgemäße Lösung dieser Aufgabe erfolgt durch die Lehre nach dem Kennzeichen des Patentanspruchs
1.
Der relativ große Abstand zwischen den Eingangsund Ausga^gsöffnungen erhöht sowohl die Produktleistung
des Reaktors als auch die Selektivität. ·*ο
Bei einem Abstand zwischen den Öffnungen für Reaktionspartnerzufuhr und den öffnungen zur Reaktionsproduktabfuhr
gleich dem lOfachen Durchmesser der Arbeitskammer und bei zwölf Öffnungen für Reaktionspartneraifuhr erreicht iie Selektivität im
erfindungsgemäßen Reaktor 70%. Auf diese Weise führt der erfindungsgemäße Verdichtungsreaktor völlig
überraschend zur Vergrößerung der Selektivität der chemischen Umsetzung.
Die Vergrößerung des Abstandes zwischen den so
beiden Arten von Öffnungen erfordert zwar eine größere Gesamtlänge des Gehäuses des chemischen
Verdichtungsreaktors, was sich aber leicht bei vertikaler Lage der Reaktionskammerachse verwirklichen läßt.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Die Lehre des Anspruchs 2 ermöglicht, die gesteuerten Ventile zu schließen, wenn sich in ihrer Nähe das
Ausgangsgemisch und nicht die Reaktionsprodukte befinden. Dadurch werden die Produktleistung des bö
Reaktors und die Selektivität des Verfahrens noch mehr erhöht.
Für die Lehre des Anspruchs 3 wurde experimentell nachgewiesen, d?G sie zusätzlich die Steigerung der
Leistung des Reaktors und der Selektivität der in ihm ablaufenden Prozesse fordert.
Die Lehre des Anspruchs 4 ermöglicht bessere Ergebnisse von Leistung und Selektivität.
Anhand der Zeichnung wird die Erfindung beispielsweise
näher erläutert Es zeigt
F i g, 1 einen erfindungsgemäßen chemischen Freikolben-Verdichtungsreaktor
im Längsschnitt,
F i g. 2 einen Schnitt Π-ΙΙ der F i g. 1,
Fig.3 eine erfindungsgemäße Abwandlung der öffnungen für Reaktionspartnerzufuhr im Längsschnitt
und
F i g. 4 einen Schnitt IV-IV der F i g. 3.
Der erfindungsgemäße chemische Verdichtungsreaktor enthält ein Gehäuse 1 (F i g. 1), das auf einpm Sockel
2 befestigt ist. Im Gehäuse 1 ist eine zylinderförmige Reaktionskammer 3 ausgeführt, deren Achse vertikal
liegt Ein doppeltwirkender Freikolben 4 teilt die Reaktionskammer 3 in zwei Arbeitsräume einen oberen
Arbeitsraum 5 und einen unteren Arbeitsraum 6, und kann eine vertikale Hin- und Herbewegung ausführen.
In den Stirnwänden der Reaktionskammer 3 sind symmetrisch zu ihrer Achse vier öffnungen 7 (F i g. 1,2)
und vier Öffnungen 8 (Fig. 1) für iieaktionspartnerzufuhr
in die Arbeitsräume 6 bzw. 5 ausgeführt Die öffnungen 7 sind mit Tellerventilen 9 verschlossen, die
durch einen Elektromagnet 10 gesteuert werden, die Öffnungen 8 sind mit Tellerventilen 11 verschlossen, die
von einem Elektromagnet 12 gesteuert werden.
Vorzugsweise sind die Ventile 9 und 11 der öffnungen
7 und 8 für Reaktionspartnerzufuhr normalerweise frei. An sich kann die Anzahl der öffnungen 7 und 8 beliebig
sein, bevorzugt werden aber drei bis zwölf, und zwar symmetrisch zur Achse der Reaktionskammer 3, um den
einführenden Reagenzstrahl gleichmäßig im gesamten Querschnitt der Reaktionskammer 3 verteilen zu
können. Die Öffnungen für Reaktionspartnerzufuhr können auch als ein Ringschlitz 13 (Fig.3) ausgeführt
werden, der konzentrisch zur Achse der Reaktionskammer 3 liegt.
Der Ringschlitz 13 wird von einem gesteuerten Ventil 14(F i g. 3,4) entsprechender Form verschlossen.
In der Seitenwand der Reaktionskammer 3 sind öffnungen 15 (Fig. 1) zur Reaktionsproduktabfuhr aus
dem unteren Arbeitsraum 6 und Öffnungen 16 zur Reaktionsproduktabfuhr aus dem oberen Arbeitsraum 5
ausgeführt. Sämtliche Öffnungen 15 steheii mit einem
Ringsammler 17 in Verbindung, dessin Ausgang mit einem Ventil 18 verschlossen wird, das mit einem
Elektromagnet 19 gesteuert wird. Ähnlich stehen öffnungen 16 mit einem Sammler 20 in Verbindung,
dessen Ausgang mit einem Ventil 21 verschlossen wird, das mit einem Elektromagnet 22 gesteuert wird.
