DE258762C - - Google Patents
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- DE258762C DE258762C DENDAT258762D DE258762DA DE258762C DE 258762 C DE258762 C DE 258762C DE NDAT258762 D DENDAT258762 D DE NDAT258762D DE 258762D A DE258762D A DE 258762DA DE 258762 C DE258762 C DE 258762C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23Q—IGNITION; EXTINGUISHING-DEVICES
- F23Q13/00—Igniters not otherwise provided for
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Baking, Grill, Roasting (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 258762 KLASSE 36 ^. GRUPPE
GOTTFRIED WALTER in BASEL.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Anfeuern intermittierend betriebener Öfen, insbesondere
Zimmeröfen, mittels in einem Kasten untergebrachter Briketts, die duich das vorhergehende
Abbrennen des auf dem Rost befindlichen Brennstoffs erhitzt bzw. teilweise glühend
gemacht worden sind und bei Wiederaufnahme des Betriebes auf den Rost gebracht werden.
Bei Dauerbrandöfen ist es bekannt, einen zur
ίο Aufnahme von glühenden Briketts dienenden
Kasten zu verwenden, der teilweise außerhalb des Herdschachtes liegt und teilweise in diesen
Schacht hineinragt. Zur Abdichtung ist diesel Kasten mit einem an ihm verschiebbaren Ring
versehen, der in der Betriebsstellung des Kastens auf dem Rand der Schachtöffnung aufliegt. Das
Füllen und Entleeren des Kastens erfolgt durch eine an seinem unteren Ende vorgesehene
Klappe, die mit einem Gestänge verbunden ist.
Beim Anfeuern des Herdes wird durch Heben des Kastens unter Festhalten des Gestänges die
Klappe geöffnet, so daß die glühenden". Briketts auf den Rost fallen. Bei der Neufüllung mit
Briketts muß der Kasten vollständig aus dem Herdschacht herausgenommen werden.
Diese bekannte Vorrichtung ist bei Zimmeröfen, auf die sich der Erfindungsgegenstand
hauptsächlich bezieht, praktisch nicht verwendbar. Bei der Anordnung der bekannten Vorrichtung
am oberen Ende eines Ofenschachtes könnten durch die Spalten zwischen dem Rand der oberen Ofenschachtöffnung und dem am
Kasten vorgesehenen Ring bzw. zwischen diesem Ring und dem Kasten sowie auch durch die
in dem Ring vorhandenen Öffnungen zum Durchtritt des Klappengestänges übelriechende Gase
in den Aufstellungsraum des Ofens entweichen, da bei diesen Spalten und Öffnungen eine sichere
Abdichtung nicht zu erzielen ist.
Nach der Erfindung ist die Verwendung eines zum Anfeuern dienenden Kastens bei Öfen
unter Vermeidung der genannten Ubelstände dadurch ermöglicht, daß der Kasten vollständig
im Innern des Ofenschachtes unterhalb der Beschickungsöffnung des Ofens angeordnet und an
seinem oberen, durch einen Deckel verschließbaren Ende an der Schachtwandung derartig
drehbar ist, daß sein unteres offenes, gewöhnlich über einem Ansatz der Schachtwandung liegendes
Ende von diesem Ansatz fort nach innen geschwenkt werden kann und dadurch die in ihm
enthaltenen erhitzten bzw. glühend gemachten Briketts auf den Rost übergeführt werden können.
Diese Vorrichtung bietet den Vorteil, daß ein Entweichen übelriechender Gase in den Aufstellungsraum
des Ofens nach Möglichkeit verhindert ist, da der Kasten vollständig im Innern des Ofenschachtes angeordnet ist und daher das
obere Ende des Ofenschachtes dicht verschlossen sein kann. Trotzdem läßt sich bei der neuen Vorrichtung
die Neufüllung des Kastens mit Briketts bequem und ohne Verunreinigung des Aufstellungsraumes
des Ofens durch die Beschikkungsöffnung des Ofens hindurch bewerkstelligen,
da in diesem Fall nur der am oberen Ende des Kastens vorgesehene Deckel geöffnet zu
werden braucht, ohne daß der ganze Kasten abnommen werden muß. Das Anfeuern des Ofens
kann bei der neuen Vorrichtung auf einfache und sichere Weise dadurch erfolgen, daß der Kasten
mittels eines durch die Beschickungsöffnung des Ofens einzuführenden Stabes o. dgl. nach innen
geschwenkt wird. Der im Innern des Ofens vorgesehene Ansatz, über dem die untere Kastenöffnung
gewöhnlich liegt, schützt den Kasten gegen die direkte Einwirkung des Feuers und verhütet
daher seine vorzeitige Zerstörung.
