DE263391C - - Google Patents
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- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B3/00—Hydrogen; Gaseous mixtures containing hydrogen; Separation of hydrogen from mixtures containing it; Purification of hydrogen; Reversible storage of hydrogen
- C01B3/02—Production of hydrogen; Production of gaseous mixtures containing hydrogen
- C01B3/06—Production of hydrogen; Production of gaseous mixtures containing hydrogen by reaction of inorganic compounds containing electro-positively bound hydrogen with inorganic reducing agents
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C01B3/08—Production of hydrogen; Production of gaseous mixtures containing hydrogen by reaction of inorganic compounds containing electro-positively bound hydrogen with inorganic reducing agents by reaction of inorganic compounds with metals
- C01B3/10—Production of hydrogen; Production of gaseous mixtures containing hydrogen by reaction of inorganic compounds containing electro-positively bound hydrogen with inorganic reducing agents by reaction of inorganic compounds with metals by reaction of water vapour with metals
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- Y02E—REDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 263391 KLASSE 12«. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. Juli 1912 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Wasserstoff durch
Vermittlung von Eisen und einen diesem Verfahren dienenden Schachtofen. Das Verfahren
besteht im wesentlichen darin, daß die Beheizung des in einem Schachtofen aufgeschichteten
Eisens am Umfange des Ofens ■ erfolgt. Hierbei kann in der Weise verfahren
werden, daß die einzelnen Zonen des Schacht-ίο ofens nacheinander reduziert und beheizt
werden, derart, daß die Abgase der tiefer liegenden Zone in der höheren Zone durch
Zuführung von Wind verbrannt werden.
Bei der Ausführung des dem Verfahren dienenden Schachtofens versieht man vorteilhaft
die mit feuerfester Auskleidung versehenen Ofenwände mit ringförmigen, in verschiedenen
Höhen des zur Aufnahme der Eisenfüllung dienenden Schachtes angeordneten
Heizkanälen. Zur Beheizung und Einführung des reduzierten Gases ordnet man Gas und
Winddüsen vorteilhaft derart an, daß die Einführung tangential erfolgt.
Man hat bereits früher vorgeschlagen, in einem mit Eisenerz angefüllten Schachtofen
durch abwechselnde Reduktion mit reduzierenden Gasen und Oxydation mit Dampf
Wasserstoff herzustellen.
Wenn dieser alte Vorschlag bis heute technisch keine Anwendung gefunden hat, so lag
das daran, daß es bisher unmöglich war, die technischen Schwierigkeiten, welche in der
gleichmäßigen Beheizung und der dauernden Aufrechterhaltung einer genügend hohen Tem-
peratur unter Vermeidung jeder Überhitzung liegen, zu überwinden.
Vorliegendes Verfahren kommt auf diesen einfachsten Apparat zurück, vermeidet jedoch
die ihm anhaftenden Mängel dadurch, daß die Beheizung durch radiale, in verschiedenen
Höhen der feuerfesten Ausmauerung des Schachtes angeordnete Heizkanäle erfolgt.
In diese wurden tangential eine genügende Anzahl Gas- und Winddüsen eingeführt. Der
Schachtofen gestattet, die Eisenfüllung (Eisenoxyde, Erze, Briketts usw.) unter Vermeidung
aller Unterstützungsroste, die sich leicht verstopfen und den Gasen den Weg versperren
sowie schwer standhalten, mit natürlicher Böschung einfach aufzuschichten und direkt
durch hocherhitzte Gase zu beheizen.
Durch direkte Beheizung der Eisenfüllung am ganzen Umfange des Schachtes, d. h. dort,
wo naturgemäß die größte Abkühlung des Erzes durch Strahlung und Leitung der Schamottewand
erfolgt, wird die Eisenfüllung nicht nur sehr gleichmäßig erhitzt, sondern
die Wärmezufuhr erfolgt auch dort, wo der größte Wärmeverlust, stattfindet.
