DE257971C - - Google Patents

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DE257971C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61HBRAKES OR OTHER RETARDING DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR RAIL VEHICLES; ARRANGEMENT OR DISPOSITION THEREOF IN RAIL VEHICLES
    • B61H13/00Actuating rail-vehicle brakes
    • B61H13/005Spring actuation

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 257971 KLASSE 20/. GRUPPE
Nachstellvorrichtung für Federbremsen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Februar 1911 ab.
Für diese Anmeldung ist bei der Prüfung gemäß dem Unionsvertrage vom
20. März 1883
14. Dezember 1900 auf Grund der Anmeldung in Frankreich vom 27. Juni 1910 anerkannt.
die Priorität
Die Erfindung bezieht sich auf eine Federbremse, bei der die Feder, durch deren Entspannen die Bremse angezogen wird, durch die Handbremsspindel aufgezogen wird, und besteht darin, für derartige Bremsen eine selbsttätige Nachstellvorrichtung für die Bremsklötze zu schaffen.
Zu diesem Zwecke wird das drehbar gelagerte Federhaus von einem Schaltgesperre beeinfhißt, dessen Sperrad mit dem Federhaus starr verbunden ist und dessen Schaltklinke drehbar am Untergestell des Fahrzeuges gelagert ist. Dieses Schaltgesperre ist derart angeordnet, daß es beim Aufziehen der Feder das Federhaus feststellt. Wird aber die Feder zum Anziehen der Bremse entspannt, wobei sie in bekannter Weise die den inneren Federkern bildende Handbremsspindel dreht, so wird das Federhaus durch das Schaltgesperre nur so lange festgehalten, bis die Feder bis zur Vorspannung, die ebenso wie die Höchstspannung in bekannter Weise durch ein Hebeigesperre geregelt wird, abgelaufen ist. Das Ablaufen der Feder bis zur Vor-Spannung tritt bei richtig eingestellter Bremse nur ein, wenn die Bremsklötze abgenutzt sind. Durch das Hebeigesperre wird dann nach Erreichen der Vorspannung das Federhaus und damit das Sperrad mit der Bremsspindel gekuppelt und durch die Bremsspindel so weit mitgenommen, bis diese beim Anlegen der 45
Bremsklötze an die Räder Widerstand findet. Dann wird das Federhaus durch die Sperrklinke wieder festgestellt und hat eine solche Stellung erhalten, daß beim Wiederanziehen der Bremse die Bremsklötze zur Anlage kommen, ohne daß die Feder bis zur Vorspannung abläuft.
Fig. ι zeigt die Anstell- und Nachstellvorrichtung der Federbremse in Seitenansicht, Fig. 2 in Hinteransicht und Fig. 3 in Draufsicht. Fig. 4 ist eine schaubildliche Darstellung, teilweise im Schnitt, der gelösten Bremse, und Fig. 5 veranschaulicht die Gesamtanordnung der Bremse.
Die Bremsspindel D trägt das Antriebszahnrad i, das in das Zahnrad 2 greift. Der Trieb 3 auf der Welle des Zahnrades 2 greift in das Zahnrad 4. Die Welle dieses Rades trägt den Zahn trieb 5, der in die Zahnstange 6 greift. Letztere dreht mittels des Hebels 7 die Welle 8, die unter Vermittlung des Hebels 9 an das Bremsgestänge greift (Fig. ι und 2).
Das untere Ende der Bremsspindel D bildet den Federkern 12, an dem der innere Federhaken 13 für die Zugfeder 14 sitzt. Das äußere Ende der Zugfeder 14 ist mittels des Gelenkbolzens 15 am Federhaus H befestigt.
Über dem Federkern 12 der Bremsspindel D nebst Handrad E sitzt das Zahnrad 16, das in das auf dem Federhausdeckel drehbar be-
festigte Zahnrad 17 greift. Die beiden Zahnräder 16, 17, welche die Stellung der Feder 14 bilden, sind um einen Zahn voneinander verschieden, d. h. das Rad 16 besitzt einen Zahn mehr als das Rad 17. An beiden Rädern sitzen die Sperrfinger 18 und 19. Die Zugfeder 14 wird mit Vorspannung eingesetzt, indem sie bei abgenommenem Stellungsrad 17 durch Linksdrehen der Spindel D teilweise aufgezogen wird. Hierauf wird das Stellungsrad 17 aufgesetzt und mit dem Rad 16 in Eingriff gebracht in der Weise, daß sich die beiden Sperrfinger 18 und 19 derart gegeneinander stemmen, daß das Wiederablaufen der Feder verhindert wird. Durch weiteres Linksdrehen der Spindel D wird die Feder 14 völlig, d. h. so weit aufgezogen, bis die beiden Sperrfinger derart zusammenwirken, daß ein weiteres Aufziehen der Zugfeder verhindert wird (Fig. 4). Die Bremse ist dann gelöst und wird in dieser Stellung durch das Gesperre 24, 25 gesichert, das das Wiederablaufen der Feder verhindert. Das auf den Kugeln 22 drehbar gelagerte Federhaus H ist mit dem Sperrad 20 starr verbunden, in dessen Zähne die auf einem starr befestigten Drehbolzen gelagerte Sperrklinke 21 greift. Das Gesperre 20, 21 verhindert das Drehen des Federhauses beim Aufziehen der Feder, gestattet aber die Drehung desselben auf den Kugeln 22 in entgegengesetzter Richtung.
