DE2608052C2 - Flüssigkeitspumpe für das schmelzflüssige Metall einer Floatglasanlage - Google Patents
Flüssigkeitspumpe für das schmelzflüssige Metall einer FloatglasanlageInfo
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Description
45
Die Erfindung betrifft eine Flüssigkeitspumpe für das schmelzflüssige Metall einer Floatglasanlage aus einem
mit dem schmelzflüssigen Metall verträglichen Material.
Beim Floatglasverfahren ist es bekannt, zur gleichmäßigen Temperaturverteilung in dem Metallbad und/oder
zur Beeinflussung der Lage des Glasbandes und/oder zum Strecken der Glasschicht in dem Metallbad
Strömungen in verschiedenen Richtungen zu erzeugen und aufrechtzuerhalten. Für diesen Zweck werden
insbesondere elektrische Induktionsmotore eingesetzt (DE-OS 22 18 404, DE-AS 15 96 606). Solche Induktionsmotore
müssen oberhalb des Metallbades angeordnet werden. Sie benötigen nicht nur zusätzliche
elektrische Energie, sondern arbeiten auch mit einem schlechten Wirkungsgrad. Außerdem sind solche Induktionsmotore
relativ aufwendige Vorrichtungen.
Es ist ferner bekannt, mit Hilfe von außerhalb des eigentlichen Floatbadbehälters angeordneten elektrisch 6^
angetriebenen Schaufelradpumpen Teile des schmelzflüssigen Metallbades aus dem Floatbadbehälter abzuleiten
und einer Reinigungsvorrichtung zuzuführen (DE-AS 19 13 962, US-PS 35 25 601. US-PS 36 53 869).
Diese ortsfest außerhalb des Floatbadbehälters angeordneten Pumpen erzeugen zwar zwangsläufig
Strömungen im Metallbad, doch läßt sich mit diesen bekannten Pumpen kein Einfluß auf die Strömungsrichtung
nehmea Sie eignen sich deshalb nicht für den eingangs genannten Zweck.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine einfache und
wirtschaftlich arbeitende Pumpe zur Erzeugung von Strömungen innerhalb des Metalibades einer Floatglasanlage
zu schaffen, wobei die Strömungsrichtung beliebig eingestellt bzw. verändert werden kann.
Die erfindungsgemäße Pumpe zeichnet sich dadurch aus, daß sie ein in das schmelzflüssige Metall
eintauchbares Gehäuse mit einer oder mehreren Einlaßöffnungen und einer oder mehreren Auslaßöffnungen
für das schmelzilüssige Metall und eine die Manipulation der Pumpe ermöglichende Haltevorrichtung
in Form eines durch eine Seitenwand des Floatbadbehälters einführbaren kohres aufweist, wobei
die für den Betrieb der Pumpe erforderliche Energie in Form von unter Druck stehendem Schutzgas durch das
die Haltevorrichtung bildende Rohr zuführbar ist
Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Pumpen können nicht nur auf außerordentlich einfache und wirkungsvolle
Weise in dem schmelzflüssigen Metallbad Strömungen in jeder beliebigen Richtung erzeugt werden,
vielmehr haben die Pumpen auch den Vorteil, daß zum Antrieb keine zusätzliche Energie erforderlich ist. Die
Pumpen werden nämlich mit dem Schutzgas betrieben, das in dem Floatbehälter stets vorhanden ist, und das
wegen der unvermeidlichen Verluste am Eintrittsende und am Austrittsende des Floatbadbehälters ohnehin
laufend zugeführt werden muß. Man braucht also lediglich einen Teil des zuzuführenden Schutzgases über
die erfindungsgemäßen Pumpen in den Floatbadbehälter zu leiten.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung, sowie weitere Merkmale und Vorteile ergeben sich aus den
Unteransprächen und aus der nachfolgenden Beschreibung verschiedener Ausführungsbeispiele. Von den
Zeichnungen zeigt
F i g. 1 eine nach der Erfindung ausgebildete pneumatisch wirkende Pumpe in der Aufsicht innerhalb einer
Floatglasanlage, entsprechend der Linie I-I der Fig.2;
F i g. 2 einen senkrechten Querschnitt nach der Linie 11-11 der Fig. 1;
F i g. 3 eine vergrößerte Darstellung der in F i g. 1 dargestellten Pumpe in der Draufsicht, entsprechend
der Linie 111-111 der F i g. 4;
F i g. 4 einen senkrechten Schnitt nach der Linie IV-IV der F i g. 3 und
F i g. 5 einen senkrechten Schnitt durch eine Schaufelradpumpe mit pneumatischem Antrieb.
