DE260602C - - Google Patents
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
- F01L13/00—Modifications of valve-gear to facilitate reversing, braking, starting, changing compression ratio, or other specific operations
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Reciprocating Pumps (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Fuel-Injection Apparatus (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■-ΛΙ 260602 KLASSE
46 b. GRUPPE
EDUARD NAGER in LUZERN.
Beim Umsteuern von mehrzylindrigen Verbrennungskraftmaschinen ist es, besonders bei
ihrer Verwendung als Schiffsmotoren, von Wichtigkeit, daß die vom Maschinisten auszuführende
Umsteuerbewegung möglichst einfach ist, und daß insbesondere die Drehrichtung
der vom Maschinisten zu bewegenden Organe für ein und denselben Steuervorgang
die gleiche bleibt. Bisher ist dies nur durch
ίο Einschaltung komplizierter elektrischer oder
mechanischer Nebenapparate erreicht worden. Insbesondere war, wenn eine Gruppenschaltung
der Zylinder als Übergang vom Anlaß- zum Verbrennungsbetrieb vorgesehen war, die
Schwierigkeit in der Handhabung der einzelnen Gruppen eine außerordentlich große, weil in
diesen Fällen der Umsteuervorgang durch eine Reihe von Handhabungen , ausgelöst wurde.
Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist, an Stelle dieser Einzelhandhabungen eine einzige
fortlaufende Bewegung zu setzen. Schwierigkeiten sind dabei insofern zu überwinden, als mit
der Schaltbewegung gleichzeitig die Einstellung der Betriebskraft (Brennstofförderung bei Verbrennungskraftmaschinen)
bewirkt werden muß. Nach der vorliegenden Erfindung ist die Einstellung der Brennstoffüllung von der Schaltbewegung
unabhängig, so daß beim Umsteuern selbst die schwer zu bewegenden Umsteuerorgane
herumgeworfen werden können, ohne sich um die Füllungsänderung kümmern zu
müssen, die beim Umsteuern auf das gewünschte Maß eingestellt bleibt.
Demgemäß besteht die Erfindung darin,
daß die Organe, die zunächst sämtliche Arbeitszylinder auf Druckluftbetrieb einstellen
und alsdann einzeln oder gruppenweise auf Verbrennungsbetrieb umschalten, und die Organe,
die während des Anlassens und bei der Änderung der Drehrichtung der Maschine während des Durchganges durch die Ruhestellung
die Förderung der Brennstoffpumpen unterbrechen, auf einer gemeinsamen oder auf mehreren miteinander gekuppelten Wellen derart
angeordnet sind, daß die Umschaltung vom Druckluft betrieb auf Verbrennungsbetrieb
sowie das Abstellen und Wiedereinschalten der Brennstofförderung der ständig laufenden
Brennstoffpumpen durch die fortgesetzte gleichsinnige Bewegung eines gemeinsamen Antriebsorganes
erfolgt und dabei die Brennstoffpumpenfüllung unabhängig von der Schaltbewegung vor oder während der Inbetriebsetzung
der Maschine eingestellt werden kann.
Die Umsteuervorrichtung besteht in einer Umsteuerwelle, die mit Leit- oder Nockenscheiben
versehen ist. Die Nockenscheiben wirken beim Umsteuern durch ein Zwischenglied derart auf die Steuerung der Anlaß- und
Brennstoffeinlaßorgane, daß letztere nacheinander bzw. in bestimmter Reihenfolge zur
Wirkung kommen.
Für den Stillstand der Maschine sind durch die Umsteuerung sämtliche Anlaß- und Brennstoffeinlaßorgane
sowie auch die Brennstoffförderpumpe außer Tätigkeit gesetzt. Soll die
Maschine anfahren, so treten sämtliche Anlaßventile für Drucklufteinlaß in Tätigkeit. Ist
die Maschine in Bewegung, so werden durch weitere Drehung der Umst euer welle infolge
Einwirkung der Leitscheiben auf die Zwischenglieder zwischen Umsteuerwelle und Steuerung
ein Teil der Anlaßventile ausgeschaltet und dafür die entsprechenden Brennstoffeinlaßventile
eingerückt. Zu gleicher Zeit beginnt auch die Brennstoffpumpe ihre Förderung für die
mit Verbrennung arbeitenden Zylinder. Durch
ίο weiteres Drehen der Umsteuerwelle werden
dann die übrigen Zylinder auf Verbrennungsbetrieb eingeschaltet.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. ι
durch ein Steuerschema ein Beispiel für die Brennstoff- und Anlaßsteuerung. Darin bezeichnen
α die Umsteuerwelle (s. auch Fig. 2, 3 und 4), b die mit derselben drehbaren Leitscheiben;
der Bügel c mit den beiden Gleitrollen d ist um die feste Achse β drehbar.
Die Bewegung des Bügels c wird durch ein Gestänge f auf die Steuerung übertragen
(s. Fig. 2). Hierbei ist angenommen (der Einfachheit halber sind nur zwei Gruppen vorgesehen),
daß beim Anfahren zuerst alle Arbeitszylinder mit Druckluft, sodann Gruppe II mit Verbrennung und nach Umschaltung auf
Betriebsstellung alle Zylinder mit Verbrennung arbeiten. Für die Stellung »Stillstand« befinden
sich sämtliche Scheiben b und Bügel c mit den Steuerstangen f in der Mittelstellung,
wobei die zugehörigen Steuerorgane, d. h. Brennstoff- und Anlaßventile, außer Tätigkeit
sind. In der Stellung »Anfahren mit allen Zylindern« sind sämtliche Anlaßsteuerungen
in Betrieb gesetzt und sämtliche Brennstoffsteuerungen im Stillstand. Für die Stellung
»Anfahren mit der einen Hälfte der Zylinder« sind die Anlaßventile der Zylindergruppe I
außer Betrieb und dafür die Brennstoffventile derselben Gruppe in Tätigkeit. In der Stellung
»Betrieb« sind sämtliche Brennstoffventile in Tätigkeit und. sämtliche Anlaßventile ausgeschaltet.