Die Zeichnung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes. Fig. ι
ist ein senkrechter Teilschnitt durch einen mit der Vorrichtung ausgestatteten Zimmerofen.
ίο Fig. 2 ist ein Schnitt nach Linie A-B von Fig. i.
Fig. 3 ist ein wagerechter Schnitt hierzu.
Im Feuerschacht α ist unterhalb der Beschikkungsöffnung
b und oberhalb der Feuertüröffnung c und dem Feuerrost d an der vorderen
Ofenwand ein Kippschacht f pendelnd angeordnet, der durch Scharnierzapfen g in Schlitze h
der Ofenseitenwände aushebbar eingesetzt ist, gewöhnlich aber im Feuerschacht verbleibt. Der
Kippschacht f, der zur Aufnahme von einigen Briketts bestimmt ist, ist oben mit einem dicht
schließenden Deckel i versehen, während er unten durch einen feststehenden, zweckmäßig
aus feuerfestem Material bestehenden Untersatz m geschlossen und durch diesen auch gegen
direkte Feuerglut geschützt ist, wobei zwischen dem Untersatz m und dem unteren Schachtrande
etwas Spiel gelassen ist, um ein leichtes Verschwenken des Kippschachtes f zu gestatten.
Der Betrieb eines so eingerichteten Ofens gestaltet sich etwa folgendermaßen:
Beim ersten Inbetriebsetzen des Ofens wird auch der Kippschacht f mit einigen Briketts
beschickt, wobei dafür Sorge zu tragen ist, daß der Deckel i desselben dicht geschlossen wird.
Beim Verbrennen des Brennmaterials im Feuerschacht a, wobei auch die Flammen durch den
engen Spalt zwischen Untersatz m und Kippschacht f in diesen gelangen können, werden die
in diesem enthaltenen Briketts erhitzt und teilweise in Glut versetzt, und da ein Abbrennen
derselben infolge des dichten Schlusses des Dekkels i nicht stattfinden kann, so dauert der
Glühzustand für die Briketts im Kippschacht f auch nach dem erfolgten Abbrennen des Materials
im Feuerschacht fort. Soll der Betrieb nach einiger Zeit, etwa am darauffolgenden Morgen,
wieder aufgenommen werden, so schwenkt man den Kippschacht f im Sinne des Pfeiles der
Fig. ι hinreichend weit aus, um die erhitzten oder noch glühenden Briketts vom Untersatz m
nach der Mitte des Feuerraumes auf den Rost d gleiten zu lassen, worauf dieselben sogleich in
Brand treten und das Anfeuern herbeiführen. Hierauf kann der Kippschacht f selbsttätig wieder
über den Untersatz m zurückschwingen, und man beschickt ihn dann durch die öffnung b
mit einer neuen Brikettladung.
Die Schwenkbewegung des Kippschachtes f wird zweckmäßig mittels eines Stabes hervorgebracht,
der durch die öffnung δ hindurch in eine zu diesem Zwecke oben an dem Kipp- ■
schacht f angebrachte öse η (Fig. 3) eingesteckt
wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch: 6sVorrichtung zum Anfeuern intermittierend betriebener öfen, insbesondere Zimmeröfen, mittels in einem Kasten untergebrachter Briketts, die durch das vorhergehende Abbrennen des auf dem Rost befindlichen Brennstoffs erhitzt bzw. teilweise glühend gemacht worden sind und bei Wiederaufnahme des Betriebes auf den Rost gebracht werden, dadurch gekennzeichnet, daß der die Briketts aufnehmende Kasten (f) vollständig im Innern des Ofenschachtes unterhalb der Beschickungsöffnung (b) des Ofens angeordnet und an seinem oberen, durch einen Deckel (i) verschließbaren Ende an der Schachtwandung derartig drehbar ist, daß sein unteres offenes, gewöhnlich über einem Ansatz (m) der Schachtwandung liegendes Ende von diesem Ansatz fort nach innen geschwenkt werden kann und dadurch die in ihm enthaltenen erhitzten bzw. glühend gemachten Briketts auf den Rost (A) übergeführt werden können.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE258762C true DE258762C (de) |
Family
ID=516560
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT258762D Active DE258762C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE258762C (de) |
-
0
- DE DENDAT258762D patent/DE258762C/de active Active
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