Der Abstand >. 1« zwischen den Öffnungen 8 für Reaktionspartnerzufuhr in den Arbeitsraum 5 und den
öffnungen 16 zur Reaktionsproduktabfuhr aus demselben Arbeitsraum 5 (sowie auch der Abstand zwischen
den Öffnungen 7 und 15) beträgt drei Durchmesser »d« der Reaktionskammer 3, kann aber im Bereich von 2,5 d
bis lOc/liegen.
Die öffnungen 15 und 16 zur Reaktionsproduktabfuhr brauchen gegebenenfalls nicht mit Ventilen verschlossen
sein (nicht gezeigt). Jedoch muß in diesem Fall, um einen Durchbruch der nicht umgesetzten Reaktionsparlner
auszuschließen, ein bestimmtes Verhältnis zwischen der Länge des Kolbenhubs, der Kolbenlänge
und dem Abstand zwischen den Öffnungen für Reakiionspartner7..ifuhr und öffnungen zur Reaktionsproduktabfuhr
eingehalten werden.
Zur Inbetriebnahme des chemischen Verdichtungsreaktors ist es notwendig, den Ventilen 9 und 11, die die
Öffnungen 7 und 8 verschließen, gasförmige Reaktions-
partner unter einem Druck von 10-20 atm zuzuführen. Durch Steuerung der Ventile 9 läßt man eine Charge
gasförmiger Reaktionspartner in den unteren Arbeitsraum 6 ein. Die Ventile 11 und 21 müssen dabei
verschlossen und das Ventil 18 geöffnet sein. Unter der Einwirkung gasförmiger Reaktionspartner wird der
Freikolben 4 nach oben gehoben, so daß er Gas 'm oberen Arbeitsraum 5 verdichtet. Im unteren Arbeitsraum 6 dehnt sich Gas aus und strömt teilweise durch
die öffnungen 15 aus, so daß der Druck im unteren Arbeitsraum 6 geringer als der Druck im oberen
Arbeitsraum 5 wird, der Freikolben 4 stehenbleibt und zu sinken beginnt. In diesem Zeitpunkt muß durch die
öffnungen 8 in den oberen Arbeitsraum 5 eine Charge gasförmiger Reaktionspartner eingeführt werden, die
bei ihrer Ausdehnung dem Freikolben 4 einen zusätzlichen Impuls verleihen. Die Ventile 18 und 9
müssen bei der Bewegung des Freikolbens 4 nach unten geschlossen, das Ventil 21 aber geöffnet sein. Während
dieses Hubs verdichtet der Freikolben 4 Gas im unteren Arbeitsraum 6 und Gas gewinnt eine größere
potentielle Energie als beim vorherigen Kolbenhub 4 im oberen Arbeitsraum 5.
Bei der Bewegung des Freikolbens 4 nach unten strömt ein Teil des Gases aus dem oberen Arbeitsraum 5
durch öffnungen 16 aus, da das Ventil 21 offen ist Auf diese Weise vergrößert sich nicht die Gasmenge in den
Arbeitsräumen 5 und 6 von einem Kolbenhub 4 zum anderen, aber bei jedem Kolbenhub wird dem
Freikolben 4 eine gewisse Energiemenge durch die Zufuhr der nächsten Charge gasförmiger Reaktionspartner zugeführt. Deswegen bewegt sich der Freikolben 4 in der Reaktionskammer 3 mit jedem Hub immer
schneller und verdichtet somit die gasförmigen Reaktionspartner bis zu immer höherem Druck und
Temperatur.
Die Geschwindigkeit und die Frequenz der Hin- und Herbewegung des Freikolbens 4 steigen so lange, bis die
dem Freikolben 4 bei jedem Hub zugeführte Energie gleich den Energieverlusten wird.
Im stationären Zustand arbeitet der Reaktor wie folgt.
Aus dem unteren Totpunkt verschiebt sich der Freikolben 4 unter der Einwirkung der unter ihm
verdichteten Reaktionspartner nach oben. Der Druck im unteren Arbeitsraum 6 sinkt dabei, und wenn er
niedriger als der Druck in der zuführenden Leitung wird, öffnen sich die Ventile 9 unter der Einwirkung des
Druckgefälles, und in den Reaktor kommt frischer Ausgangsstoff. Der Elektromagnet 10 verschließt die
Ventile 9 in ca. 0,01 s nach dem Beginn der Ausgangsstoffzufuhr. Wenn die untere Stirnseite des
sich hebenden Freikoibens 4 die öffnungen 15 erreicht
hat oder etwas später, wird das Ventil 18 durch den Elektromagnet 19 geöffnet Von diesem Zeitpunkt an
bis zur Rückkehr der unteren Stirnseite des Freikolbens 4 auf die Ebene der Öffnungen 15 strömt, falls das Ventil
18 nicht durch einen Steuerbefehl verschlossen wird. Gas aus dem unteren Arbeitsraum 6 aus. Im oberen
Arbeitsraum 5 erfolgt in dieser Zeit die Verdichtung, so daß der Freikolben 4 unter der Einwirkung der im
oberen Arbeitsraum 5 verdichteten Gase zurückkehrt. Bei seiner nächsten Bewegung nach unten erreicht der
Freikoiben 4 den unteren Totpunkt, bei dem die
ίο Beschreibung seiner Bewegung einsetzt. Sämtliche
Prozesse im oberen Arbeitsraum 5 sind den Prozessen im unteren Arbeitsraum 6 völlig ähnlich, verlaufen aber
gegenphasig.