Die Floatglasanlage gemäß F i g. 1 und 2 umfaßt einen Behälter für ein Bad 1 aus geschmolzenem Metall. In der
Zeichnung ist nur ein Ausschnitt dieses Behälters dargestellt. Der Badbehälter hat eine Sohle 2,
Seitenwände 3 und eine Decke 4. Auf dem Bad 1 schwimmt das Glasband 5. In dem Raum 6 oberhalb des
Bades 1 und des Glasbandes 5 befindet sich ein auf das Metallbad nicht oxidierend und/oder leicht reduzierend
wirkendes Schutzgas, das einen Überdruck gegenüber der Außenatmosphäre aufweist. In dem Raum zwischen
Glasband 5 und Seitenwand 3 sind Pumpen 7 in das Metallbad eingesetzt, die das geschmolzene Metall aus
der Richtung des Glasbandes 5 ansaugen und auf die
Seitenwand 3 hin fördern. Als Material für das Pumpengehäuse und die anderen Teile der Pumpen
eignen sich die in einem geschmolzenen Metallbad üblicherweise verwendeten Materialien, wie beispielsweise
Graphit.
Die in der F i g. 1 und 2 dargestellte Pumpe 7 ist eine pneumatische Pumpe, die nach dem Prinzip des
Mischgasflüssigkeitshebers arbeitet, und die mit dem Schutzgas betrieben wird, das den Raum 6 oberhalb des
Glasbandes und Metallbades füllt Die Funktion dieser Pumpe wird anhand der Fig.3 und 4 erläutert Die
Pumpe besteht aus einem Gehäuse 8, das auf der Sohle 2 des Badbehälters steht. Dieses Gehäuse umschließt
einen Raum 9, in den das flüssige Metall durch die Öffnung 10 eind-ingen kann. Nahe der Eintrittsöffnung
10 führt durch die Abdeckung 11 eine Leitung 12 Schutzgas unter Druck in den Raum 9 ein. Dieses
Schutzgas entweicht durch die Öffnungen 13 in den Raum 6 oberhalb des Glasbandes und M^tallbades, und
nimmt durch die öffnungen 13 flüssiges Metall mit, das
in den Sammelbehälter 14 gelangt, und von hier über die Halbrohrschalen 15 ins Meiallbad 1 zurückfließt.
Das Zuführungsrohr 12 für das Schutzgas ist gleichzeitig als Haltevorrichtung für das Pumpengehäuse
ausgebildet. Es führt durch eine Öffnung 16 in der Badbehälterseitenwand 3 aus dem Badbehälter heraus.
Diese öffnung 16 wird so groß gewählt, daß durch sie die Pumpe 3 in den Badbehälter eingeführt und
herausgenommen werden kann. Die Öffnung 16 wird gegen das Rohr 12 mit Hilfe eines Faltenbalges 16a
abgedichtet. Die Richtung der Querströmung im Jad 1 kann durch Drehen der Pumpe 7 um das senkrechte
Rohrstück der Schutzgasleitung 12 geändert werden.
