DE259262A - - Google Patents

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft Verteiler für die Zündeinrichtung von mehrzylindrigen Explosionsmotoren nach dem Hauptpatent. Jeder gebräuchliche Verteiler besteht aus zwei Sätzen von Kontakten derart, daß die Kontakte des einen Satzes mit den Zündkerzen in den Zylindern und die des anderen mit der Stromquelle verbunden sind. Da die Aufgabe des Verteilers darin besteht, die Kontakte des einen Satzes der Reihe nach mit denen des anderen leitend zu verbinden, um die betreffende Kerze, an der ein Funke übergehen soll, in den Leitungskreis der Stromquelle einzuschalten, ist in der Regel der eine von beiden Kontaktsätzen feststehend und der andere drehbar angeordnet.
Die Erfindung besteht darin, daß bei einem Verteiler nach dem Hauptpatent, bei dem also zwei voneinander isolierte und mit je einer Stromquelle verbundene Stromquellenkontakte vorgesehen sind, beide Kontaktsätze feststehend angeordnet sind, und daß zwischen beiden ein umlaufendes Kontaktsystem vorgesehen ist, das die verlangten Verbindungen herstellt.
Auf der Zeichnung ist Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Verteilers nach der Erfindung für eine Vierzylindermaschine in derjenigen Verbindung mit den wesentlichen Teilen der Zündeinrichtung, welche das Haupt -
patent vorschreibt. . Fig. 2 ist eine Wiederholung des Verteilers in einer anderen Stellung.
Eine Anlaßzündmaschine A und eine Betriebszündmaschine B stellen die beiden Stromquellen dar. Durch mechanisch gesteuerte Unterbrecher α und b ist je ein Ende der beiden primären Ankerwickelungen und durch unmittelbare Verbindungen je das andere Ende geerdet.
Die einen Enden der sekundären Wickelungen sind in der gebräuchlichen Weise ebenfalls geerdet, und ihre freien Enden sind mit je einer feststehenden Bürste m und I der Verteilers verbunden.
Die isolierten Pole der vier Kerzen K1, K2, K3 und K4 sind mit vier ebenfalls feststehenden Kontakten 1, 2, 3, 4 des Verteilers verbunden. Diese letzteren Kontakte sind beispielsweise mit der inneren Mantelfläche eines Hohlzylinders bündig. Konzentrisch zur feststehenden Verteilerscheibe 1, 2, 3, 4 ist eine zweite Verteilerscheibe S drehbar gelagert. Ihr Antrieb ist nicht gezeichnet, geschieht aber vorzugsweise in der gebräuchlichen Weise von der Ankerwelle der Betriebszündmaschine B aus. Auf ihrem Rand ist eine Anzahl von Kontaktsegmenten S1, S2, S3, S4 vorgesehen, die gleich der Zylinderzahl oder gleich der Kerzenzahl ist, also im gezeichneten Beispiel gleich vier. Die Segmente S1, S2, S3, S4 sind alle unter-
einander leitend verbunden, und einer von ihnen, beispielsweise S1, trägt eine Bürste s, die auf den Kerzenkontakten i, 2, 3 und 4 schleift.
In der Stellung nach Fig. 1 ist die Kerze des Zylinders I mit den vier Kontakten S1 bis S1 verbunden, und da der Kontakt S3 sich in dieser Stellung unter der Bürste I befindet, durch diese mit der Sekundärwickelung der Betriebszündmaschine B. Wird nun die Scheibe S im Sinne des eingezeichneten Pfeiles um ungefähr 30 °, also in die in Fig. 2 gezeichnete Stellung gedreht, so verläßt das Segment s3 die feststehende Betriebsstrombürste /, und das Segment S2 läuft unter die Anlaßstrombürste ni, so daß nunmehr die Anlaßstromquelle mit der Kerze K1 verbunden ist.
Da auf dem Umfang der umlaufenden
Verteilerscheibe S ebenso viele Segmente wie Kerzen vorgesehen sind, wiederholt sich dieser Vorgang der Reihe nach für sämtliche Kerzen. Die Einrichtung entspricht also den Forderungen des Hauptpatentes.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verteiler zur Steuerung des Anlaß- und Betriebszündstromes in Zündeinrichtungen nach Patent 253894, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Kerzen als die Zünd-Stromquellen an feststehende Kontakte angeschlossen sind, zwischen denen sich ein umlaufender Bürstenträger befindet, der mit einer Bürste versehen ist, die auf den Kerzenkontakten schleift und mit einer der Zylinderzahl gleichen Anzahl von untereinander verbundenen Kontakten leitend verbunden ist, auf denen zwei feststehende, mit je einer der beiden Stromquellen verbundene Kontakte schleifen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.

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