Reaktionspartnerzufuhr und den öffnungen 15 zum Evakuieren der Reaktionsprodukte (bzw. zwischen den
öffnungen 8 und 16), die große Anzahl der öffnungen 7
und 8 für Reaktionspartnerzufuhr, die symmetrisch zur Achse der Reaktionskammer 3 liegen (bzw. einer oder
zwei öffnungen als Ringschlitz 13, der in den F i g. 3, 4 dargestellt ist), das Vorhandensein der gesteuerten
Ventile 18 und 21 (Fig. 1) sowie die vertikale Anordnung des Gehäuses I auf dem Sockel 2
vergrößern wesentlich die Produktleistung des Verdich
tungsreaktors sowie die Selektivität des Prozesses, wie
durch Experimente mit verschiedenen Ausführungsbeispielen der Erfindung gezeigt wurde.
Dabei wurde festgestellt, daß die Vergrößerung des
Abstandes zwischen den öffnungen für Reaktionspart-
nerzufuhr und den öffnungen zur Entfernung der
Reaktionsprodukte von 1,5 Durchmesser der Reaktionskammer 3 (wie für sich bekannt) auf 10 Durchmesser bei
gleichzeitiger Vergrößerung der Anzahl der Zuführungsöffnungen von einer auf zwölf die Reaktionspro-
dukt-Evakuieningsleistung um mehr als das zehnfache
erhöht (beim Spülgrad Eins). Dies wird von einer
entsprechenden Produktleistungssteigerung des Re^k
tors begleitet
Hydrodealkylierung von Xylolen in Gemisch mit Wasserstoff, in der Toluol ein Zwischenprodukt ist,
festgestellt, daß die Selektivität, die im erfindungsgemäßen Reaktor erreicht wird, weitaus höher Hegt im
Vergleich zu der Selektivität beim bekannten Reaktor.
.K=(C7H8) χ 100%: [(C7H8) + (C6H6)I
wobei in Klammern jeweils die Volumenkonzentrationen stehen, so ist y im bekannten Reaktor mit nur einer
so Öffnung für Reaktionspartnerzufuhr in jedem Arbeitsraum und mit einem Abstand zwischen der Öffnung für
Reaktionspartnerzufuhr und der öffnung zur Reaktionsproduktabfuhr gieicfa dem 1 fachen Durchmesser
der Arbeitskammer, höchstens 12% beim Spülgrad Eins.
Claims (4)
1. Chemischer Freikolben-Verdichtungsreaktor, mit
— einem auf einem Sockel befestigten Gehäuse,
— einer zylinderförmigen Reaktionskammer mit doppeltwirkendem Freikolben, der die Reaktionskammer
in zwei Arbeitsräume unterteilt,
— öffnungen für die Zufuhr der Reaktionspartner,
die sich in den Stirnwänden der Reaktionskammer befinden und durch gesteuerte Ventile
verschließbar sind, und
— öffnungen zur Ableitung der Reaktionsprodukte
in ihrer Seitenwand,
dadurch gekennzeichnet, daß
— die Achse der Reaktionskammer (3) vertikal verläuft, und
— der Abstand (I) zwischen den öffnungen (7 bzw.
8) für die Zufuhr der Reaktionspartner in die Arbeitsräume (6, 5) und den öffnungen (16, 15)
zum Ableiten der Reaktionsprodukte aus den Arbeitsräumen (6; 5)
— das 2,5— lOfache des Durchmessers (d) der Reaktionskammer (3) beträgt.
2. Verdichtungsreaktor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
— daß die Öffnungen (15r 16) zur Ableitung der
Reaktionsprodukte mit gesteuerten Ventilen (18, 21) versehen sind.
3. Verdiciitungsreaktor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
— daß in den Stirnwänden der Reaktionskammer (3) mehrere öffnungen (7,'") für die Zufuhr der
Reaktionspartner symmetrisch zur Achse der Reaktionskammer (3) ausgeführt sind.
4. Verdichtungsreaktor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
— daß die öffnungen für die Zufuhr der Reaktionspartner als Ringschlitze (13) konzentrisch zur
Achse der Reaktionskammer (3) ausgeführt sind.
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