Das Gesperre 26, 27, das dem Gesperre 24, 25 entgegengesetzt gerichtet ist, hält die Bremse mit dem jeweiligen Bremsdruck fest.
Die Sperrklinken 25 und 27 werden durch den Nocken 29 ein- und ausgerückt. Dieser kann entweder durch den im Bereich des Bremsers liegenden Hebel 28 oder vom Bahnplanum aus durch die Hebel 33 oder 34 gesteuert werden, die mit der Nockenwelle durch die Schnurscheibe 30 und die Kabel 31 und 32 in Verbindung stehen.
Bei gelöster Bremse (Fig. 4) ist die Spiralfeder 14 völlig aufgezogen, da die sich gegeneinander stemmenden Finger 18, 19 ein weiteres Aufziehen der Feder verhindern, die Sperrklinke 25 ist mit dem Sperrad 24 im Eingriff und verhindert das Ablaufen der Feder. Wird dann der Hebel 28 oder mittels der Hebel 33 oder 34 die Scheibe 30 in die Bremsstellung gebracht, d. h. die Sperrklinke 25 zur Freigabe der Spiralfeder ausgelöst und die Sperrklinke 27 in das Sperrad 26 eingelegt, so läuft die Feder 14 ab. Das Federhaus bleibt dabei unbeweglich, da die im Federende 15 immer noch vorhandene Spannung das Federhaus nebst Sperrad 20 linksherum zu drehen sucht, was durch die Sperrklinke 21 verhindert wird. Die Bremsspindel D wird beim Ablaufen der Feder rechtsherum gedreht und nimmt mittels des Vorgeleges 1—5 die Zahnstange 6 und damit das Bremsgestänge mit, bis die Bremsklötze an den Rädern anliegen. Die Sperrklinke 27, die bis dahin über die Zähne des Sperrades 26 gleitet, fällt nunmehr, und zwar infolge des beim Anlegen der Klötze auftretenden Rückschlages, ein und stellt die Bremse in der Bremsstellung fest. Sind die Bremsklötze dabei richtig eingestellt gewesen, so wird namentlich bei unbeladenen Fahrzeugen, bei denen die Bremsklötze in der Schwerlinie der Räder angreifen, die Spiralfeder nicht völlig, d. h. nicht so weit ablaufen, daß die Sperrfinger 18, 19 in die die Vorspannung begrenzende Stellung kommen. Soll die Bremse, namentlich bei beladenen Fahrzeugen, bei denen die Bremsklötze durch Setzen der Tragfedern unterhalb der Radmittellinien angreifen, also in der Lösestellung weiter von den Rädern entfernt sind, mit einem entsprechenden Bremsdruck angezogen werden, so kann der Bremser die Bremswirkung dadurch verstärken, daß er die Bremsspindel von Hand rechtsherum dreht.
Das Ablaufen der Spiralfeder wird dann durch die Bremsspindel so lange beschleunigt, bis die Sperrfinger 18, 19 in die Vorspannstellung gekommen sind. Alsdann wird durch die Bremsspindel unter Vermittlung der sich gegeneinander sperrenden Sperrfinger das Federhaus rechtsherum mitgenommen und nach beendeter Drehung der Bremsspindel durch die in das Sperrad 20 einfallende Sperrklinke 21 von neuem festgestellt. Wird nun die Bremse durch Linksherumdrehen der Spindel gelöst, so werden zugleich die Bremsklötze nachgestellt, weil sie beim Bremsen näher an die Räder gebracht worden sind, das Federhaus infolge der Sperrung 20, 21 seine neue Stellung beibehält und die Feder beim Aufziehen und damit auch das Vorgelege infolge Anordnung der Sperrfinger stets den gleichen Weg zurücklegen.
Diese Nachspannvorrichtung wirkt außerdem selbsttätig, sobald die Feder beim Bremsen bis in die Vorspannstellung gelangt und in dieser die Bremsklötze noch nicht festgezogen sind. Die Nachstellung des Federhauses erfolgt dann durch das Beharrungsvermögen der sich beim Anstellen der Bremse rechtsherum drehenden Bremsspindel, die sich nach Einstellen der Sperrfinger in die Vorspannstellung von selbst weiterdreht, weil sie, da die Bremsklötze noch nicht zur Anlage gekommen sind, bis zum erfolgten Anziehen der Bremsklotze keinen Widerstand findet und das Federhaus in der vorbeschriebenen Weise mitnimmt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Nachstellvorrichtung für Federbremsen, bei denen die Feder auf die Handbremsspindel wirkt, gekennzeichnet durch ein
    das drehbar gelagerte Federhaus (H) beim Aufziehen der Feder feststellendes Schaltgesperre (20, 21), dessen am Federhaus starr befestigtes Schaltrad (20) durch ein in bekannter Weise die Vor- und Höchstspannung der Feder regelndes Hebeigesperre (16, τη, i8, 19) mit der Bremsspindel gekuppelt wird, sobald beim Entspannen der Feder bis zur Vorspannung die Bremsklötze infolge Abnutzung an den Rädern nicht zur Anlage kommen, so daß die Bremsspindel keinen Widerstand findet und das Federhaus in eine der Abnutzung entsprechende Stellung mitnimmt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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