Die Fördermenge der Pumpe 7, die abhängig ist vom
Gasdurchsatz durch die öffnungen 13, kann leicht durch
Änderung der Gaszufuhr verändert werden. Durch Veränderung der Höhe der Ansaugöffnung 10 kann,
wenn erforderlich, das flüssige Metall aus einer bestimmten Schicht des Bades bevorzugt erfaßt werden.
F i g. 5 zeigt eine Schaufelradpumpe zur Erzeugung
ίο von Strömungen im Metallbad, die mittels des für den
Floatbadbehälter benötigten Schutzgases angeirieben wird. Die Pumpe besteht aus einem Gehäuse 8, das auf
der Sohle des Badbehälters steht. Das Gehäuse 8 hat eine Eintrittsöffnung 10 und eine Austrittsöffnung 17 für
is das flüssige Metall 1. Das Schaufelrad 18 ist leicht
drehend auf seiner Welle 19 gelagert, die in den Seitenwänden des zylinderförmigen Raumes 20 festgelegt
ist Zum Antrieb des Schaufelrades wird Schutzgas unter Druck durch die Leitung 12 über die Düse 21 auf
die Schaufelblätter des Schaufelrades 18 geblasen, wodurch das Schaufelrad in Drehung versetzt wird.
Durch die Öffnung 22 tritt das Schutzgas in den Raum 6 aus. Die Schutzgasleitung 12 führt wieder durch die
Öffnung 6 in der Badbehälterseitenwand aus dem Badbehälter heraus.
Um die Richtung der Querströmung im Bad 1 zu verändern, kann die Pumpe leicht in der Rohrverschraubung
23 in die gewünschte Ansaugrichtung gedreht werden. Die Fördermenge der Pumpe kann wieder
verändert werden über die über Leitung 12 zugeführte Schutzgasmenge.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Flüssigkeitspumpe für das schmelzflüssige Metall einer Floatglasanlage, aus einem mit dem
schmelzflüssigen Metall verträglichen Material, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein in das
schmelzflüssige Metall (1) eintauchbares Gehäuse (8) mit einer oder mehreren Einlaßöffnungen (JO) und
einer oder mehreren Auslaßöffnungen (13; 17) für das schmelzflüssige Metall und eine die Manipula- ίο
tion der Pumpe ermöglichende Haltevorrichtung in Form eines durch eine Seitenwand des Fioatbadbehälters
einführbaren Rohres (12) aufweist, wobei die für den Betrieb der Pumpe erforderliche Energie in
Form von unter Druck stehendem Schutzgas durch is
das die Haltevorrichtung bildende Rohr (12) zuführbar ist
2. Flüssigkeitspumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Pumpengehäuse (8) in
seiner horizontalen Winkelstellung relativ zu dem -°
als Haltevorrichtung dienenden Rohr (12) um eine vertikale Achse verschwenkbar ist
3. Flüssigkeitspumpe nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpe nach dem
Prinzip eines Mischgasflüssigkeitshebers aufgebaut ist, derart, daß das in das schmelzflüssige Metall
eingeführte Schutzgas durch seinen Auftrieb im Metallbad das flüssige Metall mitnimmt
4. Flüssigkeitspumpe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (8) einen von dem
schmelzflüssigen Metall ausgefüllten Raum (9), eine Eintrittsöffnung (10) für das flüssige Metall, und
oberhalb der Eintrittsöffnung (10) Austrittsöffnungen (13) für das Gas-Flüssigkeits-Gemisch aufweist.
5. Flüssigkeitspumpe nach Anspruch 1 und 2, ^
dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse ein mit seiner unteren Hälfte in das schmelzflüssige
Metallbad (1) eintauchendes Schaufel- bzw. Flügelrad (18) aufweist, und daß das als Haltevorrichtung
ausgebildete Rohr (12) in eine im oberen Teil des Gehäuses angeordnete und auf die obere Hälfte des
Schaufel- bzw. Flügelrades (18) ausgerichtete Anströmdüse (21) mündet.
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