Die Leitscheibe b kann auch durch eine geschlossene Kurvenscheibe ersetzt werden, derart,
daß eine Gleitrolle d in einer vertieften Kurvennut sich bewegt; statt dieser Kurvennut
kann auch eine vorstehende Gleitbahn angewendet werden. Die Gleitkurven können statt auf einer kreisförmigen Scheibe auch in
der Abwickelung auf ein hin und her gehendes Steuersystem übertragen werden, wobei dann
die Schwingbewegung der Umsteuerwelle a in eine hin und her gehende Längsbewegung
übergeht.
Statt der beschriebenen Vorrichtung kann die Umsteuerung auch durch ein gewöhnliches,
auf der Umsteuerwelle sitzendes Exzenter bewirkt werden. Dieser Spezialfall ist in Fig. 3
dargestellt. Auf der Umsteuerwelle α sitzt der Exzenterkörpe.r g, auf dem der Exzenterring
h gleitet, von welchem aus die Exzenterstange f zur Steuerung führt. Für die beiden
Zylindergruppen ist ein Exzenter in zwei verschiedenen Stellungen gezeichnet.
In Fig. 4 ist die Brennstoffpumpe veranschaulicht. Die Brennstoffpumpe besitzt entsprechend
der Anzahl Arbeitszylinder mehrere Förderkolben und zu jedem derselben ein Saugventil und ein Druckventil. Eine besondere
Vorrichtung ermöglicht in bekannter Weise die Regelung der Fördermenge der Pumpe zwischen einem Maximum und Null
unabhängig von dem Umsteuervorgang. Diese Vorrichtung ist durch die exzentrische Lagerung
der Hebel q in der Brennstoffpumpe auf der Exzenterwelle t angedeutet. Durch diese
Exzenterwelle t wird die Füllung der Brennstoffpumpe eingestellt. Soll die Pumpenförderung
unterbrochen werden, z. B. für Stillstand des Motors und bei Betrieb mit Druckluft,
so wird das Saugventil während des ganzen Druckhubes angehoben, so daß der durch den
Druckkolben verdrängte Brennstoff in den Saugraum zurückströmt. Die Welle t für die
Füllungsänderung kann dabei unverändert in ihrer Stellung bleiben. Zu diesem Zweck
sitzen auf der Umsteuerwelle α oder auf einer mit derselben verbundenen Hilfswelle zum Anheben
der Saugventile k zwei Leitscheiben / hintereinander. Diese Scheiben I besitzen Leitbahnen
bzw. Nocken m, welche beim Verdrehen der Umsteuerwelle die Saugventile anheben.
η ist das Druckventil, 0 der Förderkolben und p ein Hilfskolben, welcher mittels des Zwischengliedes
q das Saugventil während des normalen Betriebes steuert, r und s bezeichnen zwei
die verschiedenen Kolben 0 bzw. p antreibende Exzenter. In der Stellung »Stillstand« stehen
beide Scheiben Z derart, daß alle Saugventile
durch die Nocken m offen gehalten sind. Eine Brennstofförderung in die Druckleitung findet
bei dieser Stellung, die auch beim Anfahren mit Druckluft beibehalten wird, also nicht
statt. Wird während des Anfahrens eine Anzahl Anlaßventile ausgeschaltet und dafür in
den betreffenden Zylindern die Verbrennung eingeleitet, so werden selbsttätig durch die
Umsteuerung die entsprechenden Nocken m von den Saugventilen entfernt, und die, Brennstoff
örderung beginnt für diese Pumpenzylinder, Durch weiteres Drehen der Umsteuerwelle
werden dann die übrigen Anlaßventile einzeln oder gruppenweise außer Tätigkeit gesetzt und
dafür die entsprechenden Brennstoffeinlaßorgane eingeschaltet, wobei die zugehörigen Brennstoffpumpen
mit der durch die Stellung der Exzenterwelle t bedingten Füllung zu fördern
beginnen, indem durch Verdrehen der Nocken-
scheiben I die übrigen Saugventile der Brennstoffpumpen
freigegeben und in normaler Weise durch die Kolben p bewegt werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Umsteuervorrichtung für mehrzylindrige Verbrennungskraftmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß die Organe, die zunächstίο sämtliche Arbeitszylinder auf Druckluftbetrieb einstellen und alsdann einzeln oder gruppenweise auf Verbrennungsbetrieb umschalten, und Organe, die während des Anlassens und bei der Umsteuerung während des Durchganges durch die Ruhestellung die Förderung der Brennstoffpumpen unterbrechen, auf einer gemeinsamen oder auf mehreren miteinander gekuppelten Wellen derart angeordnet sind, daß die Umschaltung vom Druckluftbetrieb auf Verbrennungsbetrieb sowie das Abstellen und Wiedereinschalten der Brennstofförderung der ständig laufenden Brennstoffpumpen durch die fortgesetzte gleichsinnige Bewegung eines gemeinsamen Antriebsorganes erfolgt, wobei die Brennstoffpumpenfüllung unabhängig von der Schaltbewegung vor oder während der Inbetriebsetzung der Maschine eingestellt werden kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen,
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE260602C true DE260602C (de) |
Family
ID=518234
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT260602D Active DE260602C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE260602C (de) |
-
0
- DE DENDAT260602D patent/DE260602C/de active Active
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