DE255122C - - Google Patents

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DE255122C
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01D—SEPARATION
    • B01D45/00—Separating dispersed particles from gases or vapours by gravity, inertia, or centrifugal forces
    • B01D45/02—Separating dispersed particles from gases or vapours by gravity, inertia, or centrifugal forces by utilising gravity

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der Erfindung bildet die stufenweise Abkühlung des Schmelzhüttenrauchs in einem ununterbrochen arbeitenden Ringkühlkammersystem zwecks Abscheidung und Wiedergewinnung der Metalloxyde. Alle möglichen Kühlungsverfahren sind hierfür anwendbar. Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand dargestellt, und zwar zeigt: Fig. ι den Längsschnitt durch die Kühlkammern,
Fig. 2 die Draufsicht auf das Kühlkammersystem.
Der beim Hochofenprozeß entstehende Schmelzhüttenrauch wird durch das Zuführungsringrohr R den Kühlkammern durch die in die Kammern K mündenden Stutzen c zugeführt, durchläuft in Schlangenwindungen, bedingt durch die mit Verschlußschiebern s versehenen Kammerverbindungsstutzen D1 alle Kammern, tritt gereinigt von Metalloxyden bei den Gasaustrittsöffnungen c1 in das Gasabführungsringrohr R1 ein und wird durch den an der hinteren Schmalseite des ganzen Systems angebrachten Exhaustor E gereinigt ausgeblasen. Es kann eine jede Kammer durch einfaches Zuschieben der Verschlußschieber s der Kammerverbindungsstutzen D einzeln zur Entleerung ausgeschaltet werden, ohne den Kammerbetrieb zu stören; wenn z. B. K3 gereinigt wird, treten die Rauchgase bei K^ ein, durchlaufen Ks K6 K1 K8 K9 usw. und treten aus K2 in das Gasabführungsrohr aus; wird KA gereinigt, treten die Gase bei K5 ein und bei K3 aus usw.
Das Kammersystem wird der Größe des Schmelzhüttenbetriebes angepaßt und steht in einem das Ganze abgedichtet umschließenden Kühlkasten Kk. Zwischen den Kühlkammern sowie auch zwischen diesen und dem sie umgebenden Kühlkasten sind Zwischenräume Z vorhanden. In diesen rieselt von einem alle Kammerwandungen umlaufenden, an den unteren seitlichen Flächen mit feinen Öffnungen versehenen Wasserleitungsrohre h Wasser in feinem Strahl an den Kammerwandungen herab. Diese Kühlzwischenräume Z stehen ebenfalls mit dem Exhaustor E in Verbindung; durch im Kühlmantel angebrachte kleine Luftlöcher an der dem Exhaustor entgegengesetzten Schmalseite des Kammerkühlkastens wird in den Zwischenräumen Z eine starke Zugluft erzeugt, die das herabrieselnde Wasser rasch zur Verdunstung bringt und dadurch (Prinzip der Verdunstungskälte) eine Temperaturerniedrigung erzeugt, die genügt, die Kammerwände so weit abzukühlen, daß die ganzen Metalloxyde zum Niederschlagen gebracht werden, jedoch kann zu diesem Zwecke der Abkühlung jede andere technische Kälteerzeugung zur Verwendung gelangen.
Die Kammerreinigung wird in bekannter Weise durch die auf Laufschiene A hängende, über das ganze Kammersystem fahrbare Bürste B dadurch bewerkstelligt, daß dieselbe mittels eines Seiles über die Rolle b in die Kammer, die gereinigt werden soll, hinabgelassen wird und, da die Größe der Bürste dem Querschnitt der Kühlkammer entspricht, diese auf allen Seiten von den abgesetzten Metalloxyden zugleich gereinigt. Der abgebürstete Kammerstaub fällt zu Boden und wird durch öffnen des am Boden der Kühlkammer befindlichen Schiebers 5 in den untergefahrenen Wagen W entleert.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zum Abscheiden und Wiedergewinnen von Metalloxyden aus Schmelzhüttenrauch durch dessen Führung längs gekühlter Flächen im Zickzackwege, dadurch gekennzeichnet, daß der Schmelzhüttenrauch durch nach dem Ringsystem angeordnete Kühlkammern geleitet wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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