Durch die tangential Anordnung der Heizdüsen wird ein Auftreffen von Stichflammen
auf die Eisenfüllung und damit Schmelzflüsse vermieden.
Beiliegende Zeichnung stellt einen dem neuen Verfahren dienenden, mit feuerfestem
Material b ausgekleideten Schachtofen α dar. Der Ofen α ist mit ringförmigen Kanälen c, c
versehen, in welche eine Anzahl Düsenreihen für Wind und Gas in verschiedenen Höhen
i, 2, 3, 4 münden. Seitliche Türen d, d dienen zur Beschickung und Entleerung. Am
oberen, eventuell auch am unteren Ende kann
der Schacht mit feuerfestem Gitterwerk für Vorwärmung der Gase (Reduktionsgas, Dampf)
versehen werden. Zweckmäßig ist es, Dampf und reduzierende Gase von entgegengesetzten
Seiten einzuführen. Der Dampf wird bei e eingeführt, während der Wasserstoff bei f
entweicht und durch eine Klappe g ins Freie
■ oder durch eine Vorlage i in den Sammler geleitet werden kann. Die Abgase entweichen
ίο bei h und können eventuell noch zur Heizung
eines Dampfkessels verwendet werden. Nachdem man durch öffnen der Düsen
i, 2, 3, 4 den ganzen Schacht genügend aufgeheizt
hat, werden alle Düsen geschlossen
.1.5 und bei ι Gas, z. B. Wassergas, eingelassen,
welches die Eisenoxyde reduziert und eventuell, nachdem es im oberen Teil durch Zuführung
von Wind in 4 verbrannt ist, durch Klappe g entweicht. Nachdem genügend Eisenschwamm gebildet ist, werden die Düsen
ι, ι sowie Klappe h geschlossen und durch e Dampf eingeleitet. Nachdem durch
Lüften von Klappe g die stickstoffhaltigen Gase entlassen sind, wird der Wasserstoff
durch Vorlage i in den Sammler abgeleitet. Der beschriebene Schachtofen gestattet ferner
noch eine besondere Modifikation der Beheizung, durch welche bedeutend an Gas gespart
wird, indem die noch brennbaren Abgase der Reduktion direkt zur Beheizung nutzbar
gemacht werden, was dadurch geschehen kann, daß man die einzelnen Höhenschichten
der Eisenfüllung nacheinander reduziert und das Abgas der unteren Zone in der nächst
höheren Schicht durch Zuführung von Wind verbrennt.
Es werden z. B. zunächst Heizdüsen 1 und 2 geöffnet, sodann aber abgestellt und
lediglich Gas bei 1 eingelassen, während nunmehr Winddüsen 3 und 4 geöffnet werden.
Nach einiger Zeit wird Düse 3 wieder geschlossen, endlich auch Düse 4, worauf Dampf
eingeleitet wird.
Mit besonderem Vorteil wird als Eisenfüllung die in dem Patent 263390 beschriebene
Kontaktfüllung angewandt.
Claims (4)
1. Verfahren zur Herstellung von Wasserstoff durch Vermittlung von in einem
Schachtofen aufgeschichtetem Eisen, dadurch gekennzeichnet, daß die Beheizung am Umfange des Ofens erfolgt.
2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die einzelnen Zonen des Schachtofens nacheinander reduziert und beheizt werden, derart, daß die Abgase der tiefer
liegenden Zone in der höheren Zone durch Zuführung von Wind verbrannt werden.
3. Schachtofen zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2. dadurch
gekennzeichnet, daß die mit feuerfester Auskleidung versehenen Ofenwände mit ringförmigen, in verschiedenen_Höhe 11
des zur Aufnahme der Eisenfüllung dienenden Schachtes angeordneten Heizkanälen versehen sind.
4. Schachtofen nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine derartige Anordnung
von Gas- und Winddüsen, daß die Einführung der Gase tangential erfolgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE263391C true DE263391C (de) |
Family
ID=520792
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT263391D Active DE263391C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE263391C (de) |
-
0
- DE DENDAT263391D patent/DE263391C/de active Active
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